Schaltungsproblem

  • Hallo Leute,


    ich bastel gerade an einem Morse-Uebungsoszillator. Eine Wienbruecke generiert den Ton, den ich mit einem J-FET schalten kann. Abhaengig vom Schaltungszustand vom Gate ist der FET ein hochohmiger Widerstand oder nicht. Funktionert prima - ausser dass der Ton ausgeschaltet wird, wenn das Gate mit Masse angeschlossen wird und ansonsten weitergeleitet wird. Das ist genau anders herum als ich es gerne haette.


    Wie kann ich den logischen Zustand der Tastung umkehren? Ich suche eine Schaltung, die schaltet, wenn die Morsetaste nicht gedrueckt ist, und hochomig wird, wenn die Taste nach Masse schliesst (zu schalten sind 7V, Schaltstrom 7 micro-Amp).


    Ich weiss, das ist so ziemlich das aelteste Problem der Elektronik. Und die Loesung liegt auf der Hand. Aber leider komme ich nicht darauf. Meine Loetversuche haben zu keiner vernuenftigen Schaltung gefuehrt, und meine Buecher helfen auch nicht weiter. Koennt Ihr mir bitte helfen?


    Viele Gruesse, Daniel M0ERA

  • Hallo Daniel,


    schalte das Gate fest über einen Widerstand an Masse (kein Ton) und lege über einen kleinen Vorwiderstand mittels der Taste eine Spannung an das Gate (Ton wenn Taste betätigt wird). Im jetzigen Fall dürfte das andersrum sein.

  • Hallo Daniel,


    ich verstehe Dein Problem noch nicht ganz. Ist der J-FET in reihe oder parallel zu Deiner Wienbrücke geschaltet? Was für einen Transistor verwendest Du genau? Welche Möglichkeiten hast Du? hast Du evtl. auch noch andere Bauteile und Transistoren? Ist es Dir möglich, Deine Versuchsschaltung aufzuzeichnen und hier mit dran zu hängen? Wenn die Datei zu lang wird, kannst Du sie mir ja auch in meine PN-Box oder E-Mail-Adresse schicken. Die Informationen dazu findest Du, wenn Du auf mein Rufzeichen klickst. Wenn Du mir Dein Problem genau beschreibst, dann kann ich Dir bestimmt helfen.


    Beste 73's de Werner, DL7MWN

  • Hallo Reinhold, hallo Werner,


    vielen Dank fuer die Hilfe. Ich werde die Schaltung aufzeichnen & hier oder auf die Galerie aufspielen. Leider habe ich in den naechsten beiden Tagen sehr viel zu tun (QRL), so dass es ein paar Tage dauern kann. Sorry.


    Reinhold, Dein Vorschlag wuerde klappen. Ich moechte allerdings versuchen, die Schaltung so hinzubekommen, dass kein Potentialunterschied zwischen dem Oszillatorgehaeuse und dem Gehaeuse der Taste liegt.


    Werner, ja, ich habe ein paar andere Bauteile. Und ansonsten kann ich ja noch was nachkaufen :)


    Viele Gruesse, Daniel M0ERA

  • Quote

    Original von M0ERA


    Reinhold, Dein Vorschlag wuerde klappen. Ich moechte allerdings versuchen, die Schaltung so hinzubekommen, dass kein Potentialunterschied zwischen dem Oszillatorgehaeuse und dem Gehaeuse der Taste liegt.


    Viele Gruesse, Daniel M0ERA


    Einfachste Lösung wäre dann den FET (JFET, MOSFET ?) zu tauschen, aus N-Kanal mach P-Kanal bzw. umgekehrt, je nachdem was eingebaut ist.

  • Hallo Reinhold, hallo Werner,


    nochmals vielen Dank fuer die Unterstuetzung. Manchmal reicht es schon, jemandem das Problem zu erklaeren um auf die Loesung zu kommen. Ich habe ja von einem Logikproblem geschrieben. Nur hatte ich in meinen Buechern nie unter "Logik" nachgeschlagen. Das war das richtige Stichwort. Was ich suchte, war ein Inverter.


    Angehaengt ist die Zeichnung mit JFET Audioschalter und einem Loesungsvorschlag: Ein Inverter, der aus einem P-Mosfet und ein N-Mosfet in Serie besteht. Einen P-Mosfet muss ich noch kaufen, aber vielleicht klappt die Schaltung auch mit einem PNP und NPN.


    Viele Gruesse, Daniel M0ERA

  • Hallo Daniel,


    für Dein Problem gibt es viele funktionierende Lösungen. Eine dieser Lösungen hast Du ja schon selber mit den beiden MOSFETs aufgezeichnet. Das Problem Deiner Schaltung liegt aber in der Kennlinie der MOSFETs. Wenn die Kennlinie Deiner Transistoren für Deine Schaltung stimmt, dann funktioniert das auch gut. Da Du leider keine genaue Typ-Bezeichnung der Transistoren angegeben hast, kann ich aber nicht im Datenblatt nachsehen. Eine weitere Möglichkeit wäre ein NPN-Transistor direkt zwischen den Punkt A und Masse zu schalten und die Basis mit einem Widerstand von 10k nach +9V anschließen. Die Morsetaste kommt dann zwischen Masse und Basis. Das wäre auch einfach. Eine weitere Möglichkeit, (nach meiner Meinung die Beste) wäre es, anstelle der Transistoren einen Analogschalter MOS4066 zu verwenden. Das ist eine billige aber klassische Lösung. Aber vielleicht wäre die einfachste Lösung in Deinem Fall, wenn Du die Schaltung läßt wie sie ist (den Transistor und die Morsetaste). Am Ausgang, wo Du jetzt den Kopfhörer anschließt, einfach einen zweiten Spannungsteiler mit einem Widerstand 100k nach +9V und einem zweiten Widerstand 330k nach Masse. Parallel zu diesem 330k-Widerstand schaltest Du einen 100uF Kondensator. Den Kopfhörer schließt Du dann zwischen Masse und dem Signal an, wo der 1M-Widerstand mit dem Transistor, dem 33uF Kondensator und der beiden Widerstände 100k und 330k zusammen kommt. In Reihe zum Köpfhörer würde ich noch einen Kondensator spendieren.


    Das Ganze funktioniert dann so:
    Wenn die Morsetaste nicht gedrückt ist, schaltet der Transistor das Tonsignal gegen den 100uF Kondensator kurz. Das Signal am Kopfhörer ist aus. Drückst Du die Morsetaste, dann geht der Transistor auf, der Kurzschluß Deines Tonsignals wird aufgehoben und das Signal gelangt an den Kopfhörer. Das ist sehr wenig zusätzlicher Aufwand und sollte problemlos funktionieren.


    Wenn Du an der Schaltung mit dem Analogschalter interessiert bist, oder an einer anderen beschriebenen Schaltung, dann schreibe kurz. Dann zeichne ich Dir die Schaltung gerne auf. Der Analogschalter MOS4066 kostet beim Reichelt 0,18 EUR und Du brauchst nur noch ein paar Widerstände und hast kein Problem mit den Kennlinien von Transistoren.


    Nun viel Spaß beim Löten!


    Beste 73's de Werner, DL7MWN