Portabelantenne im Einsatz

  • Hallo zusammen,

    ich habe mal hier an die erprobten Portablisten eine Frage.

    Ich habe mir für meine Aktionen einen Dipol gebaut, den ich für 80, 40 und 20m nutzen kann. Für die höheren Bänder ist es eine Up and Outer geworden. Doch jetzt bin ich ein wenig an den Grenzen angekommen. Ich schleppe zu jedem Ausseneinsatz in einem Rucksack noch die Bodenhülse mit, den Schiebemast und einen Klappsitz. Auf den Klappsitz will ich nicht verzichten, aber der Mast und Hülse haben auch ihr gewicht.


    Daher die Überlegung, einen endgespeisten Draht zu verwenden, mal egal, wie der betrieben wird, ob als Multiband mit 9:1 oder Endfed. Diesen Draht dann einfach "über einen Baum" zu werfen. Würdet Ihr das machen, einfach so über die Zweige? Mein Inneres sagt mir, dass das nicht gut ist. Irgendwie sträubt sich da was in mir.


    Wie macht Ihr das, um ohne wenig Hilfsmittel eine halbwegs gute Antenne aufzubauen?


    Danke für eure Vorschläge!

    Gruß Stefan

  • Ich verwende aus diesem Grund eine kleine Vertikal mit Smartphonestativ und Chinaedelstahlteleskop, 3 Abspannungen auch als Radial. Schwächelt natürlich auf den unteren Bändern (<30m).

    Draht im Baum für /P sollte gehen (mit Tuner, da je nach Aufbaubedingungen der Erdeinfluß für wechselnde Verstimmungen sorgt), ich habe zuhause auch so was ähnliches als Antenne, Draht (Sloper 10m lang) läuft teilweise durch Gebüsch. Ich sehe vor allem zwei Probleme:

    - den Draht vernünftig in den Baum zu bekommen (Blank sollte er nicht sein) und möglichst auch wieder raus hinterher. Meine Wurfkraft war immer etwas dünn.

    - aufmerksame Naturschützer, die die "tödliche Umschlingung des Baumes" (Formulierung einer Wohnungsverwaltung bei einem OM) gar nicht gut finden.

    73 Reiner

  • Hallo Stefan,

    bei der Auswahl des Baumes ist auch wichtig, dass die Rinde nicht zu grob ist, denn dann verfangen sich Wurfschnur oder Antennendraht sehr leicht. Daher halte ich Angelsehne nicht für geeignet, die gleitet zwar gut, ist aber m.E. zu dünn.

    Bei der Demontage halte ich es für sehr wichtig, dass alle Schnüre und Drähte restlos beseitigt werden, sonst besteht die Gefahr, dass sich später Tiere darin verheddern.

    Tschüss von Michael, DL6ABB


    DOK: H73


    DL-QRP-AG #: 420
    G-QRP #: 11472
    AGCW #: 2994
    RTC #: 264

  • Stefan,


    'ne Bodenhülse hab ich noch nie mitgeschleppt.

    Ein Häring am Fußpunkt sichert den GFK gegen Wegrutschen, drei weitere machen die Abspannung auf mittlerer Höhe im Boden fest.

    Idealerweise finde ich einen Zaunpfahl, 'ne Bank o.ä., die den GFK mit Spanngummi(s) halten und brauche gar keine Abspannung, ist ja nur temporär.

    Meine Antennenkonstruktionen sind immer wie Bambus und dürfen sich im Wind gern biegen, sie richten sich auch wieder auf. Bruch hatte ich so noch nie.


    Draht über'n Ast funktioniert zum funken, sobald Du den Draht sauber über den Ast bekommst.

    Zur Anregung schau Dir mal YT-Videos von K4SWL an oder welche, die das Werfen einer Pilotschnur zum Seileinbau für's Baumklettern beschreiben.

    Ich habe auch noch eine alte Zwille, mit der ich ein Anglerblei an Schnur recht hoch und treffsicher über Äste bekomme, an der ich dann Draht nachziehen kann.


    Vorsicht ist geboten bei allem, wo Gewicht durch die Luft beschleunigt wird - das kommt alles irgendwo wieder runter ;)


    Viel Erfolg, viel Spaß!

    72/73, Tom 4 . .-


    Das schöne an einheitlichen Standards ist, dass man so viele verschiedene zur Auswahl hat.

  • Ich nehme auch für draußen die BY Teleskopantenne mit 5,6 m. Die schraube ich auf das Stativ für die HF-P1. Der ATU in meinem G90 passt das

    Ding nahezu überall an wobei aber die Bänder zwischen 10 und 20m wegen der mechanischen Länge eine gute Grundlage liefern. Auf 20 noch

    wtwas über 1/4 Lambda und auf 10 schon fast 5/8 da geht schon was und das vor allem Rundum und schön flach. Mit Draht oder Dipol hat man

    ja immer Kompromisse bzgl. der Richtungen.


    Ich verwende auch immer sowenig wie möglich Koax wegen der entstehenden Blindverluste beim anmatchen deshalb nutze ich auch öfter die

    Tischhalterung der HF-P1 und hab dann eben nur 50 cm Koax zwischen TRX/ATU und Antenne.

    73´s Jürgen , ALT-512 SDR 10 Wtts, mittlerweile 50m endgespeist an der Luft + TS-790E für VHF/UHF mit Indoor X-30 und

    4-Ele LPDA. Moxon für 6m/4m ebenfalls Indoor .... Xiegu G90 mit Eremit 18 AH LiFePO4 und 12m Spidermast für outdoor.

    Member Log4OM Alpha- & Betatest Team


  • Hallo Stefan


    Seit ungefähr 4 Jahren bin ich beigeistert von SOTA und habe (auch mit anderen Events) ca. 600 portabel Einsätze u.a. auf ca. 360 verschiedenen Gipfeln gemacht. Meist habe ich keine optimalen Platzverhältnisse um große Langdrahtantennen aufzubauen. Dann nehme ich einfach einen vertikalen Draht mit einem Radial und genieße den Antennentuner des KX2.


    Wenn immer sich allerdings die Möglichkeit ergibt verwende ich eine Endfed. Die ist dann für 40, 20, 15 und 10m resonant. Nahezu immer (außer wenn ich z.B. im Hochgebirge wenig schleppen möchte - Dann werden die Wanderstöcke zum Mast) ) verwende ich den MiniMast von DX-Wire. Der ist mit ein paar elastischen Klettbändern schnell am Zaunpfahl oder Wanderwegweiser fixiert. Manchmal lehne ich ihn auch einfach nur an einen Ast oder stelle ihn in einen Busch. Sollte es mal gar keine Möglichkeit zur Befestigung geben, habe ich einen Lochring und 3 Abspannseile mit Häringen... das habe ich aber bisher äußerst selten gebraucht.


    Der Draht der Endfed wird von einem kleinen Plastikstück mit zwei Löchern gehalten, der über das oberste Element rutscht. (bei mir ist es die Zugentlastung die man fürs Aufhängen von Lampen verwendet) Durch das 2. Loch des Plastikstücks kann der Draht frei laufen. Das Teil ist am Antennendraht (0,14mm) dran. Die Aufbauform ist je nach Platz inv. L oder inv. V. Der 1:49 Balun ist in einer alten Filmdose.. nahezu wasserdicht.


    Für Mast und Antennen habe ich mit einen Köcher genäht... und habe immer alles dabei.


    Ich habe auch schon mal versucht, die Antenne nur über eine Ast zu werfen. Einmal hat ein Anglerblei gleich ein paar Rollen um einen Ast gemacht und hängt jetzt an einem Baum in den Vogesen. Einmal hat sich die Antenne in Zweigen verheddert und kam nicht mehr runter... Ich überlege mir das mit den Ästen mittlerweile sehr genau. Außerdem habe ich festgestellt, dass einem sehr saftige Belaubung durchaus das SWR versauen können.


    Viele Grüße - Armin

  • Hallo Armin,


    prima Beitrag, danke! Die Erfahrung mit dem Anglerblei kann ich bestätigen. X/

    73 Michael, DF2OK.

    ~ Das größte Elend gibt es doch nur, weil die Leute, denen es eigentlich gut geht, nicht mit dem zufrieden sein können, was sie haben. ~


  • Danke alle zusammen, jetzt waren doch noch einige Anregungen dabei.


    Das mit dem Gewicht an einer Schnur und werfen habe ich eigentlich ganz gut raus. Wichtig dabei ist nur, dass genügend freie Schnur am Boden liegt und im Gegenzug das Gewicht schwer genug ist. Wichtig: Niemals die Schnur bremsen, wenn das Gewicht noch nicht weit genug runter ist! Sonst wickelt das.


    Gut, ich werde mir mal Gedanken machen, wie ich weiter komme. Das 5,6m-Teleskop ist schon eine Nummer! 2,4m ist schon lang... Ich spare dann den Schiebemast, dafür muss ich ein Stativ mitnehmen, also nicht wirklich was gespart, zumal ich kein Stativ habe. Aber die Überlegung, den Schiebemast nach kurzer Strecke abzuspannen muss ich mal testen.


    Also, gerne noch weitere Ideen einbringen.


    Gruß Stefan

  • @DL6GCA: Starke Belaubung macht schon was.

    EFHW in Sachsen, Wald in Richtung Norden dazwischen, und gemecker von der Küste, daß ich eine schlechte Antenne hab.

    Gleiche Antenne in Bayern, mit Wald in den Süden, Top richtung Nordsee.

    BTW: Was für eine EFHW nutzt Du?


    Ich bin nicht der /p Profi, aber ich hab eine EFHW (mit eingebauten drehko) und einen https://www.wimo.com/de/compact-ultra-portable-mast-6m (der sota extra leicht in dieser Größe ist mir am ersten Tag durchgebrochen, ist auch eher Spielzeug [Meine Meinung}) oder werfe die Antenne übern Ast. Der Mast ist zum übern Ast fädeln auch gut geeignet.


    DL2DXA schwört auf multiband Dipol gesteckt (also mit steckverbindern für die Bänder) und baut halt inv. v auf.


    Aber das ist schon eine Kriegsanfrage, welche Antenne und so :P

    Mit der HF-P1 hab ich auch schon von Magdeburg (Bismarkturm, der hat Stahldach) bis Portugal mit 6W SSB gefunkt. QSO Partner hatte 10W und einen Beam.

    Mit EFHW von Sachen nach Italien, Ich mit 6W, er mit 4W. Leider hab ich vergessen zu fragen was er für ne Antenne hatte. Das war auf 10m.


    Im Endeffekt bekommst Du sicher mehr Antworten als es Antennen gibt. Testen, Vergleichen (Wenn möglich), und nehmen was am besten passt.

    Armins Setup kommt echt gut. Ich schlepp noch zuviel mit, wenn ich mal losgehe.

  • Hallo


    Mag sein das der linked Dipol bessere Ergebnisse bringt als es die Endfed vermag. Ich bin einfach zu faul um immer beim Bandwechsel aufzustehen und die Stecker zu richten.


    Ich habe mir den 1:XX Balun gemacht und mir den Draht mit dem NanoVNA einfach abgelängt. Sie ist auf 40, 20, 15 und 10m in Resonanz und funktioniert ganz wunderbar. Generell habe ich sie gebaut, um bei verschiedenen SOTA-Events (EU-NA Party, VK/ZL-Party,..) mit einer kleinen PA eine angepasste Antenne verwenden zu können. Wenn ich auf andere Bänder wechseln mag, dann wechsel ich den BNC Antennenstecker von der PA auf den KX2 und passe den Draht mit dem KX2 Tuner an.


    Da ich oft einen schnellen Aufbau bevorzuge verwende ich oft die Antenne nach HB9TVK/1: file:///C:/Users/packr/Downloads/wspr_gurten_hb9sota_20170702-1.pdf Diese Antenne hat neben einem absolut billigen Aufbau auch den Vorteil, dass sie auf 20m und 17m schön flach abstrahlt. Das hilft bei DX. IN CW geht da immer was.


    Eine Endfed kann man aber auch gut mit traps bauen. Da an Wochenende oft Conteste sind und man dann Mühe haben kann, habe ich ein Set mit QCX mini. In der Tasche ist alles drin: 3 mal QCX, Antenne, Akku, Kopfhörer, Palmtaste,....



    Dafür habe ich eine Antenne mit Strombalun, 1:49 Balun und traps für diese 3 Bänder gemacht. Die ist auch schnell aufgebaut. Man sieht auf dem Foto auch die Plastikteile mit denen ich sie je nach Aufbauort am Mast festmache.



    Ich wechsle dann einfach die QCX untereinander aus. Das macht dann auch Spaß.


    Generell gibt es massenhaft Antennen und da muss jeder für sich seines rausfinden. Ich mag den schnellen Aufbau und die unkomplizierte Handhabung.


    Übrigens habe ich auch mal versucht einen Draht der nach dem 1:49 Balun für 40, 20, 15 und 10m in Resonanz ist zusammen mit einem Draht der für 60 und 30m in Resonanz ist gemeinsam an den Teleskopmast mit etwas Abstand übereinander zu hängen und einfach am Balun umzustecken. Das funktioniert auch gut. Es gibt genügend Hinweise, dass man auf der Masseseite noch einen Draht von 0,5 Lambda haben sollte. Ich habe den Schirm des Koaxkabel dazu genutzt und kurz vor dem Gerät noch einen Strombalun / Mantelwellensperre eingefügt. Das klappt auch gut.


    Mit dem 80m Band habe ich allerdings keine Erfahrungen. Auf SOTA ist da wenig los... wahrscheinlich auch weil die Antennen da so "sperrig" sind.


    Es gibt sehr viele kleine Antennen von verschiedenen Herstellern, die mit Spulen funktionieren. Da habe ich gar keine Erfahrungen; zum einen waren sie mir immer zu teuer (ich denke, dass keine meiner Antenne mehr als 10 Euro gekostet hat) und dann auch im Packmaß kein wirklicher Fortschritt... und dann glaube ich - man sollte einfach so viel Draht, so hoch wie möglich in die Luft bringen.... aber Spaß haben kann man damit sicher auch.


    Viele Grüße - Armin

  • Antenne nach HB9TVK/1: file:///C:/Users/packr/Downloads/wspr_gurten_hb9sota_20170702-1.pdf Diese Antenne hat neben einem absolut billigen Aufbau auch den Vorteil, dass sie auf 20m und 17m schön flach abstrahlt. Das hilft bei DX. IN CW geht da immer was.

    Moin Armin,


    mit dem Link habe ich ein wenig Probleme. ;) Gibts 'ne Lösung? Stoße meist auf einen Antennenvergleich, wenn ich eine Lösung versuche. Welche Antenne ist gemeint?

    73 Michael, DF2OK.

    ~ Das größte Elend gibt es doch nur, weil die Leute, denen es eigentlich gut geht, nicht mit dem zufrieden sein können, was sie haben. ~


  • Moin Michael,

    mit dem Link habe ich ein wenig Probleme. ;) Gibts 'ne Lösung? Stoße meist auf einen Antennenvergleich, wenn ich eine Lösung versuche. Welche Antenne ist gemeint?

    Nimm diesen, nach dem Dateinamen zu urteilen, sollte es das PDF sein: https://hb9sota.ch/wp-content/…rten_hb9sota_20170702.pdf


    73, Tom

  • Nimm diesen, nach dem Dateinamen zu urteilen, sollte es das PDF sein

    Moin Tom,


    okay, das Dokument hatte ich auch erhalten. Also doch richtig gemacht. Nun frage ich mich, welche Antenne gemeint ist... Vermutlich die auf Seite 8.

    73 Michael, DF2OK.

    ~ Das größte Elend gibt es doch nur, weil die Leute, denen es eigentlich gut geht, nicht mit dem zufrieden sein können, was sie haben. ~


  • Es gibt genügend Hinweise, dass man auf der Masseseite noch einen Draht von 0,5 Lambda haben sollte.

    Habe das PDF jetzt nicht runtergeladen/gelesen aber sollte da nicht ein sog. Pigtail mit 0,05 Lambda gemeint sein ? 0,5 wäre ja 1/2 Lambda und dann bei 80m mal eben doch schlappe

    40m.. Wäre ja jede Menge Koax oder Draht. Davon das 0,05 ausreichend seien wird ja des öfteren in Foren geschrieben.

    73´s Jürgen , ALT-512 SDR 10 Wtts, mittlerweile 50m endgespeist an der Luft + TS-790E für VHF/UHF mit Indoor X-30 und

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    Member Log4OM Alpha- & Betatest Team

  • Hallo Tom


    Danke für das Einstellen des links... ich hatte die Adresszeile einfach kopiert und hier beim Text eingefügt... dann muss man das allerdings auch andersherum wieder so machen... das war ungeschickt von mir.


    Die von mir beschriebene Antenne ist die (von) HB9TVK/1. Bei mir wäre es die Seite 10 im PDF... Bei mir sind die SWR Werte (je nach Bodenverhältnisse) andere. Mit dem KX2-Tuner bekomme ich von 10 bis 40m prima Werte bei 60m allerdings liegen sie bei knapp 3. Aber damit kann man immer noch arbeiten.


    Und ihr habt natürlich recht! Nicht 0,5 Lambda sondern 0,05 Lambda (pigtail) waren bei der Endfed gemeint.


    Sicher gibt es noch andere interessante Antennenvergleiche für dieses Anwendungsgebiet... allerdings kenne ich keine. Hat da noch jemand einen link? Da ich absolut keine Portabel-Erfahrung mit dem 80m Band habe, hier noch eine Frage: Auch auf den Bergen sind weite Teile des 60m ziemlich verseucht. Ist das beim 80m Band auch so?


    Viele Grüße - Armin

  • Hallo DF9HC,


    das wiederum ist das, was ich mit meiner Bodenhülse mache. Dann steht das Ding auch relativ stabil.

    Das war ja der Ansatz, eine Lösung "über den Baum" oder so anzustreben, dass ich Hülse und Mast nicht mehr brauche. Dass das Laub und erst recht, wenn nass, die Antenne nicht unbedingt positiv beeinflusst, ist der Grund, warum ich hier frage.


    Ich ziele jetzt auch nicht unbedingt auf SOTA ab, sondern eher in Richtung ich mache mir einen gemütlichen Tag und mache mir davon ein paar Stunden Unterhaltung per Funk. Dazu gehe ich mal davon aus, dass ich immer irgendeinen Baum in der Nähe habe oder sonst etwas, wo man einen Draht irgendwie abspannen kann.


    Gruß

    Stefan

  • Hallo Stefan,


    den Draht muss man nicht über einen Ast werfen.


    Bei "InvV" kann man eine Maurerschnur-1 über einen Ast werfen und den Draht daran mit einer losen Schlaufe oder durch einen kleinen ALU-Karabinerhaken bis unter den Ast hochziehen. Das Ende des Drahtes kann man dann wiederum mit einer Maurerschnur-2 entsprechend irgendwo abspannen. So hat der Antennendraht zu keinem Zeitpunkt eine Berührung mit Ästen oder Laub. Er lässt sich so auch ohne jede Zugspannung hoch ziehen.


    Zudem scheuert die Kunststoffummantelung des Drahtes nicht an Ästen und hält somit erheblich länger. Wenn die Maurerschnur mal hängen bleiben sollte, was mir noch nie passiert ist, kann man die auch einfacher ersetzen als die Drahtantenne.


    Es ist sinnvoll, an der losen Schlaufe / Karabinerhaken ein kurzes Stück Maurerschnur mit einem Gewicht zu befestigen, dann kommt die Antenne nämlich von selbst wieder herunter, wenn man die Abspannung der Maurerschnur-1 löst und leicht an dem Antennendraht zieht.


    Weiter ist es sinnvoll, am Anfang des Antennendrahtes eine kleine Schlaufe einzubringen, an der man den Drahtanfang an dem Tisch, auf dem der TRX steht, oder am Boden mit einem Hering, wiederum mit einem Stück Mauerschnur-3, befestigt. Damit hat man eine Zugentlastung zum TRX. Irgendeiner stolpert garantiert über den Antennendraht oder läuft dagegen und zieht (ohne die Zugentlastung) den TRX samt daran hängendem Zubehör vom Tisch.


    73, Wolfgang

    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

  • Hallo Wolfgang,

    ja, so in der Art hatte ich auch schon Überlegungen. Aber der Tipp mit der Zugentlastung gegenüber dem TRX ist ein wertvoller Tipp, daran habe ich jetzt noch nicht gedacht. Da werde ich mir gleich was dazu überlegen und die Heringe dazu einpacken.


    Gruß

    Stefan

  • oder läuft dagegen und zieht (ohne die Zugentlastung) den TRX samt daran hängendem Zubehör vom Tisch.


    73, Wolfgang

    DL2KI

    Oha, Du hast das gesehen?

    Bei mir war es aber eher die Eigenzugkraft der Antenne.