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  • »DC7GB« ist männlich

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21

Sonntag, 22. Juli 2007, 12:53

Messung der Ausbreitungsbedingungen

Hallo Volker,

ich gehe mal etwas ins Feine, obwohl das Projekt ja noch gar nicht existiert. Aber man kann ja mal über die möglichen Randbedingungen nachdenken:

Klar, dass die Schrittgeschwindigkeit noch für normale Ohren aufnehmbar sein sollte. Es muss aber auch nicht 10BpM sein. Nimmt man ein zeitsynchrones Raster von 100ms/Punkt, so kommt man auf etwa 60BpM. Weil die Rufzeichen wie bei Baken ja bekannt sind, kann das auch jeder Interessierte (ich spreche hier nicht nur von Amateuren, sondern z.B. von Schülern!) mit ein bischen Übung nach kurzer Zeit auch erkennen. (Man erinnere sich an das QAM alter TV-Wetterkarten der ARD, was schliesslich jeder erkennen konnte, auch wenn er gar nicht wusste, was das eigentlich bedeutete.) Schliesslich kann sich jeder das was er hören/erkennen will zuvor auch mal aufschreiben. Dann geht es schon viel besser. Ausserdem wird das Jagdfieber durch ein realistisches Gebetempo angeregt.

Wenn jeder Sender auf 8 CW-Zeichen beschränkt wäre, so würde das mit etwas Sicherheitsabstand (die Zeichen sind ja nicht alle gleich lang) eine maximale Zeit von 10s/Sender bedeuten. Damit könnte man also 6 Sender/Minute zeitsynchronisiert reihum senden lassen. Das reicht natürlich noch nicht aus. Daher müsste man jeder Station neben einem Zeitschlitz innerhalb einer Minute auch noch eine Sendeminute zuordnen. Das ergibt dann schon 360 Stationen/Stunde. Bei weltweit synchroner Arbeitsweise könnte man aus der genauen Zeit der Beobachtung schon auf den Standort und damit auf das Call der Station schliessen. Klar auch, dass die Zuordnung der Zeitschlitze zum Stationscall irgendwo koordiniert werden müsste, sonst gibt es ganz schnell ein Chaos.

Bei Bedarf könnte man das Zeitschema auch noch erweitern. Besonders wichtigen Stationen (wie definiert man das?) könnte auch mehr als einen Zeitschlitz pro Stunde zuweisen und natürlich kann man das auch noch von allen möglichen anderen Randbedingungen (Tageszeit, Jahreszeit, Sonnenfleckenaktivität, etc) abhängig machen. Die Auflösung bei der Beobachtung von Ausbreitungsbedingungen pro Sender würde dann aber teilweise auch bei weniger als eine Beobachtung pro Stunde und Station liegen. Das halte ich für eine aussagekräftige Beobachtung für zu wenig. Andererseits sind 360 Sender und QRG weltweit auch nicht gerade wenig und man braucht solche Klimmzüge vielleicht gar nicht zu machen. Theoretisch könnte man zwar weit entfernten Sendern auch den gleichen Zeitschlitz zuweisen, doch dabei würde die Exklusivität der QRG leiden und die Aufnahme der Sender unnötig erschweren (ich gehe von QRP-Leistungen aus!).

Es fragt sich so ganz nebenbei, warum man so einen zeitsynchronen Betrieb eigentlich nicht auch bei Baken einführt? Eine automatische Auswertung wird wegen des Gleichwellenbetriebs dadurch doch erheblich einfacher. Man könnte sich zu Hause ein kleines Kästchen hinstellen und auf der LCD-Anzeige stehen immer die aktuellen, selbst gemessenen Ausbreitungsbedingungen am eigenen Standort. Das wäre auch ein interessantes Projekt!
73 de Tom - DC7GB

22

Montag, 23. Juli 2007, 15:46

F- Museum

Ich kann mich Lutz nur anschließen.

Sorry, aber irgendwo wirds doch lächerlich. Wenn das Schule macht gibt es demnächst Museumsfrequenzführer. Da kann man dann nachlesen, wann welche Frequenz geöffnet ist und welche Frequenz man am TRX auf keinen Fall mehr einstellen darf. Könnte ja sein, daß man die Frequenz auch empfangsmässig schonen muss.

Gibt es dann auch Museumsfrequenzwärter und Frequenzkonservatoren?
73

Matthias, DF2OF

23

Montag, 23. Juli 2007, 20:09

RE: F- Museum

Hallo Matthias,

ein Museumsfrequenzführer wäre nun das letzte, was der Amateurfunk gebrauchen kann. Vor dem Hintergrund, dass für Außenstehende der Amateurfunk schon einen musealen Charakter hat - man schaue sich nur mal das Durchnschnittsalter der OMs an - wäre das eine PR-Katastrophe. Aber wie soll denn überhaupt so ein Museumsfrequenzführer zu Stande kommen? Nenne mir doch mal ein paar weitere Frequenzen, die als "Museumsfrequenz" zu würdigen wären? Mir fällt da ehrlich gesagt keine ein. Die 500 kHz sind einmalig, weil sie als Seenotrettungsfrequenz für weltweite Solidarität der Rettung Schiffsbrüchiger gedient hat. Ein großartiges Symbol der Funktechnik ist damit verbunden und die Rettung vieler Menschenleben.

Was dem Amateurfunk fehlt, ist gute Öffentlichkeitsarbeit. Ein Grundsatz der Öffentlichkeitsarbeit lautet "Tue Gutes und berichte davon". Und eben das kann man mit einem Bakennetz auf 500 kHz leisten. Der DARC kommt mit seinem Argument, die Ausbreitungsbedingungen um 500 kHz erforschen zu wollen und ist deshalb gegen eine Muesumsfrequenz. Aber genau das macht doch dieses von Tom und mir vorgeschlagene Bakensystem in konsequenter Weise, nur eben auf eine Art, die für den Nachwuchs und eine Öffentlichkeit interessant ist. Da die Bakenkennung auf CW läuft, wird für diese Betriebsart noch nebenbei die Werbetrommel gerührt. Die "Software-Freaks" können das Ganze mit dem Internet verbinden, verleihen dem Amateurfunk ein modernes Image und liefern Werbung quasi zum Nulltarif. Wenn man da die verschiedenen Interessengruppen nicht unter einem Hut bekommt, wäre das meiner Ansicht nach ein echtes Trauerspiel.

Zugegebenenermaßen kann ich mit der Wortschöpfung "Museumsfrequenz" nicht so recht anfreunden. Als Arbeitstitel können wir sie gerne stehen lassen, aber um damit junge Menschen für den Amateurfunk begeistern zu können, klingt mir der Begriff zu verstaubt. Eine neue Wortfindung wird das geringste Problem bei diesem Projekt sein.

vy 73 Volker SM5ZBS
vy 73 de Volker SM5ZBS

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24

Montag, 23. Juli 2007, 20:29

RE: F- Museum

Zitat

Original von SM5ZBS

Was dem Amateurfunk fehlt, ist gute Öffentlichkeitsarbeit. Ein Grundsatz der Öffentlichkeitsarbeit lautet "Tue Gutes und berichte davon". Und eben das kann man mit einem Bakennetz auf 500 kHz leisten. Der DARC kommt mit seinem Argument, die Ausbreitungsbedingungen um 500 kHz erforschen zu wollen und ist deshalb gegen eine Muesumsfrequenz. Aber genau das macht doch dieses von Tom und mir vorgeschlagene Bakensystem in konsequenter Weise, nur eben auf eine Art, die für den Nachwuchs und eine Öffentlichkeit interessant ist. Da die Bakenkennung auf CW läuft, wird für diese Betriebsart noch nebenbei die Werbetrommel gerührt. Die "Software-Freaks" können das Ganze mit dem Internet verbinden, verleihen dem Amateurfunk ein moderns Image und liefern Werbung quasi zum Nulltarif. Wenn man da die verschiedenen Interessengruppen nicht unter einem Hut bekommt, wäre das meiner Ansicht nach ein echtes Trauerspiel.

Zugegebenenermaßen kann ich mit der Wortschöpfung "Museumsfrequenz" nicht so recht anfreunden. Als Arbeitstitel können wir sie gerne stehen lassen, aber um damit junge Menschen für den Amateurfunk begeistern zu können, klingt mir der Begriff zu verstaubt. Aber eine neue Wortfindung wird das geringste Problem bei diesem Projekt sein.


Entschuldige Volker, aber irgend etwas hast Du wohl missverstanden.
Auf 500KHz ist Amateurfunk unerwünscht, dazu gehören auch Baken.

Wie schreibt Peter:

"Es ist wahrscheinlich die einzigste Frequenz die selbst in Krisenzeiten von jedem Funker respektiert wurde, auf der zu festen Zeiten absolute Funkstille für jeden, der sich nicht in einer Notsituation befand herrschte."

Es ist nicht gewünscht auf dieser Frequenz etwas zu etablieren

73
Peter

25

Montag, 23. Juli 2007, 20:58

RE: F- Museum

Hallo Peter DF3KV,

1. Ich habe nirgends davon geschrieben, das die Baken juristisch gesehen Amateurfunkbaken sind.

2. Ein Bakensystem schließt keine absolute Funkstille aus, die ja früher auch nur zu bestimmten Zeiten existierte. Ein zeitweise Funkstille wäre sogar angebracht, um als Vergleichswert für die Feldstärkemessung das QRM zu messen.

3. Wenn es "nicht gewünscht ist, etwas auf 500 kHz zu etablieren", dann ist mir und den anderen das ehrlich gesagt doch völlig egal. Hier werden Vorstellungen und Visionen vertreten und die Zukunft gestaltet. Früher oder später wird jemand kommen und etwas auf 500 kHz einrichten wollen, und wenn es PLC ist. Die Begehrlichkeiten der Industrie sind bekannt. Also keine Zeit verlieren und handeln.

4. Dieses Projekt setzt sehr viel Geduld und Beharrlichkeit voraus, was ja mit der Erwiderung deiner Kommentare mehr als ausreichend bewiesen wurde.

vy 73 Volker SM5ZBS
vy 73 de Volker SM5ZBS

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »SM5ZBS« (23. Juli 2007, 21:08)


26

Montag, 23. Juli 2007, 21:21

RE: F- Museum

Zitat

Original von SM5ZBS
Hallo Peter DF3KV,

1. Ich habe nirgends davon geschrieben, das die Baken juristisch gesehen Amateurfunkbaken sind.

sondern?
speziell unter dem Gesichtspunkt "verleihen dem Amateurfunk ein moderns Image"



2. Ein Bakensystem schließt keine absolute Funkstille aus

eine Museumsfrequenz schliesst aber Baken komplett aus

3. Wenn es "nicht gewünscht ist, etwas auf 500 kHz zu etablieren", dann ist mir und den anderen das ehrlich gesagt doch völlig egal.

na dann mach doch einfach


4. Dieses Projekt setzt sehr viel Geduld und Beharrlichkeit voraus


welches Projekt?

73
Peter

27

Montag, 23. Juli 2007, 21:39

RE: F- Museum

Hallo Peter DF3KV,

es macht offenbar keinen Sinn mit dir einen Dialog zu führen. Es bringt niemanden etwas, auf solche Kommentare einzugehen, denn es geht ohne Zweifel hier um Provokation. Mit konstruktiver Kritik hat das nichts zu tun. Sollte das Forum darunter leiden, wirst du in letzter Konsequenz gesperrt. Verstehe das als Warnschuss!

vy 73 Volker SM5ZBS
vy 73 de Volker SM5ZBS

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SM5ZBS« (23. Juli 2007, 21:41)


28

Montag, 23. Juli 2007, 22:04

RE: F- Museum

Zitat

Original von SM5ZBS

es macht offenbar keinen Sinn mit dir einen Dialog zu führen. Es bringt niemanden etwas, auf solche Kommentare einzugehen, denn es geht ohne Zweifel hier um Provokation. Mit konstruktiver Kritik hat das nichts zu tun. Sollte das Forum darunter leiden, wirst du in letzter Konsequenz gesperrt. Verstehe das als Warnschuss!


Sorry,

ich wusste nicht, dass Du hier der Obermufti bist dem nicht zu widersprechen ist.

Trag mich bitte aus der Mitgliederliste aus.
Habe schon gesucht aber selbst löschen geht wohl nicht

  • »DC7GB« ist männlich

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29

Montag, 23. Juli 2007, 22:39

Hallo DF3KV, Peter,

wieso austragen oder "selber Löschen"? Du brauchst doch einfach nur nicht zu antworten! So einfach kann das sein. Solche Beiträge:

Zitat

Original von DF3KV
Es ist nicht gewünscht auf dieser Frequenz etwas zu etablieren

haben ohne weitere Argumentation keinen Inhalt. Wer wünscht das nicht und warum nicht? Und schliesslich das hier:

Zitat

Original von DF3KV
...dass Du hier der Obermufti bist dem nicht zu widersprechen ist.

ist auch reichlich dumm, was die weitere Diskussion mit dir wohl ausschliessen soll. (War wohl auch so gedacht, was?)

Mir scheint, dass das Sommerloch jetzt auch hier im Forum angekommen ist. Im TV ist schliesslich auch nichts los und auf dem Band offenbar auch nicht. - Da schreib' "ich" doch einfach mal...
73 de Tom - DC7GB

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »DC7GB« (23. Juli 2007, 23:47)


30

Dienstag, 24. Juli 2007, 08:13

F-Museum

Hallo Volker,

mir ist es egal, ob auf 500 kHz ein Bakensystem läuft oder nicht.
Lasst die Frequenz doch ruhig einstauben, hi.

Mein Kommentar war eher satirisch gemeint.
73

Matthias, DF2OF

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DF2OF« (24. Juli 2007, 08:14)


31

Dienstag, 24. Juli 2007, 08:57

RE: F- Museum

Zitat

Original von DF3KV
Entschuldige Volker, aber irgend etwas hast Du wohl missverstanden.
Auf 500KHz ist Amateurfunk unerwünscht, dazu gehören auch Baken.

Wie schreibt Peter:

"Es ist wahrscheinlich die einzigste Frequenz die selbst in Krisenzeiten von jedem Funker respektiert wurde, auf der zu festen Zeiten absolute Funkstille für jeden, der sich nicht in einer Notsituation befand herrschte."

Es ist nicht gewünscht auf dieser Frequenz etwas zu etablieren

73
Peter


Lesen, lesen, lesen!!
Ich habe geschrieben:

Zitat


Welch grandiose Vorstellung, eines Tages auf 500 kHz als Erinnerung an historische Zeiten in regelmäßigen Abständen rund um die Welt in Telegrafie die Rufzeichen der früheren Küstenfunkstellen hören zu können, ein lebendiges Museum einer großartigen Geschichte.


Nachzulesen im Originaltext, dem ersten Beitrag dieses threads.

Und damit sich niemand wundert, dass die Foren Software einige Beiträge nicht zuordnen kann, zitiere ich jetzt Peter, DF3KV noch einmal:

Zitat


Bitte Account löschen

Hallo Peter,

Bitte lösche meinen Account im Forum, kann ich leider nicht selbst

73
Peter


Keine Begründung dabei, nur die Aufforderung zur Löschung. Schade, aber ich glaube Tom hat recht, das Sommerloch ist schuld.
73/2 de Peter, DL2FI
Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

32

Dienstag, 24. Juli 2007, 09:37

RE: "Amateurfunk Versuche" auf 500 kHz

Moin QRPer,
hier wurde lediglich für die Zustimmung zu einen sinnvollen Gedenkprojekt geworben.
500 kHz war keine Amateurfrequenz und soll auch keine werden.
Es sollen dort die Rufzeichen der Küstenfunkstellen zu hören sein, und zwar echt und nicht nur von der Konserve.
Es ist nicht nötig gleich aus dem Forum auszusteigen, wegen unterschiedlicher Auffassungen, die Gedanken sind frei, das ist hier ja erwünscht.
Tief luft holen und entspannen, hi
Vy 72 de Bruno, DL7UN

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bruno« (24. Juli 2007, 09:38)


33

Dienstag, 24. Juli 2007, 18:21

RE: "Amateurfunk Versuche" auf 500 kHz

Lbe OMs,

als zeitweiliger Küsten- und Seefunker würde ich auch gerne als Funkamateur auf 500 kHz qrv werden, ebenso wie jetzt auf 136 kHz. Meine Meinung dazu habe ich bereits in der AGCW-DL-Info Sommer 2007 kund getan; DL9CM hat mir nicht widersprochen!. Ehemalige Seefunker und Funkamateure sollten sich gemeinsam um den Frequenzbereich bemühen.

Die gleiche L- oder T-Antenne, die man an seinem QTH errichten kann, hat auf 500 kHz einen ca 13 mal so hohen Wirkungsgrad wie auf der jetzigen Amateurfunk-Langwelle um 136 kHz!

Genau 500 kHz ist für Reichweitenversuche gar nicht interessant, denn die 32. Oberwelle der Fernseh-Zeilenfrequenz 15625 kHz beträgt ebenfalls 500 kHz und würde jeglichen Weitempfang stören, vor allem den visuellen Empfang. Wenn unser Fernseher an ist, kann ich auf 500 kHz immer einen leicht verknarrten Träger hören. Daher haben etliche Amateurfunkverbände, auch der DARC, sich für den Frequenzbereich oberhalb von 500 kHz interessiert, wie auf dem letzten Treffen der Langwellenamateure auf der Ham Radio verlautete.

Nach den bisherigen Bakensendungen zu urteilen brauchen wir aber eine Senderleistung von einigen 100 Watt oder eine Strahlungsleistung von einigen Watt, um über die Raumwelle in Europa CW-QSOs fahren zu können. Die (wenigen) Briten, die derzeit mit 100 mW Strahlungsleistung senden dürfen, sind hier in Süddeutschland nicht aufzunehmen; SM6BHZ aber mit seiner Strahlungsleistung von um 10 Watt durchaus; auch DI2BE nahe Elmshorn habe ich schon akustisch in CW gehört, wie er um 8 Watt Strahlungsleistung hatte. An Bakenempfang habe ich wenig Interesse, da der Informationsinhalt zu gering ist; die eigentlichen Informationen dazu laufen ja übers Internet.

In diesem Sinne

73
Ha-Jo, DJ1ZB

34

Mittwoch, 25. Juli 2007, 15:32

RE: "Amateurfunk Versuche" auf 500 kHz

Hallo Ha-Jo,

vielen Dank für die Informationen. Der von Tom und mir angedachte Bakenbetrieb scheint dann wohl etwas aufwändig werden, um für sehr viele Baken die notwendige EIRP zu erzeugen. Ich bin da flexibel und wäre mit der ursprünglichen Lösung einer Museumsfrequenz ebenfalls zu Frieden, die auf wenigen, gut hörbaren Baken basieren könnte. Unser Bakenprojekt mit der Softwareunterstützung ist ja nicht auf die 500 KHz betoniert und könnte auch auf einem Kurzwellenband oder VHF-Band laufen.

Wegen der Störungen durch Oberwellen von Zeilentrafos frage ich mich, ob ähnliches von Flachbildschirmen zu erwarten ist. Die Bildröhren-TVs sterben ja in den nächsten Jahren fast aus.

Nun habe ich Gestern mal ein paar Empfangsversuche um die 500 kHz gemacht. Ich hatte einen Rauschteppich von S9 und konnte unterhalb von 500 kHz nur die CW-Kennungen von ein paar Flugfunkbaken aufnehmen. Woher das Rauschen kommt, habe ich noch nicht herausgefunden.

vy 73 Volker SM5ZBS
vy 73 de Volker SM5ZBS

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35

Mittwoch, 25. Juli 2007, 16:57

Gleichwellen-Bakennetz

Hallo OMs,

an sich ist der Vorschlag mit einem zeitsynchronen Gleichwellen-Bakennetz völlig unabhängig von der QRG. Erst das Thema 500kHz-Notruf-QRG und die aktuelle Entwickung brachte mich auf die Idee darüber mal nachzudenken und einen Vorschlag zu machen. Dieses neue angedachte Bakensystem muss man nicht unbedingt auf 500kHz einführen. Mir ist diese QRG an sich egal, obwohl es dort ein schönes Einsatzgebiet gäbe. PACTOR wird schliesslich auch nicht nur im Amateurfunk verwendet. Die Einrichtung von "Museumsfrequenzen" an sich, auf denen man nichts ausser Rauschen und QRN hört und an "die guten alten Zeiten" zurück denken soll, halte ich allerdings für ziemlichen Unsinn.

Dennoch, das Problem mit der 32. Oberwelle der Zeilenfrequenz auf 500kHz halte ich für wenig stichhaltig. Zum einen ist die Abstrahlung schmalbandig und äußerst gering (wer hat schon eine Lambda/4 = 150m lange Stromleitung mit optimaler Ankopplung an die Zeilenendstufe an seinem alten TV in genügender Höhe?) und zum anderen gibt es immer weniger CRTs. Die 32. Oberwelle würde daher allenfalls nur den eigenen Nahbereich stören. Bei einem Korrelationsempfang würde das aber kaum zu wirklich grossen Empfangsaussetzern führen. Übrigens, die 5. Oberwelle von 15625Hz liegt nur 625Hz neben DCF77 und stört kaum eine der meist simpel aufgebauten Funkuhren, die durchweg kein Quarzfilter haben! Plasma-Bildschirme und das völlig unnötige PLC stören wesentlich stärker und das leider sogar breitbandig. Dieses Rauschen kann man leider auch nicht mit einem Korrelationsempfang austricksen, weil es nicht vorherbestimmbar ist. Die Folge ist dann wirklich ein unbehebbarer Empfindlichkeitsverlust des RX.

Aber o.k., 500kHz ist keine Amateurfunk-QRG und für mich daher auch nur am Rande interessant. Was da gewollt und schliesslich gemacht wird, das ist eigentlich nicht mein Thema.

Was aber schon probiert wird, findet man hier: Auf dieser DARC-Seite kann man nachlesen, dass DJ2LF auf 440kHz zu Versuchszwecken (keine AFU-Lizenz!) mit 9W ERP strahlen darf und im Winter Tagesreichweiten von 300km erreicht hat. Eine derartige QRP-Leistung hatte ich hier auch vorgeschlagen, denn man braucht für den angedachten, zeitsynchronen Bakenbetrieb nämlich kein QRO und würde damit sogar noch sehr viel höhere Reichweiten erzielen können.

Ich frage mich nun wirklich, warum so ein Gleichwellen-Bakennetz noch nicht auf unseren engen KW-Bändern (z.B. grundsätzlich 100Hz oberhalb der unteren Bandgrenze) eingerichtet wurde? Vielleicht fehlt auch nur der richtige Denkanstoss dazu (hier wäre er!). Es ist doch ein ganz interessantes System, das ziemlich simpel im Aufbau ist und einen erheblichen Mehrwert bringt. Man könnte auf einem kleinen, ganz einfach zu bauenden Zusatzgerät zu Hause ständig die selbst ermittelten Ausbreitungsbedingungen am eigenen Standort ablesen. Ich wette, dass sich dafür eine Menge Leute interessieren würde. Problem: Man müsste sich weltweit einigen. Und das wird wohl das eigentlich Problem sein. Dann warten wir mal, bis uns das die Amies oder Japaner vor machen. Dann können wir wieder hinterher hoppeln. - Na ja, vielleicht öffnen wir lieber einen neuen Thread für das Baken-Thema...
73 de Tom - DC7GB

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DC7GB« (25. Juli 2007, 17:09)


36

Mittwoch, 25. Juli 2007, 17:20

RE: "Amateurfunk Versuche" auf 500 kHz

Lbr Volker,

zu dem Bakenprojekt möchte ich mich micht äußern. Auch zu den neuen Fernsehschirm-Technologien kann ich nichts sagen, weil ich sie nicht genau kenne.

Derzeit ist es ja so, daß es im UK eine Möglichkeit gibt, eine Versuchsgenehmigung mit Amateurrufzeichen zu erlangen im Frequenzbereich 501-504 kHz, mit 100 mW Strahlungsleistung. Das ist ein bischen dünn, klappt aber in Südengland relativ gut, auch nach Irland rüber; Hörberichte kamen auch aus Holland und Frankreich. Vor kurzem wurde ein CW-QSO von Südostengland zu den Shetland-Inseln gemacht.

In den USA dagegen gibt es eine andere Regelung, eine Versuchsgenehmigung unter einem gemeinsamen Rufzeichen im Bereich 505-510 kHz; die Teilnehmer unterscheiden sich nur durch eine Zahl hinter dem Schrägstrich am Ende dieses Sammelrufzeichens. Die verwendete Senderleistung entspricht der bisher üblicher Schiffssender, also einige 100 Watt, und damit wurden schon quer durch die USA schöne Raumwellenverbindungen gemacht. Für den Wirkungsgrad von Mittelwellen-Antennen kann man grob 1% ansetzen.

In Deutschland gab es ja schon auf 440 kHz zwei Versuchsstationen, DI2AG und DI2BO, die visuell ganz gut aufzunehmen waren, aber nicht akustisch, da sie zu nahe an zwei Funkbaken auf der gleichen Frequenz waren. Deswegen hatte ich DI2BO einmal gebeten, wenigstens für eine Nacht an die untere Grenze seiner Frequenztoleranz zu gehen, dann konnte man ihn ganz gut von den Funkbaken unterscheiden und hören.

Schweden hat Anfang Dezember 2006 relativ unerwartet für SM6BHZ eine Versuchsfrequenz auf 505,1 kHz freigegeben, die wunderschön frei und auch hier in Süddeutschland vor allem nachts akustisch gut zu hören war (wenn er qrv ist, müßtest Du ihn eigentlich auch hören können). Daraufhin baten die deutschen Stationen, ebenfalls auf 505,1 kHz senden zu dürfen, was ihnen mit einer Strahlungsleistung von maximal 9 Watt (keine BEMFV nötig) genehmigt wurde; inzwischen sind dort zwei weitere deutsche Verssuchsstationen genehmigt worden, DI2BE und für Uwe Wensauer, DK1KQ bei Cuxhaven, dessen Versuchsrufzeichen mir aber noch nicht geläufig ist. Mit dem einfachen akustischen Hören ist es aber damit wieder vorbei, weil alle Signale recht eng beieinander liegen. Inzwischen liest man aber Berichte, daß diese Zeichen mit sehr schmalen aktiven Filtern ebenfalls zu trennen wären. So etwas könnte ich auch mal bauen.

Zum Hören auf 500 kHz braucht man für die leisen Signale entweder eine möglichst hohe L- oder T-Antenne, die einfach über ein Kabel ins Shack geführt wird. Abgestimmt muß sie nicht sein, das erhöht nur das Rauschen. Oder aber man nimmt eine magnetische Antenne. Ich benutze meist die gleiche Einwindungs-Drahtschleife wie für den Empfang von SAQ, weil für mich auch die Richtung nach Norden so stimmt, aber wegen d er höheen Frequenz mit einer anderen Anpassung. Diese Drahtschleife kann niedrig hängen, rauscht auch weniger aufgrund ihrer geringen Antennenfläche, so daß eine Vorverstärkung von ca 20 dB ganz gut tut. Bei höherer Verstärkung kann eine Vorselektion nötig werden, denn die Schleife ist ja breitbandig, nicht abgestimmt. Den 500-kHz-Bereich setze ich mit einem Konverter auf 14 MHz um und höre dort mit einem alten TS-830s. Hier bei mir auf dem Lande ist der Störpegel gottseidank noch recht gering.

Als erstes sollte man bei Empfangsversuchen zusehen, ob man neben Funkbaken auch die NavTex-RTTY-Signale auf 518 kHz und 490 kHz hören kann. Immer ist dort allerdings nicht Betrieb. Bei 504 kHz soll leise eine Oberwelle eines Langwellen-Rundfunksenders auf 252 kHz zu hören sein, nach Berichten aus England.

Soviel also zum Hören a uf 500 kHz.

HW?

P.S.: Das Versuchsrufzeichen für DK1KQ ist DI2KA.

73
Ha-Jo, DJ1ZB

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dj1zb« (1. August 2007, 14:32)


37

Freitag, 27. Juli 2007, 07:47

Hi,

jetzt habe ich den Thread auch mal durchgelesen und bin von der Idee des Bakenprojekts angesteckt worden. Das ist eine tolle Idee und sollte weiter verfolgt werden.

Was müssen wir tun? Gemeinsam an den DARC oder die Regulierungsbehörde herantreten? Wäre das vielleicht etwas für eine Aktivitätsgruppe der DL-QRP-AG?

Schade finde ich nur, dass es doch immer wieder Menschen gibt die versuchen sich durch unqualifiziertes Geschreibe zu profilieren. Da frage ich mich doch mal wieder, warum Menschen, die offensichtlich Kommunikationsstörungen aufweisen, ausgerechnet so ein kommunikatives Hobby suchen. Aber wie ich sehe, werden diese ja auch von der Forengemeinschaft überlebt :-)

Bin gespannt wie sich das Thema weiter entwickeln wird.

72 de thomas, dk2nb
DK2NB Thomas JN59NI DOK B13 - MA12 - RockMite 14MHz - Elecraft T1 - Kenwood TS-480SAT - Yaesu FT-817
DL-QRP-AG #1131 AGCW #2109 G-QRP-Club #10385 GTC #256 EPC #2020 GM25

  • »DC7GB« ist männlich

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38

Freitag, 27. Juli 2007, 12:34

neues Thema zum Gleichwellen-Bakenbetrieb

Hallo Thomas und Mitleser,

da das Gleichwellen-Baken Thema vielleicht doch interessant werden könnte, habe ich hier einen neuen Thread dazu aufgemacht. Da sollten wir dann weiter darüber diskutieren. Ob man so ein System auch auf 500kHz einführen will oder wie man den erwähnten "Museumsbetrieb" sich tatsächlich vorstellt, sollte man vom rein technischen Aspekt abkoppeln.
73 de Tom - DC7GB

39

Dienstag, 31. Juli 2007, 17:51

Seenot- und Anruffrequenz 500kHz

An alle, die es noch nicht verstanden haben:

Die Frequenz 500kHz (600m) wurde fast ein ganzes Jahrhundert lang tagein und -aus rund um die Uhr von Profis(!) beobachtet. Aus dem gesamten Spektrum ist der Bereich um 500kHz derjenige, auf dem es nichts mehr zu testen und erforschen gibt. Alle anderslautenden Behauptungen sind m.E. nur vorgeschoben, um nicht zu sagen verlogen, und dienen lediglich dazu, eine (nicht nur) mir unverstaendliche Gier nach weiteren Frequenzzuweisungen fuer den Amateurfunkdienst zu verschleiern.

500kHz war fuer unzaehlige Menschen die Rettungsleine aus der Seenot und darf auf gar keinen Fall durch
Funkamateure beschmutzt/entweiht werden!

Wer wirklich seinem Forschungsdrang freien Lauf lassen moechte, dem seien aus einer Palette ungeklaerter Phaenomene z.B. die Enstehung und damit Vorhersagbarkeit von Sporadic-E oder die 80m-Echos ans
Herz gelegt.

73, Eddi ._._.
--
Real radios glow in the dark!

40

Dienstag, 31. Juli 2007, 18:07

RE: Seenot- und Anruffrequenz 500kHz

quote
...durch
Funkamateure beschmutzt/entweiht...
unquote

Na, Eddi, da war Deine Wortwahl wohl nicht ganz glücklich ?! Oder meinst Du nur jene, die mit übersteuerten PAs über die Bänder streuen?
vy73 de Fred DL6XAZ - E12 - EPC 1419 - FHC 763
FT-8x7 & KX1 #0808 etc.
Flying Pig #62 / DL-QRP 2543 / ARS-DL /SOWP