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Beiträge: 53

Hobbys: vliegen, weerkunde, Radio-Zendamateur / Fliegerei, Wetterkunde, Amateurfunk

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1

Mittwoch, 28. Dezember 2005, 12:16

Morsen mit gekauften Funkgeraet

Liebe YL, XYL en OM´s
wie schon etliche hier erfahren haben habe ich die DO-Lizenz bestanden.
Jetzt moechte ich auch gerne am AF teilnehmen und denkle da ganz besonders an die Morsetaste. (eine alte Junkers)
Ich beschreibe mal em besten was ich habe.
Funkgeraet: FT 7800E
einfache HB9CV fuer 2 Meter
Junkerstaste

Nun meine Frage:
Wie kann ich die Taste ans Funkgeraet anschliessen und benoetige ich noch zusaetzliches.

Ich muss sagen, das ich noch recht unerfahren mit Transitoren und IC´s bin (habe frueher viel mit Roehren gemacht)

einen direkten Anschluss fuer Taste oder CW-Einstellung besitzt das Funkgeraet nicht.
Hoffentlich kann mir hier in Forum jemand helfen

PS: Die Klasse A ist schon in Arbeit.
ganz viele Gruesse
en best 73
Mary
QRP - es gibt 1001 Grund dafuer
AGCW: 3538

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »do1pil« (28. Dezember 2005, 12:17)


2

Mittwoch, 28. Dezember 2005, 12:45

Hallo Mary,

ich kannte das FT-7800 nicht, habe aber mal kurz gegoogelt und muss Dir leider eine enttäuschende Nachricht geben: das Gerät kann nur FM und empfangsseitig AM (Angabe: für Empfang von Flugfunk). CW-Betrieb ist nicht vorgesehen.

Ich kann Die leider keine Empfehlungen für ein gutes CW-Gerät im VHF/UHF-Bereich geben, weil ich da keinen Überblick habe (ich habe nur selbstgebaute Geräte und eine 30 Jahre alte Station für KW).

Ich könnte mir aber vorstellen, dass ein FT-817 oder etwas ähnliches für Dich passend sein könnte, weil Du viel unterwegs bist. Dieses Gerät kann KW und 6m (für die Zeit nach der nächsten Lizenzprüfung ;-) sowie 2m und 70 cm.

Sicher gibt es hier jemand, der Dir da noch besser weiter helfen kann.


73 de Uwe, DL8SAI

3

Mittwoch, 28. Dezember 2005, 12:49

RE: Morsen mit gekauften Funkgeraet

Hallo Mary, weil Dein FM-Funkgerät eigentlich nicht für CW (Sendeart A1A)
vorgesehen ist, kannst Du es ohne Umbau nur überlisten, wenn Du die
Sendeart A2A verwendest. Dazu benötigst Du einen kleinen Tongenerator,
dessen mit der Morsetaste unterbrochenes Signal über einen Spannungsteiler
an die Mikrofonbuchse angeschlossen wird.
Das hört sich vielleicht kompliziert an, bedarf aber nur eines Transistors,
einiger Widerstände und Kondensatoren und einer Batterie.
Vielleicht findest Du einen Funkfreund in Deiner Nähe, der Dir das
zusammenlötet.
Zum Üben eine feine Sache - zum qso fahren brauchst Du dann einen
Funkpartner, der auch die Sendeart A2A kann, denn A1A ist nichts
für Deinen Empfänger.

73 de Olaf, DL7VHF

4

Mittwoch, 28. Dezember 2005, 21:43

RE: Morsen mit gekauften Funkgeraet

Hallo Mary,

es habe Dir ja schon einige geantwortet, aber ich will es noch etwas ausfühlicher machen. Für 2m CW hast Du die richtige Taste und die richtige Antenne. Das Funkgerät ist dafür nicht zu gebrauchen. Von machbaren Bastelprojekten will ich dazu nicht schreiben. Wenn Du jetzt 2m CW machen willst brauchst Du ein Allmodegerät für 2m, aber-- was willst Du wenn Du Deine Klasse A hast. Falls Du, was ich vermute aus mittlerer Distanz Kontakt mit Europa aufnehmen willst dann brauchst Du einen Kurzwellenallmodetransceiver. Es gibt viele die auch 2m und meist auch 70cm können. Das kannst Du jetzt schon benutzen, die Leistung lässt sich herunterregeln so dass Du Deine Lizenzbestimmungen nicht verletzt. Wenn die Verbindungen nach Europa möglichst sicher abgewickelt werden sollen dann benutzt man nicht unbedingt kleine Leistung (QRP) sondern Standard Leistung 100 Watt. Der normale Transceiver von vielen Anbietern hat das serienmäßig. Kommt der Strom aus der Steckdose oder aus einem Stromagregat braucht man nicht so sehr darauf zu achten ob der Transceiver 25 Watt oder 250 Watt aufnimmt. Die Verbindung ist aber sicherer. Die Antenne für Kurzwelle: Es gibt viele dicke Bücher darüber. Und es gibt Antennen die sind ganz schnell aufgebaut und zur Funktion gebracht, und dazu auch noch für viele Frequenzen geeignet. Das sind Dipole die mit einer symetrischen Speiseleitung (auch Hühnerleitung gennant) gespeist werden. Dazu braucht man dann noch eine Antennenanpaßgerät zwischen Transceiver und Speiseleitung. Es gibt aber Transceiver die das eingebaut haben, damit hat man es dann leichter und weniger zu tragen. Die Betriebsart: Willst Du über Gott und die Welt, das Wetter, Deine Antennen oder andere Belanglosigkeiten mit irgennd jemand auf der Welt sprechen, dann ist es völlig egal in welcher Betriebsart Du das machst. Was Spaß macht ist gut. Willst Du wichtige Dinge wie Listen, Meldungen, Nachrichten --- Dir fällt bestimmt noch mehr ein, übermitteln dann solltest Du auch an Digitale Betriebsarten denken, wie PSK 31 und RTTY, damit kann man schnell und recht Fehlerfrei viel geschriebenes übermitteln. Dazu werden solche Signale oft noch gelesen wenn SSB schon gar nicht mehr geht und CW schwierig wird. Und CW muß man auch erst lernen und gut können. Ich habe es vor 10 Jahren gelernt und kann es immer noch nicht gut. Bei den Digitalen Betriebsarten kann man auch gleich Ausdrucken und hat dann alles geschrieben in der Hand. Oft von Vorteil. Es ist gar nicht soviel was man dafür noch braucht. Ein Interface Soundcarte zum Funkgerät, gibt es fertig, heisst SignalLink, ist von Tigertronics, und dazu einen Laptop, oder großen Computer. Die Programme sind freeware.

Mary, ich wollte auf Deine Frage: Wie mache ich CW auf 2m nicht mit einem Buch antworten, aber ich habe Deine Homepage gelesen. Deshalb vermute ich dass Du Dein Funkgerät noch für was anderes wie 2m CW brauchst und deshalb der lange Text. Viel Erfolg bei Deiner Klasse A.

73 de uwe df7bl

df7bl at arcor punkt de

Ps ich habe Deine eMail nicht deshalb über das Forum



----- Original Message -----
From: <forum@qrpproject.de>
To: <dl-qrp-ag@mailman.qth.net>
Sent: Wednesday, December 28, 2005 12:16 PM
Subject: [DL-QRP-AG] Telegrafie


> »Morsen mit gejkauften Funkgeraet«
>
> von: do1pil
>
> Inhalt:
> Liebe YL, XYL en OM´s
> wie schon etliche hier erfahren haben habe ich die DO-Lizenz bestanden.
> Jetzt moechte ich auch gerne am AF teilnehmen und denkle da ganz besonders an die Morsetaste. (eine alte Junkers)
> Ich beschreibe mal em besten was ich habe.
> Funkgeraet: FT 7800E
> einfache HB9CV fuer 2 Meter
> Junkerstaste
>
> Nun meine Frage:
> Wie kann ich die Taste ans Funkgeraet anschliessen und benoetige ich noch zusaetzliches.
>
> Ich muss sagen, das ich noch recht unerfahren mit Transitoren und IC´s bin (habe frueher viel mit Roehren gemacht)
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> einen direkten Anschluss fuer Taste oder CW-Einstellung besitzt das Funkgeraet nicht.
> Hoffentlich kann mir hier in Forum jemand helfen
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> Benutze diesen Link um direkt zum Thema zu springen:
> Morsen mit gekauften Funkgeraet
>
> Antworten die direkt ins Forum geschrieben werden, erscheinen dann automatisch auch hier. Antworten, die hier geschrieben werden, werden vom Foren Team von Hand ins Forum transferiert.
>
> 73 vom Forum der DL-QRP-AG Team
> LANG_MAIL_MOD_NEWTHREAD_TEXT
>
>


--------------------------------------------------------------------------------


_______________________________________________
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DL-QRP-AG@mailman.qth.net
http://mailman.qth.net/mailman/listinfo/dl-qrp-ag
Uwe df7bl

Wenn Du meinst etwas geht nicht, dann störe nicht die, die es gerade machen.

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5

Donnerstag, 29. Dezember 2005, 16:30

RE: Morsen mit gekauften Funkgeraet

Liebe OM´s
ich moechte mich erstmal ganz herzlich bedanken bei Euch.
Heute Mittag kam das Packet mit aelteren QRP-Reports bei mir an.
Ich bin so froh Euch hier gefunden zu haben.
Leider kann ich erst uebermorgen mich ubere diese tollen Hefte hermachen. Habe schon viel Interessantes entdeckt. Ich habe mich entschlossen sobald die Hilfseinsaetze zu ende sind, dass ich ein Bausatz nachbauen werde.
ich freue mich schon darauf. Und ich will auch auf meiner webseite bald alte Roehrenschaltungen (ECH12 en AL4 Sender KW) oder mit ECH41 und EL41 Empfaenger) hochladen.
Muss leider wieder los weil wir heute nacht ca. 0:30 UTC wieder starten nach Kaschmir.
Fuer alle hier in Forum moechte ich ein gesundes neues Jahr wuenschen
bis bald
en best 73
Mary
QRP - es gibt 1001 Grund dafuer
AGCW: 3538

6

Freitag, 30. Dezember 2005, 10:26

RE: Morsen mit gekauften Funkgeraet

also ich habe zu meinen do-zueiten auch mitdem 817 gearbeitet und ich kann nur sagen, ein super-gerät.
ich nutze ihn immer noch zum testen einer neuen betriebsart.

so habe ich auch meine cw versuche nach dem lizenz upgrade gestartet und es war klasse - versuch das wirklich mal so. es gibt bei **ay oft welche preiswerter, wenn du nicht einen neuen kaufen willst....


vy 73 volker
______________

73 de Volker,
1DL 1 VAW

7

Samstag, 31. Dezember 2005, 19:26

RE: Morsen mit gekauften Funkgeraet

Zitat

Wie kann ich die Taste ans Funkgeraet anschliessen und benoetige ich noch zusaetzliches.


Morsen über ein FM-Gerät geht nicht und geht aber doch. Ist beides richtig.

Wenn du pfeifen kannst, kannst du das Mikrofon ganz normal auftasten und dann die Morsezeichen in dein Mikrofon pfeifen. Das ist dann "Morsen über FM". Eine ziemlich exotische Betriebsart.

Übrigens, Olaf, diese Betriebsart ist nicht A2A. Das ist schlichte Frequenzumtastung, nicht? Wenn du in den Eingang eines FM-TX eine getastete Gleichspannung geben würdest, dann kriegst du A2A. Theoretisch. Praktisch würde es nicht funktionieren. Weil jede real existierende FM-Funke unter der Sonne irgendwo einen Kondensator hat, der die Gleichspannung nicht durchlässt bis dahin, wo die eigentliche Modulation passiert.

Wenn du aber einen getasteten 750 Hz-Ton reingibst, kriegst du was anderes. Ich habe noch nicht rausgesucht, wie diese Betreibsart eigentlich richtig heisst. Daher mein Arbeitstitel "Morsen über FM".

Morsen über FM muss man nicht mit Pfeifen und Mikro fabrizieren. Das geht mit kleinen Zusatzschaltungen auch mit einer richtigen Taste. Siehe Olafs Beitrag. Ich habe seit einer Weile eine Schaltung in der Pipeline liegen, die das superelegant mit Schicki (oberwellenarmer Sinuston) und Micki (klickarm) machen würde - ist aber noch nicht gelötet.

Morsen über FM ist eine Klasse-Betriebsart, wenn man Morsen erst lernen will. Man braucht natürlich jemanden, der mit einem übt.

Als ich mich zum ersten Mal auf die Bänder gewagt habe, mit einem "Morsefreund" von der AGCW, war es sehr hilfreich für mich, dass sich hinter jeden Gehversuch eine ermutigende Sprechfunkverbindung oder, in meinem Fall, schlicht ein mutmachendes Telefonat anschloss. (Danke, Joe!)

Morsen über FM ist andererseits völliger Quatsch. Weil das normalerweise niemand macht.

Du solltest dir also wirklich vorher jemanden in deiner Nähe suchen, der bereit ist, mit dir zusammen diese Betriebsart zu aktivieren. Wenn du das nicht tust, wirst du vermutlich wenig Erfolg damit haben.

Uwe schreibt zur Kurzwellentelegraphie:

Zitat

Wenn die Verbindungen nach Europa möglichst sicher abgewickelt werden sollen dann benutzt man nicht unbedingt kleine Leistung (QRP) sondern Standard Leistung 100 Watt.


Na ja.

Ich habe Klasse A, aber immer noch keine anständige Antenne, sondern nur irgendwelche provisorischen Drähte, die ich auf- und wieder abbaue. Es hapert an (Blitzschutz und an) der Selbsterklärung. Aber auch ohne Selbsterklärung bin ich auf der Kurzwelle fröhlich unterwegs - nur eben mit unter 10 W EIRP. Obwohl mein TX sogar mehr könnte.

Mit Telegrafie komme ich auch mit 10 W EIRP locker in ganz Europa herum. Beeindruckend fand ich ein 20m-QSO mit einem OM in Nordfinnland, den ich noch sauber aufnehmen konnte, obwohl er lediglich 20 mW in seine Antenne pumpte. (Der hatte allerdings auch eine anständige Antenne.) Das war ein tolles Erlebnis!

Zugegeben verzichte ich damit auf ein Quantum Sicherheit. Da hat Uwe wieder Recht. Gelegentlich wird ein schönes QSO von einem QRO-Trampeltier kaputtgemacht (QRM). Oder das QSO verschwindet etwas eher im Fading, wenn abends das Band zumacht, als das mit QRO der Fall wäre. Nun ja, ich kann damit leben. Viele andere hier können es auch. Wegen der Selbsterklärungsproblematik und auch rein finanziell liegt die Schwelle für 100 W einfach höher. Aber wir versuchen, hier nicht dogmatisch zu sein. In diesem Sinne: Such dir selbst aus, was für dich passt.

Vy 72, alles Gute für's nächste Jahr

Andreas

P.S.: QTH JO31JG Nähe Düsseldorf Flughafen, QRV 2m und 70cm mit kleiner Handfunke.

Wenn du oder sonst jemand, der das liest, Morsen via FM hier in der Gegend aktivieren möchte, auch zum Morsenlernen, können wir uns gerne verabreden!

8

Sonntag, 1. Januar 2006, 11:34

RE: Morsen mit gekauften Funkgeraet

Zitat

Morsen über FM muss man nicht mit Pfeifen und Mikro fabrizieren. Das geht mit kleinen Zusatzschaltungen auch mit einer richtigen Taste. Siehe Olafs Beitrag. Ich habe seit einer Weile eine Schaltung in der Pipeline liegen, die das superelegant mit Schicki (oberwellenarmer Sinuston) und Micki (klickarm) machen würde - ist aber noch nicht gelötet.

Morsen über FM ist eine Klasse-Betriebsart, wenn man Morsen erst lernen will. Man braucht natürlich jemanden, der mit einem übt.

Sagt mal... Warum eigentlich nicht?
Die Idee ist gar nicht schlecht und m.E. würdig, dass man sie mal ausprobiert. Die meisten Einsteiger beginnen doch auf 2m, und die wenigsten kaufen sich zuerst ein Allmode-Gerät - schon allein wegen des Preises. Für CW-Interessierte könnte in dem Thema Potenzial stecken.
73,
Torsten, DL8KFO

9

Sonntag, 1. Januar 2006, 16:25

RE: Morsen mit gekauften Funkgeraet

.....danke für die Korrektur! Es war mein Fehler.
Wenn man einen Einton in die Mikrofonbuchse eines FM-Gerätes in Form von CW einspielt ist es natürlich F2A oder G2A je nach Modulationsschaltung
des Gerätes (Frequenz- oder Phasenmodulation). Aber wer macht das schon.

73 und gesundes neues Jahr!

Olaf, DL7VHF

Beiträge: 647

Hobbys: Förderung QRP und Selbstbau im Amateurfunk

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10

Sonntag, 1. Januar 2006, 17:34

RE: Morsen mit gekauften Funkgeraet

on DJ1ZB:
Zu CW auf FM möchte ich noch einiges (vielleicht weniger bekanntes) ergänzen:

<forum@qrpproject.de> schrieb:
> »Morsen mit gekauften Funkgeraet«
>
> von: dj3ei
>
> Inhalt:
>

Zitat

Wie kann ich die Taste ans Funkgeraet anschliessen und
> benoetige ich noch zusaetzliches.

>
> Morsen über ein FM-Gerät geht nicht und geht aber doch. Ist beides richtig.
>
> Wenn du pfeifen kannst, kannst du das Mikrofon ganz normal auftasten und dann die Morsezeichen in dein Mikrofon pfeifen. Das ist dann "Morsen über FM". Eine ziemlich exotische Betriebsart.
>
> Übrigens, Olaf, diese Betriebsart ist nicht A2A. Das ist schlichte Frequenzumtastung, nicht? Wenn du in den Eingang eines FM-TX eine getastete Gleichspannung geben würdest, dann kriegst du A2A.

Das ist nicht ganz richtig, A2A bedingt definitionsgemäß einen Hilfsträger für analoge Information.

Das geht aber nur bei modernen FM-Geräten, die einen gleichstromgekoppelten Mikrofoneingang für die Trägerhochtastung haben! Mit diesem Strom könnte man den Senderträger tasten; aber die Gegenseite kann diese CW nicht lesen, weil ohne einen zusätzlichen Tongenerator kein FM-Ton da ist. (Mit diesem Gleichstrom habe ich bei mir noch einen Miokrofon-Vorverstärker in Betrieb).

Theoretisch. Praktisch würde es nicht funktionieren. Weil jede real existierende FM-Funke unter der Sonne irgendwo einen Kondensator hat, der die Gleichspannung nicht durchlässt bis dahin, wo die eigentliche Modulation passiert.

Das ist heute nur bedingt richtig.
>
> Wenn du aber einen getasteten 750 Hz-Ton reingibst, kriegst du was anderes. Ich habe noch nicht rausgesucht, wie diese Betreibsart eigentlich richtig heisst. Daher mein Arbeitstitel "Morsen über FM".

Das ist F2A; F für Frequenzmodulation, 2 für die Verwendung eines modulierten Unterträgers und A für Telegrafie für Hörempfang.

Quellen: Rohde&Schwarz; New designations for emissions from radio transmitters; oder ntz Bd.35 (1982) Heft 3, S.186-187.
Das habe ich bei mir seit langem abgeheftet, es ist immer noch mal zu etwas nützlich.
>
> Morsen über FM muss man nicht mit Pfeifen und Mikro fabrizieren. Das geht mit kleinen Zusatzschaltungen auch mit einer richtigen Taste. Siehe Olafs Beitrag. Ich habe seit einer Weile eine Schaltung in der Pipeline liegen, die das superelegant mit Schicki (oberwellenarmer Sinuston) und Micki (klickarm) machen würde - ist aber noch nicht gelötet.

Zum Thema oberwellenarmer Sinuston:
Bei F2A hat man immerhin die volle Bandbreite eines FM-Kanals zur Verfügung, beim Sender wie beim Empfänger. Warum diese Bandbreite nicht voll nutzen? Das machen sonst alle Übertragungsverfahren!

Das einfachste wäre daher ein Oszillator, der ein Rechtecksignal ausgibt (Grundton und 3. Harmonische, evtl auch die 5.), dahinter ein evtl mehrstufiges aktives Filter mit Grenzfrequenz 3 kHz zur Seitenbandbegrenzung. So ein Mehrtonsignal hätte eine ähnliche Durchschlagskraft wie die früher im Küsten- und Seefunk benutzte A2 (heute nominal A2A, der Küsten- und Seefunk ist ja praktisch tot), die zwar auch in Stellung AM hörbar ist, aber ihre volle Durchdringungskraft erst mit BFO entfaltet, weil de facto drei Spektrallinien vom BFO angepfiffen werden und dadurch ein Ton zustandekommt wie von US-amerikanischen Eisenbahnpfeifen. Unter vielen A1- bzw A1A-Pfeifsignalen auf konzentriert man sich unwillkürlich zunächst auf das mit A2 bzw A2A (oder wie früher auf die Russen mit Knurrton)!

Noch etwas zu A2:
Noch um 1960 herum machte DL9UJ von Ulm aus Eichfrequenzsendungen auf dem 80-m-Band, alle 50 kHz von 3500 bis 3800. Die habe auch ich zur Kontrolle meines VFO gerne verfolgt. Sein Träger war die Eichinfomation, seine Kennung gab er in A2 ohne Tastung des Trägers durch. Auf den Fonie-Eichfrequenzen ergab diese Vorgehensweise, wenn sie mit AM belegt waren, ein fürchterliches QRM, so das seine Kennung in A2 kaum lesbar war. Da schrieb ich ihm mal eine Karte mit dem Vorschlag, bei seiner A2 den Träger mit zu tasten. Damit wurde das QRM getastet, man hörte, wer sich dahinter verbarg!

"Uli", sagte dann jemand, "wenn Du mit deiner A2 auf die Frequenz kommst, dann bleibt kein Auge trocken". Uli erzählte dann von einer Karte, die ihm jemand geschickt hatte. Der Erfolg war also durchschlagend! Aber weiter zu F2A.
>
> Morsen über FM ist eine Klasse-Betriebsart, wenn man Morsen erst lernen will. Man braucht natürlich jemanden, der mit einem übt.
>
> Als ich mich zum ersten Mal auf die Bänder gewagt habe, mit einem
> "Morsefreund" von der AGCW, war es sehr hilfreich für mich, dass sich
> hinter jeden Gehversuch eine ermutigende Sprechfunkverbindung oder, in
> meinem Fall, schlicht ein mutmachendes Telefonat anschloss. (Danke,
> Joe!)
>
> Morsen über FM ist andererseits völliger Quatsch. Weil das normalerweise niemand macht.

Das entspricht leider der Praxis, hängt natürlich damit zusammen, daß viele CW nicht können und daher im Zusammenhang mit FM auch gar nicht installiert haben. Als ich um 1970 herum relativ spät auf 2 m qrv wurde, hatte ich einen FM-Steuersender von DJ3YB zur Verfügung, der auch drei Tongeneratoren für bestimmte Auftastbefehle beinhaltete (DJ3YB betreute damals schon den Zugspitzumsetzer DB0ZU). Also habe ich mir einen der Oszillatoren für 800 Hz (hier also nur eine Tonfrequenz) zum Morsen hergerichtet.

Dann hörte ich in FM Sprache DJ4KW von einer Berghütte aus, der damals sehr bekannt war als HSC-CW- und RTTY-Mann. Konnte ich den mit meiner 2-m-Zimmerantenne (was anderes hatte ich noch nicht) in FM Sprache anrufen? Es ging, aber er mußte unheimlich "in seinen RX kriechen", um mich zu verstehen. Da schaltetet ich auf F2A um, weil ich wußte, daß er CW kann. Da kam er zurück "Jetzt kann ich mich entspannt zurücklehnen, die F2 kommt trotz des verrauschten FM-Trägers noch prima durch" (sie muß natürlich gut ausmoduliert sein, klar).

F2A wäre also für den relativ vernachlässigten UKW- und UHF-Funkverkehr auf Direktfrequenzen eine feine Sache und würde viel weiter gehen als FM-Sprache. Insofern bedaure ich, daß den Aktivitäten von DF9IV für F2A in der AGCW vor längerer Zeit auch kein Erfolg beschieden war (die Relais machen eben vieles bequemer, selbst wenn sie einen besondere Anziehungskraft für Störer ausüben, unter denen der Direktverkehr praktisch nicht leidet).

Aber solche Klagen gibt es ja schon seit den frühen 50iger Jahren, als die CWisten auf 2 m die A3-Träger bemängelten, die sie noch gut hören, aber eben in A3 nicht mehr entziffern konnten.
DL0AQB - Transfer Listserver <> Forum

11

Sonntag, 1. Januar 2006, 22:02

Jetzt habe ich endlich auf zum Beispiel http://www.qsl.net/4s7vj/lessons/chapter8.htm die Bezeichnung F2A auch gefunden - aber da seit ihr mir ja schon vorweggekommen. Und: Morsen mit Frequenzumtastung ist natürlich F1A. (Vokabelnlernen war noch nie meine Stärke.)

Weiter zu HaJo: Ich hatte an einen 750 Hz Sinus gedacht, damit der Klang so ähnlich ist wie das, was man auf Kurzwelle hört. Rechtecksignale mag ich persönlich vom Klang her nicht so. Aber, dass man damit weiter durchdringt - Klar! Auf die Idee war ich noch gar nicht gekommen! Da merkt man halt mal wieder den Praktiker und "alten Hasen". (Ich lese deine Beiträge immer wieder gerne, HaJo.)

Zu Torstens "Sagt mal... Warum eigentlich nicht?". Es muss halt nur jemand anfangen damit. Dazu muss man noch nicht einmal hoffen, dass diese Betriebsart schnell Feuer fangen wird. Nach Verabredung, und gerade für DOler, die Morsen lernen wollen, wäre das sofort machbar und sofort eine schnicke Sache.

Und... Hihi! - Ich kriege richtig Lust, auszuprobieren, welche Reaktionen auf den Relais kommen, wenn man mit F2A dort auftaucht. Wäre jedenfalls eine interessante Möglichkeit, dort mal als Telegraphist "Flagge zu zeigen"... Kann jemand z.B. Duisburg DB0WW 145.625 oder Düsseldorf DB0SJ 438.800 oder Duisburg DB0UD 438.700 erreichen und hätte Lust auf einen Betriebsversuch?

Vy 73

Andreas

12

Sonntag, 1. Januar 2006, 22:24

Hi Andreas,

D'Dorf auf 70cm erreiche ich. Zunächst müsste ich mir allerdings ein Interface bauen, damit ich den Sender vernünftig tasten kann. Bei schnellen Trx, die für 9k6 Packet geeignet sind, könnte evtl. sogar bk-Betrieb drin sein :-)

Okay, was benötige ich?
Einen einfachen Tongererator (600-800 Hz), welcher sich tasten lässt. Idealerweise sollte während des Tastens die PTT über die Mikrofonbuchse im Takt angesteuert werden (full-bk) oder über eine Verzögerungsschaltung hochgetastet bleiben (semi). Letzteres wäre gerade bei Relaisbetrieb sicher von Vorteil. Ein eingebauter Keyer wäre zu Beginn nicht nötig, könnte aber später z.B. durch einen PK4 nachgerüstet werden.

Toll, dass einem so was immer erst dann einfällt, wenn der Urlaub vorbei ist. :-(
73,
Torsten, DL8KFO

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DL8KFO« (1. Januar 2006, 23:21)


Beiträge: 647

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13

Montag, 2. Januar 2006, 16:23

RE: Morsen mit gekauften Funkgeraet

Was hälst du davon, mal gleich was für 40 m selbst zu bauen?
Ich sehr wahrscheinlich habe noch Platinen für Pixie3 "rumliegen". Siehe http://home.snafu.de/graff/pixie3.html. Die einfachre Form http://www.kalinux.de/pixie.htm aus dem QRP-Report http://www.kalinux.de/pixie.htm wahrscheinlich auch noch. Der von Oliver, DL7JGR ist von der Funktionalität sehr viel besser, weil durch das eingebaute Filter der Signal-Rauschabstand sehr viel besser ist, ist aber doch schon anspruchsvoller, weil die Leiterbahnen und Lötstützpunkte kleiner sind.

Bauteile kosten so gut, ich glaube, es waren damals noch DM, 10 DM also 5 EUR (dreko nicht ingegriffen, da müsste man ggf. sehen, was die Bastelkiste so hergibt oder erst einmal auf einer festen Frequenz arbeiten). Zusammenbauen, einen Sked über 2m FM oder Liste absprechen und schon bist du dabei.

Walter, DL6HAK
DL0AQB - Transfer Listserver <> Forum

14

Montag, 2. Januar 2006, 16:32

RE: Morsen mit gekauften Funkgeraet

Zitat

Original von DL0AQB
Was hälst du davon, mal gleich was für 40 m selbst zu bauen?
Ich sehr wahrscheinlich habe noch Platinen für Pixie3 "rumliegen". Siehe http://home.snafu.de/graff/pixie3.html. Die einfachre Form http://www.kalinux.de/pixie.htm aus dem QRP-Report http://www.kalinux.de/pixie.htm wahrscheinlich auch noch. Der von Oliver, DL7JGR ist von der Funktionalität sehr viel besser, weil durch das eingebaute Filter der Signal-Rauschabstand sehr viel besser ist, ist aber doch schon anspruchsvoller, weil die Leiterbahnen und Lötstützpunkte kleiner sind.

Bauteile kosten so gut, ich glaube, es waren damals noch DM, 10 DM also 5 EUR (dreko nicht ingegriffen, da müsste man ggf. sehen, was die Bastelkiste so hergibt oder erst einmal auf einer festen Frequenz arbeiten). Zusammenbauen, einen Sked über 2m FM oder Liste absprechen und schon bist du dabei.

Walter, DL6HAK


Walter,

Ich habe mindestens 10 verschiedene Pixies gebaut und gehörte zu den Initiatoren des 1. Pixie Transatlantik QSO, was deutlich machen soll, dass ich ein Pixie Fan bin!!! Aber: ich habe dutzende von richtigen Funkgeräten für den Fall, dass ich mal Funkbetrieb machen will. Bei mir ist ein Pixie also eine Laune und kein Masochismus. Für einen Anfänger jedoch, für den der Pixie das erste Gerät ist, ist das Frust hoch drei.

Geiz mag ja geil sein, an dieser Stelle behaupte ich aber, sollte man gerade einem Anfänger zu etwas mehr Aufwand raten, wenn man ihn nicht vergraulen will.
73/2 de Peter, DL2FI
Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

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15

Montag, 2. Januar 2006, 20:58

Liebe OM´s
erstmal ganz dickes Danke an Euch ich habe doch recht viele gute Ideen durch Euch gefunden.
Nun mal meine These
wenn ich das Relais aufmache kommt doch die Morsekennung des Relais.
und das Relais sendet doch in FM.
Wenn ich meine Taste und dem FM-Funkgeraet dazu bringe, das der quasi das Relais nachaefft allerdings mit meinen morsezeichen die ich senden moechte.

Leider kann ich DB0WW bzw Duesseldorf hier in der Eifel nicht ereichen. Aber das Koelner (DB0VK (145,775) und das DB0SE (438,950) kann ich gut erreichen.
ich bin aber viel unterwegs (alleine schon fuer Comitee) vielleich kann man ja ein Treffen auf dem Koelner Relais ausmachen.
Ich habe zwar noch die Klasse 3 aber die Morsetaste uebt ein enormen Reiz aus. ich will es lernen und mich viel mit morsen beschaeftigen

Nun mijn Idee:
ich habe een Taste (een einfache Junkers) en een Tongenerator (met z.B. 2300Hz)-Ton und een PTT (an Micofon)
ich druecke die PTT und mit der andere Hand morse ich mit dem Tongenerator direkt von Tongenerator in den Microfoneinfgang (Microfon abgeschlatet)

War einfach mal so een Idee.
Leider willte ik wer in Comitee dort behulb te zijn
veel lieve groeten en beste 73
Mary
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »do1pil« (2. Januar 2006, 21:09)


16

Dienstag, 3. Januar 2006, 20:01

Zitat


Nun mijn Idee:
ich habe een Taste (een einfache Junkers) en een Tongenerator (met z.B. 2300Hz)-Ton und een PTT (an Micofon)
ich druecke die PTT und mit der andere Hand morse ich mit dem Tongenerator direkt von Tongenerator in den Microfoneinfgang (Microfon abgeschlatet)


Das geht. Ungefähr in diese Richtung fabulieren wir.

Die "PTT"-Sache kannst du auch gleich mit einbauen. Die Funke soll senden, sobald du die Taste drückst. Wenn du z.B. drei Sekunden nichts mehr gemorst hast, zurück auf Empfang. Entsprechende PTT-Schaltungen gibt es im Zusammenhang mit "Packet Radio" - ist ziemlich simpel.

Nur - bitte nicht mit 2300 Hz. Man kann natürlich mit so einem Ton morsen. Aber zumindest ich würde ihn als unangenehm hoch empfinden. Üblich sind 600 - !000 Hz.

Vy 73

Andreas

17

Donnerstag, 12. Mai 2016, 05:43

Hallo zusammen!

Schaut Euch mal den FM-Keyer von DK5JG an - der kann alles, was Ihr bisher besprochen habt und noch mehr!

http://home.arcor.de/burkhard-john/fm_keyer/index.html

hzl 73 de Gerd, DF9iV
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