Anschlussklemmen an Netzteilen

  • DL7BJ

    Tom, ich habe hier ein PS30SW und dahinter eine Entstörung wie von DG0SA gezeigt drangehängt. Ich meine, ich habe Ruhe auf den Bändern, muss aber gestehen, ich habe hier ums Haus herum eh einen Störpegel der besseren Art, sodass mir das vielleicht von meinem Netzteil erzeugten Signal gar nicht mehr auffällt.


    Aber wenn ich meinen TRX über meine Batterie betreibe, ist auf alle Fälle Ruhe. ;)


    Gruß Stefan

    Strengt euch an! Der Tag versaut sich nicht von alleine! :D

  • Hallo die Runde,


    schaut doch mal zu Stromversorgung / Netzteilen im QRP-Shop vorbei. Es gab doch dort immer diese bewährten störungsarmen Schaltnetzteile mit 23A .


    73 de

    Manfred , dl3arw

  • Das lässt viel Freiräume für eigene Verbesserungen! Und was man hier liest

    Samlex SEC1235(M) DC Power Supply

    lässt einen auch nicht jubeln.

    Zitat aus dem Link "with the whip antenna on the receiver". Und da wundert sich der Autor?

    Das Manual hatte ich weiter oben schon verlinkt

    Das ist nicht das gleiche Manual. In Deinem steht was von over-Voltage Protection drin, in meinem hingegen "Over Voltage ... Regulated by PWM Controller", was bedeutet, dass es keine gibt. So ist das auch bei meinem Samlex SEC-1223

    Bei den Strömen sollte man eine NATO Steckdose erwarten, das wäre robust

    Dann aber bitte mit NATO LKW-Knochen zum manuellen Wegnehmen der 12V :)


    https://us-browse.startpage.com/av/anon-image?piurl=https%3A%2F%2Fupload.wikimedia.org%2Fwikipedia%2Fcommons%2F8%2F8c%2FBatt-schalter_natoknochen_2.jpg&sp=1661020236Te9cceb106875a5ee5b054ae2858c362080cac7c612e290a0a802182a96afab54

    Ich tendiere aber zu runden 10-15 Ampere mehr.

    Gute Sache. Im Nachhinein haette ich statt 23A auch >30A waehlen sollen. Nicht dass es etwa zu heiss wird, obwohl mein nicht gerade sparsames FT-8000R "OV-Telefon" mit dranhaengt. Jedoch kommt der Luefter bei CW-Ragchews, die laenger als eine Stunde dauern. Nicht uebermaessig laut, aber da haetten sie anstatt des Thermoschalters auch was analoges reinsetzen koennen fuer langsames Hochlaufen und Teillast-Pusten. Spaetestens fuenf MInuten nach Ende des Ragchews ist er wieder aus, kommt man drueber.


    Wenn man das alles gusseisern robust machen moechte, koennte man hinten an das Netzteil Winkel anschrauben, darauf einen flachen Autosicherungskasten mit Masse-Terminals und den ueber fetten Draht mit dem Inneren des Samlex verbinden. Dann haette das Netzteil ein halbes Dutzend Abgaenge, die man nach Wunsch unterschiedlich absichern kann.


    Oder eine XT90 Panel-Buchse reinsetzen. Oder zwei XT60 Panel-Buchsen.


    73, Joerg

  • Moin Joerg,

    Das ist nicht das gleiche Manual. In Deinem steht was von over-Voltage Protection drin, in meinem hingegen "Over Voltage ... Regulated by PWM Controller", was bedeutet, dass es keine gibt.

    Nö, in #1 habe ich wegen unterschiedlichen Angaben die Frage nach dem Überspannungsschutz überhaupt erst gestellt!

    Btw: Haben die Samlex eigentlich einen Überspannungschutz für den DC Ausgang eingebaut? Hier steht das, aber im Datenblatt kann ich dazu nichts finden.

    Einfach den Links folgen und lesen ;)


    73, Tom

  • Einfach den Links folgen und lesen

    Moin Tom, Dein erster Link ist eine Darstellung vom Haendler und damit wenig bindend, der zweite fuehrt im Download-Bereich weiter unten zu einem anderen Datenblatt als das aus meinem Link. Die sind unterschiedlich und das ist es, was ich meinte.


    Aber egal, solche Netzteile haben i.d.R. keine Crowbar oder dergleichen. Es sind auch keine Buck Regler, wo ein Durchlegieren des FET den TRX kostet. Wie Guenter schrieb, sind es Primaerregler. Die darin heiss werdenden Teile sind die Primaer-FETs, der Uebertrager und die Dioden auf der Sekundaerseite. Wenn die versagen, passiert dem angeschlossenen TRX (normalerweise) nichts. Es wirkt allerdings QSO-beendend :)


    73, Joerg

  • Moin Joerg,

    Es sind auch keine Buck Regler, wo ein Durchlegieren des FET den TRX kostet. Wie Guenter schrieb, sind es Primaerregler. Die darin heiss werdenden Teile sind die Primaer-FETs, der Uebertrager und die Dioden auf der Sekundaerseite.

    die Datenblätter mögen zwar im Detail unterschiedlich sein (wäre ja wegen EU und USA auch anzunehmen), aber der entscheidene Satz „Overvoltage […] PWM“ steht auch drin und nicht wie beim Händler, wo man von einem extra Schutz ausgehen kann.


    Aber dann ist ja auch Dank Eurer Infos meine Frage beantwortet und zusätzlich mit der Info, dass man da keine Crowbar benötigt. Tnx!


    Da Du ja viel Erfahrung mit Schaltreglern hast: Was vermutest Du denn, welche Technik in diesen kleinen Steckernetzteilen für Handfunkgeräte steckt? Sind dort Buckregler zu vermuten?


    73, Tom

  • Tom, es gibt doch auch noch genügend Servernetzteile mit Leistung in der von dir gewünschten Größenordnung. So ein Teil auf 13 Volt hochdrehen, einen ordentlichen Filter dahinter, den Turbinenlüfter gegen etwas leiseres ersetzen und schon steht dir genügend Power zur Verfügung. Ich habe mir als Rückfallsystem auch so eines zugelegt und bin soweit recht zufrieden. Auf 630m mache ich eh keinen Betrieb und dort sind auch Signale zu finden. Von daher.... hier wird doch der Selbstbau immer so in den Vordergrund gestellt.... duckundweg... 8)

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  • Was vermutest Du denn, welche Technik in diesen kleinen Steckernetzteilen für Handfunkgeräte steckt? Sind dort Buckregler zu vermuten?

    Tom, die kenne ich nicht, da ich keines habe. Das werden aber keine Buck-Regler sein, sondern eher kleine Flyback-Netzteile. Das ist die billigste Sorte von Primaerschaltreglern. Deren Entstoerung ist nicht trivial, kann man aber hinkriegen und bei 2m/70cm ist es auch nicht so kritisch.

    Tom, es gibt doch auch noch genügend Servernetzteile mit Leistung in der von dir gewünschten Größenordnung. So ein Teil auf 13 Volt hochdrehen, einen ordentlichen Filter dahinter ...

    Die stoeren manchmal unangenehm, auch direkt und ueber den Eingang.

    Auf meiner Platte habe ich noch diese PDF gefunden

    Tom, da haettest Du gleich das Schaltbild eines typischen Samlex Netzteils. Klassische Bauweise wie in den 80ern :)


    73, Joerg

  • Hallo Tom,


    danke für deinen kurzen Baubericht. Damit wirst du sicherlich zufrieden sein. Mir kam jedoch spontan noch eine andere Idee in den Kopf, da ich mich nahezu täglich mit Layouts und Platinen beschäftige :)


    Hast du mal an einen Platinenstreifen gedacht? Sprich zwei parallele Leiterzüge in entsprechenden Breite (ca. 15mm @35µm Cu-Auflage um den Strom sicher führen zu können). Hier könnte man exakt die Bohrlöcher vorsehen und mechanisch werden die Buchsen sicherlich auch gut, wenn nicht sogar besser halten. Am Ende kann man dann eine Schraubklemme für Printmontage setzen für die Speisung, gibt es auch in der erforderlichen Stromstärke. FR4-Material lässt sich zudem gut bearbeiten.

    vy 73 de Dirk, DH4YM

  • Moin Dirk,


    jo, kann man machen. Könnte man auch in ein Gehäuse setzen. Dazu müsste aber eine Nachfrage vorhanden sein, für ein Einzelstück lohnt das eher nicht.


    Aber die Stecker erfordern schon etwas Kraft. Ob das auf Dauer gut geht, wenn die Befestigung nur über die 35µm Kupferschicht erfolgt? Die Lötverbindung wird sicher halten, aber ob sich die Kupferschicht nicht vom Basismaterial löst, wenn die mechanisch belastet wird? Die Buchsen hätten auf der Leiterplatte nur den halben Durchmesser der Kontakte und das auch noch zur Mitte hin, also keine große Kupferfläche, auf der sich die Kräfte verteilen können. Habe noch eine Nahaufnahme der Kontakte gemacht, dann kann man sehen was ich meine:



    Ich denke, für eine Leiterplatte müsste man andere Steckverbinder verwenden. Phoenix, RIA usw. werden da sicher was im Programm haben.


    Was meinst Du?


    73, Tom

  • Was vermutest Du denn, welche Technik in diesen kleinen Steckernetzteilen für Handfunkgeräte steckt? Sind dort Buckregler zu vermuten?

    Unter einem Buck-Regler versteht man einen DC-DC Abwärtswandler. In einem Steckernetzeil sitzt ein primärgetaktetes AC-DC Schalt-Netzteil mit galvanischem Schutz-Trenntrafo drin. So verlangts die Sicherheitsnorm.


    Das Prinzip hier gut erklärt: Bericht Schaltnetzteil mit Entstörversuch, DL6DCA (pdf)


    73

    Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Hallo Tom,


    da hast du sicherlich recht, man darf diese mechanischen Überlegungen nicht vergessen und schon gar nicht unterschätzen. Mir fehlen leider die Erfahrungen mit den XT60-Verbindern in puncto mechanische Beanspruchung. Es kommen ja gleich mehrere Fragen auf, z.B. gibt es viele YL/OM die gerne alle Stromversorgungsanschlüsse vereinheitlichen möchten, z.B. mit den von dir genannten Power-Pols. Oder ist es einem egal, welche Verbinder...
    Ja, die WAGO, Phoenix, etc. sind sicherlich besser in Bezug auf mechanische Beanspruchung. Denkbar wäre die Bohrlöcher ohne Toleranz zu bohren, dass die Buchse schon satt ohne Lot sitzt und zusätzlich könnte man die Buchsen verkleben.
    Die Kräfte beim Stecken und Ziehen könnte man sicherlich auch noch abmildern, in dem man kleiner Platinenstreifen oben und unten vorsieht und verschraubt. Solche Platinenstreifen habe ich regelmäßig als Abfall. Diese nutze ich z.B. gerne, um Ringkerne zu befestigen, wie man das bei dem ein oder anderen Balun sehen kann. Da die angefügte Idee nur eine Breite von 35mm hat, könnten auch schon Leiterplattenhalter völlig ausreichen. Auf jeden Fall FR4 nutzen, das ist sehr strapazierfähig.


    Ich habe mal meine Idee im Anhang skizziert. Soll nur als Anregung dienen und ist auf keinen Fall schon eine fertige Lösung.

  • Guten Abend an alle!

    Seit vielen jahren benutze ich SubD-Stecker für meine Geräte, die etwas mehr Strom verlangen. Es gibt Ausführungen dieser Steckverbinder, bei denen bestehen die Steckerstifte aus Vollmaterial, also nicht aus gefaltetem Blech. Es gibt auch besonders massiv ausgeführte Buchsen. Ein typischer Hersteller dieser hochertigen Ausführungen von SubD-Steckverbindern ist ITT Cannon. Da ist dann jeder Kontakt für bis zu 7,5A spezifiziert. Beispielsweise bei 9-poligen Steckverbindern schalte ich immer vier Kontakte parallel.


    Auf diese Idee kam ich mal, als ein Freund von mir aufgebracht davon erzählte, dass er seinen in TTL aufgebauten RTTY-Konverter (für RX und TX), bei dem alle ICs eingelötet waren, in Flammen hatte aufgehen lassen, weil er den falsch herum an das mächtige Stationsnetzteil angeschlossen hatte. Soetwas sollte mir nie (!!!) passieren, nahm ich mir vor, daher neutze ich immer unverpolbare Stecker.


    Wenn ich NOCH mehr Strom brauche, nehme ich 15-polige Steckverbinder, das kann man so durchaus mit vielpoligen Steckverbindern fortsetzen. Die SubD-Steckverbinder mit 9 - 25 Polen lassen sichnoch recht leicht stecken. SubD-Steckverbinder kennen wir alle von den älteren Computern: RS-232, Gameport, Drucker-Anschluss. Aber das interessiert heute kaum noch jemanden. Also sind auch hochwertige Stecker preiswert zu finden...


    Irgendwann brauchte ich etwas noch Kompakteres. Da kam ich durch ein Bild in der QST auf die Idee, XLR-Steckverbinder zu benutzen. Jeder hochwertige XLR-Steckverbinder kann in Summe bis zu 40A führen. Für meinen früheren 100W-Transceiver habe ich 4-polige XLR-Stecker benutzt, jeweils 2 Kontakte parallel. Irgendwer hat ein Dentron EPS-20st Netzteil im Betrieb, das hinten eine 4-Polige XLR-Buchse eingebaut hat. Das habe ich auch mit anderen netzteilen so getan. Zwei Dreipolige XLRs könnte man für Geräte benutzen, die bis zu 40A beanspruchen. XLRs lassen sich leicht stecken und sind absolut robust. Sie sind wirklich ihr Geld wert!

    Damit es auch beim Zusammenbau des Kabels eindeutig ist, habe ich für SubDs und XLRs da so meine eigenen Regeln (oder "Eselsbrücken"). Bei Interesse beschreibe ich das gern. Aber ich will nicht lagweilen...


    Was ich hier beschreibe, waren meine Lösungen, lange bevor Anderson Powerpole "promoted" wurde. Dass heutzutage oft auch bei relativ kleinen Geräten Anderson Powerpole zum Einsatz kommt, ist für mich keine Lösung, der ich nacheifern werde. Ich löte lieber an Steckern, weil ich dann keine teuren Crimpwerkzeuge benötige. Insofern mache ich mit meiner "eigenen Steckernorm" weiter so. Schon 15-polige SubDs haben dermaßen viel Spielraum, um mehrere Spannungen und auch noch Weiteres anzuschließen. Wenn ich zu diesem Zweck bunte Anderson Powerpoles zu einem großen Steckverbinder zusammenstecken soll (wie kürzlich anderswo vorgeschlagen), kann ich das mit meinem Lösungsansatz m.E. attraktiver ausführen.


    73 Andy

  • Moin Andy,


    da ich XLR habe, am Audio-Interface, Sub-D hier massenhaft für RS-232 und RS-485 gängig ist oder als 25-polig am Galep 4 Programmer für die Parallelschnittstelle, würde ich bei meiner Schusseligkeit reihenweise Geräte in Flammen aufgehen sehen. 35A vom Schaltnetzteil auf RS232 Ports kommt nicht so gut ;)


    Die XT60 sind übrigens verpolungssicher, lötbar und kosten nur kleines Geld. Der Tipp hier im Thread war echt gut!


    Bei meinen selbstgebauten Kleingeräten kommt immer eine Diode als Verpolungsschutz mit rein und dieser Kleinkram wird über ein regelbares Netzteil mit einstellbarer Strombegrenzung versorgt.


    73, Tom

  • Aber die Stecker erfordern schon etwas Kraft. Ob das auf Dauer gut geht, wenn die Befestigung nur über die 35µm Kupferschicht erfolgt? Die Lötverbindung wird sicher halten, aber ob sich die Kupferschicht nicht vom Basismaterial löst, wenn die mechanisch belastet wird?

    IME haelt das ganz gut, sofern die Kupferbahnen mehr als 1cm breit sind und das sollten sie hier sein. Die professionellere Loesung mit XT60 saehe aber so aus:
    https://m.media-amazon.com/ima…JyQW12TkL._AC_SL1000_.jpg


    Oder ganz dekadent fertig vergossen kaufen:

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    Soetwas sollte mir nie (!!!) passieren, nahm ich mir vor, daher neutze ich immer unverpolbare Stecker.

    Ein muskuloeser Monteur hat es mal geschafft, einen 25-poligen D-Sub verdreht reinzustecken. Der Metallkragen falzte sich dabei wie eine Ziehharmonika auf. Es war an einer Industriesteuerung und danach rummste es.


    73, Joerg

  • Hallo Tom,

    wie hier von Joerg gepostet, es gibt von den XT-Steckern welche mit den Gewinden zum mechanisch festschrauben. Die würde ich auf alle Fälle vorziehen.Meine Erfahrung mit den XT-60-Steckern: Manche brauchen schon erheblich Kraft zumM Trennen, das wird auf Dauer die Lötstelle in Mitleidenschaft ziehen.


    Gruß

    Stefan

    Strengt euch an! Der Tag versaut sich nicht von alleine! :D