Leichtes Koaxkabel für Portabel-Einsatz

  • Hallo,

    ich will für Portabel-Einsatz ein dünneres und flexibleres Koaxkabel nehmen als bisher (RG-58/U).

    Das RG-316/U würde passen. Es hat nur 2,6mm Außendurchmesser und einen Biegeradius von 15mm, was auch für ein kompaktes Packmaß sorgen würde.

    Erwartungsgemäß liegt die Dämpfung bei 30 MHz bei 18dB versus 9dB beim RG-58/U.


    Wenn ich mit 3m Länge auskomme (bei endgespeisten Antennenvarianten und Sitzplatz in der Nähe des Einspeisepunktes) , komme ich auf 0,3dB Kabeldämpfung + 0,5dB Steckerdämpfung = 0,8dB.

    Bei 10-15W QRP Betrieb bleiben also 8,3-12W übrig, was auf dem S-Meter nicht feststellbar ist.

    Hier mache ich mir keine großen Gedanken.


    Allgemein die Frage in die Runde:

    Hat jemand schon Erfahrungen mit diesem Kabel gemacht?


    73 de Jens

    DL1WW (ex DL8WOW)

  • Wenn ich mit 3m Länge auskomme (bei endgespeisten Antennenvarianten und Sitzplatz in der Nähe des Einspeisepunktes) , komme ich auf 0,3dB Kabeldämpfung + 0,5dB Steckerdämpfung = 0,8dB.


    Bei 10-15W QRP Betrieb bleiben also 8,3-12W übrig, was auf dem S-Meter nicht feststellbar ist.

    Wenn du mit endgespeisten Antennen arbeitest sollte Kabel- und Steckerdämpfung dein kleinstes Problem darstellen. :)


    Es ist ein solides einfach geschirmtes Kabel mit Teflondielektrikum, versilbertem Schirm und versilberter Stahllitze als Innenleiter. Ist deswegen etwas steifer. Wird von mir gerne für Innenverdrahtung von Geräten benutzt oder wo etwas höhere Ansprüche an die mechanischen Eigenschaften und an die Hitzefestigkeit beim Löten gestellt werden. Es macht was es soll: leitet HF und hält viel aus.


    73

    Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited once, last by DL4ZAO ().

  • OK... endgespeist stimmt nur teilweise.


    Besser wäre vielleicht "Ich sitze in der Nähe des Einspeisepunktes".

    Zum Beispiel vertikal gut 5m Draht als Strahler am Mast hochgezogen und horizontal 1m über Grund gut 5m Draht als Radial gespannt.

    Sowohl Strahler als auch Radial haben auftrennbare Jumper, um für die Bänder 10/12/15/17/20m diese auf Lambda-Viertel-Länge zu bringen.

    Das andere ist eine EFHW-Antenne mit der ich bisher schon ganz gut unterwegs war.

  • moin,

    für größere Verkabelungen hab ich früher auch aircell etc. eingesetzt, mittlerweile ist H155 mein Freund. Für Reisezwecke (um leichter zu werden) habe ich mal DXW 174 angeschafft. Ein bislang sinnvoller Kompromiss und besser als das RG.

    Für schlanke Festaufbauten teste ich HSR195 - noch keine Dauererfahrung...


    vy73 ! Jochen

  • Ich benutze für unterwegs seit Jahren 2 Adern eines flexiblen CAT Kabels Twisted Pair. Das dünner und leichter als jedes Koax und es hat gerade für Portabel Betrieb den Vorteil symmetrisch zu sein (etwa 100 Ohm) . Antenne wahlweise 2x6,5m oder 2x11,5m

    Ankopplung an den internen Koppler des KX3 oder KX2 mit dem kleinen 1:4 Balun

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Moin Peter,


    diese Art Antennen verwende ich hier ebenfalls seit längerem. Die Drähte sind erstaunlich stabil und eignen sich z.B. auch für Fuchs-Antennen oder andere "Random Wire" Drähte. Außerdem sehr preiswert, so dass man hiermit sehr kostengünstig experimentieren kann.

    Das einzige Problem ist immer das Aufdröseln der Netzwerkkabel um die 4 Drahtpärchen zu ernten ;-).


    Welche Speiseleitungslängen verwendest Du?


    Bei der 2 x 6,50 m habe ich hier ca. 9m und bei den längeren Drähten eher kürzere Längen (ca. 6m) für die Speiseleitung. Passt das mit Deinen Erfahrungen überein?


    Wenn sich die Dipole mal auf einem Band nicht gut anpassen lassen, habe ich hier auch immer "Verlängerungsstücke" für die Speiseleitungen in der Tasche. Länge ca. 2 m. Die Speiseleitungen sind dazu am Ende mit 2mm Laborsteckern ausgestattet. Die passen dann auch gut in die Bohrungen der BNC-Adapter oder der 4mm Polklemmen, die ich an den Balunen verwende.


    73, Wolfgang

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

  • diese Art Antennen verwende ich hier ebenfalls seit längerem. Die Drähte sind erstaunlich stabil und eignen sich z.B. auch für Fuchs-Antennen oder andere "Random Wire" Drähte. Außerdem sehr preiswert, so dass man hiermit sehr kostengünstig experimentieren kann.

    Das einzige Problem ist immer das Aufdröseln der Netzwerkkabel um die 4 Drahtpärchen zu ernten ;-).

    Ja, das Aufdröseln ist ätzend, aber es lohnt sich. Nachahmer sollten darauf achten, dass sie flexibles Litzenkabel benutzen, die mit dem festen Kupferdraht brechen leichter.

    Welche Speiseleitungslängen verwendest Du?

    Ich gehe nach der Regel vor: Die symmetrische Speiseleitung der nichtresonanten Antenne sollte länger sein, als die Antenne zu kurz ist. Der virtuelle Speisepunkt muss sic auf der Speiseleitung befinden und nicht im Koppler :-) Entgegen häufig gehörter Meinung lasse ich die verdrillte Leitung problemlos ein Stück auf der Erde liegen. Seit ich mal während eines QRP Contest auf dem Campingplatz eingeschneit und nichts davon merkte bis ich am nächsten Morgen das Kabel unter 50cm Schnee wiederfand, mache ich das so. Mit zu kurzen Kabeln habe ich sehr schlechte Erfahrung gemacht.


    Wenn sich die Dipole mal auf einem Band nicht gut anpassen lassen, habe ich hier auch immer "Verlängerungsstücke" für die Speiseleitungen in der Tasche. Länge ca. 2 m. Die Speiseleitungen sind dazu am Ende mit 2mm Laborsteckern ausgestattet.


    Ja, diese Hirschman Stecker / Kupplungen sind für Portabel Betrieb super Den Trick mit de Verlängerungen habe ich vor 30 Jahren von Bert, SE2I gelernt.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)