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  • »DG5YHZ Jörg« ist männlich
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1

Montag, 21. August 2006, 12:19

Umbau von CB zu 10m Funkgeräten

Hallo QRPler!

Ich beschäftige mich zur Zeit mit dem Umbau von alten Grundig CB Funkgeräten zu 10m FM.
Den Umbau ansich habe ich schon hinbekommen.
Nun zu meinem Problem:

Die Dinger liefern nur 0.5 - 1W Sendeleistung (alte 0,5W 12CH Geräte)
Ich hätte gern 5-10W da mit 0,5W in FM der Betrieb doch etwas nervig ist.
Meine derzeitige (Bastel-) Lösung ist eine zusätzliche PA mit IRF630 Transistor mit eingebaut ins recht grosse Gehäuse der Heimstationsvariante.
Dies ist aber eine unschöne wenig professionell aussehende Bastellösung (Drahtverhau) die für die Mobilvariante auch nicht realisierbar ist (zu wenig Platz)
Besser wäre es die vorhandene PA umzubauen.
Leider ist dort Schluss wo bei herkömmlichen (CB-) Funkgeräten der Treibertransistor für die PA ist. D.h dass am Treiber der Ausgangsfilter zur Antenne angeschlossen ist und der eigentliche PA Transistor fehlt.
Muss ich eine zusätzliche Stufe hinzufügen oder reichen 3 Stufen um von fast nichts ( ca -3dBm) auf 5W zu kommen ohne das was ungewollt schwingt?
Hat sich schon mal jemand von euch mit dem Umbau von Grundig CB Geräten beschäftigt?

73´ Jörg

2

Montag, 21. August 2006, 16:26

RE: Umbau von CB zu 10m Funkgeräten

Hallo, Jörg!

Vorschlag: Die PA der DL-QRP-AG.
Da dürfte niemand wegen "unprofessionellem" Aufbau meckern.
Aber nicht vergessen:
Dahinter gehört ein Tiefpass zur Unterdrückung der doch noch entstehenden
Oberwellen!

hw?

73 de Hans/DJ4AZ

3

Dienstag, 22. August 2006, 10:47

RE: Umbau von CB zu 10m Funkgeräten

Lbr Jörg,

ich hatte in der zweiten Hälfte der 80er Jahre, als die Geschichte mit FM auf 10m aufkam, ein CB-Funkgerät umgebaut. Es war damals ein Gerät mit PLL, 2 x 40 Kanälen und 4 W Ausgangsleistung, also für CB-Funk für die damalige Gesetzeslage eigentlich unzulässig. Diese Geräte hatten aber mehrere Vorteile: sie waren billig, hatten eine PLL (die 12-Kanal Geräte waren oft noch Quarz-Gräber) und die Geschichte mit den 2x 40 Kanälen kam mir, wie ich gleich erläutere, auch noch gelegen.

Das Umbauprojekt war sehr lehrreich, weil ich mich in diesem Zusammenhang mit der Funktionsweise einer PLL-Schaltung auseinander setzte. Da jede der beiden 40-Kanal "Bänke" einen eigenen Quarz im Oszillator hatte, hatte ich die Schaltung damals so modifiziert, dass die Kanäle der zweiten Bank um 100 kHz tiefer lagen, wie die der ersten Bank. Einen Schalter an der Frontplatte (Hi/Lo-Power???) hatte ich in Verbindung mit der PTT und einem zusätzlich eingebauten Relais so verwendet, dass bei umgelegtem Schalter damit beim Senden auf die zweite Bank umgeschaltet wurde, so also die Relaisablage von -100 kHz realisiert.

Dazu hatte ich noch eine externe (gekaufte) Endstufe, die meiner Erinnerung nach so zwischen 40 und 50 Watt Ausgangsleistung machte, die sich aber durch Umlegen eines Bypass-Schalters umgehen ließ. Mit einem Lambda/4-Strahler hatte ich damals von einem exponierten Standort bei Stuttgart aus stand-mobil viele schöne FM-Verbindungen gemacht. Interessant war zu beobachten, dass es nach dem ersten Anrufen mit großer Leistung beim Wegschalten der Endstufe und auch entsprechender Leistungsreduzierung bei der Gegenstation auch mit ganz wenigen Watt oft immer noch "Knall-Bumm" funktionierte. Und das Ganze in FM-Qualität, das war schon beeindruckend. Damals waren die Bedingungen aber im Maximum und 10 m natürlich nicht so sporadisch offen, wie zurzeit.

Die Unterlagen zum Umbau sind mir über die Jahre leider verloren gegangen, das Gerät existiert aber noch. Bestimmt werde ich es im nächsten Maximum mal wieder reaktivieren. In freudiger Erinnerung ist mir auch noch geblieben, dass man durch Drücken der PTT bei eingeschalteter Endstufe Baustellen-Ampeln in wahrhaft entzückende Disco-Lichtanlagen verwandeln konnte ;-)

Ich kann dich also zu Deinem Vorhaben nur ermuntern, Du solltest Dir aber Gedanken machen, welche Geräte sich vorrangig zum Umbau eignen und darüber im Klaren sein, dass 10m derzeit nur sporadisch offen ist. Außerdem würde ich eine externe PA bevorzugen, denn diese kann kauch bei einem Gerätewechsel mit "umziehen".

73 de Uwe, DL8UF

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4

Dienstag, 22. August 2006, 11:42

Hallo Hans !

Der QRP-PA Baustein wäre Äpfel gegen Birnen auszutauschen.
Wieder eine extra-Platine.Meine MOS PA ist nicht viel grösser (mit AusgangsTP-filter). Davon wollte ich ab.
Irgendwo im I-Net hatte ich gelesen, dass jemand die vorhandenen PA auf 4-5W umgebaut hatte. Ich weiss aber nicht mehr wo.

Uwe, die Grundig Dinger haben eine PLL. TC9100... Die kann 64 (2hoch6) Schritte erzeugen. Mit 1024Khz Quarz halt 64mal 10KHz.
Man kann sie leicht auf 10m bringen indem man den "Bandsetzquarz" in der PLL-Loop austauscht. Statt36.xxx MHz 38.XXXMHz. Anschliessend abgleichen.
Ablage wird mit binär-addierern gemacht.
Der Umbau ist schon erfolgreich beendet.
Allerdings will ich kein extra- "Kästchen" dahinter oder drinnen haben und etwas mehr TX-Power als 0,5 -1W

So ein Ding mit 2 Quarzbänken habe ich auch schon umgebaut. Allerdings für den 10m SSB Bereich. Funktioniert gut. Umbau nur duch tauschen der Quarze. Schon ne Menge short skip dieses Jahr mit gearbeitet.

Natürlich habe ich auch noch einen ausgewachsenen KW TRX aber mit diesen minimalistischen Gerätchen machts einfach mehr Spass.

73´ Jörg

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5

Mittwoch, 23. August 2006, 13:54

Hallo!

Habs Problem gestern lösen lönnen.
Habe das Layout meiner Mos Mini Pa etwas abgeändert (kleinere Platinenfläche) so dass diese fast unsichbar auf die Fläche neben der TRX Platine passt.
Durch etwas Feintuning konnte ich dem Ding 12Watt entlocken.(gemessen nach TP-Filter)

Achja, wieviel Leistung kann man mit einem T50-2 Amidon verzerrungsfrei transformieren?
Oder soll ich doch lieber einen 68-2 verwenden?

Ich weiss, das 2er Material ist nicht unbedingt ideal für 29MHz aber von den Kringeln habe ich noch einige.

73´ Jörg

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6

Mittwoch, 23. August 2006, 14:16

moin,

vor ca. 20 jahren hatte ich diverse cb-funken so umgebaut, dass sie mindestens 5 watt abgaben. manchmal fand sich ein widerstand in der collektor- oder emitterleitung, der dann erst mal entfernt wurde. oder manchmal wurde einfach der endstufentransistor getauscht. einen habe ich noch in der erinnerung: 2sc1964. so glaube ich jedenfalls hieß er. ausgesucht wurden sie nach einem guten transistorhandbuch, wo alle technischen daten drin stehen, u.a. auch die hf-leistung und der frequenzbereich. ein problem gabs aber immer: durch den höheren collektorstrom wurden die transistoren schnell zu heiß und gelangten schnell in den transistorhimmel.

73dedg3oo
manfred

7

Mittwoch, 23. August 2006, 21:58

Hallo Jörg!

T37 5 Watt
T50 20 Watt
T68 70 Watt

(FT37-1W, FT50-5W, FT85-20W)

Frag mich nicht aus welcher Quelle das stammt, und was die Rahmenbedingungen sind, ich weiß nicht mehr woher die Zahlen stammen. Ich habe sie irgendwann mal in meiner Zettelsammlung "abgelegt".
Vielleicht kann das jemand verifizieren oder hat bessere Informationen ??

73, Andreas DH7AZ

8

Sonntag, 24. September 2006, 17:40

In welcher Betriebsart soll das Gerät denn arbeiten? Die wenigsten 11m-Geräte haben SSB oder CW und AM ist sicher noch "viel toter" als FM. Ich habe bei mir im Shack immer meine SEM-35 (QRP trottz stattlicher Ausmaße und relativ hohem Gewicht - halt erdbebensicher) auf der FM-Anruffrequenz 29,600 MHz mitlaufen. Mehr als einige Test-QSOs habe ich da aber noch nicht zustandegebracht - es ist einfach nix los.
Das muss einen ja nicht am Bauen hindern, aber schade ist es schon, wenn es große Bereiche der Amateurfunkbänder gibt, wo man sich 'nen Wolf rufen kann.

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9

Mittwoch, 4. Oktober 2006, 10:59

Hallo !

Hat etwas gedauert bis ich antworte (Urlaub/QRL).

DO1KHS: Das Gerät ist für FM und speziell für die Relaisfrequenzen. Das du dort nix hörst liegt am derzeitigen Sonnenfleckenminimum und an der beendeten Sporadic Saison.

Andreas: Danke für die Info



73´ Jörg

10

Mittwoch, 4. Oktober 2006, 11:51

Hallo,

danke Jörg für die Info. Das Problem Sonnenfleckemnminimum / Sporadic-E-Saison ist mir schon bewusst. Ich meinte auch weniger die Relais, als die Direktfrequenzen in 10m FM. Da ich ich jeweils nur 1 km Luftlinie zu zwei Autobahnen habe, wundere ich mich schon, dass au der Anruffrequenz über Wochen nicht mal etwas über Bodenwelle zu hören ist. Das kann ja nur heißen, da sendet keiner - oder Antenne vom Dach gefallen.

Trotzdem ein schönes Projekt.

73 Horst