Sinus Doppelton- Generator mit PSoC 4

  • Hallo Bastelfreunde,
    da es diese PSoC 4- Baugruppe sehr preisgünstig ( < 5 €) gibt, z.B. hier:
    http://www.watterott.com/de/CY8CKIT-049-42XX-Prototyping-Kit



    habe ich nach Anwendungsmöglichkeiten für unser Funk- Hobby gesucht.


    Entstanden ist eine einfache Schaltung auf Lochrasterplatine, mit der man als NF- Generator Sinustöne erzeugen kann.


    Bisher wurden folgende Funktionen programmiert:


    1. Doppelton 750 Hz + 1200 Hz
    2. Sweep von 50 bis 1800 Hz
    3. Sweep von 100 bis 3600 Hz (64 Stützstellen)
    4. einstellbare Frequenz, bei 1000 Hz beginnend, Schrittweite ca. 1 Hz, Anzeige auf 3 Nachkommastellen
    4. Festfrequenz 440 Hz


    Das Projekt ist offengelegt unter http://www.mikrocontroller.net/topic/351397#new


    Für Anregungen und Verbesserungsvorschläge bedanke ich mich im Voraus.


    73, Wolfgang


    Nachtrag: Bei einem Nachbau bitte beachten: Die LCD- Anzeige an Port 2 (oder 3) anschließen, sonst verbaut man sich den externen Oszillatoreingang.

  • Hallo Wolfgang,


    die Sweep-Funktionen sind sicher hilfreich, da man z. B. Frequenzgänge leicht mit einem zusätzlichen einfachen Oszilloskop nachmessen kann. Wie aber sieht es mit dem Doppelton aus? Auch auf dem Baustein werden bestimmt IM-Produkte generiert, die aber, wenn man den Baustein z. B. für Linearitätsmessungen an einem SSB-Sender verwenden möchte, äußerst gering ausfallen sollten. Sonst sollte man diese Anwendung besser nicht verwenden. Hast Du da schon mal gemessen?


    73, Uli, DK4SX

  • Wolfgang,


    mit einem Oszilloskop werden Intermodulationsprodukte eines Zweitonsignals nicht zu messen sein. Dazu benötigst Du einen NF-Spektralanalyzer.


    73, Uli, DK4SX

  • Hallo Ömer,
    stimmt, im Zeitbereich läßt sich die Linearität schwer erkennen.
    Es gibt aber frei verfügbare Lösungen.
    -ARTA
    -Audiometer nach DG8SAQ
    -SpectrumLab nach DL4YHF.


    Beispiele siehe Anhang, ARTA ist mit einer USB-Soundbox SB1240 von Creative Labs verkoppelt.
    Sowohl der Generator als auch die Soundbox liefern ein (mich) beeindruckendes Bild.
    Für das Audiometer ist es eine EMU 0404.
    Falls Jemand eine ebensolche Box von EMU verwendet, würde mich interessieren, inwieweit das
    Grundrauschen dem der EMU0204 entspricht ?
    Ich ermittelte mit der 0404 etwas mehr als die doppelte Rauschspannungsdichte als im FA vom DG8SAQ angegeben.
    Das schließt alles Meßfehler meinerseits nicht aus.


    73
    Andreas
    DL5CN

  • Hier ist das Spektrum
    erzeugt mit Audio Lab und einer ASUS Xonar D2 Soundkarte. Danke für den Tip, Andreas!


    Heute habe ich außer dem PSoC 4 einen PSoC 5 mit (fast) dem gleichen Programm gefüttert und beide nochmals vermessen. Die Frequenz f1 - f2 ist um ca. 60 db gegenüber den Nutzsignalen gedämpft. Das ist natürlich nicht vergleichbar mit den Profi- Soundkarten!
    Aber es gibt bei PSoC 5 noch weiteres Potential zur Verbesserung: interne Digitalfilter, die z. B. als Bandpässe arbeiten könnten. Dann wären die AD- Wandler die verbleibende Schwachstelle. Was meinen die Experten dazu?


    73, Wolfgang

  • Bei den bisherigen Messergebnissen des Zweiton- Signals konnte die Unterdrückung der Summen- und Differenzfrequenz noch nicht befriedigen.
    Vermutlich war der Pegel für die Soundkarte zu hoch. Ich habe versuchsweise ein Dämpfungsglied 20 dB eingeschleift. Nun sieht es so aus:
    Das linke Bild zeigt das Spektrogramm vom AudioMeter, in der Mitte ist unter gleichen Testbedingungen das Ergebnis von Soundcard Scope zu sehen.
    Das rechte Bild zeigt schließlich, was ein Bandpass 700 Hz ... 1300 Hz bewirken würde, (erstellt mit Soundcard Scope). Dieser Bandpass ist also sehr empfehlenswert...

  • Hallo Wolfgang,
    vor dem Filtern würde ich erst mal herauszufinden versuchen, ob der Generator noch Verbesserungs-
    potential bietet.
    Die Audiometer-Darstellung wünschte ich mir mit linearer Frequenzachse und vielleicht weniger Pegel.
    Vielleicht ist auch zuerst ein Träger als Grundversuch sinnvoll. Da sieht man dann die Oberschwingungen besser.
    Das zweite Spektrum erscheint mir schon brauchbar.
    Die Einstellungen der Soundkarte in Abhängigkeit vom Betriebssystem und von den Programmen der
    Kartenhersteller sind auch zu beachten. Das Audiometer kann z.B. nicht allein die Abtastrate wählen.
    Dazu benötigt man im Falle Creative Labs noch das "Tool".
    Die Stromversorgung des Generators in Bezug zum Rechner sollte ebenso überlegt sein. Die Soundsysteme verfügen
    über eine beachtliche Dynamik und da fängt man sich schnell Störungen ein.
    Das gilt übrigens auch für Abschirmungen, Kabel und Stecker.
    Ein schneller Test mit einer Batterie lässt Erdschleifen oder andere Einkopplungen erkennen.
    Jedenfalls ist das alles interessant und spannend.
    73
    Andreas

  • Hallo Andreas,
    Danke für Deine Anregungen!
    Ich habe zunächst die Stromversorgung statt von der USB- Buchse auf ein (Trafo)- Steckernetzteil verlegt und nochmals gemessen. Und plötzlich war die offensichtliche Störspitze bei ca. 910 Hz weg. Für ein wirklich brauchbares Messinstrument wird man aber ohne einen oder auch zwei Bandpässe nicht drumherum kommen.
    73, Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,
    Ich lese gerade am IPad, kann also Dein auf uc.net hinterlegtes ZIP File nicht oeffnen. Deshalb frage ich mal ins Blaue hinein: Hast Du an den IDAC Ausgaengen Rekonstruktionsfilter dran? Ich hatte mir selbst mal auf Basis eines ATTiny eine diskrete DDS Loesung gebaut, die bis 700kHz laeuft. Realer DDS "Takt" war ca. 2.5MHz bei 20MHz CPU Takt. Dort sah das Ausgangssignal ohne Reko-Filter bereits bei reichlich 200kHz (also 10% des DDS Taktes) grauselig aus. Laeuft Dein Generator denn wirklich mit 48MHz oder weniger?