Unterschied ???? Koaxdipol - Bazooka

  • Hallo,


    ich habe ein "Problem" mit dem Koaxdipol bzw. der Bazooka.
    In vielen Artikeln liest man, diese Antennen seien identisch,
    die Bilder dazu zeigen aber oft etwas anderes:


    Einmal ist am Speisepunkt die Seele durchtrennt, ein anderes Mal soll sie
    DEVINITIV NICHT durchtrennt werden.


    Mein Koaxdipol ist nach der ersten Version gebaut und spielt sehr gut (s. erstes Bild).


    Wo ist denn da der Unterschied und eventuelle Vor-/Nachteile?

  • Hallo Gerhard,


    danke Dir für die Info und die Links.
    Ich werde das bei Gelegenheit mal im direkten Vergleich ausprobieren.
    Ist ja mal ein "Projekt" für den nächsten Fieldday..:)

  • Also zunächst mal: die linke Version ist kein bazooka im eigentlichen Sinn, sondern schlicht ein Dipol, dessen Äste aus Koaxkabel bestehen. Der Vorteil: keine Probleme mit der Längenberechnung... ;)


    Im Gegensatz dazu ist der echte Koaxdipol wesentlich breitbandiger, dafür aber schwieriger zu berechnen (was einem aber dank den Tabellen in den obigen Links abgenommen wird). Auch ist das Auftrennen und Verlöten der Mitte mit Vorsicht durchzuführen, da das Dieelektrikum von RG58 oft schneller erweicht als man möchte und sich Aussen- und Innenleiter kurzschliessen. Ich ziehe das Kabel vor dem Abisolieren durch eine Filmdose oder ein passendes Kleinstgehäuse und sichere das ganze nach aussen mit kleinen Kabelbindern als Zugentlastung. Als erneute Isolierung hat sich bei mir übrigens simpler Heisskleber bewährt. Der hält in aller Regel auch 100W aus, solange man im berechneten Band bleibt. Mir ist ein Fall bekannt, bei dem die Mittenisolierung eines 15m-Bazooka weich wurde, als dieser mit Tuner und 100W auf 10m betrieben wurde.
    Um die äusseren Lötstellen nicht nur wasserdicht, sonden auch zugfest zu bekommen, schrumpfe ich immer zwei Lagen Schrumpfschlauch darüber.


    Ich habe bereits seit meiner CB-Zeit vor über 15 Jahren verschiedene Bazookas gebaut und bis heute festgestellt, dass für die oberen Bänder RG58 gut verwendbar ist, für die langen Bänder eher RG213, auch wenn dann die Transportfreundlichkeit etwas leidet. RG 174 ist prizipiell noch geeignet, aber nur sehr schwer kurzschlussfrei zu löten. Kabel mit Schaum-Dielektrikum sind ähnlich problematisch.


    Ein Wort zum Aufbau: Meine Dipole funktionierten in fast jeder Lage, d.h gestreckt, Inverted-V, als Sloper oder als vertikaler Winkeldipol gingen teilweise sogar indoor, also auch hier eine unempfindliche Sache.


    Abschliessend möchte ich noch betonen, dass die Bazookas durch ihre Breitbandigkeit ebenso eine ideale Einband-Lösung für Portabelzwecke sind wie auch für den Unterdacheinsatz.

    72! de Uli


    Bedenke! Amateure bauten die Arche, Profis die Titanic...