Hobo Endstufe schwingt

  • Lieber Peter´s,

    ... ein sauberes Schaltsignal mit eindeutiger Frequenz erhalten.

    nein, leider nicht. Aufgrund der Schwingungen sind alle Oszillogramme (siehe auch PDF) mit 5 sek. Persistenz:


    1. DDS_Band_Bu1-6 - DDS Ausgangssignal Steckplatz Bandmodul
    2. Mischer_LO_In_Bridge - DDS Eingangssignal Bandmodul gebrückt (Bu1 6/8)
    3. Mischer_LO_In_Band - Bandmodul mit gebrücktem DDS NAchfilter (C5/C9 entfernt, R3 noch vorhanden)
    4. 74HC04_Pin1 - NAND Gatter Eingang (Analogverstärker)
    5. 74HC04_Pin2 - NAND Gatter Ausgang
    6. 74HC04_Pin2a - Messung Hub Frequenzmodulation ca. 2 MHz (13,7 zu 16MHz)

    ... prüfe mal die Beschaltung R7 R11 , der eine ist 22R der andere 220R . ..

    Lieber Manfred, danke für Deine vielen Hinweise. Auf´s erste habe ich keinen Bestückungsfehler gefunden. Allerdings vermute ich aufgrund der Maxima, dass mein Qurzfilter eine ähnliche Welligkeit hat wie in Deiner Doku. Wie hast Du das gelöst?


    73

    wolfgang

  • Wolfgang,

    wir tun uns etwas schwer mit deinen Skope Bildern. Was heißt Quelle Mathe?

    Ich habe mal in meinem Archiv gegraben und die Schirmbilder an IC2 herausgesucht, wie ich sie damals beim Prototyp gemessen habe. Irgendwie scheinen bei dir ja alle Signale vom DDS bis zum Mischerausgang mit einer Schwingung überlagert zu sein. Ist den wenigstens die Versorgungsspannung sauber?

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Peter,


    Versorgungsspannung des Labornetzgeräts ist sauber; habe testweise auch Akkubetrieb getestet - Schwingungen bleiben.

    Jetzt habe ich das DDS Modul ausgebaut und an St1/Pin2 einen Sinus mit rd. 400mVss des Signalsgenerators eingespeist - alle Schwingungen sind weg saubere Signale an 74HC04_Pin1/Pin2 mit 2 bzw. 6,4Vss.

    Nach nochmaliger Prüfung des DDS Moduls unter dem Mikroskop sind keine Auffälligkeiten erkennbar.


    Aktuell habe ich nur AD9850 Testprogramme bei meinen AVR´s. Werde mal die Ansteuerung des DDS Moduls mit AD9834 für standalone Test programmieren.

    Hast Du vielleicht ein Skope Bild des DDS Ausgangssignals - ohne Filter?


    73

    wolfgang

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    73 de wolfgang, OE1WKC

  • Hast Du vielleicht ein Skope Bild des DDS Ausgangssignals - ohne Filter?

    Leider nicht gefunden, vielleicht kann einer der vielen Hobo Nutzer mal ein Bild schicken.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Hallo Wolfgang,

    mal so ein Gedanke , ohne in die Schaltung zu sehen und die Bauteile zu benennen. Die Modulatorbaugruppe wird mit einem 9MHz Signal

    an Pin6 mit 250 bis 300mV HF eingespeist . Der Mischer ist ein NE602 oder baugleicher Typ. Wenn HF eingespeist wird kommt am Ausgang

    nichts raus , so sollte es sein . Durch NF an den Pins 1 und 2 bringe ich den Modulator aus der Balance und erhalte am Ausgang ein Mischsignal.

    Bei cw wird ein Pin von 1 oder 2 nach Masse gezogen , so dass auch wieder Signal am Ausgang ankommt . Diese Steuerfunktion ist aber nicht

    abrupt , sondern ist gleitend . Was kann nun die Welligkeit hervorrufen, das Signal 9MHz zum Pin 6 ist moduliert , oder es kommt von ungewollten

    Signalen an den Pins 1 oder 2 . Weiter könnte es noch her kommen , wenn nach dem Quarzfilter eine Reflektion wegen Fehlanpassung auftritt.

    Mal das Signal an Pin 6 analysieren. Weiter Pin 1 und 2 freischalten und nur mit einem Widerstand von 2 bis 3 K mit einander verbinden , jetzt sollte

    bei Sgnal am Pin 6 , am Ausgang kein Signal vorhanden sein, bei symetrischer Belastung des Ausganges.

    Irgendwo muss doch das " Störsignal " herkommen.

    73 de

  • Lieber Manfred,


    ich habe das Problem jetzt mit Peters´s Hilfe vorerst eingegrenzt und konzentriere mich auf das DDS Modul - siehe mein letzter Beitrag.

    SSB Modul ist die nächste Baustelle wenn meine neuen BF982 er da sind.


    73

    wolfgang

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    73 de wolfgang, OE1WKC

  • Hallo Wolfgang,


    vielleicht hast schon entsprechend geprüft- ich weiss, dass das Motherboard des HOBO und auch einige Stellen auf den Modulen gerade an den Massestellen problematisch sein können. Ist dort (oder vielleicht an mehreren Stellen) was "kalt" dann gerät sehr schnell was aus dem Ruder. Ich empfehle so aus der Ferne die Lötstellen gerade auf den Modulen und noch wichtiger die Verbindungen über die Stifte/Buchsen kritisch zu prüfen.

    Ich schreibe das, weil ich an mancher Stelle mir nen Wolf gesucht habe und dann war es so eine Schludrigkeit...

    Nichts für Ungut... und Erfolg wünscht


    Andy

    DK3JI

  • Ich habe mich jetzt mal länger mit dem AD9834 DDS beschäftigt. Mittels eines kleinen Programms ARDUINO TESTCODE FOR AD9833 Micro Waveform Generator habe ich die HOBO DDS Platine mit einem Referenzdesign (allerdings mit integriertem Filter) bei 12 MHz getestet.



    Der Pegel beim HOBO DDS Modul schwankt um ca. 70 mV.

    Ist jemanden schon so ein Verhalten bei einem DDS Chip untergekommen und sollte ich den DDS Chip tauschen?


    73 de wolfgang, OE1WKC

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    73 de wolfgang, OE1WKC

  • Hallo Uwe,


    der Amplitudenschwankungsbereich (durch die beiden Striche markiert) ist ca. 35mV pro Halbwelle.


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    73 de wolfgang, OE1WKC

  • Fragen:

    a) mit welcher Abtastfrequenz ist das Bild gemacht?

    b) ändert sich die Frequenz?

    c) schreibt das Programm laufend neue Wert in eines der beiden Frequenz-Control-Register?

    d) Stromversorgung über USB bei allen Modulen?

  • Ist jemanden schon so ein Verhalten bei einem DDS Chip untergekommen und sollte ich den DDS Chip tauschen?

    Hallo Wolfgang,


    auch wenn Dir das nicht viel helfen wird und die Ursachen nicht identisch sein müssen: Ich kenne das Problem beim AD9834 aus eigener Erfahrung. Leider habe ich den betreffenden Chip vor einiger Zeit entsorgt, sodass ich keine Nachprüfungen anstellen kann. Das Problem äußerte sich so, dass in einer mit einem anderen AD9834 einwandfrei arbeitenden Schaltung der betreffende Chip eine ähnlich unsaubere Wellenform hervorbrachte wie Du sie in dem Bild zeigst. Beide DDS-Chips waren jeweils auf einem Breakboard verlötet, so dass ich den Fehler durch einfaches Umstecken nachweisen konnte. Vorher hatte ich allerdings einige Stunden erfolglos alle anderen Parameter wie Software, Stromversorgung, Ausgangsfilter, Quarzoszillator etc. in Verdacht gehabt und überprüft. Das Auswechseln des AD9834 war der letzte Punkt auf der "ToDo"-Liste und letztlich erfolgreich. Das muss aber bei Dir nicht genau so sein. Probieren würde ich das jedenfalls.


    73 de Peter

  • Hallo Wolfgang,


    ich denke, nach deinen Antworten, Du könntest mal die USB +5V überwachen (Oszi).

    Das USB Device meldet dem PC seine maximal Stromaufnahme, z.B. 50mA.

    Wenn nun der PC dies Überwacht, wird er den Strom entsprechen der "Anmeldung" auch begrenzen.


    Vielleicht könntest Du mit einem ext. 5V Netzteil an die Schaltungen ran?

  • Danke Uwe für den Hinweis zum Thema USB Spannungsversorgung. Folgendes habe ich zwischenzeitlich gemacht:


    Baustelle 1 - DDS Modul

    • AD9834 getauscht (wie Peter DK7IH vorgeschlagen), allerdings keine merkliche Veränderung
    • Versorgungsspannung und Ansteuerung des DDS Modul vom HOBO, allerdings Platine über kurze Drahbrücken verbunden um Ausgangssignal direkt am DDS Modul Ausgang aufzunehmen

    Das ungefilterte Ausgangssignals des DDS Chips hat (wie bei der DDS Synthese zu erwarten) viele Frequenzkomponenten (diesmal Foto statt Screenshot, da am Screenshot die Obertöne nicht so deutlich sichtbar sind).


    Die Grundschwingung bei 16MHz ist im Spektrum (entspricht 40m Band ZF) aber zu erkennen


    Wenn ich die Zeitbasis um den Faktor 20 verlängere sieht man deutlich eine Modulation


    Jetzt wäre es interessant, ob das das typische, ungefilterte Rohsignal des AD9834 ist, oder hier doch ein Problem im Aufbau des DDS Modul besteht. Wie schon erwähnt wäre ein Vergleichsbild hilfreich.


    Baustelle 2: SSB Modul

    • Ersatz Dual Mosfet BF982 eingetroffen und eingebaut, aber nach wie vor kein Signal an Drain!?
    • ca. 500mVss (dreiecksförmig) an PIN6 SA612
    • ca. 800mVss (Sinus) an C7 (vor dem Quarzfilter)
    • ca. 700mVss (Sinus) an Gate 1 (nach dem Filter)
    • kein verwertbares Signal an Drain (die Werte aller Bauelemente nach Drain kontrolliert, Trafo Tr1 neu gewickelt und beidseitig auf Durchgang geprüft)
    • ca. 4V an Gate 2
    • Je nach Sendeleistungseinstellung (Pot) 1,0 - 0,1 V an Source

    73 de wolfgang, OE1WKC

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    73 de wolfgang, OE1WKC

  • Das ungefilterte Ausgangssignals des DDS Chips hat (wie bei der DDS Synthese zu erwarten) viele Frequenzkomponenten (diesmal Foto statt Screenshot, da am Screenshot die Obertöne nicht so deutlich sichtbar sind).

    Hallo Wolfgang,


    auch ungefiltert darf das so nicht aussehen. Ich hänge mal 2 Fotos an. Das Signal entspricht in etwa dem DDS von Dir: f=16MHz, kein Ausgangsfilter am AD9834, Taktrate allerdings 110MHz.


    Du hast hier von einer "USB"-Spannungsversorgung geschrieben. Liegt da ein Spannungsregler in der VDD-Line und kann es sein, dass der schwingt und so die auf Deinem Bild vom Oszilloskop sichtbare AM verursacht? Hast Du mal versuchsweise einen Elko (10uF) von PIN 4 bzw. 5 des AD9834 gegen GND zu schalten? (Pin 4 ist AVDD, 5 DVDD, die liegen oft auf einem Potential obwohl man die besser entkoppeln sollte).


    73 de Peter

  • Die DDS Baugruppe des Hobo, Peter:

    Hallo Peter, danke für die Info zur Schaltung. Somit erscheint die Wahrscheinlichkeit, dass die Amplitudenmodulation über VDD kommt, deutlich geringer.


    Wolfgang: Ich würde nun beginnen, die Schaltung genauer zu untersuchen. Anfangen würde ich bei den Abschlusswiderständen am Ausgang. Ich habe ähnliche Kurvenformen beim AD9834 einmal beobachten können, wenn die Ausgänge nicht korrekt terminiert waren.


    Dann würde ich mir das Ausgangssignal des Clockgebers ansehen bzw. den mal auswechseln. Auch hier habe ich feststellen können, dass dessen Signal im ungünstigen Falle das Ausgangssignal negativ beeinflussen kann. Allerdings bei einem AD9835, aber einen Versuch wäre es wert.


    Und als letzte Maßnahme bliebe noch der Austausch des gesamten DDS gegen ein anderes Modul um festzustellen, ob der Fehler nicht etwa durch die Softwareseite (i. e. den Mikrocontroller und dessen Steuersignale) verursacht wird.


    73 de Peter

  • Moin OM´S,


    ich habe diese Beitragsreihe nicht intensiv verfolgt, aber das mittlere Bild im Beitrag 35 kenne ich vom Aufbau meines Microsolf, der mit der gleichen DDS-Baugruppe aufgebaut wird.

    Ich habe lange gesucht und wollte es nicht glauben, aber in meinem Fall war der DDS-Chip defekt.

    Nach dem auslöten sah es so aus, als wenn es im Bereich der Pins 1-5 unter dem Chip Lötbrücken gäbe. Ich habe das aber nicht weiter verfolgt.

    Ich würde in den sauren Apfel beißen und den Chip mal erneuern. Wenn gewünscht, kann ich meine Bildschirmfotos noch mal heraus suchen..


    73 Bert DF7DJ

  • Lieber Bert,


    ich habe den DDS Chip bereits getauscht und zwischenzeitlich die gesamte Platine mit Heißluft entlötet und neu bestückt - Problem besteht weiterhin und ich werde langsam ratlos ...


    73 de wolfgang, OE1WKC

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    73 de wolfgang, OE1WKC