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Samstag, 31. Oktober 2015, 22:34

Miss Mosquita und UNI DDS

Hallo Miss Mosquita User,

Ich hatte hier eine funktionierende Miss Mosquita III und wollte sie jetzt verbessern und mit einem UNI DDS stabiler machen. Leider wird es jetzt eher schlimmer wie besser!

Ich habe so, wie in der UNI DDS Beschreibung vorgeschrieben, den Umbau ausgeführt, mit dem Ergebnis, dass ich jetzt einen Breitbandsender aufgebaut habe.

Im Forum habe ich gelesen, dass die UNI DDS Injektionssignale gefiltert werden sollen. Der Wellenwiderstand des Filters muss hochohmig, in der Größenordnung 400Ohm ausgelegt sein. Dazu habe ich jetzt ein einfaches Filter aufgebaut. (Siehe Dateien RF Sim 99). Da der Spectrum Analyzer 50 Ohm hat, habe ich einfach zur Anpassung je 350 Ohm in Reihe geschaltet. Das verändert zwar die Durchgangsdämpfung im Filterbereich auf -19dB, in der Miss wird das Filter ohne Reihenwiderstände eingebaut und müsste dann passen.

Soweit das mit dem AGILEN bei dieser tiefen Injektionsfrequenz messbar war, hat diese Filter auch funktioniert.

In der Miss eingebaut sieht es aber wieder ganz anders aus, hier habe ich mit einem geschirmten Kabel am Eingang und Ausgang des Filters ganz andere Signale gefunden.

Jetzt bin ich ganz ratlos und ärgere mich, warum ich meine Miss nicht so gelassen habe wie sie war!

Wer kann mir hier helfen und aufzeigen, was für ein Filter ich hier einsetzen muss, damit, die Marker 2 bis 5 auf den Bildern verschwinden. Ich vermute auch, dass der Mischer von der UNI DDS spannungsmäßig überfahren wird und deshalb die ganze Sendeaufbereitung spinnt (im Empfänger sind CW Signale zu hören).

Ich bin für jede Hilfe dankbar.

Herzliche 73

Andreas,

DL3SBP
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  • UNI DDS Signal nach Filter.JPG
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2

Sonntag, 1. November 2015, 00:21

Hallo OM Andreas ,

beschalte mal den 50 Ohm Generatorausgang mit einem zusätzlichen R von etwa56 Ohm. Dein Generator
möchte eine Last von 50 Ohm sehen, ansonsten stimmen die Pegel nicht. Wenn Du vom Filtereingang in Richtung
Generator schaust, sollte das Filter deine gewälte Inpedanz von 400 Ohm sehen. Prüfe noch einmal,
ob der DDS wirklich 400 Ohm ausgibt. Das DDS -IC möchte wohl 200 oder 220 Ohm sehen.
Einkoppeln musst du bei der Moskita dort , wo der Source-Anschluss vordem mal drann war. Die Source legst du
über einen Widerstand von etwa 1k gegen Masse.
Am Ausgang des Poti P3 nicht mehr als die angegebenen 50mVss einstellen, ansonsten wird der Mischer IC4
total überfahren.
Dein DDS - Baustein müsste eigentlich ein sauberes Signal abgeben, so dass auch keine Splatter auftreten
"sollten"... , nur, weiss dass deine DDS ...hi.. also noch mal nachsehen, das mache ich morgen auch noch mal
und melde mich...

73 de
Manfred , dl3arw

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3

Sonntag, 1. November 2015, 11:54

Hallo Andreas und die Runde,

habe mal RFSIm angworfen. Falls du wirklich ein 400 R Tiefpassfilter einschleifen willst, dann nehme
ein Chebyshev-Filter. Ein und Aus mit 188pF , in der Mitte 334pF, mittleres L mit 40,1µH , vorne und hinten
je 36,2µH. Wegen dem Üben , verwende mal reale Bauteile , dort gibt es beim Bauteileditor wenn du das Bauteil
einfügst einen Häkchen zu machen. Das Programm schlägt dir etwas vor , was du erst einmal akzeptieren kannst.
Diese kannst du später mal der Realität anpassen. Zum Beispiel könnte ein guter Styroflex-Kondensator bei 10MHz
schon mal eine Güte von 200 aufweisen. Setzt du schlachte Keramik-C ein, sieht dann alles ganz anders aus.
So wird das jetzt wohl mit deinen thoretischen Werten und deinen gemessenen Kennlinien aussehen.
Das DDS IC hat einen Stromausgang und arbeitet auf einen Widerstand von 220R. Dein Tiefpassfilter danach sollte
schon in diese Richtung dimensioniert werden.Werde dir mal einen Vorschlag als Dateianhang hinzu fügen, falls es
klappen sollte mit Hochladen und Dateigröße.
Es handelt sich um einen Vorschlag von mir und die dazugehörende RFSIm - Kurve.
Du erhälst aber alleine schon, wenn Du den DDS in L4 einkoppelst mit 220R durch die Transformation und Selektion
einen Hochpunkt-Widerstand von etwa 2k3 . Dein nachfolgender T2 belastet diesen Schwinkkreis aber nicht mit 2,3K,
sondern mit etwa 50K oder noch größer , so dass dein L4 im Leerlauf ist.
Habe mal versucht ebenfalls diese Dateien hochzu laden.
Jetzt erst mal an dieser Stelle Schluß, mal sehen , ob dass alles im Forum für alle leesbar und verwertbar angekommen
ist. Könnte dann ja noch etwas schreiben....hi

schönen Sonntag in die Runde, die Sonne scheint...und jetzt gehts raus....

73 de
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Manfred , dl3arw

4

Sonntag, 1. November 2015, 18:08

Hallo in die Runde,





schaut doch vielleicht mal bitte beim Hobo vorbei . Dieser besitzt so ein UNI-DDS Modul samt Nachfilter. Angaben einer für den Mosquita
halbwegs passenden Dimensionierung des Filters ist natürlich leider nicht dabei. Seine tiefste Filtermittenfrequenz liegt bei 5 MHZ (für das 20m
Bandmodul d.h. 14MHZ - 9 MHz ZF = 5 MHz LO-Frequenz=Filtermittenfrequenz). Ausgehend davon würde ich mich da rantasten. Im Handbuch Seite 67 wird das HF-Modul samt Filter vorgestellt, nächste Seite Angaben zur Dimensionierung in Abhängigkeit vom Bandmodul/ZF -> dazu passend Seite 51 oben.

Noch ein Gedanke. Das Bandfilter besteht ja aus zwei gleichen Parallelschwingkreisen. Dafür müsste bei gegebener Resonanzfrequenz
(2,084 MHz) und Induktivität L1 bzw. L2 die jeweiligen Kondensatoren C6 bzw c8 ausgerechnet werden. C5 und C9 und auch c7 sind meines Wissens weniger frequenzbestimmend für das Filter, sondern eher für die Impedanz Anpassung.

Hier eine Webseite auf der man obige Berechnungen recht
einfach durchführen lassen kann:

http://home.arcor.de/wetec/rechner/cskreis.htm

Ich erinnere mich dass ich mein DDS-Filter etwas anpassen musste und habe mich dem so wie oben geschrieben mit Erfolg genähert. Dabei
ergab sich, das bei mir eine "parasitäre" – Platinenkapazität von ungefähr 15pf vorhanden war - diese würde ich also nach der Berechnung der C's
von dem gefundenem Wert noch abziehen.





Na denn viel Erfolg, beste Grüße





Ingo, 73 . .

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5

Sonntag, 1. November 2015, 22:32

Hallo Ingo,

danke für die Info.
@ Andreas !

Lasse dein TP-Filter weg, schicke das DDS Signal wie beschrieben in die Anzapfung von L4.
L4 muss mit dem Parallel-C Resonanz haben für die 2MHz. Am Source von T1 kontrollierst
du den Pegel, dieser sollte so etwa 500mVss haben, oder als Effektivwert 176mV .
Mit dem Regler P3 sorgst du dafür dass an den Sendemischer maximal 50mVss gehen, oder
effektiv 17 bis 18mV HF. Das Ausfiltern der unerwünschten Frequenzen erledigt nach dem
Sendemischer das Doppelkreisfilter.
Wenn du das haben solltest kannst du mit deiner Messtechnik mal das Signal ansehen, welches
in den Sendeverstärker mit T4 geht.
Du hast zwei schöne Bildchen zum Spektrum vorgestellt, nehme mal an , das das erste das
Ausgangssignal des DDS sein soll. Ich sehe dort für 2MHz einen Pegel von -28dBm , das bei
einer vorgeschalteten Dämpfung von 25dB macht bei mir ein Signal von etwa 450mVss.
Dieses dann an die Anzapfung von L4 macht an L4 macht etwa 1500mVss im Hochpunkt von L4.
Die nachfolgenden Transistoren T2 und T1 arbeiten als Inpedanzwandler mit einem Übertragungsfaktor
von je mindestens 0,9 , macht für beide zusammen 0,8 , dass mit 1500mVss am Eingang...ergibt in
Richtung des Empfangsmischers 1200mVss . Es sollten aber nur etwa 500mVss sein. Dein DDS signal
ist zu groß.
Andreas, das ist das , was ich aus deinen Angaben entnehme und interpretiere. Falls ich mal wieder
schief liegen sollte , bitte mich zu korrigieren. Ich hoffe, du konntest meiner Rechnung trotzdem folgen.

73 de
Manfred , dl3arw

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Montag, 2. November 2015, 09:28

Kurze Anmerkungen:

Der DDS VFO arbeitet auf 200R Basis nicht 400R


Das angesprochene DDS Filter im Hobo war eine reine Vorsichtsmaßnahme (Angstfilter :-) ). Es hat sich in der Praxis herausgestellt, dass man es genau so gut weglassen kann. In meinem Hobo ist es überbrückt. Viele Hobo Bandfilter mussten nachgearbeitet werden, weil die SMD Induktivitäten zu große Toleranzen hatten (meist zu niedrig). Daher bei mir die Überbrückung.

Es wurden viele Mosquita mit dem Uni DDS ausgerüstet. Die beschriebene Einkopplung hat sich bewährt. Vom DDS selbst kommende Nebenwellen sind vernachlässigbar klein. Ich habe bisher noch bei keiner einzigen Mosquita solche Nebenwellen gefunden, es muss also irgendwo in der Kette ein Fehler vorliegen.


Manfreds Vorschläge sind zielführend :thumbsup:
73/2 de Peter, DL2FI
Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

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Montag, 2. November 2015, 16:33

Das angesprochene DDS Filter im Hobo war eine reine Vorsichtsmaßnahme (Angstfilter :-) ). Es hat sich in der Praxis herausgestellt, dass man es genau so gut weglassen kann. In meinem Hobo ist es überbrückt. Viele Hobo Bandfilter mussten nachgearbeitet werden, weil die SMD Induktivitäten zu große Toleranzen hatten (meist zu niedrig). Daher bei mir die Überbrückung.
Na Du lieber Peter bist mir ja ein gutes Vorbild - einfach überbrückt das schöne Filter! 8| :thumbsup: Hätte ich das eher gewusst,... :D Egal, so habe ich wieder etwas dazugelernt. Überhaupt ein schöner Bausatz, läuft alles sehr gut und habe mit dem Hobo schon viele schöne QSO's gehabt - den gebe ich nicht mehr her!!! :)

Liebe Grüße, Ingo.