Balkongerüst aus Stahl - wenn das nicht funkt, was dann?!

  • Guten Morgen Norby,

    Okay, mal wieder in bisschen runter kommen, sage ich mir selbst. Mir ist klar, dass das jetzt noch kein SSB-QSO war. Aber dass mein HF-Setup zum ersten Mal wirklich DX macht, am helllichten Tag ins nächtliche Kambodscha, bei 15m, hat mich einfach umgehauen.

    Ich will Dir Deine Freude und Begeisterung nicht nehmen, aber 5 Watt in WSPR entsprechen ca. 2 Kilowatt in CW oder 40 Kilowatt in SSB.

    Außerdem zwei Tipps, die miteinander zusammenhängen:

    Ich habe gesehen, dass Du in jeder 2-Minuten-Periode gesendet hast und immer auf der gleichen QRG. Zum einen ist das nicht gerade "ham-like" den anderen WSPR-Freaks gegenüber und zum anderen quälst damit Deine PA-Transistoren im X6100 ziemlich. WSPR ist wie Dauerstrich und der X6100 kann max. 10 Watt.

    Mein Tipp: Reduziere die Leistung auf 10 Milliwatt (das entspricht dann 5 Watt CW oder 100 Watt SSB) und gönne dem X6100 und Deinen Funkkollegen Pausen, indem Du nur alle 8-12 Minuten sendest.


    73 und viel Spaß!

    Peter DL3NAA

    DL3NAA
    Name: Peter
    QTH: Kehl (JN38VN)
    DOK B14, HSC 1023, VHSC 186
    QRP von 80 Meter bis 10 Meter CW


    Life is too short for QRP!

    Satis longa vita - Das Leben ist lange genug! (Seneca)

  • Huch, peinlich. :whistling: Aber ich bin sehr dankbar für die Hinweise.


    Mal der Reihe nach. Die Stationen in Brasilien und Vietnam, schau an, so klein ist die Welt. 8) Beim Verwechseln von Vietnam und Kambodscha bin ich übrigens, historisch betrachtet, wohl nicht allein ;) - was dann die Filmvorlage für Francis Ford Coppolas Meisterwerk "Apocalypse Now" lieferte. Sehenswert!


    Hab bei der Leistung irgendwann gemerkt, dass das wohl ein bisschen dolle sein könnte, und fing schon an, runterzuschrauben. Wenn's nicht regnet, setze ich das heute Abend mal mit den von Peter vorgeschlagenen 10mW fort. Der Auf- und Abbau ist jetzt flott erledigt, so wollte ich das haben. Und merke mir, dass man nicht einfach unkritisch mit den Voreinstellungen von WSJT-X losmachen soll.


    Unterm Strich: Die Euphorie bleibt, einfach deswegen, weil nach zahllosen Pleiten, Pech und Pannen mit HF und den Digimodes endlich mal was geklappt hat. Und dass das Antennenthema damit nicht durch ist, war schon zu ahnen. Wäre ja auch erschreckend. Das Thema will ich schließlich noch Dekaden lang mit euch diskutieren.


    Das Abenteuer geht weiter, 73 und einen schönen Tag!

    Norbi, DF1PC
    (typo gefixt)

    Edited once, last by DF1PC ().

  • Klitzekleines Update vom Balkon:

    Peter hatte offenbar völlig recht: Man muss beim Stille-Post-Spiel nicht mit dem Megafon brüllen. Es wird wohl einen Grund haben, dass WSPR wie 'whisper', Geflüster, ausgesprochen wird. Denn siehe da, mit nur 100mW, der kleinstmöglichen Leistung am Xiegu X6100, wird man vom Balkon durchaus auch im Mittleren Westen der USA auf 15m gehört. Und man muss auch nicht ständig das Wort an sich reißen; alle acht Minuten oder so eine Aussendung auf WSPR ergibt trotzdem binnen zwei, drei Stunden ein hinreichend klares Bild:


    a) Ja, die JPC-12 mit Balkongerüst als Groundplane sendet, und
    b) erwartungsgemäß sendet sie erfolgreich vor allem dorthin, wohin auch der Blick vom Balkon frei ist. Ist diesem Fall also, der Balkon ist nach Südwest ausgerichtet, im Halbkreis von ungefähr Südost bis Nordwest. Richtung Nordost hingegen herrscht Stille. Schade, aber mein Finnisch ist ohnehin nicht sehr gut. Beziehungsweise, es ist nicht-existent. ;)


    Nächste Baustelle: Wie schneidet dieser minimalistische Aufbau der JPC-12 "Balcony Blaster" ^^ wohl gegen die aufwändigere JPC-7 als Rotary Dipole an selber Stelle ab? Aber vorher geht's erstmal 'ne Woche wandern, ganz ohne Funk. (Lust hätte ich ja, aber meine Hiking-Buddies halten mich sowieso schon für leicht gestört, da muss ich ihnen nicht auch das noch aufnötigen. Die Schlepperei hingegen würde mir natürlich gar nix ausmachen, harhar.) Danach aber gibt's die nächste Folge des Balkon-Geflüsters. Nicht verpassen! :)

    73 aus Essen,

    Norbi, DF1PC

  • Gruß aus Balkonien!

    Gestern war endlich mal passendes Wetter und ein bisschen freie Zeit, um die Balkon-Antennenexperimente fortzuführen. Es gibt dazu einige gute Meldungen, beispielsweise die, dass ich dabei nicht übers Geländer gestürzt bin und auch alle Antennenteile noch da sind. Es wäre mir unangenehm gewesen, wenn sich zwischendurch so ein Stück Teleskopantenne ins Blumenbeet des Nachbarn gebohrt oder der Akkuschrauber die Tischplatte seiner Gartengarnitur durchschlagen hätte.


    Eigentlich gibt es sogar nur gute Meldungen, denn tatsächlich funken die ausprobierten Variationen ganz manierlich. Die Experimente galten diesmal dem 15m- und dem 17-Band, hier sind einige Erkenntnisse:

    • Die für kleines Geld beim Chinesen bestellte, 5,6m lange Teleskopantenne ergibt als Vertical auf dem Adapter aus dem JPC-12-Set und dem Balkongerüst als Groundplane eine akzeptabel abstimmbare Komposition und ist in zwei Minuten aufgebaut. FT-8 auf 17m kreuz und quer durch Europa - kein Problem.
    • Und dann war da ja noch die Frage, wie diese Verticals abschneiden im Vergleich zum JPC-7 Rotary Dipole auf 4m hohem Leuchtenstativ, angedengelt ans Balkongeländer (aber eben galvanisch getrennt). Eigentlich wollte ich euch dazu mindestens eine multivariate Analyse präsentieren, samt kanonischer Korrelationsanalyse, Strukturgleichungsmodellierung und Faktorenanalyse. Aber dann habe ich doch lieber Kuchen gegessen. Deswegen gibt's leider nur anekdotische Beobachtung und Bauchgefühl. Es lautet: Okay, der Dipol hat noch einen Tick mehr Wumms. WSPR ging mit Australien und Neuseeland auf 15m sogar noch in den Nacht- und Morgenstunden, das hatte ich vorher nicht.
    • Heute morgen habe ich dann noch die Arme des Dipols auf Vertikalkonfiguration geschwenkt, also ein Arm senkrecht, den anderen als Radiator schräg nach unten weg. Das Teleskop auf dem Stativ hat dann schon eine ordentliche Höhe und schielt sogar schon fast übers Hausdach hinweg. Und zack - schon habe ich auch den Nordosten drin, Polen, Finnland, Schweden, was vorher ein bisschen fehlte. Das sieht nun allerdings schon etwas nach krasser Antennentechnik aus, mit den im Sonnenlicht glänzenden Loading Coils und allem Brimborium. Unauffällig ist das nicht mehr. Ich rechne mit aufgeregten Anrufen aus der erweiterten Nachbarschaft beim Staatsschutz, ob denn das so alles seine Richtigkeit habe.

    Heute möchte ich dann allerdings vor allem mal ein bisschen funken. Vielleicht hört man sich?


    Euer Norbi, DF1PC

  • Vielleicht hört man sich?

    Hallo Norbi,

    gerne, ich schau mal, ob du auf 40m oder 60m in CW zu hören bist.

    Zunehmend klingt es, zumindest für mich, schon etwas anstrengend, wie aufwendig du deine Funkzeiten gestaltest,

    welche Vorbereitungen du vornimmst, bevor es dann losgeht, aber evtl. ist das ja, das ganze drumherum, der Reiz für dich.

    Um in DL, also mit uns zu funken, müßtest du von den oberen Bändern auf die Bänder kommen, wo du uns hören kannst.

    Machst du eigentlich auch CW, dann wäre die Wahrscheinlichkeit höher, uns zu arbeiten,

    viele von uns sind in CW qrv.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei deinem individuellen Weg, QRV zu werden,

    73

    Winni

  • Moin Winni, danke für die freundliche Zuwendung, das weiß ich zu schätzen.


    Leider fühle ich mich immer noch als totaler Anfänger, vor allem beim Thema HF. Und CW kann ich (noch) schon gerade gar nicht. Vielleicht wäre dann alles etwas einfacher. Aber so stehe ich vor dem Problem, trotz einschränkender QRP-Möglichkeiten dennoch DX machen zu wollen. Schwierig. Mit meinen beschränkten Antennenmöglichkeiten sind 40m und 60m schon problematisch, deswegen ging's jetzt erstmal Richtung 10m-20m.


    Das Rumprobieren macht Spaß, ja, haste Recht, ist ein bisschen Selbstzweck, aber zugegeben kam das Beste heute Nachmittag zum Schluss: QSOs in SSB mit Spanien.


    Aber jetzt hast du mir 'ne schöne Aufgabe gestellt, nämlich mindestens mal auch auf 40m QRV zu werden. Kriege ich hin, auch vom Balkon, und werde hier darüber berichten. (Unter uns, sag es bitte nicht weiter, diesen Thread sehe ich als eine Art Leidensgeschichte, eine Passion, aus der zukünftige OMs und YLs mit ähnlichen Bedingungen vielleicht etwas Brauchbares rausziehen können. Hast du mal gezählt, wie viele wahnsinnig gute Tipps für Anfänger hier drinstehen? Ist jetzt schon irre. Tolles Forum!)

  • Yo Winni, als Funkamateure sind wir allesamt öffentliche Personen, das haben wir so gewählt, das haben wir so gewollt. In der Tat habe ich vom Büro freien Blick auf die Ruhr-Uni, daher vielen Dank für die Tipps. Dem werde ich mal nachgehen. Spannend!


    Kennste das Moltkeviertel? Da genau blicke ich drauf vom Balkon. Also mittendrin in der Großstadt. Doch so allmählich wird mir klar, dass ich dennoch von QRM viel weniger betroffen bin als manch andere, die im beschaulichen Vorort wohnen, aber das Pech haben, dass im benachbarten Gewerbegebiet eine schwere störende Maschine rumbratzelt. Insofern habe ich auch von dem (wertvollen!) Vorschlag weiter oben Abstand genommen, ein Remote-SDR als Behelfsempfänger zu nutzen.


    Unterm Strich stehen die Chancen doch nicht schlecht, dass wir uns mal im Äther hören - wäre dann aber Phonie. Die aktuellen Bedingungen scheinen ja geradezu Wunderdinge zu ermöglichen, sogar Kurzdistanz auf 40m ... :)

  • Hallo Norbi,

    nein, der Beitrag ist weg, müßtest du mit deinem "know how" mir helfen, ihn wieder hervorzuholen, hi


    Also Nähe von Bahnhof Essen Süd, schöne Gegend, zentral und doch schnell im Grünen, was will man mehr.


    Ja, du hat Recht, ich wohne z.B. auch "mitten drin", aber, da ich in einer Genossenschftssiedlung lebe, haben wir keine Sonnenkollektoren in der Nähe, also wenig Störungen, gut ein paar Schaltnetzteile, aber auch bei mir alles gut.

    Da sind die in den Schuhkartonsiedlungen oft schon schlechter dran mit den Kollektoren.


    Ein Tipp, um festzustellen, ob deine Lage o.k. ist, sind die Kurzwellen-Baken, schau mal, da gibt es Listen,

    wie z.B. die von Mirek (fang an mit den 30m Baken auf 10,130 +/+


    https://ok1dub.cz/ok0en/List_of_A1A_HF_Beacons_below_14_MHz.pdf


    und wenn du es auf die Spitze treiben willst, schau, wenn du was resonantes für 80m aufgebaut hast (10m Draht gegen Balkongitter), dann schau, ob du Abends auf der 3.555.55 CW Zeichen hörst (10mW aus der Nähe von PA).

    Ich habe 16m Draht im Baum mit Zwille gegen Regenfallrohr und Dachrinne als Gegengewicht, hi und ich höre die auf 80m mit den 10mW,....ich bin glücklich.


    73

    Winni

  • Moin Winni,

    der Beitrag ist weg

    Administrator Jürgen kann den wieder hervorzaubern. Und macht es auf Wunsch gerne.

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    "Lege keinen Wert auf diejenigen, die dich nicht zu schätzen wissen."

  • Winni, das genau meine ich. Dieses Legendäre, dieses Regenrinnending. Metall ist Metall, und es leitet. Und wenn es leitet, dann taugt es als Antenne. Aber die Details kapiere ich noch nicht hinreichend. Das nervt mich. HF ist anders, scheiß unberechenbar (pardon my French). Ich zähle auf euer Erfahrungswissen. Und dann möchte ich natürlich auch etwas zurückgeben, indem ich hier eigene Beobachtungen reinschreibe. Die KI (siehe anderer Thread) wird dann am Ende schon irgendwas draus machen. ;)

  • Hallo Mike,

    nix für ungut,

    du weißt doch, manchmal entsteht bei mir mit Hilfe Phantasie und Empatie (von beidem habe ich etwas viel in die Wiege gelegt bekommen) der Wunsch nach mehr, nach mehr an Sätzen, dann denke ich nach und nach 5 Minuten merke ich, dass es evtl. zu vorschnell war, dann lösche ich, manchmal sind dann auch schöne situative Gedanken zu unseren aktuellen Themen weg, egal, ich hab mich dran gewöhnt.

    Ich glaube, deshalb mag ich dieses Forum auch so sehr, weil es mir ermöglicht, auch später noch mich zu korrigieren, oder was zu vorschnell geschrieben wurde, wieder zu löschen,

    aber danke für den Hinweis,


    schönen Abend dir,

    73

    Winni

  • Merci vielmals, Michael, sehr nützlich.


    Entlang meiner Lernkurve glaube ich nun aber erkannt zu haben, dass die Baken mir etwas über die Ausbreitungsbedingungen sagen und auch etwas über die Empfangsqualität meines Setups, gegeben die lokale Störumgebung. Was die Baken mir nicht sagen, ist, wie hoch die Sendequalität meiner Antenne mit Balkon als Groundplane ist.


    Oder übersehe ich hier etwas? Offene Frage. Deswegen fand ich die Hinweise auf WSPR in diesem Thread so außerordentlich erhellend. Davon lernt man in der Prüfungsvorbereitung nix, nada, niente, nüscht.

  • Norbi, ist eine Einbahnstraße. Wenn Du allerdings eine Bake hörst, wirst Du auch hinkommen können.

    73 Michael, DF2OK.

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    "Lege keinen Wert auf diejenigen, die dich nicht zu schätzen wissen."

  • H

    Winni, das genau meine ich. Dieses Legendäre, dieses Regenrinnending. Metall ist Metall, und es leitet. Und wenn es leitet, dann taugt es als Antenne.

    Hallo Norbi,

    ja, das ist mein Statement gewesen,

    dass es im Forum sowohl die Experten, als auch die Praktiker gibt.

    Das Forum lebt vom Erfahrungs- und theoretischem Wissen.

    Warscheinlich wird es irgendwann KI geben, die auf Beides gleichgut zurück greifen kann, unvorstellbar für mich, was dann passieren wird, dann wird es echt eng, denke ich,

    denn, hinter den Praktikern liegt ja geballte gemachte Erfahrung, also Ergebnisse von Denprozessen, wenn das KI auch noch kann, dann.....gute Nacht.

    Spaß beiseite:

    Zu deinen "einfachen" Möglichkeiten:

    - jeder Draht läßt sich leicht mit einem Tuner (Drehko, Spule, oder besser am Anfang ein gekaufter Tuner usw.) auf jede Frequenz abstimmen

    - um dem Draht noch gutes Futter zum Abstrahlen zu geben, ist es sinnvoll, eine HF-Erde (Gegengewicht) zu spendieren, die nicht resonat sein muss, viel Metall ist gut

    - so etwas hast du z.B. in Form der bei euch später angebauten Metallkonstruktion, die gewaltig ist, die viel Metall hat

    - ich hab auch mal in einem QTH unter den OSB-Platten, die ich in der Altbauwohnung verlegt hatte, überlappend Grill-Alufolie gelegt, es waren mindestens 80qm, das war indoor, aber es war ein gutes Gegengewicht, und jetzt kommt es noch dicker, der Strahler war die "Lampenabspannung" in unserer Strasse, wo die Strassenbeleuchtung zwischen den Altbauten im Altstadt abgespannt war, das gin auch toll auf 160,80,40 und 30 Meter, ich hab einfach einen Metallhaken mit einem Draht verbunden, den vom Fenster hin und her baumeln lassen, bis er an einem Punkt unter dem Stahldraht (der Aufhängung) Kontakt hatte, dann habe ich den haken angezogen (Spannung drauf), ich kam ja nicht an die Stelle, also gehofft, dass durch den Druck die Berbindung auch einen elektrische Verbindung wurde, hat geklappt, sah man nicht, man wußte auch nicht, dass ich das als antenne nutzte.

    - also, zum Testen, schmeiß einen dünnen Draht mit Kartoffel vorne, damit nix kaputt geht und die Vögel noch was zum Fressen kriegen, vom Balkon in eine Baumkrone vor dem haus hinten im Gartenbereich, dann den Draht als Strahler an die Machbox, die Masse der Machbox an das Balkongeländer, dann SWR auf 1:1 und hör mal auf den Bändern rein, danach z.B. mit 5 Watt Träger auf Maasbree (Wasserfall im web.sdr Radio) auf 60m , auf 40m und du wirst sehen, es funkt


    Ich wiß, dass es für Techniker, Softwareentwickler usw. schwer ist, das nach zu vollziehen, aber ich als "eingetragener Praktiker" garantiere Erfolg.

    Und so hangelt man sich von einer Anordnung zur nächsten anordnung,

    73

    Winni

  • Winni, :thumbup:

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    "Lege keinen Wert auf diejenigen, die dich nicht zu schätzen wissen."

  • Entlang meiner Lernkurve glaube ich nun aber erkannt zu haben, dass die Baken mir etwas über die Ausbreitungsbedingungen sagen und auch etwas über die Empfangsqualität meines Setups, gegeben die lokale Störumgebung. Was die Baken mir nicht sagen, ist, wie hoch die Sendequalität meiner Antenne mit Balkon als Groundplane ist.

    Norbi und Mike,

    ihr seid mir zu schnell:


    - Baken bis 10MHz zum Hören, was du mit der "neu" errichteten Antenne hörst

    - Maasbree deshalb, weil du es sendeseitig dann noch bestätigen kannst, du siehst sogar den S-Wert von dir, mit dem du dort ankommst, Maasbree ist gut, wenn man Antenne A zu Antenne B innerhalb kurzer Zeit testen will, also man ändert am Gegengewicht was, nimmt noch das kupferne Regenfallrohr zum Balkongeländer dazu, vielleicht hört man den Unterschied, was man sendeseitig auch sehen will, also im Wasserfall, so nutze ich Maasbree. Maasbree ist von Essen oder hier von Wuppertal optimal, weil es nur 50-70km sind, die dein Signal überbrücken muss


    Also nich kompliziert machen, nicht 10m Baken nutzen, oder RBN System nutzen, das ist alles zu viel, nein, sich konzentrieren auf ein WEB SDR Empfänger und mit ihm die Test, die Empfangs- und Sendeversuche machen. das bringt für deine Experimente viel mehr.

    Bakenlisten gibt es viele, aber Mirek ist einer der wenigen, die sehr aktuell das neueste, was auf 80m oder 40 oder 30m passiert, mit in seine Liste aufnimmt, ich bin bei ihm im Verteiler, so dass ich immer eine Email erhalte, wenn er was neues gehört hat, hi


    73

    Winni

    Edited once, last by DK6JK ().

  • Norbi,

    und schau dir das Bild auf der QRZ.COM Seite von Uli an DF4JG, der hat da so ein Drahtgeflecht und glaubt, es sei die Antenne, aber der ist oft so laut (der funkt oft ganz normal in den Runden auf 60m oder 40m im Winter 80m mit 100watt und in SSB).

    M.E. ist er so laut, weil er die Balkonamierung als Gegengewicht nutzt, diese geht mit in die Abstrahlung ein, eine Antenne strahlt und zwar besteht die Antenne aus dem "kleinen" Draht und, ja und, aus dem Balkongeländer, das strahlt ebenfalls, das ist so, das wird jeder kompetenter erfahrener OM bestätigen.

    Bei den Moblilisten ist es auch so, der kurze Draht auf dem Autodach in Kombi mit der Karosserie ist der strahlende Teil einer Mobilantenne, hi,

    also,

    geh davon aus,

    dass dein Balkongeländer (was ja jede Etage hat, was ja miteinander verbunden ist), dass das ein Geschenk für dich in deinem QTH ist, nimm es an und nutze es, hi

    Weißt du, all die OMs, die Platz für Dipol oder so haben, tun sich schwer, so etwas zu verstehen, aber was ich hier beschreibe, funktioniert, ich bin der lebende Beweis und das schon seit 50 Jahren in verschiededensten QTHs, ich habe immer auf 80 und 40 usw. ein gutes Signal hingestellt, weil, ja weil ich aus dem, was ich vorfinde, ein Optimum heraushole, das dauert oft länger, weil ich ja viel höre, vergleiche, testen usw. muss, aber letztendlich gelingt es immer, was aus einer "beschissenen" Wohnsituation (ich habe übrigens keine Antennen Genehmigung) zu machen,

    ich liebe das Hobby, also tue ich was dafür, dass ich am Funkbetrieb teilnehmen kann,

    73

    Winni

    Edited once, last by DK6JK ().

  • Gehört zu den Dingen, die ich noch gar nicht richtig atme:

    "- jeder Draht läßt sich leicht mit einem Tuner (Drehko, Spule, oder besser am Anfang ein gekaufter Tuner usw.) auf jede Frequenz abstimmen."


    Meine beiden verfügbaren Transceiver haben das Ding sowieso eingebaut. Aber mir fehlt jegliches Gefühl dafür, welche Wirkungsgrad-Verluste der Antenne ich mir damit einhandle. Als Faustformel habe ich mir gemerkt: Unter SWR 2:1 Tuner ausgeschaltet lassen. Aber warum?


    Außerdem messe ich ja nicht nur SWR, sondern auch Antennenimpedanz. Wenn die von 50 Ohm abweicht, ins Kapazitive oder Induktive, wie setze ich die Prioritäten? Erst ums SWR kümmern, oder erst um die Reaktanz (Imaginäranteil)? Oder ist das alles am Ende wurscht, weil irgendwelche irren Fresneleffekte der Bodenleitung oder - keine Ahnung - die SPD oder Voldemort einem sowieso alles zerschießen?


    Denkt mein biologisches Gehirn zu kompliziert, und ich sollte ohnehin besser alles der KI überlassen? :/


    Fragen über Fragen.