Posts by DH4NWG

    Lieber DE2HGP


    Es ist schade, dass Du die Beiträge als so negativ empfindest und dich scheinbar "dümlich dargestellt" siehst. Ich kann das aus den Antworten nicht rauslesen oder darin erkennen.


    In deinen beiden Beiträgen geht aber technisch manches doch durcheinander. Beispiel(e)??


    "Die Antenne bildet mit dem Anpassgerät einen eigenen Schwingkreis, der durch den Empfängereingang mit verstimmt wird."


    Kann so sein, muss nicht sein. Das ANPASS-Gerät passt zunächst die gegebene Antennenimpedanz an die Eingangsimpedanz des Empfängers an. Standardmäßig in der sogenannten Leistungsanpassung. ABER: bei Empfang ist die Leistungsanpassung nicht sehr wichtig.


    "Sorry, den unbrauchbar gezeichneten Schaltplan vom FRT-7700 habe ich selbst."


    Wir müssen da irgendwie unterschiedliche Bilder sehen. Den Schaltplan, welchen ich von Günter, DL4ZAO sehe kann ich eigentlich alle Leitungen, Kondensatoren, Spulen Schalter, Stecker-Anschlüße und was sonst auf der Baugruppe ist entnehmen. Ich kann da keine Vereinfachung auf ein "Blockschaltbild" erkennen.


    "Man hat ja statt des Pi-Filters auch schon Hochpässe gezeigt - zwei Drehkos oder ein Differenzialdrehko und zwischen beiden eine Spule nach Masse. Ja und die Bemessung ? Fehlt immer!"


    Wer ist "Man"?? Über die links hier im Forum kann man besipielsweise auf die Baumappe des ZM-4 von QRP-Project kommen. Dort ist dieses Anpassgerät mit Schaltplan und Stückliste, also "Dimensionierung" beschrieben. ähnliches finde ich für andere Anpaßschaltungen im Netz

    UND: "..statt Pi-Filter auch schon Hochpässe gezeigt...": ein pi-Filter kann ein Hochpass oder ein Tiefpass sein - genau wie ein "T-Filter" - oder ein "L-Filter". In einem Anpass-Gerät werden Hochpass oder Tiefpass verwendet je nach Antennen-Impedanz. Weil die eine Variante passt eher hochohmige Antennen an die 50 Ohm an (Langdrähte), die andere besser niederohmige (wie z.B. recht kurze Verticals).

    Deshalb macht auch die Frage, "welche Antennen sollen angepasst werden", schon einen gewissen Sinn.

    ------ Ende der Beispiele, die ich in deinem Beitrag für mich nicht ganz verständliches finde....


    Die Anpassung eines Antennenanschlusses mit 50 Ohm an einen Empfängereingang mit "nicht ganz 50 Ohm" ist für das Empfangsverhalten wohl kaum bis gar nicht ausschlaggebend. Wichtig dürfte die Impedanz der ersten aktiven Stufe sein (Eingangstransistor/Röhre in HF-Verstärker oder erster Mischer). Und die erste Stufe eines Empfängers ist normalerweise sehr hochohmig - d.h. sie "belastet" den davor befindlichen niederohmigen (50 Ohm) Teil kaum. Eine nicht ganz passende Übersetzung hat auf den Empfangspegel keinen meßbaren (S-Meter) oder hörbaren Einfluß.


    Die Berechnung einer Luftspule ist nicht nur in dem von dir genannten Buch über Empfänger beschrieben sondern zu allererst in jedem soliden Physik-Buch. Außerdem neben Fachbüchern in unzähligen Beiträgen im Internet. Genauso sind die Übertragungsfunktionen von Pi-Filtern, T-Filtern, L-Filtern, Hochfrequenz-Trafos etc bekannt, ausführlich beschrieben und die Formeln je nach Unbekannter aufgelöst (wie transformiert ein gegebenes Netzwerk oder welches Netzwerk brauche ich um eine gegeben Transormation zu erhalten). Ich finde für die Anpassung mit pi-Glied oder t-Glied die Beschreibung in einem Artikel der CQ-DL 6/78, Seite 251f immer noch recht übersichtlich, wenn auch stark vereinfacht (weil die komplexen Anteile unterschlagen werden....).


    Ich hoffe, dass Du meine Hinweise aufnehmen kannst und nicht irgendwelche "Angriffe" rein interpretierst.


    vy72/72 de Martin

    Dabei handelt es sich z. B. um zwei parallele 40 m Delta Loop Antennen / Quad Loop Antennen, welche in Reihe / Serie verbunden sind.

    (Hervorhebung durch DH4NWG)

    Hallo Steffen


    Unabhängig davon, dass bei einer "Schaltung" das "parallel" und "in Serie" sich gegenseitig ausschließen - auch wenn sie sich ineinander umrechnen lassen - du willst scheinbar 2 Stück 40m-Schleifen (welcher mechanischer Abstand?? - 4-adrig, also engst zusammen ??) "hintereinander schalten", also quasi eine überdimensionale Spule bauen mit 2 (80m)/4 (160m) Windungen??


    Ich empfehle Dir einmal die entsprechenden Kapitel z.B. im Rothammel oder ähnlichen Publikationen mit den Grafiken zur Strahlung von Loops zu studieren. Und die von parallelen Drähten, welche von unterschiedlichen Phasen durchflossen werden. Dann machst Du Dir eine Grafik, wie in einer Loop mit 2 Elementen/Windungen in den einzelnen Drähten sich die Ströme/Spannungen und Phasen einstellen. Und dann wirst Du sehen, dass diese sich zum Teil gegenseitig auslöschen. Anschaulich könnte man sagen "das Feld bleibt in der Spule gefangen".....


    Es ist deshalb nirgends beschrieben, weil es nicht funtioniert.


    Trotzdem schönen Sonntag und vy 72/73

    de Martin, DH4NWG

    Dies habe ich nur hinterfragt.


    Okay - dann als Antwort auf deine Hinterfragung - das ist technisch so wie Du es gemacht hast nicht begründet!! Warum hatte ich ja bereits erklärt.


    Und nochmal: wie kommst Du darauf, dass die Länge vom Wellenwiderstand abhängig ist??

    H

    .... Ändert sich die Ohmzahl der HL dann eigentlich auch die nötige Länge ...


    Geht hierbei darum das eine Antenne, ohne Tuner, auf mehreren Bändern funktioniert. Da sollte das schon passen.

    Lieber Jürgen


    Mir scheint, da bringst Du ein wenig was durcheinander. Bei symetrischen Antennen mit "bestimmten Längen und Impedanzen" der meist hochohmigen Speiseleitung geht es darum, dass die am Speisepunkt (der symetrischen Äste) vorhandenen Impedanzen am Ende der symetrischen Speiseleitung auf eine annähernd reale Impedanz möglichst im 50 Ohm Bereich transformiert werden. Durch "geschickte" Wahl der jeweiligen Längen kann die Antenne dann für verschiedene Bänder gebraucht werden. Einmal wirkt die Hühnerleiter als lambda/4 Transformationsglied (oder ungeradzahl. Vielfache) - bei einer anderen Frequenz als ganz anders wirkendes (nämlich 1:1 übersetzendes) lambda/2 Glied (oder vielfaches...). Dazu kommen noch ander Effekte. Wie genau was transformiert oder ergänzt wird steht zur Genüge in der Antenneliteratur.

    Das TransformationsVERHÄTLNIS ist von der Impedanz der dazu verwendeten Hühnerleiter abhängig, dass die Sache funktioniert aber von ihrer elektrischen Länge - also im festen Verhältnis zur Wellenlänge - die ja durch die Amateurfunkbänder vorgegeben ist. Ändert sich jetzt der Verkürzungsfaktor der verwendeten Hühnerleiter so ändert sich bei gleicher elektrischen natürlich die mechanische Länge. Eine Änderung der Impedanz ändert das Transformationsverhälnis. Wenn das nicht stimmt, kann ich das doch nicht durch eine andere Länge der Transformationsleitung ausgleichen. Wobei diese Antennen da sowieso nicht "so genau transformieren" - eher so grob hochohmig zu niederohmig .


    Welchen physikalischen Effekt soll die Änderung der Länge bei anderer Impedanz zu Grunde liegen??


    Edit: Rechtschreibung

    @Mike

    Wenn bei 400 Ohm der feeder 12,2 m lang sein soll, dann bei 578 Ohm 17,6 m, stimmt das (halte ich für zu lang)?

    Oder kommt da noch ein Verkürzungsfaktor dazu?

    Häääh (*) ????


    (*) fränkischer Ausdruck für "was meinen Sie bitte??"


    Was hat die Impedanz mit der Länge zu tun ???

    Habe heute Vormittag meinen Akku für den nächsten BBT hier bestellt. Scheinen auch die von Vision zu sein:

    https://www.akkuline.de/lfp124…on-lifepo4-batterie-15661


    gibt da bei Vorkasse mit Überweisung nochmal 5% - für die 5Ah, 60 Wh also 77,90

    Der Akku ist heute gekommen - hat nicht die angegebenen 5 Ah sondern die aus dem Typ eigentlich ersichtlichen 4,5 Ah.

    Trotzdem halte ich das Angebot für ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Woanders kostet diese Kapazität von Vision bis nahezu das Doppelte (beim großen C)

    Ich will nicht Jammern - aber zu der Zeit werde ich nach aktueller Planung auf unserer Wohnmobil-Tour wohl gerade die französische Mittelmeerküste hinter mir und die Pyrenäen vor mir haben.....also allen viel Spaß und "leider" ohne mich.

    Nochmal von mir der klare Hinweis: Meine Aussagen beziehen sich auf Blei-Akkumulatoren.

    Weil vor der Frage von Klaus in einem Beitrag von Uwe, DF7BL er etwas von "noch genügend Blei-Gel Akkus" geschrieben hat und ich darauf noch geantwortet habe war ich der irrigen Meinung es geht ggfs. um beides. Geht man bei Blei-Akkus in hohe Ströme dann kann man eben nicht mehr linear und mit Durchschnittswerten rechnen, auch wenn die hohen Ströme nur einen 10%gen Zeitanteil haben.


    Grundsätzlich haben auch LiFePo-Akkus eine Abhängigkeit der Kapazität vom Entladestrom. ABER die Nennkapazität wird im Normalfall bei diesen bei 1-stündiger Entladung angegeben - damit sind die Effekte Dimensionen geringer und wohl tatsächlich eher im "akademischen Bereich".


    Als Beispiel mal das Datenblatt eines Vision-LiFePo-Akkus:

    https://www.beltrona.de/shop/o…EPO4_Datenblatt_HQ(5).pdf


    Hier sieht man auf der zweiten Seite in der Grafik "discharge performance", dass hier auch eine Abhängigkeit der Kapazität vom Ladestrom existiert. Weil die Nennkapazität auf 1C - also 1-stündige Entladung bezogen ist hat man dann bei geringeren Strömen sogar eine höhere Kapazität, bei 10-stündiger Entladung (C1/10) sogar fast 120% - von daher kann man solche Akkus mit den Durchschnittsströmen/-Leistungen berechnen wie von Uwe vorgeführt.


    Bei Bleiakkus macht man aber schnell eine Bauchlandung. Und Klaus hat in seiner Frage ja auch was von "100 Watt-Transceiver" geschrieben. Berechnet man den verlinkten Bleiblock nach dieser Methode könnte man auf die Idee kommen mit ihm ganz gut 2h SOTA-Betrieb auf dem Berg machen zu können. Tatsächlich ist er aber für so eine Anwendung gar nicht geeignet - der Unterschied ist da weit größer als "akademisch". Dass das bei Bleiakkus so ist war die Absicht meiner Hinweise. Nicht mehr und nicht weniger.

    Und als Ergänzung zu Uwes Beitrag:


    Ja - er bezieht sich auf LiFePo4 - ich bezog mich auf Blei - habe genau dazu ja das Bleidatenblatt verlinkt und deutlich "vor allem bei Blei-Akkumulatoren" geschrieben. Dass sich die Fragestellung so detailiert auf die LiFePo4 bezog habe ich wohl nicht richtig erkannt. Bitte nehmt dann dies als "Fadenfremden" Hinweis, dass zumindest bei Bleibatterien diese linearen Rechnungen nicht zu verwertbaren Ergebnissen führen.


    Weitere technische Nachweise sind auf Grund des verlinkten Datenblatts, welches meinen Überlegungen zu Grunde liegt, nach meiner Meinung obsolet.


    Von der Ausdrucksweise hätte ich mir vielleicht eine Form gewünscht wie, "hallo Martin, hast Du vielleicht übersehen dass wir hier nur über LiFePo-Akkus diskutieren?"

    Eine Antwort in der Form "so ein Schmarrn" ist für mich befremdlich - zumal noch in einem eigentlich freundschaftlichen QRP-Forum. Schade, dass auch hier so ein Ton Einzug hält.


    Gute Nacht jetzt

    Martin

    Doch noch ein Beispiel als Ergänzung zum Thema Mittelwert und lineare Rechnung.


    Wenn ich nach Uwes Beispiel den Akku des verlinkten Datenblatts für die Versorgung eines 100 Watt TRX hernehme - z.B. IC-706 - dann kann ich nach dem Beispiel von Uwes Mittelwertbildung meine Überbrückungszeit auslegen z.B. mit der Annahme: in 1h bin ich villeicht 6 min auf Sendung - 6 min ist 1/10 Stunde, also bei 25 A ein Bedarf von 2,5 Ah/h - auf Empfang hat das IC-706 sagen wir mal 700 mA macht nochmal 0,7Ah/h dazu - zusammen also 3,2 Ah/h.

    Mit den 7 Ah könnte ich also > 2 Stunden Betrieb machen.


    Wie oben beschrieben kann ich aber bei einer Grundlast nicht mal 5 min auf Sendung sein. Ich komme also auf nicht mal 1 Stunde Betrieb bei gleichmäßiger Sende-Empfangs-Verteilung von 1:9 - genau genommen nippelt die Batterie voraussichtlich im dritten Durchgang ab. Und die Batterie kann nichts dafür - sie verhält sich nach Datenblatt.