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Montag, 27. Januar 2014, 16:39

Messung von Audio Amplituden- und Phasendifferenz mit PC

Hallo Miteinander

Ich habe mir für einen SSB Sender einen IQ Audioprocessor im Audiobereich aufgebaut und möchte die Phasen- und Amplitudendifferenz der beiden Ausgangsspannungen mittels einer PC Soundkarte und Software für verschiedene Audiofrequenzen überprüfen.

Kennt jemand von euch kostenlose PC-Software (Linux oder Windows), welche diese Grössen direkt bestimmt?

Eine etwas umständlichere Möglichkeit wäre ein zeilenorientiertes Programm, welches die Eingangs-Spannungen misst und deren Werte direkt in eine Datei schreibt. Ueber ein weiteres Programm (zB. ScicosLab oder IDL) könnte ich anschliessend die Phasenverschiebung und Amplituden-Differenz bestimmen.

73 de Andreas

2

Mittwoch, 29. Januar 2014, 19:43

Hallo Andreas,
Ich habe mir für einen SSB Sender einen IQ Audioprocessor im Audiobereich aufgebaut und möchte die Phasen- und Amplitudendifferenz der beiden Ausgangsspannungen mittels einer PC Soundkarte und Software für verschiedene Audiofrequenzen überprüfen.
sieh Dir mal die Programme zum Decodieren von IQ-Signalen an (Stichwort SDR). Die können oft die Phasenunterschiede messen (und ausgleichen). Ich glaube bei "Rocky" muss man sogar diesen Messzyklus extra aufrufen und durchlaufen, damit man überhaupt sinnvolle Ergebnisse bekommt. Als Ergebnis wird dann eine "Ausgleichskurve" angezeigt. Würde Dir das als Ergebnis reichen?

73/72 de Ingo, DK3RED - Don't forget: the fun is the power!

3

Donnerstag, 30. Januar 2014, 08:26

Hallo Miteinander

...

Kennt jemand von euch kostenlose PC-Software (Linux oder Windows), welche diese Grössen direkt bestimmt?

...


LINRAD hat so etwas drin. Das muss dort bei der Grundeinrichtung "vorversorgt werden".
Weiteres / aktuelles siehe Internet.
Gruß
Raimund, DL1EGR

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Donnerstag, 30. Januar 2014, 09:12

Hallo Andreas,

schau mal ob SpectrumLab oder Spectra, wie es neuerdings heißt deine Anforderungen erfüllt. Das leistungsfähige Tool kann so ziemlich Alles analysieren, was an einem Sound-AD ankommt. Hier ist der Link zum Manual (pdf). Dort unter dem Punkt"phase and amplitude monitoring functions"

73, Günter

5

Donnerstag, 30. Januar 2014, 17:44

Hallo Miteinander

Merci an alle für eure Ratschläge.

@Günther
SpectraLab ist wirklich ein sehr universelles Programm, aber leider nicht so einfach zu verstehen. Die Programme, die Du dort gefunden hast, könnten geeignet sein, aber ihre Beschreibung ist sehr minimal, sodass wahrscheinlinch zu viel Aufwandig nötig wäre, um ihre Verwendung im SpectraLab Interpreter zu begreifen.

Auch fremde SDR Software zu durchschauen ist zeitraubend. Ich habe deshalb ein kleines Program in Python geschrieben, welches die IQ-Parameter mittels Soundkarten Messung bestimmt. Es diente mir gleichzeitig als "praktischen Einstieg in Python. und erlaubt die Bestimmung der Phasenschiebung und des Amplitudenverhältnis mit einer Genauigkeit von einigen hundertstel Grad.

73 de Andreas

73 de Andreas
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  • iqmeas.txt (4,43 kB - 499 mal heruntergeladen - zuletzt: 8. November 2018, 09:17)

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Sonntag, 2. Februar 2014, 07:07

Hallo Miteinander

Hier zu guter letzt noch die Messresultate des Audioprocessors mit Aufbau gemäss Fig. 9.56 in EMRFD. Der Prozessor besteht aus 3 Allband-Filtern. Seine Bandbreite wird am Eingang aufs Sprachband 400 - 3100 Hz reduziert.

Die angehängten Bilder zeigen:

- Frequenzgang des I- und Q-Ausgangs, die gleich aussehen
- Abweichung der Phasenschiebung zwischen I und Q von idealen 90 Grad
- Amplitudenverhältniss von I und Q
- zu erwartende Seitenbandunterdrückung mit idealem nachgeschaltetem IQ-Mischer. Die blauen Punkte geben den Verlauf der Seitenbandunterdrückung wieder. Von praktischem Belang sind die roten Messpunkte, welche die Dämpfung des Audio Filters gegen hohe und tiefe Frequenzen berücksichtigt. Sie zeigen die Leistung im unterdrückten Seitenband relativ zur Mitte des Signal-Seitenbands.

Das Hauptproblem bei der Realisierung des Audioprocessors sind die Keramikkondensatoren (10 nF / X7R), die alle möglichst gleich gross sein müssen. Sie wurden vor dem Einbau auf besser als 1% ausgemessen. Allerdings hat sich ihr Kapazitätswert beim Einlöten zum Teil verändert (SMD), was möglicherweise die beschränkte Unterdrückung bei tiefen Frequenzen erklären könnte. Die Folienkondensatoren von Panasonic wären von der Qualität her besser geeignet, haben aber wegen ihrer Konstruktion und meiner Löttechnik ihren Wert nach dem Einlöten alle stark geändert.

FRAGE:
Weiss jemand von euch, wo man leitenden Epoxy Klebstoff zum Einkleben (statt Löten) kaufen kann?

73 de Andreas
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