ALT-512 - Warum werden 12,6V als optimale Versorgung gefordert?

  • Also mit dem Chef von ICOM habe ich mich seinerzeit gut (vor dem Kauf) über das Gerät IC-7300 unterhalten und habe natürlich jetzt die Service-Manuals daheim. Vom gerade verkauften Chinesen X1M habe ich auch die Schaltpläne parat.

    Zu all meinen Kenwoods habe ich die originalen Service-Manuals da. (gekauft)

    Zu meinem SEG-100 habe ich einiges im Original, Ergänzungen von ARW-Manfred. (tnx!)

    Zum ALT-512 erwarte ich auch volle Service-Doku. Non copy agreement selbstverständlich.


    73 de Jochen!

  • Peter, da magst du recht haben bei den grossen kommerziellen Anbietern, allerdings setzen die sich auch nicht explizit so in die Nesseln mit angepriesenen extrem engen Specs - alleine das macht mich, der sich vorallem mit Messtechnik beschäftigt hellhörig:


    1. sind die Toleranzen in der Elektronik allgemein um einiges grösser als z.B. in der Mechanik; wie schon von DL1DSN erwähnt sind 0,01% Toleranz im pF-Bereich ein zweistelliger Femtofarad-Betrag; abgesehen davon, dass auch ich beim Suchen bei Mouser u.a. keine Cs mit diesem Toleranzbereich gefunden habe, frage ich mich doch berechtigterweise - zunächst wozu das dient und weiterhin wie diese Toleranz schon alleine durch die Verarbeitung beim Bau des Gerätes eingehalten werden soll. Wer das so kundtut, muss mit Fragen rechnen - ganz einfach.


    2. wenn das Gerät nur in so engen Toleranzen seine Specs erfüllt, dann ist es kein gewöhnliches Alltagsgerät mehr, sondern ein Messgerät, dass auch an seine Bedienung sowie Betriebsbedingungen Anforderungen stellt; das fängt, wie Tom sagt, bei der Betriebsspannung an, die ja dann extra sauber und stabil sein muss; geht aber auch weiter bei äusseren Parametern wie Raumtemparatur und vielleicht sogar Luftfeuchtigkeit. Die Specs sind auch immer nur innerhalb eines bestimmten Toleranzbandes gegeben, und wenn dieses Toleranzband so eng ist, frag ich mich auch wieder - wie realisiert er das? wie rechtfertigt er das für ein normales Endkundengerät? wie soll der unbedarfte Anwender sicher sein, dass sein Gerät zu jeder Zeit innerhalb der Specs läuft? und vorallem, wie kann er das so kostendeckend oder sogar gewinnbringend anbieten - bei dem vorgesehenen Preis?


    Klar, man kann das abtun mit Spitzfindigkeiten einiger weniger, aber ich sehe das nicht als Spitzfindigkeiten sondern als berechtige Fragen; jeder, der selbst baut, lernt irgendwann, wie es sich mit Toleranzen verhält; sei es bei einer Spannungsreferenz, einem Frequenznormal oder einen mW-Meter - jeder, der sich damit befasst, bemerkt, je genauer man es haben will, desto aufwendiger und desto teurer wird es.


    Dieser Punkt steht dann gleich wieder im Zusammenhang mit der Verhältnismässigkeit.


    Wenn also jemand einen Afutransceiver schon fast als Präzisionsmessgerät anpreist, muss er sich Fragen gefallen lassen, und bis hierher haben wir nur viel Drumherum gehört aber keinerlei technische Parameter erfahren. Wenn sich dann noch jemand hinter einer difusen Angst versteckt, macht das auch nicht gerade einen besseren Eindruck.

  • aber für mich als ambitionierter Selbstbauer, der doch auch ein wenig vom Ganzen versteht, kommt dieses Gerät etwas spanisch vor.

    Hallo Pascal,


    ich habe, zumindest was Amateurfunk betrifft, ein sehr einfaches Prinzip: Was an Radios ich nicht zu einem guten Teil geistig durchdringen kann, nutze ich nicht. Es würde mir schlicht keine Freude bereiten. Ich will verstehen, was ich da vor mir habe. Insofern sind "Hi Tech Black Boxes" für mich keine Alternative.


    Des Weiteren erinnere ich mich dunkel an jene Zeit, als ich noch einen kommerziellen Kurzwellen-TRX besaß (ICOM IC 701). Da kam mit dem Gebrauchtgerät selbstverständlich ein Servicemanual und ein Schaltplan mit. Ich würde kein Amateurfunkgerät kaufen, das keinen Schaltplan beiliegen hat.


    vy 73 de Peter

  • Ja Peter, ich hab auch so mein Widerstreben gegen Blackboxes; dazu die technische Neugier - das Ergebnis sind bohrende Fragen zu diesem Gerät.


    ich würd auch kein Transceiver kaufen ohne Servicemanual und Schaltplan; schlimm genug, dass der ganze Consumerelektronikbereich eine einzige Blackbox ist, aber im Afu müssen wir das nicht mitmachen; immerhin widmen wir uns einer technisch-experimentellen Disziplin.

  • Ohne den Schaltplan zu kennen - bei vielen Transceivern erhält die Endstufe ihre Spannung direkt von der Stromversorgungsbuchse, also ohne Spannungsregler davor. Sollte dies beim ALT 512 auch so sein (Spekulation meinerseits) dürfte das die Erklärung sein, weshalb sich dieses Optimum bei 12,6V einstellt. Das ist dann eben bei dieser Schaltung so. Mag jetzt natürlich sein, dass andere Hersteller bei ihren Geräten so lange herumentwickeln, bis sich so ein Optimum bei 13,2 oder gar 13,8V einstellt.


    @Rick: Egal ob ich mit meiner Spekulation, was die Direktversorgung der PA angeht recht oder Unrecht habe, gib uns bitte Bescheid.

  • Peter, da magst du recht haben bei den grossen kommerziellen Anbietern, allerdings setzen die sich auch nicht explizit so in die Nesseln mit angepriesenen extrem engen Specs - alleine das macht mich, der sich vorallem mit Messtechnik beschäftigt hellhörig:


    1. sind die Toleranzen in der Elektronik allgemein um einiges grösser als z.B. in der Mechanik; wie schon von DL1DSN erwähnt sind 0,01% Toleranz im pF-Bereich ein zweistelliger Femtofarad-Betrag; abgesehen davo

    Tut mir leid, das wird mr jetzt zu anstrengend, zu ermüden. Den gleichen Inhalt in leicht anderer Wortwahl bekomme ich jetzt zum vierten oder fünften mal um die Ohren, obwohl das lange geklärt wurde
    Ich wiederhole mich dann auch mal: diese merkwürdige Erklärung beruht wahrscheinlich auf sprachlichen Problemen, hat keinen Anspruch mehr auf Richtigkeit. Rick erhielt eine Begründungin einer schlechten Übersetzung Bulgarisch /Englisch, hat zugegebenermassen nicht wirklich verstanden wovon geredet wird, hat daraus eine Begründung "so wie ich es verstande habe" gebastelt.

    So weit, so blöd, unterstützt allerdings meine Einschätzung vom überzogenen Elitären Gehabe zu diesem Thema. Ich bin sicher dass inzwischen auch der letzte Mitleser kapiert hat, dass die Fachleute den Einsatz solcherBauteile für fraglich halten. Ja ICH AUCH!


    dl1jgs , Jürgen, du kennst dich besser aus. Wie setze ich diesen nervigen ausgeuferten Thread temporär auf nicht kommentierbar bis die Untersuchung der Specs durch Rob Sherwood öffentlich ist? Vielleicht kann man danach dann wieder ohne Spekulation über den Gebrauchswert dieses Funkmittel diskutieren.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • dl1jgs

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  • dl1jgs

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