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Samstag, 17. Juni 2017, 22:44

Material für QTH-Magloop: Kupferrohr vs. sehr gutes Koaxkabel

Hallo,
nach einigen Rückschlägen bin ich inzwischen recht Magloop-begeistert. Nun habe ich mir eine Loop aus 5m Kupferrohr mit 15 mm Durchmesser gebaut, die mit einer kleinen Fernbedienung super spielt - also letztlich USA mit QRP auf 40m (CW) etc.

Im Moment ist das noch ein Provisiorium; für eine dauerhafte Lösung überlege ich, statt des Kupferrohrs das beste und dickste Koax(?)kabel zu verwenden, das ich bekommen kann, und zwar aus zwei Gründen:

1. Eine Loop mit 1,6 m Durchmesser ist sehr unhandlich und nur auf dem Dachgepäckträger zu transportieren. Ich möchte aber eventuell zwischen zwei Standorten wechseln können. Und auch zum Einlagern bei Sturm etc. wäre kompakter besser und mit der YXL leichter zu arrangieren.

2. Ich habe es nicht geschafft, die Loop richtig schön kreisrund zu biege; klar, man könnte zu einem Metallbearbeiter fahren, der das macht, aber mit Boardmitteln habe ich es nicht hinbekommen.

Nun meine Fragen:

1. Mit welcher Verschlechterung gegen Cu-Rohr muss ich denn vermutlich rechnen? Oder ist ein versilbertes Koaxkabel vielleicht sogar besser?
2. Welches Koaxkabel sollte ich nehmen? RG 214 habe ich schon mit recht gutem Erfolg für kleinere Loops verwendet, aber wenn es noch eine Nummer besser ginge, wäre das nicht schlecht?

Leistung ist nicht das Problem, ich mache nur QRP mit maximal 5 Watt und das soll auch so bleiben.

mni tnx es 73 de Martin, DK3IT

2

Sonntag, 18. Juni 2017, 01:43

Martin,
es wäre auch zu überlegen, ob Du vom KOAX-Kabel die Kupferseele PLUS den Kupfermantel zusammenschließt.
Wegen des Skin-Effektes ist wohl hauptsächlich der Kupfermantel gefragt!?
Gerd
\/\/ /\\ - //\/ \\\ /\/ - / ///\ / /\/

3

Sonntag, 18. Juni 2017, 08:06

Koaxring

Hallochen
Bleib doch bei deinem Kupferrohr auch wenn es nicht ganz " Kreisrund" ist, es ist aber Mechanisch wesendlich stabieler wie ein Koaxkabelring.
Mit ein bischen gefühl bekommst das auch halbwegs ansehnlich rund, was Dier bei Kabel überhaupt nicht gelingt.


Reinhard

4

Sonntag, 18. Juni 2017, 09:46

warum nicht ein quadrat, auch wenn die flaeche kleiner als ein kreis ist?
73 de addi

5

Sonntag, 18. Juni 2017, 10:59

Martin,

wenn Koax dann Flexwell. Das lässt sich leichter biegen als Kupferrohr und ist stabiler als "normales" Koaxkabel.
73 & cu, Roger

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6

Sonntag, 18. Juni 2017, 11:45

Hallo Martin und Mitleser,

ich habe mich bisher nicht mit dem sendeseitigen Einsatz von Loopantennen beschäftigt sondern ausschließlich mit dem Empfang im LW/MW/KW Bereich. Durch die Homepage von LZ1AQ bin ich auf ein Material (WAVIN, Mehrschichtverbundrohr , es gibt auch andere Marken!) aufmerksam geworden, welches sich vorzüglich zum Bau von Loopantennen eignet.

Vorteile gegenüber Kupferrohr:

- man bekommt es bei jedem Heizungsbauer zu einem sehr günstigen Preis; man kann also ohne großen finanziellen Aufwand experimentieren.
- dieses kunststoffbeschichtete Aluminiumrohr wird im aufgerolltem Zustand gehandelt. Das bedeutet, dass es sich praktisch beliebig zu einem sauberen Kreis biegen lässt.
- es ist sehr leicht, formstabil und außerdem wetterfest beschichtet.

Nachteile:

- soweit mir bekannt gibt es das nur mit 16, 20, 25 mm Ø
- Aluminium hat eine etwas geringere Leitfähigkeit wie Kupfer
- es ist etwas mühselig die Kunststoffschicht von dem Aluminium (nur an den Kontaktstellen!) sauber zu entfernen.
- Man muss auf die wetterfeste Versiegelung der Kontaktstellen (Übergang Cu<->Al) achten! Evtl. Einsatz von Cupal-Blech.
73 de Winfried, DCØVD

7

Sonntag, 18. Juni 2017, 12:06

Also bei der Materialwahl gibts ein paar sachen zu beachten :

Die tolle Leitfähigkeit von Kupfer und Alu bezieht sich immer nur auf das reine Metall.
Nicht auf Legierungen, nicht auf nicht "Elektrokupfer" und nicht Schichten, wie sie z.B. bei Kupfer entstehen ( die bei Alu ist ja bekanntlich sehr gut isolierend).
Die Geometrie ist auch zu beachten :
Alles was nicht glatt rund ist, hat auch noch andere Effekte außer den Skinneffekt z.B. den Proximity-Effekt
d.H. z.B. würde man ein blech zu einer Loop biegen hätte man plötzlich den Strom an den beiden Ecken..

Ob Koaxkabel so gut ist ? Naja.. wenn ich mir das anschaue, dann hat das im vergleich zum Kupferrohr eine grosse Oberfläche.
Trotz Silberbeschichtung, wird die HF auf der oberfläche mehr weg zurrücklegen müssen.
Allerdings weis ich nicht ob das besser oder schlechter ist, als nicht elektrokupfer.

In einer Loop fließen ordentliche Blindströme.
d.H. also alles was Übergangswiderstand bedeutet ( lötzinn.. ) vermeiden.
Die beste Konstruktion finde ich, ist die von I3VHF http://www.ciromazzoni.com/loop-baby
Das wäre was für leute die Alu schweissen können.

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8

Sonntag, 18. Juni 2017, 12:25

Hallo allerseits,
ich lese hier interessiert mit. Insbesondere wegen der Anforderung des OPs
"1. Eine Loop mit 1,6 m Durchmesser ist sehr unhandlich und nur auf dem Dachgepäckträger zu transportieren. Ich möchte aber eventuell zwischen zwei Standorten wechseln können. Und auch zum Einlagern bei Sturm etc. wäre kompakter besser und mit der YXL leichter zu arrangieren."

Leider kamen da noch keine Tips.

Na ich lese weiter :D Kommt bestimmt noch was. 160cm ist echt groß beim Transport :)

Vieleicht gibt es da ja ein Zusammensteck-Trick?

72/3 de Frank, DG4FCO

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10

Sonntag, 18. Juni 2017, 18:14

Hallo Reinhard,

die eigentliche Frage von DK3IT - Kupferrohr oder dickes Coaxkabel - habe ich nicht übersehen! Im Gegenteil.

Nur weil das von mir vorgeschlagene Alu-Material so leicht bearbeitet werden kann, weil es so formstabil, leicht und preiswert ist, habe ich es als Alternative zum Kupferrohr vorgeschlagen.

Man kann bequem damit experimentieren. Das erzielte Ergebnis dürfte nur unwesentlich schlechter sein als mit Kupferrohr.

Weitere Informationen dazu findet man hier!
73 de Winfried, DCØVD

11

Sonntag, 18. Juni 2017, 18:37

Mag

Hallo Winfried
Es ging nicht um deine Antwort die ist schon ok.
Es ging um die unmittelbar davor mit dem Autotransport.
Nun aber schluss mit dem quatsch ist unproduktiv.
Reinhard

12

Sonntag, 18. Juni 2017, 20:02



--> Ob Koaxkabel so gut ist ? Naja.. wenn ich mir das anschaue, dann hat das im vergleich zum Kupferrohr eine grosse Oberfläche. <--
Flexwell Koaxialkabel hat als Abschirmung Kupferwellrohr. Das ist zum 1. "Wasserdicht", lässt sich 2. sehr gut in Form bringen ohne Werkzeug !
73 & cu, Roger

13

Montag, 19. Juni 2017, 11:24

Martin,
es wäre auch zu überlegen, ob Du vom KOAX-Kabel die Kupferseele PLUS den Kupfermantel zusammenschließt.
Moin Gerd,
das Thema hatten wir hier http://www.qrpforum.de/index.php?page=Th…87987#post87987 schon durch. ;)
73 de Michael, DF2OK Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gern hätten. Webseite qrz.com YouTube Twitter
~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

14

Montag, 19. Juni 2017, 11:48

Moin,

wenn man bei Google mit passenden Begriffen sucht,
https://www.google.de/search?q=zusammenk…=active&start=0
dann wird man auch fündig. ;)

Die Site http://www.darc.de/der-club/referate/notfunk/technik/ mit dem Link http://www.darc.de/fileadmin/filemounts/…app-Magloop.ppt zeigt einen gangbaren Weg.
Auch hier http://oe1vfw.at/portable-kiste-qrp/portable-faltloop.html gibt es was passendes.

Ich habe vor längerer Zeit eine zerlegbare Loop gebaut. Mit festen Kapazitäten aus festem RG213 oder RG214, die ich passend zu den Bändern abgeschnitten habe. Für den Feinabgleich der QRG sorgten zwei sich gegenüberstehende steife CU-Drahtenden, die ich zueinander nähern und entfernen kann. Ähnlich wie Hörnerblitzableiter. Die Kondensatoren = Spannungsmaximum montiere ich logischerweise immer oben.

Ja, ich lese schon die Kommentare: Alu, Eloxal, Kontakte, Widerstände ohne Ende, hi. Und das bei einer Loop, oha, darf man das? Sicher, warum nicht? Das Eloxal lässt sich großflächig abschleifen. Idealerweise maschinell, aber langsam. Ferner dicke Schrauben und Federscheiben nehmen, die diese fixieren.
Dass es auf den allerletzten Pips an Minimum-R im Microohmbereich nicht ankommt, zeigen doch schon die Forenbeiträge zum Thema.

Mit meiner so einfachen und mit sehr dünnem (fast Klingellitze) aufgebauten G4FON-Loop
http://www.qrpforum.de/index.php?page=Th…88055#post88055
hervorragend klappt, habe ich dort beschrieben. Und das sogar IM Zimmer mit viel AFU-Technik, Kabeln, Werkzeug und anderem metallischem Kram in dichtem Umfeld.

Die beiden Filme sind letztendlich entstanden, um zu zeigen, dass es keine hochpolierten Loop braucht, um aus dem Zimmer QRV zu werden. Der Auslöser dazu war eben jener OM, der mit seiner sehr guten Antenne seine Probleme hatte, überhaupt RBN-Spots zu bekommen. Somit habe ich bei gleichen Bedingungen kurz nach dem Thread meine Faltloop aufgebaut und wieder mal probiert.

Die Ergebnisse seht ihr beim RBN-Test und danach im QSO. Wer gleich zum QSO möchte: Bitte bis 3:33 vorspulen. Alles mit 5W in CW. Wenn Ihr auf "MEHR ANZEIGEN" unterhalb der Videos klickt, gibts - zumindest bei mir - weiterführende Infos.

Was ich schreiben möchte: Trotz des lobenswerten Bestrebens nach High-Q und Low-R funktionieren auch andere Materialien und
Bauformen. Die Unterschiede machen sich wirklich nicht in S-Stufen bemerkbar. Daher ist die Alu-Variante, die beim DARC vorgestellt wird, keine schlechte Wahl, wenn es um Portabilität geht.

Fest aufgebaut würde ich natürlich eine runde Cu-Rohr-Loop mit Vakuum-Drehko nehmen. Denn nur mit dieser C-Bauform werden auch die restlichen Problemprozente eines normalen Drehkos eliminiert. Sonst lohnt sich der Aufwand mit Low-R beim Rohr nicht wirklich und wäre - was den optimalen Aufbau betrifft - inkonsequent.
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15

Montag, 19. Juni 2017, 17:36

Magneticloop

Hier mal ein Bild von meiner auf dem Dachboden installierten.
In dem Rohr befindet sich der Dreko zur Abstimmung.
Wird vom Zimmer aus gesteuert.
Reinhard
»DL4DRG« hat folgendes Bild angehängt:
  • DSCF2778_klein.jpg

16

Montag, 19. Juni 2017, 19:19

Hallo

Oder aus Kupferrohr bauen , aber zerlegbar .

z.b.

https://www.youtube.com/watch?v=epwrr9vIZB4
Gruss

Uli

17

Dienstag, 20. Juni 2017, 16:58

Oder aus Kupferrohr bauen , aber zerlegbar .
https://www.youtube.com/watch?v=epwrr9vIZB4

Genau. Der OM hat übrigens lange Zeit viele schöne Videos produziert. Nun ist er leider inaktiv.
Ein schauen auf seinem Kanal lohnt sich.
https://www.youtube.com/user/AndyDaviesByTheSea/videos
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18

Sonntag, 27. August 2017, 15:44

hm ....

irgendwas mache ich falsch.
Ich habe jetzt mal probeweise eine loop aufgebaut, 1,25m Durchmesser, hergestellt aus einem wiroflex 26mm Rohr. Soweit so fein. Ankopplungsloop und C mit dem Rechner von DG0KW gerechnet.
Der C ist ein Drehko mit 50-1000 pF, da das irgendwie nicht wirklich gut geht, habe ich für 20m ersteinmal ein Stück RG58 als Kondensator in Reihe geschaltet, damit ist die Variation derzeit zwischen 27pF bis 60 pF möglich (gemessen), gemäß dem Rechner sollte das C bei 14.24Mhz bei 38.9pF liegen, tatsächlich gemessen bei niedrigst einstellbarem SWR mit 1,8 30pF. Geh ich mal davon aus, dass mein selbstgebautes Messgerät nicht besonders genau ist, könnten diese Werte schon stimmen, nur von einem SWR 1,1 o.ä. bin ich weit entfernt.
Ein wirkliches, hörbares Max Min im Empfang kann ich irgendwie nicht wirklich hören. Ich hatte eigentlich etwas klareres Ergebnis nach lesen diverser Berichte erwartet.
Ein kleines Problem könnte die Anbindung des Alurohres mit dem C sein. Habe das Alu geschliffen und die Kabel mit einer Schraube und verlötetem Kabelschuh angepresse, wahrscheinlich nicht die beste Lösung, vielleicht gibt es dazu bessere Ideen.

Einen Unterschied konnte ich vertikal zu horizontal feststellen, horizontal blendet D Stationen aus, vertikal deutliche Richtwirkung und D Stationen. Insofern scheint die Antenne zumindest der Theorie folgen. Aber im Vergleich zum Dipol ist der Empfang eher schwach.

19

Sonntag, 27. August 2017, 19:02

tja....
ich vermute dass Dir die PE-außenhülle die Güte vermasselt. Ohne hohe Güte will eine Loop nicht.
just my 50C

de uwe df7bl
Uwe df7bl

Wenn Du meinst etwas geht nicht, dann störe nicht die, die es gerade machen.

20

Sonntag, 27. August 2017, 19:20

Wo steht die Loop, wo haengt der (was fuer ein?) Vergleichsdipol?
Dass die Signale an einer 1,25m-Loop leiser sind als am Dipol, ist per se nicht verwunderlich, dass Du keine deutliche, spitze Resonanzstelle findest, schon eher. Wie sieht die Verbindung Loop zu C inkl. Koax als Zusatz-C-aus? Das ist die kritischste Stelle der ganzen Antenne. Das minimale SWR soll Dich nicht verrueckt machen, laesst sich durch die Groesse der Koppelschleife und ihre Position in der Loop auch noch beeinflussen. Der Online-Rechner ist ein guter Hinweis, nicht mehr und nicht weniger. Die PVC-Huelle hat mE keinen sooo grossen Einfluss, Loops aus Cellflex funktionieren ja auch.

73, Tom, 4 . .-
Das schöne an einheitlichen Standards ist, daß man so viele verschiedene zur Auswahl hat.