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Mittwoch, 23. Mai 2007, 13:47

Hilfe zur Berechnung der Parameter für den Uni DDS bei verschiedenen Anwendungen.

Der Uni DDS kann grundsätzlich für alle Monobandtransceiver benutzt werden. Die Einstellung der Betriebsparameter des DDS richtet sich dabei nach Aufbereitungsschema des Transceivers. Wir müssen dabei zwischen zwei grundsätzlich unterschiedlichen Konzepten unterscheiden:

Fall 1:
Der VFO des Transceivers ist gleichzeitig LO (Local Oszillator)
In diesem Fall ist die Einstellung des DDS einfach: Der VFO kann etweder unterhalb der Sende/Empfangsfrequenz schwingen oder oberhalb. Nehmen wir als Beispiel die Mosquita für 7 MHz. Hier soll der VFO auf 3,000 MHz arbeiten, wenn die ZF 4,000 MHz. beträgt. (7,000 - 4,000= 3,000) Wird der VFO durch den DDS ersetzt, so müssen wir 3 Parameter eingeben: txvr Frequenz = 7,XXX MHz (praktisch die Startfrequenz), ZF = 4,000 MHz und als Rechenparameter -ZF. Wenn also als Startfrequenz 7,030 eingegeben wurde zieht der DDS Rechner davon die ZF ab und generiert folglich 3,030 MHz als DDS/VFO Frequenz

Fall 2: Der VFO des Transceivers wird in einem Premixer mit einem VXO gemischt um die LO Frequenz zu erzeugen. Soll der VFO durch die UniDDS ersetzt werden, so muss die UniDDS die VFO Frequenz bereit stellen. Ein einfaches subtrahieren oder addieren der ZF reicht also nicht aus, da Sollfrequenz +/- ZF ja immer dewr LO Frequenz entspricht.

Wie geht man in diesem Fall vor? Es ist auch wieder ganz einfach, wenn man sich die Funktionsweise des UniDDS klar macht. Wichtig ist zu verstehen, das die angezeigte Frequenz immer ein Rechenergebnis ist. Die dazugehörige VFO/ZF Kombination muss also so eingegeben werden, dass das Ergebnis der Addition oder Subtraktion immer die geforderte DDS Frdequenz ergibt. Anders ausgedrückt: Sollfrequenz - VFO Frequenz = einzugebende ZF Frequenz. Ist das Ergebnis negativ, dann wird dieser Betrag eingegeben und die Variante +ZF gewählt.

Beeispiel:
Spatz 40
Laut Frequenzfahrplan schwingt der VFO von 8-8,1 MHZ und wird im Premixer mit einem 3 MHz VXO zur LO von 11-11,1 hochgemischt. Das Quarzfilter arbeitet bei 4 MHz. Für den Transceiver ergibt das als Arbeitsfrequenz LO-ZF = 11,0 -4,0 7,0 MHz bis 11,1 - 4,0 = 7,1
Im DDS gebe ich ein: Arbeitsfrequenz 7,000 MHz. ZF-Betrag = Sollfrequenz - VFO d.h. 7,000-8,000= -1,000. Da das Ergebnis negativ ist, muss die Variant + ZF eingegeben werden. Der DDS generiert dannn Anzeigewert plus ZF Wert = 7,000 + 1,000 = 8,000 und das ist genau die Frequenz die wir brauchen.

Spatz 17:
Laut Frequenzfahrplan schwingt der VFO von 7,983- 8,083 MHZ und wird im Premixer mit einem 15 MHz VXO zur LO von 22,983-23,083 hochgemischt. Das Quarzfilter arbeitet bei 4,915 MHz. Für den Transceiver ergibt das als Arbeitsfrequenz LO-ZF = 22,983-4,915= 18,086 bis 23,083 - 4,915 = 19,068

Nach diesem Muster können alle anderen Aufbereitungen berechnet und programmiert werden (hoffe ich, die Beschreibung anderer Selbstbauprobleme fällt mir leichter ;-)
73/2 de Peter, DL2FI
Don´t follow the path. Make one! (Helena Martins, Fotografin, die im Erwachsenenalter ihr Gehör verlor)

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Mittwoch, 23. Mai 2007, 19:53

Hohentwiel und DDS

Moin Peter,
mein HT ist immer noch Baustelle - was Wunder auch - war ja einer der ersten. Das Ding ist so grausam, hätt ich auf Lochraster schneller fertigbekommen. Von den "Fertigfiltern" will ich auch nicht weiter ein Lied anstimmen....

Meine eigene Frequenzanzeige-Lösung behebt nicht weitere Stabilitätsprobleme, also Murks...

Im QRP-Report 4/2005 hast Du u.a. eine PLL mit Abwärtsmischer dargestellt. Nach 2x tel. Nachfrage wegen Platinchen hab ich von QRP auch nix mehr gehört. Ist auch gut so. Ich verfolge nun einen anderen Ansatz.

Wozu ein VFO-Signal vom DDS durch 64 teilen? Der gewählte 4046 ist mit seinen 1 bis 2 MHz maximum unbrauchbar. Mit dem 145151 verschwindet ein Haufen Misch- und Teilerzeugs und die fmax liegt bei 15..20 MHz.

Die DDS muss 16,7 MHz ausgeben, wg. Teilerfaktor-Minimum.
Die Oszilllatorfrequenz für PLL entnehme ich, bevor vervielfacht wird.

Die DDS kann referenzfrequenzabhängig Schrittweiten von z.B. 30 mHz. Selbst mit den Faktoren 64 und 128 wird eine Schrittweite von 2 bis 3 Hz bei der Abstimmung realisiert. Teiler durch 5 oder durch 10 sind exotisch und teuer.

Ohne Deinen "workaround" im Report 4/2005 müsste man wohl oder übel in die Software der uni-dds eingreifen und auch binäre Teilerfaktoren einstellbar machen.
Besteht da überhaupt von anderen HT-"Bauherren" Bedarf?
Vermutlich bin ich eher einer von dreien und dafür wird die Weichware nich angefasst... wie auch immer. Sollte mein Ansatz Anklang finden, einfach mailen.
Plan B :
Da ich hier noch 2 DDS- Kerne vom ELBC - trx (ohne PIC) rumliegen habe , bleibt mir dann halt nur übrig, mich mit diesen PICs herumzuschlagen. ;(

Ahoi & 73, Jochen