Selbstbau "Kurz geratener Dipol"?

  • Ja Uwe
    technisch sind das 2 Microvert oder Dosenantennen... die Urheber der genannten sehen das allerdings anders... phasenververschobene Speisung durch das Koaxkabel ist ein Argument, welches ich aber nie nachweisen konnte... das Koaxkabel bei den Microvert und Co hat ausschließlich eine Anpassungsfunktion auf den Fußpunktwiderstand der Antenne. Es kann dadurch auch sehr kurz sein. DL7PE hat das ja auch richtig bei seinen letzten Versionen erkannt und verwendet nur noch ein Anpassungskabel von ca. 4,7m Länge für alle Bänder 160-30m, auf den höheren nur ca. 2m. Der KGD ist eindeutig die bessere Lösung, da dieser als Dipol eindeutige Anpassungs (-und Abstrahl-)verhältnisse hat. Allerdings bei doppelter Größe gegenüber den Monopolantennen.
    73 Uwe DJ9XG

  • Übrigens, zum KGD habe ich schon seit fast 2 Jahren ne Idee.. aber immer kommt mir was interessanteres dazwischen.
    Aber vielleicht realisiert das mal einer von Euch.. eventuell sogar als Bausatz als KGD 2.0.


    Hintergrund : Der Spulenkörper ist nicht mehr verfügbar..


    Als ich mal so nachdachte, viel mir ein, das die Güte der Spule sowieso verbesserungswürdig wäre.
    Also wenn man stattdessen eine "echte" Luftspule nehmen würde, so mit ein wenig abstand zwischen den Windungen,
    und nur ein paar Stüzten, dürfte die Güte schnell nach oben schnellen, und damit den Wirkungsgrad ernorm verbessern.


    Und da vielen mir sofort 2 Links ein :
    http://www.roehrentechnik.de/html/luftspulen.html
    http://www.mydarc.de/dl3bcu/htm/z-match.htm


    Gerade letzteres... lädt zum nachdenken ein :
    Wenn man dieses Konzept noch etwas erweitert.. also 2 "Aufnahme-Stutzen" für die "Rohrkondensatoren" an beiden enden, dann hätte man schon gewonnen !
    Das tolle daran : das ganze lässt sich ganz einfach reproduzieren, in dem man eine CAD-Datei einfach zu einem Dienstleister mit einem Lasercutter schiebt :
    z.B. http://www.lazycut.de/


    Idee 1.01 : Versilberter Draht die sache wird dadurch wetterfest.. So teuer scheint dieser übrigens gar nicht zu sein... (oder habe ich ein Fakeangebote gesehen ? )
    Idee 1.02 : Das Material des Spulenkörpers ist variable... also Polyamid, statt Plexiglas... oder was auch immer... (was isoliert, und ein Laser bearbeitetn kann)


    Idee 1.1 Dadurch das der Spulenkörper jetzt grösser wird, kann man auch einfacher einen "Multiband-KGD" basteln, in dem man Spulenabschnitte kurzschliest.
    Idee 1.2 Wie bei der Z-Matchspule arbeitet man mit einer Primärwindung.. und ersspart sich den Kondensator. Ich vermute das diese Lösung ssogar besser ist, um "EMV-Mantelwellen" abzuhalten..
    Idee 1.3 Man klebt sich ein kleines röhrchen in die Spule und über eine Feder kann per Seil oder Servo ein Ferritkern durchgeschoben werden.
    Oder eine Spule gedreht werden. (Variometer). So könnte man den KGD abstimmen OHNE an den beiden Enden rumzufummeln.


    lg Jan


    PS : Noch ne Idee : Die belastbarkeit einer solchen Spule steigt...
    Es spricht also nichts dagegen gegen Weichnachten den KGD in einen Weichnachtsbaum zu hängen, statt Kerzen Energiesparlampen aufzuhängen, und dann bei Heiligabend mehrere hundert Watt HF draufzugeben ! ;-)
    (Tolles experiment, das nicht Funker immer wieder beieindruckt)
    Andererseits .. bei so kurzen Antennen, ist QRP immer ein wenig "relativ".. wenn man bedenkt, wie hoch der Wirkungsgrad ist.

  • Hallo Micha,

    Wie ich die kurzen Stäbe für das Finetuning mechanisch realisiere weiss ich noch nicht. M5 Gewindestanden liegen in der Bastelecke, ich überlege nur noch wie man die stabil dort rein bringt.

    im Original sitzen an den Rohrenden simple Kabelverschraubungen, wie Du sie in jedem Baumarkt bekommst. Statt des Kabels sind glatte Alu-Stäbe durchgesteckt. Eine galvanische Verbindung zwischen den Stäben und den Rohren besteht nicht.


    73/72 de Ingo, DK3RED - Don't forget: the fun is the power!

  • im Original sitzen an den Rohrenden simple Kabelverschraubungen, wie Du sie in jedem Baumarkt bekommst. Statt des Kabels sind glatte Alu-Stäbe durchgesteckt. Eine galvanische Verbindung zwischen den Stäben und den Rohren besteht nicht.


    73/72 de Ingo, DK3RED - Don't forget: the fun is the power!

    ...eine galvanische Verbindung bestehet NICHT? Sehr eigenartig! Weil gerade über diese eine Abstimmung möglich wird - oder nicht?

  • Hallo DL1EGR,


    Es stimmt: Es gibt keine Verbindung zwischen den Rohren und den Stäben. Und Du hast Recht: Über die Einstecktiefe der Stäbe wird die Antenne abgeglichen. Die Stäbe werden aber nur kapazitiv eingekoppelt.


    73 Daniel DM3DA

  • hallo,


    wenn man in die aufgefuehrten links [1] und [2] sich anschaut, sieht man, wie es der verfasser realisiert hat.


    73 de addi / dc0dw

  • Moin Frank,


    auch wenn ich noch nicht fertig bin zeichnet sich ab, dass der Selbstbau kein Prorblem darstellt. Wenn es dir hilft dokumentiere ich den Aufbau (und die Optionen) und poste es hier. Mit einer Bohrmaschine und einer Säge sollte ein einfacher mechanischer Aufbau möglich sein.


    73

  • Moin Uwe,


    danke füê den Vorschlag mit den Teleskopstäben. Das Gefällt mir gut, besser als mit den Gewindestangen. Dann werde ich noch einen Polyamid-Stab kaufen (und den anderen nicht zersägen zu müssen) und schraube den in die Rohre. Die Teleskopantennen werden dann drauf geschraubt. Das wird mechanisch sehr stabil.


    73 de Micha

  • Moin Micha,

    Wie ich die kurzen Stäbe für das Finetuning mechanisch realisiere weiss ich noch nicht. M5 Gewindestanden liegen in der Bastelecke, ich überlege nur noch wie man die stabil dort rein bringt.


    wenn dein Polyamidstab in der Mitte in das Alurohr passt, dann passt er auch an den Enden;) Wie wäre es, jeweils ein 2cm-Stück davon abzusägen, und mit einem 5mm Gewinde zu versehen?


    73 de Roland / DK1RM