Welche Antenne am besten??

  • Hallo zusammen,

    ich hab jetzt hier schon etliche Threads zum Thema Antennen gelesen, die alle doch sehr interessant waren, aber irgendwie nie so ganz meinem Problem entsprachen. Ich weiß es gibt etliche Bücher über Antennen die man jetzt alle wälzen könnte (wenn man denn die Zeit dazu hat), doch mich interessieren eher Eure Erfahrungen.
    Also folgendes Problem stellt sich mir, ich habe ein Haus (das ist nicht das Problem ;)) in der Innenstadt. Das Haus ist Denkmalgeschützt womit die Montage einer Antenne auf dem Dach wegfällt. Da das Haus wie gesagt in der Innenstadt liegt habe ich auch nur einen kleinen Hof, der noch von anderen Häusern umgeben ist, also auch nicht der optimale Ort. So bleibt am Ende nur ein Dachboden von ca 10 m länge und ca 2m Höhe. Meine Frage nun, welche Antenne(n) (KW) ist (sind) am besten geeignet? Was kann ich dort hinkriegen und vorallem wie?

    Hat jemand mit solchen Bedingungen Erfahrung? Oder schon Erfahrungen gesammelt weil unter gleichen Bedingungen "leidet"??

    Mfg Olli (DG4ACF)

    Wenn der Weg das Ziel ist, reicht es dann aus stehen zu bleiben um weiter zu kommen??

  • Hallo Olli,

    in meinem Elternhaus hatte ich nahezu die gleichen Bedingungen wie Du sie beschrieben hast. Wenn Du die Antenne unter dem Dach aufbauen willst, kommen schon mal Dipole für 20m und aufwärts in Frage. Ich hatte bei einer Dachbodenlänge von 12m ein Doppel-Zepp gespannt, die Enden waren abgewinkelt, sodass sich ein liegendes Z ergab. Das ganze mit Hühnerleiter gespeist.So habe ich viele QSO´s (80-10m) machen können.

    vy 73

    Achim DK1WV

    Einmal editiert, zuletzt von Achim DK1WV (25. April 2008 um 13:05)

  • Hallo Olli!

    Es gab mal Arbeitsbedingungen bei mir die waren so ähnlich. Ich hatte damals einen Kurzdipol für 20m,15m,10m und eineAntenne von WIMO R1 für 80m im Einsatz.
    Heute würde ich aber eine abgeknickte Doppelzepp mit Hühnerleiter vorziehen, da Du bei ihr von 80m-10m arbeiten kannst (Schließe mich Achim da an!).

    Viel Spass beim experiementieren!

    VY 72 de Peter (DK2WL)

    '73 de Peter (DK2WL)

    K2/10, QCX 20m und FT-817ND sowie andere TRX
    DL-QRP-AG #01317, Alaska-QRP-Club #283, NAQCC #7085
    und Flying-Pigs #76
    :thumbup:

  • Zitat

    Original von DK2WL (Peter)
    Hallo Olli!

    Es gab mal Arbeitsbedingungen bei mir die waren so ähnlich. Ich hatte damals einen Kurzdipol für 20m,15m,10m und eineAntenne von WIMO R1 für 80m im Einsatz.
    Heute würde ich aber eine abgeknickte Doppelzepp mit Hühnerleiter vorziehen, da Du bei ihr von 80m-10m arbeiten kannst (Schließe mich Achim da an!).

    Viel Spass beim experiementieren!

    VY 72 de Peter (DK2WL)

    Nach meinen aktuellen Erfahrungen mit Schleifen würde ich versuchen die komplette Dachbodenfläche zu nutzen. Rundherum eine Schleife legen die genau in der Mitte mit Hühnerleiter gespeist wird. Genau gegenüber dem Speisepunkt ein Relais einbauen mit dem man die Schleife öffnen oder schliessen kann. Da es ein denkmalgeschütztes Haus ist, gehe ich von einer Dachpfannen oder Holz/Teerpappe Konstruktion aus. In beiden Fällen fällt die Dämpfung nicht besonders ins Gewicht. Sollte allerdings dach Dach innen mit Wärmedämmung / Alufolie verkleidet sein, dann wird´s finster.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Zitat

    Original von DL2FI


    Nach meinen aktuellen Erfahrungen mit Schleifen würde ich versuchen die komplette Dachbodenfläche zu nutzen. Rundherum eine Schleife legen die genau in der Mitte mit Hühnerleiter gespeist wird. Genau gegenüber dem Speisepunkt ein Relais einbauen mit dem man die Schleife öffnen oder schliessen kann. Da es ein denkmalgeschütztes Haus ist, gehe ich von einer Dachpfannen oder Holz/Teerpappe Konstruktion aus. In beiden Fällen fällt die Dämpfung nicht besonders ins Gewicht. Sollte allerdings dach Dach innen mit Wärmedämmung / Alufolie verkleidet sein, dann wird´s finster.


    Also erstmal super Klasse das Ihr so schnell schon geantwortet habt, danke.
    Und wie es mir scheint steh ich nicht ganz allein mit meinem Problem da :)

    @ DL2FI

    Nein Gott sei dank hat der Vorbesitzter dort noch nix gemacht, sind nur Dachpfannen und ein paar Dicke Balken sonst nüx.

    Wenn der Weg das Ziel ist, reicht es dann aus stehen zu bleiben um weiter zu kommen??

  • Hallo Olli,

    ich habe bei mir ein ähnliches Problem(Mietswohnung, keine Erlaubnis für Antennen auf
    dem Dach), mir bleibt auch nur der Dachstuhl, der ist aber etwa 13-14m lang.
    Seit ein paar Monaten habe ich eine kurze G5RV (10-40m) mit 15m länge direkt am Dachbalken
    entlanggespannt, die Hühnerleiter (4,5m) hängt nur etwa 2 Meter senkrecht nach unten
    und der Rest liegt mehr oder weniger einfach auf dem Boden.
    Die Schenkelenden sind jeweils den letzten Meter weggeknickt, ganz kommt
    die Länge bei mir leider auch nicht hin.
    Mit dieser Konstruktion bin ich ganz zufrieden, hatte vorher eine FD3 und einen
    Doppeldipol für 20/30m angebracht, kann also schon etwas vergleichen.
    Die neue Antenne macht defnitiv weniger TVI als die FD3 und ein Verlust gegenüber
    dem Doppeldipol ist auf 20/30 auch nicht zu spüren.
    Natürlich kann man mit dieser Antennenanlage keine Wunder erwarten, aber da ich meistens
    in digitalen Betriebsarten qrv bin lässt sich doch einiges erreichen - ganz wichtig ist sowieso:
    Lieber eine schlechte Antenne als gar keine :P

    Hoffe dir etwas weitergeholfen zu haben,

    vy73 de Chris

  • Hallo Olli,

    ich habe ähnlich wie bereits erwähnt einen 2 x 6.50 mtr. Drahtdipol unter Dach aufgehängt (NORD/SÜD). Gespeist wird das Gebilde mit symmetr. 300 Ohm Titanex Leitung die runter ins Erdgeschoss führt.

    Die Antenne hängt direkt unter dem Dachfirst in 11 Meter Höhe. Dabei sind von den insgesamt 13 Metern 10 Meter horizontal verspannt und an jedem Ende (mangels Platz) jeweils 1,50 Meter im 90 Grad Winkel nach unten geführt.

    An den Enden hängen Senkbleie von den Mauerern die das ganze Gebild schön straff halten....

    Erste Überraschung: Sofort Resonanz auf 30 Meter!

    Ich habe auch eine ZS6BKW draussen in 10 mtr. Höhe brauchte aber eine zusätzliche Antenne für 30/15 Meter, da die bei der ZS6BKW nicht gehen.

    Anschliessend hab ich mal mit dem Antennenanalyzer und einer ATU die anderen
    Bänder vermessen....

    Ergebnis: die Antenne spielt auf:

    80 SWR min. 1.4 größere Frequenzwechsel erfordern Nachstimmen der ATU!
    40 SWR min. 1.6 komplettes Band ohne Nachstimmen SWR unter 2!
    30 SWR min. 1.0 komplettes Band ohne Nachstimmen SWR unter 1.2!
    20 SWR min. 1.0 komplettes Band ohne Nachstimmen SWR unter 1.5!
    17 Anpassung nicht möglich!
    15 SWR min. 1.2 komplettes Band ohne Nachstimmen SWR unter 1.5!
    12 Anpassung nicht möglich!
    10 SWR min. 1.0 komplettes Band ohne Nachstimmen SWR unter 1.5!

    unter komplettes Band meine ich den jeweiligen CW Bereich - SSB mache ich nicht...

    Erste Erfahrungen auf 30 Meter waren vielversprechend, so konnte ich einige QRP Stationen runter bis auf 1 Watt hören und mit der selben Leistung auch arbeiten. Hauptabstrahlrichtung ist wie zu erwarten W/O.

    Ich bin mit der Einfachheit der Antenne und mit den Ergebnissen verglichen mit allen anderen Indoor Antennen die ich früher hatte begeistert. Selbst mit der von Peter vorgeschlagenen Schleife, die ich zuvor hängen hatte waren die Signale nicht so gut zu hören....

    Für jemand der keine großartigen Möglichkeiten hat eine echte Alternative!!!

    P.S. vielleicht hörten wir uns mal auf den Bändern, dann können wir auch mal einen Vergleich ZS6BKW/2x6.5 mtr. Indoor Dipol fahren....

    Viel Spass auf den Bändern!

  • Hallo,

    bei der ausgangslage würde ich auf kurzwellenbetreib verzichten...der hof spricht eher für EME auf 23cm und höher...das vllt nicht die antwort die hier gerne gehört wird, aber mit unter dachantenne in der innenstadt auf kurwelle würde der frustlevel bei mir nur steigen...

    vllt ist die eme idee ja ne lösung...


    73 de ronny

  • Hallo Olli,

    schließe mich in erster Linie den Ausführungen von DK1WV und DL2FI an.
    Wenn Du Interesse hast ein Antennentester zu werden,
    so bitte ich Dich mal auszumessen, ob Du da oben ca. 25m Draht als Schleife unterbringen kannst.
    Bitte antworte bei Interesse dann unter meiner E-mail Adresse DK5IQ@gmx.de.

    Außer der Länge des Dachbodens interessiert mich noch die Breite.
    Auf welchen Bändern sollte die Antenne mindestens spielen?
    Das 80m Band wird in jedem Fall ein Kompromiss - egal welche Antennenvariante man verwendet.

    73 de DK5IQ

    Michael

    Freude am Selbstbau von Antennen und Stationszubehör
    wünscht.

    DK5IQ

    Michael A. W.

    5 Mal editiert, zuletzt von DK5IQ (29. April 2008 um 15:00)

  • Da ich im Augenblick (ändert sich dieses WE) noch schlechtere Ausganssituation habe (Keine Antennengenehmigung und keinen verfügbaren Dachboden) ich aber trotz allem gerne auf KW Betrieb mache habe ich hier einige abenteuerliche Konstrukte.

    Antenne 1 sind ca. 20 mtr.Lautsprecherlitze auf ein Leerrohr von ca 2 cm Durchmesser gewicket.

    Antenne 2 ein Einfacher "Lang"-draht von ca 8 mtr. den ich bei Bedarf im Wohnzimmer aufspanne.

    Beide Konstruktionen müssen natürlich über mein Z-Match angepasst werden aber die Ergebnisse sind eigentlich garnicht so schlecht. Europa geht eigentlich auf 30 und 40 m (Im Moment meine bevorzugten Bänder) mit 2,5 Watt (CW) immer und selbst USA sowie V44 hat schon geklappt.......

    Frust muss also nicht unbedingt aufkommen wenn man mit "Bescheidenen" Mitteln auskommen muss. Immer gilt auch hier der Satz "Besser eine schlechte Antenne als garkeine"........

    Zum Glück aber habe ich für die neue Wohnung uneingeschränkte Antennengenehmigung so das dann evtl. auch mal QRPP klappt....... ;)

    Kleiner Nachtrag noch:

    Ich arbeite auf Montage und neben meinem FT-817 (mit originalem Akku) im Alukoffer sind auch meine beiden Konstruktionen immer dabei damit ich auch Abends im Hotel Betrieb machen kann. Leider fangen die Dinger schnell Störungen ein und derzeit sind wir in der Nähe des Militärflugplatzes in Nörvenich was Betrieb fast unmöglich macht aber da probiere ich evtl. mal eine kleine Schleife.........

    cu ;)

    73´s Jürgen , ALT-512 SDR 10 Wtts, mittlerweile 50m endgespeist an der Luft + TS-790E für VHF/UHF mit Indoor X-30 und

    4-Ele LPDA. Moxon für 6m/4m ebenfalls Indoor .... Xiegu G90 mit Eremit 18 AH LiFePO4 und 12m Spidermast für outdoor.

    Member Log4OM Alpha- & Betatest Team

    Einmal editiert, zuletzt von DF5WW (2. Mai 2008 um 11:42)

  • Hallo, hatte ich diese Seite schon zum Schmökern empfohlen?

    http://www.aa5tb.com/antennas.html

    Für die Einband-Endgespeiste gibt es viele Anregungen zur Theorie und zur Praxis.
    Interessant ist die Begründung zum 'kurzen' Gegengewicht .
    Einfach 'mal anschauen; die 10 m für's 20 m-Band sollten unterm Dach auch unterzubringen sein; und vielleicht ergibt sich ja durch die Hauslage eine besonders günstige Richtung oder Wirkung.

    72, Dieter-bqd

  • also ich hab früher ein antenne von john nachgebaut, hier ist der link:
    http://degood.org/coaxtrap/

    ich hab diese Antenne im haus aufgebaut und getest, mit 6 m hab ich alledings angefagen
    und abgestimt,dan nach abgleich auf das höchste band das nächste band angefangen.
    nach einfügen solte mann etwas draht von den strahler rausschuen lassen zur feinabgleich.
    Wan die traps fertig sind stimt sie etwas über bandende ab(dipmeter) nach einfügen in der antenne rutschen Sie dan richtung band mitte.
    ggf zur feinabgleich das coax verscghieben auf der spule und gut!!! fixieren.

    Der antenne war nach aufbau und abgleich absolut unentfindlich gegenuber der dachstuhl laufen auf dem speicher etc.

    Hans

  • Hallo Olli.

    Nachdem ich mich jetzt fast knapp 8 Jahre mit Behelfslösungen zuhause durchgeplagt habe, habe ich kürzlich die für mich ultimative Unterdachantenne entdeckt.

    Anfänglich möchte ich noch erwähnen, dass unser Dachstuhl über der Mietwohnung (Dachwohnung) eine Bodenfläche von gerade mal 9m x 3m hat und die Mittenhöhe ca. bei nur 1,20m liegt. Sozusagen der verbleibende Rest-Dachstuhl, der von unserer Wohnung nach oben "abgezwackt" ist. Diese, nennen wir's mal Bodennähe", machte mir immer noch weitere Probleme im Gegensatz zu Leuten, die über einen mannshohen, vollwertigen Dachstuhl verfügen. Massivmaterial wie typische 2m lange Cu-Rohre aus dem Baumarkt bekomme ich zwar durch die Zugangsdachluke des Balkons, aber leider nicht im Dach dann um die Ecke herum. Eine Magnetloop mit typischen 80cm Durchmesser entfällt zumindest auch aus Massivmaterial, wie Cu-Rohr, da die Diagonale der Dachzugangsluke auch dafür zu klein ist. Antennenarbeiten gehen in der Hocke vonstatten und sollten im Zuge einer Muskelkater-Prävention zügig durchgeführt werden. :D

    Vorausschicken möchte ich auch noch, dass ich anfangs mit einer horizontalen geschlossenen Loop (Oblong 9m x 3m = 24m Umfang) + SGC SG-239 Automatiktuner gearbeitet hatte. Geschlossene Loops gehen ja nur mit 1 Lamda Umfang auf der tiefsten Frequenz - oder eben höher. Daher nur von 20m - 10m. Oder man öffnet sie gegenüber und erhält einen 2-fach abgeknickten Dipol für die unteren Bänder = der Vorschlag von Peter. Da ich kein weiteres Kabel hochlegen wollte und das Koaxkabel schon per 2x DC-Weiche den Strom zum SG-239 hochtransportiert, entfällt auch diese Option bei mir. Ebenso wollte ich gerne alle Bänder bedienen. Für die reinen oberen Bänder hätte ich auch anstelle temporär eine effektive Magnetloop auf den Balkon stellen können und somit den Aufwand gering halten können.


    Nun aber genug gelabert, nun zu meiner aktuellen Lösung (seit ca. 2 Wochen):

    Auch ich verwende jetzt einen Dipol aus 2x 6,50m. Allerdings nach Studium des Buches "Kurze Antennen" bestehen beide Strahlerhälften bei mir aus dem Außenleiter von ECOFLEX-10 (das Cu-Geflecht mit der darunter liegenden Cu-Folie an beiden Enden verlötet, Innenleiter bleibt frei). Denn ist der Leiter zu dünn - und die Antenne viel zu kurz - und dann die Betriebsfrequenz zu tief, steigen plötzlich die Verluste exponentiell.

    Von der Dipolmitte geht's über 5,50m WIREMAN (450 Ohm) zu einem 1:1 Luftbalun.

    Dann auf den SGC SG-239.

    An dessen Primärseite habe ich zwei Mantelwellensperren von DX-Wire (1x Highband, 1x Lowband) in Serie, bevor dann ein Aircell-7 endgültig zum TRX runterläuft.

    Direkt vor der DC-Weiche des TRX sitzen nochmals zwei gleiche MWS in Reihe.

    Direkt am TRX und direkt am SG-239 habe ich zwei selbstgebaute DC-/HF-Weichen eingefügt (270µH/3A und FKP-1 mit 47nF/2000V blau) und speise somit über's Koaxkabel gleich den SG-239 mit.

    Die Wireman-Länge wurde bewusst so "komisch" gewählt und vom Antennenspeisepunkt zum in einer Dachecke sitzenden SG-239 in einer Dreiecksform gespannt, weil ich damit je Dipolseite (6,50m + 5,50m + 1,50m Luftbalun =) 13,50m Drahtlänge erhalten und das nach den Tabellen von DL7AHW der "ultimative Schnittpunkt" für alle Afubänder ist. Hier wird dem SG-239 auf allen Afubändern eine gemittelte Impedanz angeboten und er muss nicht in die Extreme laufen. Das hält die Verluste im Rahmen.


    Und was soll ich sagen !?

    Obwohl wir derzeit alles andere als in einem Sonnenflecken-Paradies arbeiten (wie ich's im Jahr 1999/2000 noch mit meiner geschlossenen Loop hatte), arbeitet diese Antenne unerwartet gut !

    40m Europaverkehr (wo ich mit allem früher mit Mühe DL-Verkehr erzielen konnte)

    20m Europaverkehr problemlos (vor wenigen Tagen in den Abendstunden Marokko und Trinida/Tobago problemlos) :D

    10m Europaverkehr problemlos (weiter konnte ich's noch nicht testen)


    Auffällig ist auch, dass ich auf Empfangs-S-Werte keine Rücksicht mehr nehmen muss. Selbst wenn einer nicht mit Vollanschlag reinkommt, hört er mich dennoch und man sollte sich nicht scheuen, auch zu rufen. :D
    Der Marokkaner hatte S7 mit 100W, der Kollege aus Trinidad/Tobago mit seinen 1.5KW auch gerade mal S7 bei mir. Zurück ging's mit meinen 100W ohne dass sie bei irgendeiner Aussendung nochmals nachhaken mussten. Ich war platt !! Beide hatte ich im letzten Dänemark-Urlaub zufällig auch gearbeitet, auch mit 100W, aber einer großen vertikalen Drahtgroundplane mit 5x 5,50m auf einem 12m Spiderbeammast.

    ich möchte noch erwähnen, dass ich ausschliesslich SSB-Betrieb mache und auch nur sehr selten überhaupt QRV bin. Die QSL-Auswahl oben unter diesen Bedingungen ist für mich schon fast wie ein Sechser im Lotto. Hätte ich mehr Zeit, würde die Ertragsbilanz sicherlich noch ganz anders aussehen.

    Vielleicht ist ja wirklich der Ecoflex-Außenleiter der plötzliche Schlüssel zum Erfolg !? Schaden kann's jedenfalls auch nicht.

    vy 73,
    Jochen (DG2IAQ)

    2 Mal editiert, zuletzt von DG2IAQ (5. Juni 2008 um 10:53)

  • Zitat

    Original von DG2IAQ
    An dessen Primärseite habe ich zwei Mantelwellensperren von DX-Wire (1x Highband, 1x Lowband) in Serie, bevor dann ein Aircell-7 endgültig zum TRX runterläuft.

    Direkt vor der DC-Weiche des TRX sitzen nochmals zwei gleiche MWS in Reihe.

    Hallo Jochen,

    vielen Dank fuer den Bericht. Dein Erfolg macht Mut, auch mal einen Unterdachdipol auszuprobieren.

    Brauchst Du wirklich die 4 Mantelwellensperren, oder hast Du die nur vorsichtshalber eingebaut?

    73 Daniel M0ERA

    Daniel, M0ERA, Oxted, Surrey, UK

  • Hallo Daniel.

    Diese 4 Mantelwellensperren habe ich tatsächlich aus "Notwendigkeit" eingebaut, und natürlich auch um 100% auf der sicheren Seite zu sein.

    Das Problem mit Unterdachantennen ist, dass sie den Elektrosmog des Hauses "dankbar" aufnehmen und schööööööön zum TRX leiten.

    Die beiden oberen Mantelwellensperren dienen dazu, dass das nach unten ablaufende Koaxkabel HF-seitig "kalt" ist bzw. provozieren auch eine Zwangssymmetrierung des unsymmetrischen SGC SG-239 Autotuners an der symmetrischen Antenne. Anstelle auf der Sekundärseite einen üblichen 4:1-Balun einzusetzen (der bei den vielen Blindanteilen dieser Behelfsantennen + Multibandbenutzung permanent Blindanteile in Wärme vernichten würde), erfolgt bei mir das auf der Primärseite, wo ja ständig im Anpassfall die "sauberen" 50 Ohm und auch "definierte Verhältnisse" vorherrschen.

    Da die Antennen-Idee vom bekannten Karl H. Hille (DL1VU) stammt und er auf der Sekundärseite dennoch einen Balun einsetzt, diesmal aber ein 1:1 sowie einen verlustarmen Luftbalun, habe ich das hier auch so durchgeführt. Dennoch lasse ich auf der Primärseite natürlich die MWS drin. Das Problem ist die "Nähe". Ich kann in dem Mini-Dachstuhl eben nicht das Koaxkabel schön im 90%-Winkel und auch noch 'zig Zehn Meter von der Dipolmitte wegführen, wie man es eigentlich machen sollte. Im 3m-Abstand läuft das Koaxkabel etwas parallel zur einen Dipolseite.

    Daher bin ich sogar noch einen Schritt weiter gegangen und habe einen R81-1500 Kern von DX-Wire genommen und direkt vor dem Dachlukenausgang das Aircell-7 nochmals 7x durchgewickelt und den Kern zugeschraubt. Reste von HF, die hinter den beiden oberen MWS auf's Aircell gestrahlt werden, werden dann hier nochmals abgeblockt.

    Die beiden unteren MWS direkt vor dem TRX dienen lediglich dem Empfänger. Ich hatte es im Internet gelesen, nicht geglaubt, ausprobiert -- und kann's vollumfänglich bestätigen !!

    -> Nimmt das zum TRX ablaufende Koaxkabel Elektroniksmog des Hauses (vermutlich auf dem Außenleiter) auf, und schaltest Du dann eine effektive MWS direkt vor den TRX (bzw. eigentlich somit vor den Empfänger), herrscht plötzlich ungeahnte Ruhe und der QRM-Pegel fällt, oder ist im besten Fall gar nicht mehr vorhanden.

    Bei mir hat's geholfen !

    Ein frühreres mit mindestens S7 "vollgeknattertes" 80m-Band wurde plötzlich ganz ruhig und je nach lokalem Wetter-QRM kann ich nun bis locker S1 runter hören. Da sind plötzlich QSO's vorhanden, von deren Existenz man vorher gar nix wußte. :D

    Seit 1 Woche haben wir allerdings wieder unseren reparierten Digi-SAT-Verteiler unterdach, und ich habe dessen Schaltnetzteil in Verdacht. Über 18 MHz habe ich plötzlich einen Rausch-/Knatterträger der seinesgleichen sucht. 17m-Band (S3) bis hoch zum 10-Band (S7). Ich kotz' echt noch ab mit dem Scheiss hier !!!!
    Der übergangsweise verwendete Digi-SAT-Verteiler war spitze (nicht nur das TV-Bild war besser und die Sendeumschaltung ging viel schneller vonstatten), auch der QRM-Level war praktisch nicht vorhanden. Leider hat der Vermieter wieder nach der Reparatur diese alte Mist-Töle eingesetzt.

    Nun muss ich wieder mein Glück mit Klappferriten um's Stromkabel probieren und hoffen, dass es damit funktioniert.

    The-Neverending-Unterdach-Story......mich kotzt's soooooo an !!.....:evil:


    :D vy 73,
    Jochen

  • Hallo Jochen,
    freu dich, dass es funktioniert.
    Wie hast du den 1:1 Luftbalun realisiert ?

  • Hallo Uli.

    In Ermangelung besserer Unterlagen oder Messprotokollen habe ich mich beim Bau auf genaugenommen zwei Quellen verlassen:

    1) Buch "Kurzwellen Drahtantennen für Funkamateure", Alfred Klüß, DF2BC, vth-Verlag (Seite 19)

    2) Internet-Recherche via Google: "Air Balun"

    Bei Google fand ich dann beigefügte Bauanleitung. Ein PVC-Rohrrest mit d=40mm hatte ich zufällig noch zuhause, ebenso den verwendeten Draht aus dem Baumarkt. Starre PVC-Aderleitung (H07V-U 1x 1,5 mm) und damit trifillar 9 Windungen bewickelt (dann war Rohrrest-Ende, ...hi).

    Also ziemlich "Quick-and-Dirty", wie der Amerikaner sagen würde. :D Verbauen...was weg muss !! :D

    Klappt aber scheinbar ausgesprochen gut. Sicherlich hätte ich auch den Luftbalun ganz weglassen können und den unsymmetrischen Pi-Tuner (wie von SGC empfohlen) direkt an die symmetrische Antenne anschliessen, aber ich wollte es einfach mal nach der DL1VU-Vorgabe probieren.

    Als alles montiert und die Alu-Leiter wieder abgebaut war, stieß ich wieder mal auf die Seite von Wolfgang Wippermann, DG0SA, ...dem "Balun-König". :D

    Ich müsste nochmals bei ihm nachfragen, weil ich mir bei seiner Beschreibung nicht ganz sicher bin bzw. es für mich nicht eindeutig und nachbausicher genug beschrieben ist, aber nach seinen Infos müsste mein "Quick-and-Dirty"-Luftbalun zwei entscheidende Nachteile bzw. Baufehler haben.

    Zum einen müsste man zwei voneinander getrennte Spulen nehmen und diese dann als 1:1-Balun anhand seiner Ringkernbalun-Beispiele beschalten. Zum zweiten müsste man auch wesentlich mehr Windungen als meine 9 Wgd. nehmen, um ausreichende Symmetrierung auch auf den Lowbands zu bekommen.

    Das mit den 2 getrennten Spulen ist mir noch etwas suspekt, das mit der längeren Drahtlänge kann ich hingegen verstehen.

    Mal sehen, vielleicht schreibe ich ihn mal an und bitte um genauere Beschreibung, damit keine Mißverständnisse beim Nachbau entstehen.

    http://www.wolfgang-wippermann.de/guanella.htm

    Und inzwischen weiß ich dadurch zumindest, dass ich in Bezug auf das Thema "Luftbalun" auch nach dem Begriff "Guanella" hätte googeln können....

    :D :D :D

    Anbei noch ein paar Bilder meiner Behelfsantennen-Anlage, wenngleich auch der Blitz der DigiCam beim dunklen Dachstuhl fast versagt. Ich hoffe man kann trotzdem etwas erkennen.

    vy 73,
    Jochen

    P.S.:
    Sobald der 20min-Timeout für Postings abgelaufen ist, schiebe ich noch 2 weitere Bilder nach. Ergänzen möchte ich noch, dass der SGC SG-239 auf Ringkernspulen umgebaut wurde, weil ich mir dadurch weniger Verluste + weniger "Nachbarkanal-Spulen"(:D )-Beeinflussungen erhoffte. Wurde meßtechnisch nicht überprüft.