Selbstbau KGD Dipol - erfolglos...

  • Hallo Funkfreunde,


    habe heute eine KGD Antenne für 40 m gebastelt. Habe meine Basteleien auf meiner Website beschrieben (http://www.nonstopsystems.com/radio/antennas_home.htm:(


    2 x 70 cm Kupferrohr und PVC-Rohr vom Baumarkt, Anzahl der Windungen angepasst (PVC-Rohr hat 21.5 mm Durchmesser statt 18.5 mm in der Baumappe), usw. Noch keine Abstimmstäbe installiert, aber meinen miniVNA Analyser schon mal angeschlossen:


    Resonanzfrequenz um 7.4 MHz
    Bandbreite 588 kHz (!!!)
    Q = 13


    Sehe Analyzer-Plot anbei.


    Da stimmt was nicht – aber was????


    Vielen Dank im Voraus.


    73 de Frank F/N4SPP

  • Lbr Frank,


    so wie ich es sehe, sind entweder die Stäbe zu kurz oder die Windungen von Stab zu Stab zu gering in der Induktivität.


    Selbst wenn die Resonanz schon stimmen würde, müßte man glaube ich noch mit einem Parallel-C zur Spule die Anpassung optimieren.


    OK?

  • Moin Frank,


    ich vermute mal, die Ursache sind entweder die fehlenden Abstimmstaebe (beim meiner Konstruktion
    ca. 8cm "ausgefahren"), oder es liegt an der Toleranz deines Kondensators (5-10% sind ja bei den
    Dingern fast normal, was ebenfalls "so etwa hinkommt"). Ich habe meinen KGD induktiv angepasst.


    73 de Roland / DK1RM


  • Hallo Frank,


    das niedrige Q und die große Bandbreite könnten von Verlusten im PVC kommen. Ist das Material den für HF geeignet? (Mikrowellentest?)


    73 de uwe df7bl

    Uwe df7bl


    Wenn Du meinst etwas geht nicht, dann störe nicht die, die es gerade machen.

  • Hallo Uwe,


    habe gerade mal ein paar cm PVC eine Minute mit Mikrowellen bestrahlt: Temperatur steigt nur sehr wenig an. Test bestanden? Den Test kannte ich noch nicht - man lernt immer wieder dazu!


    Hallo Roland,


    der 470 pF / 15 kV Kondensator ist +/- 20% (und aus russiche Herstellung). Schon viel. Hatte aber von anderen Forum-Beitraegen (2005-2006) verstanden, dass der Kondensator fuer Impedanzanpassung ist, statt Resonanzfrequenz... Werde mal versuchen den Kondensator zu messen. Vielleicht ist der Kondensator keine "saubere" Kapazitaet und verursacht damit den niedrigen Q-Faktor?


    Danke und 73 de Frank


  • Der Kondensator ist nicht so kritisch, er dient in der Tat nur der Anpassung 50 auf etwa 25 Ohm. Wir haben damals für die Serie die Mittenstücke aus Nylon gemacht. Die Abstimmstäbe in den Enden waren nötig, weil die Bandbreite so sehr schmal war. Wenn ich mich richtig erinnere, dann waren das auf 40m < 50 MHz. Da e3s sich um eine kapazitive Antenne habndelt, geht der Rohrdurchmesser ziemlich stark ein.


    Auf einem QRP Treffen hatte ein OM einen 40m KGD dabei,den er in ein "Schutzrohr" aus PVC eingebaut hatte. Er klagte, dass sein KGD absolud taub sei. Wir haben das geprüft, er hatte recht. Danach haben wir das Schutzrohr abgebaut und sofort besten Empfang gehabt, wir konnten mit dem KGD horizontal am Spieth Mast auch gleich mehrere QSO mit 5 Watt fahren.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Hallo,


    ich habe mal einen gleichen russischen Tonnenkondensator (470pF, 15kV, 15kVar, wenn ich mich richtig erinnere) in einer Magnetloop für 3,5MHz verwendet. Diese lief ständig in der Abstimmung drastisch weg, schon bei 10-30 Watt. Dann mal ein Griff an den Kondensator und alles war klar - kochend heiß. Mit einem Eigenbau-C (Gefrierbeutel zwischen Blechstreifen) ging es dann, und der Strom in der Loop war etwa 4x so hoch bei gleicher Leistung.
    Wahrscheinlich sind diese C's, zumindest die größeren Kapazitäten, als Abblock-C gedacht, denn aus diesem Einsatzgebiet kenne ich sie eigentlich, und weniger für Schwingkreise hoher Güte geeignet.
    73 Reiner

  • Hallo Frank,


    wenn die Temperatur ansteigt hat das Material den Test nicht bestanden. Man kann dann noch darüber streiten ob 7 Mhz oder 2450Mhz miteinander zu vwergleichen sind - aber grundsätzlich ist es dann kein richtig gutes Material. PVC sagt man im allgemeinen schlechte HF- Eigenschaften nach. Weißes PVC soll besser sein als graues. Gut sind Glas, Porzellan und Keramik. Kunststoffe sind schwierig zu beurteilen weil die Zusatzstoffe meist nicht bekannt sind. Da hilft nur probieren, oder ein guter Amateurfunkflohmarkt. Der nächste richtig große und gute ist in Bad Bentheim, siehe im Portal oben.


    73 de uwe df7bl

    Uwe df7bl


    Wenn Du meinst etwas geht nicht, dann störe nicht die, die es gerade machen.

  • Quote

    Original von DL8LRZ
    Hallo,


    ich habe mal einen gleichen russischen Tonnenkondensator (470pF, 15kV, 15kVar, wenn ich mich richtig erinnere) in einer Magnetloop für 3,5MHz verwendet. Diese lief ständig in der Abstimmung drastisch weg, schon bei 10-30 Watt. Dann mal ein Griff an den Kondensator und alles war klar - kochend heiß. Mit einem Eigenbau-C (Gefrierbeutel zwischen Blechstreifen) ging es dann, und der Strom in der Loop war etwa 4x so hoch bei gleicher Leistung.
    Wahrscheinlich sind diese C's, zumindest die größeren Kapazitäten, als Abblock-C gedacht, denn aus diesem Einsatzgebiet kenne ich sie eigentlich, und weniger für Schwingkreise hoher Güte geeignet.
    73 Reiner


    Insofern muss ich natürlich meine Aussage, dass der Kond. nicht kritisch ist präzisieren. Nicht kritisch ist der Wert, die Güte sollte so hoch wie möglich sein. Wir haben damals für unsere KGD ziemlich teure Hochspannungskondensatoren für HF Anwendungen gekauft.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Quote

    Original von DF7BL
    Hallo Frank,


    wenn die Temperatur ansteigt hat das Material den Test nicht bestanden. Man kann dann noch darüber streiten ob 7 Mhz oder 2450Mhz miteinander zu vwergleichen sind - aber grundsätzlich ist es dann kein richtig gutes Material. l


    ich denke, es ist nicht vergleichbar.
    keiner stellt die spulenkörper der ZF-Filter in frage, und die sind aus ... richtig ;)


    für KW allemal geeignet. da sind die verluste sicher vernachlässigbar.

  • Quote

    Original von DL8WIZ


    ich denke, es ist nicht vergleichbar.
    keiner stellt die spulenkörper der ZF-Filter in frage, und die sind aus ... richtig ;)


    für KW allemal geeignet. da sind die verluste sicher vernachlässigbar.


    Nein, die sind nie aus PVC sondern meist aus Polyethylen (PE) oder seltener aus Polystyrol. Einfacher Test: PVC gibt in der Flamme Clor ab, riecht scharf nacj CL. PE riecht in der Flamme nach Kerzenwachs (ist ja auch nix anderes, hat nur längere C Ketten)

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Habe mal 'nen anderen Kondensator ausprobiert - diesmal aus Mexiko, hihi! Soll 6 kV abkönnen, habe aber leider nur 1000 pF statt 470 pF auf Lager. Nur um mal zu sehen was der Analyser d'raus macht. Sehe Plot anbei.


    Resonanzfrequenz: unverändert um 7.4 MHz
    Bandbreite: jetzt 2450 kHz (war 588 kHz)
    Güte: 4 (war 13)


    Ist dieser Kondensator also noch weniger HF-tauglich als der russische, oder was?

  • Lbr Frank,,


    aus Interesse habe ich die Anpassung dieses Dipols mit dem Kondensator noch einmal nachgerechnet. Der Kondensator liegt also parallel zum Kabel, und an die Pole des Kondensators werden die beiden Teile der Mittelspule angeschlossen. Dabei kommt heraus, daß die beiden Teile der Mittenspule an der Transformation mit beteiligt sind, also nicht nur für die Resonanz sorgen. Diese Spulen hängen in ihrer Wirkung natürlich von der Länge der Abgleichstäbe ab, also mußt Du diese mit ins Spiel bringen und den Dipol mit den Abgleichstäben auf deine Wunschfrequenz abgleichen.


    Für die Messung am Analyzer halte ich die Bauform des Kondensators erst einmal für weniger wichtig, da die den Dipol ansteuernde Leistung ja sehr klein ist. Fur die angedachte Transformation von 50 Ohm auf 20 Ohm muß der Kondensator einen Blindwiderstand von 42 Ohm haben, und das führt auf dem 40-m-Band zu einem Wert von etwa 500pF.


    Vielleicht bekommst Du die Analyse jetzt eher hin, wenn Du diese Informationen mit verwendest.


    Viel Erfolg und 73

  • Die hohe Bandbreite bei gleichzeitig niedrigem Q 4 zeigt eigentlich dass da ein "Dummy Load" vorhanden sein muss... richtig wäre sehr niedrige Bandbreite und hohes Q.. wenige Khz sind für diesen kurzen Dipol
    nur möglich... irgend etwas in dem KGD ist falsch aufgebaut oder zusammengeschlossen. Bitte beide Wicklungen und den Zusammenschluss noch einmal überprüfen.
    Uwe

  • Quote

    Original von dj1zb
    Fur die angedachte Transformation von 50 Ohm auf 20 Ohm muß der Kondensator einen Blindwiderstand von 42 Ohm haben, und das führt auf dem 40-m-Band zu einem Wert von etwa 500pF.


    Vielleicht bekommst Du die Analyse jetzt eher hin, wenn Du diese Informationen mit verwendest.


    Viel Erfolg und 73


    Super, haben wir damals doch richtig gerechnet


    Hier die Daten von der QRPproject Homepage:Band Rohrlänge Windungen
    40m 70cm (18mm iD) 114 dicht auf 18,5 mm Kern


    Anpassung mit mit Anzapf bei 1,5 Wdg oder Kondensator 470p

    73/2 de Peter, DL2FI
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  • Hallo Uwe,


    OK, ich habe die Spulen mal (elektrisch) getrennt von Koax, Kondensatoren, und Kupferröhren.


    Dann einen Kondensator in Reihe geschaltet und mit meinem blauen Kästchen (miniVNA Analyser) gemessen. Messung wiederhohlt für beide Spulen, und mit 10 pF, 470pF, und 1 nF.


    Resonanzfrequenzen auf beiden Seiten fast identisch, aber sonst sind die Messergebnisse systematisch übel: Güte 3-5.


    Vielleicht ist das PVC-Rohr doch nicht HF-tauglich... X(?(


    Frank

  • Hallo,
    ich gehe mal davon aus, dass die Kupferrohre nicht bis in die Spulenkörper bzw. räumlich in die Wicklung eingeschoben sind?

    73 Michael, DF2OK.

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  • Hallo Michael,


    jawohl, bevor ich losgelegt und losgesägt habe, habe ich die KGD-Baumappe und alle Forum-Beiträge bez. KGD gelesen, und die Warnung gefunden die Spulen nicht mit den Kupferröhren "kurzzuschließen".


    Bei mir gibt's 10 mm zwischen Rohre und Spule. Hoffe das reicht.

  • Hallo,
    ich schaue mir das Baufoto Deiner Spulen mal näher an. Mir fällt auf, dass die Spulen alle in derselben Wicklungsrichtung aufgebracht worden sind.


    Mag sein, dass ich falsch liege und der Wickelsinn keine Rolle spielt, aber ich hätte sie - ausgehend bei dem vorliegenden Foto - vom Einspeisepunkt (optisch gesehen) in die gleiche Richtung gewickelt. Also bspw. "nach hinten von mir weg." Dabei kämen dann beide aussen liegenden Drahtenden der jeweiligen Spule "von unten her" (wie bei der Linken) an die Kabelschuhe. Also eine links herum und die andere rechts herum, vom Einspeisepunkt beginnend.


    Beim ersten Betrachten Deines Fotos bin ich schon vom optischen Eindruck her (bitte, ist nicht negativ gemeint) über die unterschiedliche Ausrichtung Deiner Kabelösen "gestolpert". Wenn ich das Konstruktionsfoto der Originalantenne an der Einspeisung betrachte, ist sie so gewickelt worden, wie ich das machen würde.


    Vielleicht liegt es ja daran. Mir schwebt die Phasenlage des Feldes und die gegenseitige Beeinflussung im Kopf herum. Wie gesagt, ich mag irren, wollte meine Gedanken trotzdem mit einfliessen lassen.


    [SIZE=7]Edit: Formulierungen[/SIZE]

    73 Michael, DF2OK.

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