Sende- Versuche mit Uralt- Radio

  • Hallo om's, bin sehr erfreut über die Resonanz auf meinen Einwurf!
    Aber vielleicht kann man mit ganz wenig Hardware das Problem auch in den Griff bekommen.
    Spontan fallen mir vier Varianten ein:
    1.) Wien- Brücke --> benötigt ein Doppel- Poti (Stereo z.B.)
    2.) Phasenschieber --> braucht schon (mindestens) ein Dreifach- Poti oder aber ein paar FET's, die gleichzeitig angesteuert werden
    3.) Schwingkreis (Sperr- oder auch Saugkreis) --> habe ich mal mit einem aufgesägten M- Kern realisiert, geht aber sicher auch mit einem mechanisch verstellbaren Schalenkern.
    4.) Gyrator- Schaltung mit Operationsverstärkern


    Dann braucht man noch eine Phasenumkehrstufe und einen Operationsverstärker zur Signaladdition.
    Nieder mit dem Getröte der VuVu!!
    73, Wolfgang

  • Moin Wolfgang,

    Aber vielleicht kann man mit ganz wenig Hardware das Problem auch in den Griff bekommen.


    ja, das würde ich auch mal vermuten, zumal die Frequenz ja (ausser während der Entwicklung) nicht einstellbar zu sein braucht. Mein Vorschlag wäre ein hochohmig gespeister Saugkreis, ggf. mit einem OpAmp dahinter, um das Signal wieder niederohmig zu bekommen. Vielleicht helfen ja auch die Versuche von Andreas weiter?


    73 de Roland / DK1RM

  • Hi Leute!


    Es geht! Ich hab es heute mal beim Spiel Chile-Honduras ausprobiert: Tonsignal vom TV auf den PC, Spectran gestartet. Dann den rejectfilter auf 440Hz mit ca 100Hz Breite gesetzt -> schon besser. Als nächstes noch den Noisefilter dazugeschaltet, die Sprachqualität zwar etwas dumpf aber deutlich.
    Hörproben gibts hier:
    1. ungefiltert, so wie der Krach am PC ankommt -> http://www.lads-hoch.de/sharep…98C2276E257CBF4CA0E527118


    2. gefiltert: -> http://www.lads-hoch.de/sharep…8986309ED675CCB2DF34930F7



    Das Ergebnis lässt sich sicher verfeinern, mir gings mal nur um die Machbarkeit mit dem was unsereins als Funkamateur oft auf dem Rechner hat ;) . Die Latenz war bei meinem EeePC (Atom 270, etwa so schnell wie ein 1500er Celeron) kaum bemerkbar. ich schätze sie mal auf 0.1..0.2s nach Gehör...



    72! de Uli

    72! de Uli


    Bedenke! Amateure bauten die Arche, Profis die Titanic...

  • Nachdem der Thread so oft oben Stand habe ich mich mal rangemacht, ihn zu lesen. Ich finde es super, was du im Ghz Bereich machst!


    Besonders der Abschnitt hat mir gefallen:

    Quote

    3. Eine "große Vision", die ich etwa seit 1970 mit mir herumtrage ist folgende: Um eine Hausfassade zu versiegeln, wird sie mit einem leistungsfähigen Laser abgetastet, etwa so wie bei der TV- Wiedergabe, also Zeile für Zeile. Fensteröffnungen bleiben ausgespart. Dass so etwas prinzipiell machbar ist, zeigen diverse Laser- Shows für Unterhaltungszwecke. Hier werden rotierende Spiegelsysteme eingesetzt, um die 2- dimensionale Abtastung einer Fläche zu erreichen. Meine XYL und ich haben das bei "Philharmonic Rock" an der Göltzschtalbrücke nr. Reichenbach schon mehrfach bewundern können. Man müßte nur einen stärkeren Laser benutzen, der in der Lage ist, die Putz- oder Ziegeloberfläche zum Schmelzen zu bringen. Es entstünde eine Art Emaille... Selbstverständlich könnte man auch Poren vorsehen, zum Zwecke des Feuchtigkeitsaustausches. Leider fehlen mir die finanziellen Mittel, um etwas in der geschilderten Art auszuprobieren.


    Ich selbst habe einige Experimente mit Lasern hinter mir, mein Vater arbeitete bis vor 2 Jahren noch bei einer namenhaften Firma die Laser für Metallbearbeitungen herstellt. Dort werden Leistungen bist zu 5,5kW erzeugt und auf einen bis zu 0,2 mm großen Punkt gebündelt. Dazu einige Fakten:

    • Lasererzeugung per CO2
    • Abgabeleistung des Resonators: 5,5kW
    • Leistungsaufnahme des Resonators: 16kW
    • Leistungsaufnahme des Kühlsystems für den Resonator: ~22kW
    • Benötigte Gase: Reinstes CO2, Reinstes Helium und Reinster Stickstoff.
    • Kostenpunkt komplette Maschine: 0,5 Mio. Davon der Resonator und das Kühlsystem geschätzte 2/3
    • Wellenlänge: 900-1200nm, also Infrarotlaser, fürs Auge unsichtbar.


    Eventuell kann ich ein Video dazu hochladen, was bei 2,2kW bei einer Shutteröffnungszeit von 0,3 Sekunden mit einem Kuhauge passiert. Ich muss das noch mit dem Urheber abklären, nicht das irgendjemand noch Probleme bekommt. Zeigt aber eindrücklich, wie man schnell und komfortabel Trockenfrüchte herstellen kann ;)


    Der neuste Schrei sind nd:YAG Laser. Das sind so genannte Scheibenlaser oder Kristallaser. nd:YAG steht für Neodym dotierter Yttrium Aluminium Granat.


    Diese Laser funktionieren auf dem Prinzip der Resonanz. Ein solcher YAG Kristall wird von vielen kleinen Lasern kleinerer Leistungen und Wellenlängen "gepumpt" bist er einen leistungsstarken Puls der Wellenlänge abgibt, auf der er resoniert. Die Vorteile des Lasers:
    -Man kann ihn mit sichtbarem Licht pumpen, also kann man die Strahlen der "Pumpen" direkt durch Lichtwellenleiter leiten und so von der eigentlichen Lasererzeugung fernhalten.
    -Laserdioden sind billiger als eine Turbine, viel hochreine Gase und Vakuumpumpen
    -Vergleichbare Leistung zum kleineren Preis (und man braucht auch weniger Platz)


    Die Nachteile liegen aber auf der hand:
    -Yttium ist GIFTIG!
    -Man muss viele Diodenlaser aufeinander abstimmen.
    -Man benötigt einiges an Wissen und Halbzeuge um den Strahl µm genau auszurichten.


    Ich hoffe, ich konnte ein bisschen Licht ins (Laser)dunkel bringen.


    Du musst ja nicht mit dem größten anfangen. HeNe Laser gibt es bis zu 2W günstig, Argonlaser gibt es ab 300€ mit bis zu 5W. Die Argonlaser geben übrigens einen schönen blauen Strahl ab, brauchen aber auch 15kW, da Plasma befeuert werden muss. NeHe benötigen eigentlich nur eine sehr hohe Beschleunigungsspannung ovn einigen kV.