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Montag, 30. Januar 2017, 15:19

Eingespeist wurde über die angehängte Testschaltung


Das wird für mich jetzt gerade unübersichtlich. Was soll die "Testschaltung" denn darstellen oder ersetzen?

Warum werden die Trafos zwei gestockten großen BN73-020 Doppellochkernen realisiert und welche Impedanz sollen sie anpassen? Der gestockte Kern mit den großen Drahtlängen und die Kapazität der übereinander liegenden Windungen verursachen zwangsläufig eine niedrige Eigenresonanz.

Bei Ring- und Doppellockernen ist nur ein sehr kleiner Teil des Feldes als Streufeld außerhalb des Kerns. Streuverlust kann m.E. deine Beobachtung eines 20dB Abfall/Dekade allein nicht erklären. Kernverluste im verwendeten #77 Material wären eine mögliche Erklärung. Auch beachten: #77 Ferritmaterial ist leitfähig. Wenn man unvorsichtig wickelt, kann es passieren, dass an scharfen Kanten des Doppellochkernes die Isolierung des Kupferlackdrahtes leidet und ein Schluss mit dem Kern oder mit anderen Windungen macht. Es macht auch Sinn, erst einmal den Trafo isoliert zu untersuchen, in dem man 2 Stück Back-to-Back verschaltet und durchmisst.

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Günter

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »DL4ZAO« (30. Januar 2017, 15:55)


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Mittwoch, 8. Februar 2017, 21:50

>>Auch beachten: #77 Ferritmaterial ist leitfähig.
Damit hast du das Rätsel gelöst, Günter! Beim Durchklingeln sind mir der 40 kOhm gegen den Kern nicht aufgefallen.


Hallo Günter und natürlich alle Mitleser. Um den Thread nicht zu sprengen habe ich mal etwas "im Stillen" gearbeitet und versuche hier zuerst mal ein paar Teile des Projekts vorläufig abzuhaken.

Änderungen allgemein
Der IMD2 betrug nur -30 dBc, IMD3 rund -45 dBc. Das Weglassen der 100
Ohm vor den FETs und besser platzierte Abblockkondensatoren an den
LMH6703 verbesserten das.
Die Ausgangsübertrager habe ich auf 1:1 umgestellt, weil der LMH6703 erst oberhalb 100 Ohm Last geringe Verzerrungen macht.


Amplifier1 resonante Schleife (mit bestückten BB112, ohne Eingangsübertrager)
Ergebnis
Mit einem 25 mm Installationsrohr und 1,2 m Durchmesser lässt sich die Resonanzfrequenz von 80 m bis 30 m durchstimmen, die 3 dB Bandbreite beträgt 20 kHz.
Großsignalfestigkeit nicht gemessen, sollte allemal ausreichen

Amplifier1für K9AY
Nicht getestet

Amplifier1 nichtresonante Schleife (BB112 nicht bestückt, mit Eingangsübertrager)

Änderungen
Eingangsübertrager mit 2 Stück BN73-202 hatte einen Kurzschluss gegen Kern und große Streukapazität. Geändert auf einen BN73-202 mit 2+2 Windungen auf der Innenlage, dann 20 Windungen auf der Außenlage. Draht ist jetzt Pack Rupatex 0,4 mm Außendurchmesser.
Tiefpassfilter entfernt, das übernimmt die Streuinduktivität des Eingangsübertragers.

Ergebnis
Leistungsverstärkung 22 dB (wird vermutlich später reduziert)
3 dB Bandbreite rund 500 kHz bis 9 MHz
1 dB Kompressionspunkt 0 dBm Eingang
IMD2 -55 dB und IMD3 -65 dB bis 5Vpp am Ausgang, damit ist mein Funktionsgenerator die Grenze.

Amplifier2 hohe Impedanz
Änderungen
Die Eingangskapazität beträgt durch das lötfreundliche Layout rund 6 pF + MMBFJ310, daher passt der vorgesehene Tiefpass nicht ganz und ich habe ein paar dB Verlust.

Ergebnis
1 dB Bandbreite rund 20 kHz bis 150 MHz (ohne Tiefpass)
IMD2 -55 dB und IMD3 -65 dB bis 5Vpp am Ausgang, damit ist mein Funktionsgenerator die Grenze.

Das Eigenrauschen der Schaltung lag in jedem Fall unter dem atmosphärischen Rauschen, kurz draußen getestet.
Ein paar Fragen kommen im nächsten Beitrag...

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Mittwoch, 8. Februar 2017, 22:14

Hallo zusammen,
hier noch ein paar Fragen zum niederohmigen Verstärker für nichtresonante Magnetantennen. Die Schaltung hatte ich im von LZ1AQ übernommen und modifiziert, siehe Anhang und
http://www.lz1aq.signacor.com/docs/wsml/…oop-antenna.htm

Wenn ich die Serieninduktivitäten am Eingang brücke und mit dem VNA über einen BalUn und 2 x 1 µH als Ersatz für eine Magnetschleife einspeise (siehe Anhang), dann ist der Frequenzgang sauber.
Lasse ich die Tiefpass-Induktivitäte drin, so liegt die Grenzfrequenz bei ca. 5 MHz, rund Faktor 10 unter der Simulation und dem Ergebnis bei LZ1AQ, von dem ich an der Stelle direkt kopiert habe.
Ein Test mit Antenne und Koppelschleife hat ähnliches gezeigt, aber das lag vielleicht auch am Impedanzverlauf der Koppelspule.

Wie würdet ihr diesen Verstärker durchmessen?
»DL1BG« hat folgende Bilder angehängt:
  • Amplifier2.png
  • Einspeisung.png

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DK6ED, K9AY, Loop, WSM