einfachen Hubmesser selber bauen?

  • Uli : Überlege mal ganz kurz : Braucht man einen OCXO im Stick (den man nachrüssten könnte) um den FREQUENZHUB ausreichend messen zu können ?
    Wie präzise braucht man den denn ? Und was bringt das ?


    Also das Bild hätte ich besser machen können :
    z.B. hätte ich die ZF-Bandbreite für FM-Narrow vorgeben können, und diesen grauen balken genau auf die Frequenz schieben können.
    Ich hätte auch, den Stick suchen können, der für dieses Programm "kalibriert" wurde.
    Aber ich dachte, das man mal eben versteht, das es nicht um Frequenzmessung geht...

    Bei einer anderen Software kann man übrigens noch Zoomen. Das kann das Programm das ich gerade installiert hatte nicht.


    Ich denke immer noch, das so ein Stick ein "Schweizer Taschenmesser " ist und kein Spezialisiertes.
    z.B. ein Brotmesser ist perfekt zum Brotschneiden.
    Mit nem Taschenmesser geht das aber auch.


    Aber glücklicherweise braucht es nur etwas mehr Hirn und Zeit, um ein ähnlich brauchbares Ergebnis zu erhalten.
    Mit einem Brotmesser kann man sich auch schneiden... ;-)


    Ich bin auch der Meinung, das es auch "Inschenörskunst" ist, mit möglichst wenig, viel zu erreichen.


    lg JAn ( und bitte nicht immer alle so eng sehen... ;-) )


    Edit :

    Quote

    ein Optimum an Datenhaltigkeit ihrer (Selbstbau-)Geräte zu erzielen, wie es auch vom Gesetzgeber von uns verlangt


    Tut er nicht. Er verlangt mindeststandards. Aber das optimum ehrt Dich. Aber nur, wenn Dir das Spass bereitet.

  • Hallo,


    leider ist die Diskussion etwas ausgeufert.?
    Mein Problem ist das komplette Abgleichen von Betriebsfunkgeräten im 70cm Band; also auch den Hub. Dieser sollte in etwa den im Manual geforderten Werten entsprechen. Ein Grobabgleich vom Hub ist mit einem Empfänger zu bewerkstelligen. Genaue Werte sind so problematisch. Beim Selbstbaugerät kann ich den Sollwert mit einem neuen Funkgerät markieren. Reproduzierbarkeit währe so gegeben.


    vy 73, Hans

    Mit einem Draht klappt es nicht -- und ab zwei kann man verwechseln!:D

  • Quote

    leider ist die Diskussion etwas ausgeufert.?


    Normal.. nichts was einen bekümmern sollte.


    Ansonsten : Also ich persönlich würde den Hub mit einem Stick "abgleichen". Und eine Messunsicherheit von geschätzten +-100Hz in kauf nehmen.
    Wenn ich aber lese : Betriebsfunkgeräten
    Also mehrzahl, und nicht explizit für das Amateurfunkband spezifiziert ( also für den Kommerziellen oder BOS ), dann denke doch mal ernsthaft, über ein kalibrierbares kommerzielles Gerät nach.
    Denn dann könnte es sogar sein, das Du sogar das Teil regelmässig kalibrieren musst.. (Kalibrierzertifikate der Messmittel nachweisen... ).


    Edit : Noch eine kurze geschichte : Mein erster KW-TRX war ein FT757SX.
    Defekt natürlich ersteigert.. sonst wäre das ja zu langweilig.
    Nach der Reperatur der abgleich: Wegen dem Service-Manual hatte ich extra meinen Frequenzzähler mit einem kalibrierten OCXO ausgrüstet.
    Nur.. damit war die Trägerunterdrückung nicht einzustellen.
    Grund : Nicht nur das quarz vom 9MHZ Oszi war gealtert.. auch der Filter !


    Danach habe ich mal das Hirn eingeschaltet, und mit Lima-SDR, Rauschgenerator, und 2 Ton Generator so lange rumgedreht, bis es passte.
    Mein Fazit : Hirn kann man nicht durch Messmittel ersetzen.


    lg Jan

  • Da kann ich doch nur entnehmen, dass die Frequenz meines FM-modulierten Trägers ETWA bei der Sollfrequenz liegt und aus dem Spektrum kann ich, wenn ich überhaupt weiß, wie es zu interpretieren ist (!), auch nur ETWA entnehmen, dass der Hub VIELLEICHT 8 kHz ist. Ist das eine präzise Messung?


    Link Service Manual Racal 9008 Modulationsgradmesser


    Zur Betrachtung der Präzision: Der Racal 9008 Modulationsgradmesser weist eine Mess-Genauigkeit von +/-2% vom Skalenendwert aus. Im 50kHz Bereich wären das +/- 1 KHz. Diese "Präzision" erreicht auch ein SDR, denn das angezeigte Spektrum ist so genau wie die Samplingfrequenz und die Genauigkeit der A/D Wandler im SDR-Chip. Wissen, wie die Spektrumdarstellung für die Ermittlung des Hubes zu interpretieren ist in der Tat erforderlich, das gilt für die Interpretation jedweder Messung und insbesondere bei HF. Messen und Ablesen sind eben Zweierlei - selbst beim Vielfachmessinstrument.


    Für denjenigen, der häufig Betriebsfunkgeräte abgleicht ist die Anschaffung eines gebrauchten Racal 9008 Modulationsgradmessers sicher vorteilhaft. Wenn ich als Funkamateur aber nur gelegentlich den Hub meiner Handfunke prüfen oder justieren will, dann ist die Spektrumanzeige aus einem SDR oder einem DVB-T Dongle durchaus hinreichend.


    73, Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

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