Quarz TX mit EL84

  • Michael, da ist sie ja, die ECL82. Es ist verblueffend, dass der Quarz diesen Betrieb ausgehalten hat:


    http://f6hcc.free.fr/tx1lampe.htm


    Aber er hat einen fetten FT243 Militaerquarz genommen, die sind "roehrenbetriebsfest". Die OMs 1-2kHz neben seiner Frequenz duerften mit den Tastklicks aber keine Freude gehabt haben :)


    Fuer Jungspunde: FT243 Quarze kann man aufschrauben, das Quarzplaettchen rausnehmen und mit 600er Schmirgel die Frequenz aendern. Recht gut eignet sich auch Zahnpasta zum Schleifen, aber nur die "richtige", nicht die Gel-Zahnpasta fuer elektrische Zahnbuersten.


    73, Joerg

  • Moin Jörg,


    vor einigen Jahren gabs mal einen sehr getreuen Nachbau des legendären AMECO AC1. Der funktioniert sehr gut, auch mit den kleinen Quarzen.


    Auf meinem YouTube-Kanal habe ich zu dem TX ein paar Videos erstellt. Auch dazu, wie man so einen alten TX abstimmen kann.

    FT243 Quarze kann man aufschrauben, das Quarzplaettchen rausnehmen

    Quarze dieser Größe in der Nähe von AFU-Frequenzen waren damals schon selten. Aber ich habe für die drei Bänder einige umgebaut und die alle gängigen QRP-Frequenzen Plus-Minus drumherum in alte Gehäuse eingebaut.

    73 Michael, DF2OK
    "Lebe so als sei jeder Tag Dein letzter. Eines Tages wirst Du recht haben."
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  • Moin Michael,


    Schoener Nachbau, da kommt echt Nostalgie auf und hoert sich fast an wie frueher die Russen :)


    Der Knight T50 von Scott KA6IOM klang fast genauso. Falls jemand das Schaltbild vom Ameco sehen moechte:


    https://www.qsl.net/wb1gfh/ameco.html


    Kleine Quarze in die FT243 Halter montieren tun viele. Sie gehen auch erstmal ganz gut. Nur koennen Quarze bei hoher Last auf Dauer verschleissen. Wenn man diese z.B. weit ueber 1mW treibt, halten sie nicht lange:


    https://abracon.com/Resonators/abls.pdf


    FT243 fuer Amateurfunkfrequenzen gibt es noch, aber die fuer die CW-Segmente sind meist schon weg oder teuer:


    https://www.ebay.com/itm/203223287501

    https://www.ebay.com/itm/384119580087


    Man koennte natuerlich auch eine winzige Platine mit DDS ... aber das waere Frevel und Stilbruch.


    73, Joerg

  • ... aber das waere Frevel und Stilbruch.

    Moin Jörg,


    so ist es. Bliebe die Nutzung einer röhrenbestüclten Oszillatorstufe, die die kleinen Quarze nicht so belastet und vielleicht noch eine Möglichkeit des Ziehens (VXO) bietet. Aber alles hat seine Zeit. Wenn ich Rentner bin soll es auch noch was zu tun geben. Sofern mich dann nicht die "Gema" zu sehr in Anspruch nimmt. ;) Allerdings beschäftigt mich derzeit eine erstmals aufgetretene Krankheit mit dem -.- Wort und so verändern sich Schwerpunkte im Leben...

    73 Michael, DF2OK
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  • Moin Michael,


    Das ist hart. Ich druecke die Daumen, dass es geheilt oder wenigstens langfristig aufgehalten werden kann und schliesse Dich in meine Gebete ein.


    Fuer den Oszillator gaebe es noch Miniaturroehren, wie sie frueher in batteriebetriebenen Geraeten sassen. Die werden immer noch erstaunlich billig angeboten, will wohl niemand haben. Sie sehen zwar aus wie Transistoren, sind aber "epochengerecht":


    https://www.ebay.com/itm/333892155114


    Auf 40m ueber einen Bereich von 10kHz ziehen sollte gelingen, denn auf diesem Prinzip beruhte ja auch das Icom IC-202.


    73, Joerg

  • Moin Jörg und Danke.


    Miniaturroehren

    Da fällt mir ein, dass ich noch sowas Schönes herumliegen habe. Es gab mal das Sputnik-Projekt.

    Allein dort Lesestoff für Stunden. Eine der deutschen Seiten, die ich als Link gespeichert habe: DL3JIN.

    Sputnik und mehr. Einfach hier mal herunterscrollen. Kleiner Film dazu.


    Der Initiator des Projektes, Mike AA1TJ hat auch hier im Forum einige Beiträge erstellt.

    Ja, das Netz lebt auch - neben aller Moderne - von den alten Dingen. Zum Sputnik-Projekt und AA1TJ wird der Suchende schnell fündig. Leider ist seine Site nicht mehr online. Vielleicht in den Archives. War ne klasse Aktion und ich ich habe von Mike noch einen Live-Mitschnitt seiner Bakenaussendung.


    Ich weiss nicht mehr, ob es geklappt hat, aber auch sowas wie ein QRPP-TX, der durch die Energie des LS betrieben wird, gab es bei ihm. Film 1 und Film 2.


    Ich mag Röhren, bin mit ihnen in meiner Ausbildung groß geworden und sie haben was. :)

    73 Michael, DF2OK
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  • Moin Michael,


    DL3JIN sollte den Oberbastlerpreis verliehen bekommen. Es ist erstaunlich, was er schon alles versucht und gebaut hat.


    Es sieht so aus, dass das hier der Schaltplan des urspruenglichen Sputnik-Senders sein koennte:


    http://www.antentop.org/021/files/sputnik%20_021.pdf


    Allein die Batterien haben 50kg gewogen. Mich wundert, dass sie den Sender quarzgesteuert haben, wo die Dinger doch so stossempfindlich sind. Zumindest haette ich das so gemacht, dass er notfalls LC-freischwingend weiterlaeuft, falls der Quarz beim Flug ins All zerbroeselt.


    Ich war nie der grosse Roehren-Fan, habe sie als Jugendlicher nur benutzt, weil der Rundfunkhaendler fuer einen AF116 eiskalt fuenf D-Mark haben wollte. Das war fuer mich damals ein halbes Vermoegen. Roehren konnte ich hingegen fuer lau aus Sperrmuellgeraeten ziehen. Auch waren sie beim Einsatz etwa im Mastvorverstaerker beinahe unzerstoerbar. Der Entschluss dazu fiel, als ich zum x-ten Mal nach einem Gewitter den Vorverstaerker der Aktivantenne mit durchgebranntem Transistor vom Dach holen musste und dabei fast auf den vermoosten Pfannen voll abgerauscht waere. Ein Hoch auf breite deutsche Kastendachrinnen, sonst haette ich den Abflug ueber die Dachkante gemacht.


    Die Franzis Roehren-Taschentabelle habe ich noch.

  • Ich bin Röhren-freak geblieben, aber Quarze konnte ich mir in den 50ern als Schüler nicht leisten. Im Diefenbach von 55 sind drei Quarzschaltungen drin. Eine wird als sog. Tritetschaltung für hohe Ausgangsleistung beschrieben. Ich scanne die morgen ein und poste, ist mir zu spät jetzt. Im Tfk Laborbuch vom 1958 (blaues Buch) sind auf 2 Seiten 5 Beispielschaltungen und etwas Text zu Parallel- und Serienresonanz, drei zweistufige Beispiele, was ich bevorzugen würde. Der Aufwand für eine EF80 davor als Oszi ist nicht soviel größer. Der eigentlich Oszi zieht nicht viel Strom (normalerweise) und schont den Quarz.


    73, bis morgen, Peter

  • Band 24 des "Praktischen Funkamateurs" aus dem Jahr 1961 beschäftigt sich mit der Schwingungserzeugung durch Elektronenröhren (Download).

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    73 de wolfgang, OE1WKC

    • Official Post

    Hallo Peter, DB6ZH,


    ich fürchte, das Deine hier veröffentlichten Scans gegen das Urheberrecht verstoßen, deswegen habe ich die beiden Beiträge (vorübergehend) deaktiviert.

    Wenn mich jemand glaubhaft vom Gegenteil überzeugt werde ich sie wieder aktivieren.

    Oder Du setzt externe Links auf schon veröffentlichte Seiten.

    Tut mir leid


    Viele Grüße

    Jürgen