Posts by DH4NWG

    Guten Abend nochmal. Ich will doch nochmal etwas beisteuern - wenn schon fehlende Antworten angemahnt werden.......


    DL7BJ - Frage "wann zählt eine Antenne zum Gebäude?"

    Ich sehe da in DIN/VDE0855-300 keine Relevanz für diese Frage. Außer du zielst auf den von Peter zitierten Fassadenschutz ab. Und da muss jeder Punkt der Antenne mindestens 2m unter der Traufkante und maximal 1,5m von der Fassadenwand entfernt sein. Z.B. im bereits verlinkten Dehn Blitzplaner ist dazu eine Skizze zu finden. Ansonsten sehe ich in der Norm keine Unterscheidung von Antennen "die zum Haus gehören" oder "einzel stehenden Antennen". Selbstverständlich sagt die Norm etwas zur Eintrittsstelle der Zuleitung ins Gebäude - aber auch das gilt für alle Außen-Antennen - egal ob im Garteneck oder auf dem Dach..

    Fürs Gebäude relevant ist die Antenne, wenn sie am Gebäude befestigt ist. Statik ist aber jetzt ein anderes Kapitel.


    DL9UO - Frage zur Antenne und Hühnerleiter

    So wie von Peter beschrieben löst sich bei einem Blitz mit entsprechenden Stromimpuls Antenne und Hühnerleiter mit PUFF (bzw lautem Knall) auf. Kommt jetzt auf dem weiteren Weg eine konforme Erdung, so wird ab dieser Stelle der Blitz an das Erdungskabel gebunden ins Erdreich abgeleitet ohne weitere Schäden zu verursachen. Deshalb soll die Erdung "möglichst außerhalb des Gebäudes und auf kürzesten Wege" zu dem Erder führen. Ist diese Erdung nicht vorhanden so löst sich die Antennen und Hühnerleiter genauso auf, leiten aber den Blitz noch ins Haus (über die dorthin gehende Hünerleter oder einen Balun und das folgende Koax-Kabel) wo er dann einen weiteren Ionisationskanal zu einer anderen Ableitung (z.B. Stromnetz oder vielleicht Wasserleitung) bildet. Sprich man hat Explosion und Lichbogen im Haus. Genau das will die DIN/VDE über die Erdung verhindern. Von daher ist die Erdung einer Außenantenne - auch aus dünnen Draht (die Antenne aus dünnem Draht, nicht die Erdung !!) und mit Hühnerleiter gespeist - selbstverständlich im Sinne der DIN/VDE. Ich wüßte gar nichts, was da nicht "in deren Sinn sein könnte oder sollte".


    Martin

    Wir haben viel zu wenig Info, um die Situation bei Stefan normenkonform zu beurteilen, drehen aber jedes Wort um und nehmen es auseinander.

    Hallo Peter


    Da bin ich deutlich anderer Ansicht. Wenn ich lese, dass eine Vertikal ohne jede Erdung fest installiert wird traue ich mir schon zu zu beurteilen, dass dies in keinster Weise normenkonform sein kann.

    Deine Vermutung mit dem von Dir erwähnten "Fassadenschutz" konnte ich mir bei einer Vertikal gar nicht vorstellen (die SPITZE müsste 1,5m unter der Traufkante bleiben) - und durch seine Skizze wird ja auch ganz deutlich dass dies nicht zutrifft. Von daher kann ich Deine Ausführungen immer weniger nachvollziehen. Um Normkonformität zu beurteilen feheln uns doch keinerlei Hinweise??

    Die Antenne ist nach VDE0833-300 zu erden und zwar mindestens mit 16mm² Cu. Bereits im ersten Beitrag hat Stefan geschrieben, dass am Haus keine Blitzschutzanlage vorhanden ist.


    Deine Unterscheidung nach HF-Erdung, Blitzschutz und Potenzailausgleich sind für die Normkonformität nicht relevant. In VDE0833-300 ist genau für diese Anlagen in Gebäuden OHNE Blitzschutzanlage die blitzstromtragfähige Erdung gefordert. Wenn an dem geschilderten Gebäude durch Blitzeinschlag etwas passiert ist es mir keine Frage, wo als erstes der Schuldige gesucht wird (egal, ob die nicht geerdete Antenne etwas mit dem Schaden zu tun hat oder nicht). Und bei Schäden, zu denen die Feuerwehr anrückt kommt immer Polizei und Staatsanwalt hinterher. Von daher finde ich deine Aussagen zu Kerze und "passt schon" für gelinde gesagt ziemlich leichtfertig.


    Nachsatz: die Erdung in "grün-gelb" wird von der Norm empfohlen. Zulässig ist auch Kupfer ohne Isolierung (eben die min 16mm²) oder eine unauffälligere Farbe - auf kürzesten Wege zur HPA-Schiene. Darüber würde ich mit meinem Vermieter reden. Erscheint mir gegenüber Radialen, Vertikal, Sicherheitsabständen und Selbsterklärung noch für eines der kleineren Themen. Und dann kann man wirklich wieder ruhig schlafen. Oder Antenne so aufbauen, dass sie in der Gewittersaison problemlos umgelegt/eingefahren werden kann.


    Martin

    Darf ich diese Antenne dann an den Schutzleiter anschließen? Das wäre Wahnsinn! Würde aber den Zweck erfüllen.

    Wie kommst Du den zu dieser Einschätzung, dass da "ein Zweck erfüllt wird".

    Die Erdung von Antennen ist dazu da um etwaige Blitzströme ohne Schaden anzurichten ins Erdreich abfließen zu lassen. Unabhängig davon, dass in der Norm ausdrücklich steht, dass das Stromversorgungsnetz hierzu NICHT verwendet werden darf sind die notwendigen Querschnitte (16mm² Cu) nicht sichergestellt. Und ein zu geringer Querschnitt kann zum explosionsmäßigen Zersetzen des Leiters mit entsprechender Brandgefahr führen. Da wird überhaupt kein "Zweck erfüllt"!! Von daher ist dein Einschub "das wäre Wahnsinn" sicherlich die richtige Einschätzung. So wie ich das verstehe darf der Schutzleiter des Versorungsnetzes nicht einmal für den Potenzialausgleich verwendet werden.

    Jetzt kann ich zumindest wieder soweit gut schlafen, dass ich nicht ganz daneben lag mit meinen Gedanken......

    Hallo Stefan


    Unabhängig des Diskussionsverlaufs und der Meinung von Peter wäre mir persönlich nicht so ganz nach "ruhig schlafen". Die Frage, kann der Blitz in eine nicht geerdete Antenne einschlagen? ist eindeutig mit ja zu beantworten. Und wenn sich dann aus welchen Gründen auch immer ein Schaden ergibt hat man ganz schlechte Karten - egal ob die Antenne "schuld war oder nicht". Die Norm ist da ganz eindeutig. Und den wohl humorvoll gemeinten Einwurf mit "Kerze anzünden" finde ich bei einem so eigentlich recht ernsten - weil rechtlich relevanten - Thema schon ziemlich deplaziert.


    Eine FEST INSTALLIERTE ANTENNE, unabhängig, ob man bei Gewitter die Stecker zieht etc pp, ist und bleibt eine FEST INSTALLIERTE ANTENNE. Und Du hast ja noch Radials ausgelegt und das Kupferdach mit einbezogen. Ich würde Mal sagen bei einem Schaden kommen Staatsanwalt, Vermieter (also Besitzer), und Versicherung auf dich zu und verlangen eine Erklärung. Und da wüßte ich nicht, was ich sagen soll. Ein " unter den Umständen war eine Erdung, obwohl ja von der Norm gefordert, einfach nicht möglich" wird wohl unter grob-fahrlässig eingestuft. Und so weit ich informiert bin zahlt bei grob-fahrlässig keine Haftpflichtversicherung...


    In unserer Kleinstadt gab es vor 2 Wochen zwei Einschläge in benachbarte Häuser. Einer davon führte zum Dachstuhlbrand. In der Zeitung stand ein Schaden von "um die 100.000 Euro". Es ist für mich keine Frage, wo zuallerst nach einem "Schuldigen" gesucht wird, wenn auf so einem Haus, wo auch immer, eine nicht normgerechte und nicht geerdete Antennenanlage steht. Und ein "Schuldiger" wird bei 100.000 Euro und Dachstuhlbrand immer gesucht.


    Genau weil ich auch weiterhin "ruhig schlafen möchte" sind mir die Ausführungen von Dipol so außerordentlich wichtig. Die vielleicht 15m 16mm² in grüngelb zum Fundamenterder und die entsprechenden zugelassenen Klemmen werde ich investieren. Ist diese eine Ableitung wirklich ein Problem im Gespräch mit dem Vermieter wenn er Dir schon eine Vertikal und einiges an Drahtverhau als Radiale aufbauen lässt??


    Martin

    Hallo Roland


    Ganz herzlichen Dank für Deine kompetenten Ausführungen. Die Unsicherheit bezüglich der Antennenerdung ist nach meiner Beobachtung in der Afu-Gemeinde groß - auch bei mir. Mit deinem background traue ich mir wieder eine drehbare Dachantenne zu.


    Martin

    Hallo Andreas


    Vielen Dank für Dein Zip-Archiv. Habe es mir zur "Weiterbildung" mal angesehen.

    Ich werde da nicht einsteigen - zum einen habe ich kein BCR, zum anderen hatte ich noch nie mit PICs gearbeitet. War bis Anfang der 90er 7 Jahre als Hard- und Firmwareentwickler für 8051-Systeme tätig. Als ich hobbymäßig vor einigen Jahren wieder eingestiegen bin lief mir als erstes das MSP430 launch pad über den Weg und dabei ist es dann geblieben.....und die MSPs programmier ich inzwischen nahezu ausschliesslich in C.


    Aber jetzt haben alle Interessenten eine Steilvorlage für Variationen. Die Umstellung auf eine IDE im Windows-Umfeld dürfte da das kleinste Problem sein.


    Martin

    Hallo Holger


    Ich finde Deine letzte Antwort und den Umgang mit Andreas, DL4JAL schade. Ich kann persönlich "nachvollziehen", weshalb er den Ausdruck "totdiskutieren" verwendet. Ich kann auch nicht herauslesen, dass er "grundsätzlich und für alle Fälle gültig" geschrieben hat, dass ein Polling nicht möglich ist. Die ganze Diskussion steht im Zusammenhang mit einem konkreten (alten) PIC mit einer konkreten (alten) Soft- und Hardware-Umgebung. Und da schreibt er vorher sogar: (ZITAT!!) "ich möchte die Drehgeber nicht im Polling betreiben." (ENDE ZITAT!!)

    Also er MÖCHTE es nicht (weil......)

    Und darauf antwortest Du dann: "...das ist ... ein Problem des Konzeptes..."

    Willst Du damit allen Ernstes ein vor 15 Jahren festgelegtes Konzept kritisieren und eine Überarbeitung einfordern ??? So kommt das bei mir zumindest an.


    Für mich ist wichtig, dass wir uns innerhalb unserer QRP-Gemeinschaft mit einem grundsätzlichen Wohlwollen begegnen. Ich ziehe vor allen Entwicklern unserer QRP-Gemeinschaft innerlich den Hut für ihr Engagement. Ohne sie könnte ein nennenswerter Teil unserer Gemeinschaft wohl nicht am schönen Bereich Selbstbau teilhaben. Von daher bitte ich Dich, in Zukunft mit öffentlicher Kritik vorsichtig umzugehen. Ich kann nämlich nachvollziehen, dass man da irgendwann die Lust verliert. Und die Reaktion "ich werde nicht mehr antworten" ist da ja noch sehr milde.


    Martin

    Ich will den Faden nicht kapern, habe aber dazu noch eine ergänzende Frage:

    wie erdet man am besten einen drehbaren Antennenmast?? Der Mast steht unten im Rotor und hat auf 1,8m Höhe ein Drehlager - wird also auf seiner gesamten Länge gedreht.

    Die Erdung muss ja irgendwie flexibel angeschlossen werden??


    Martin

    Hallo Hans-Jürgen


    Mit einem NooElec-stick habe ich auch angefangen mit SDR. Und von damlas kenne ich das Procedere mit den Zadig-Treibern......hat aber alles mit meiner Frage eigentlich gar nix zu tun.


    Zume "direct-sampling" mal folgende Info-Seite:

    http://www.radioforeveryone.co…facturer-link-can-do.html


    Ist eine Möglichkeit, um mit dem V3-RTL-SDR direkt den Kurzwellenbereich zu empfangen. Sonst bräuchte man dazu einen Konverter. Und wie gesagt: mit der SDR-Software HDSDR funktioniert das bei mir inzwischen. Würede das nur gerne auch mit der SDR-Console machen. Aber so wie auf der verlinkten Seite beschrieben funktioniert es bei mir nicht. Da hat auch kein 3 Mal Neusinstallieren geholfen......


    Vielleicht weiß ja noch jemand etwas genaueres.