Anschlussklemmen an Netzteilen

  • Moin,


    ich plane ein Samlex SEC-1235 zu beschaffen. Das Netzteil hat auf der Rückseite zwei Klemmen.



    Wenn man dort 2 TRX anklemmen möchte, die bis zu 25 Ampere aufnehmen können, was würdet ihr zur Verteilung nehmen?


    Ich habe für andere Kleingeräte an einem großen Netzteil die bekannten PK10A Bananenbuchsen von Hirschmann, die sind aber nur bis zu 16A Bemessungsstrom konzipiert. Oder sollte ich nur entsprechende Litze mit WAGO Klemmen nehmen? Die Leitungen zu den TRX sind offene Litzenenden, aber doppelt unterklemmen ist bei dem Querschnitt direkt am Netzteil wohl eher mühselig.


    Btw: Haben die Samlex eigentlich einen Überspannungschutz für den DC Ausgang eingebaut? Hier steht das, aber im Datenblatt kann ich dazu nichts finden.


    73, Tom

  • Hallo Tom,


    ich habe meine Gerätschaften mit XT60 Steckern und Buchsen versehen.


    Liste der wichtigsten Stecker im Modellbau - Drone-Zone.de
    Diese Liste enthält die wichtigsten Stecker im Modellbau, ihr technischen Daten sowie Fotos von Buchse und Stecker der verschiedenen Stecksysteme.
    www.drone-zone.de


    4 mm² Kabel lassen sich problemlos verlöten und mit Schrumpfschlauch absichern.


    Am Netzteil könnte man die Buchsen fest verbauen.

  • Moin Tom,


    So wie Uwe habe ich das auch getan, aber drei XT60. Ich habe den dicksten nicht-gelitzten Kupferdraht genommen, der in diese Buchsen passt, daran jeweils mehrere Litzenkabel mit einem Durchmesser angeloetet, den die XT60 maximal aufnehmen konnten. Alles schoen mit Schrumpfschlauch versehen, an der Loetstelle, wo die drei zusammenkommen, doppelter Schrumpfschlauchbelag. Ich habe hier zwei Samlex SEC-1223 mit je drei XT60 Abgaengen, das reicht eine Weile :)


    Die Samlex sind zwar sehr ruhig, aber auf 160m und Mittelwelle naessen sie HF-maessig ganz leicht ein. Wenn das SEC-1235 dies auch tut und das stoert, kann man innen 0.1uF Keramikkondensatore kurzbeinig von Plus nach Masse und von Minus nach Masse (wirklich beide) setzen, dann ist das normalerweise weg. Erfordert aber einen fetten Loetkolben, 150W oder so.


    Tipp: Bevor Du ein fettes Kabel am XT60 verloetest, stecke einen Gegenstecker rein und ziehe den nach Abkuehlen wieder ab. Das reduziert die Gefahr von Verformungen im Plastik.


    An einen der XT60 kann man eine Art Unterverteilung haengen, mit weiteren XT60 und anderen Sorten fuer kleine Geraete, Keyer, Transverter, Lampe oder aehnliches. Wenn Du dort duenneres Kabel verwendest, setze eine KFZ-Sicherung in Reihe, diese sowie die Einsaetze dafuer gibt es im Autozubehoerladen, zum Einschleifen ("fliegend").


    73, Joerg

  • Moin Joerg,

    Erfordert aber einen fetten Loetkolben, 150W oder so.



    anderen Sorten fuer kleine Geraete, Keyer, Transverter, Lampe oder aehnliches.

    Ne‘ JBC Station ist ausreichend, auch für Dachrinnen ;) Eine Anschaffung fürs Leben!


    Für den Kleinkram an Geräten habe ich ein konventionelles Netzteil mit einstellbarer Strombegrenzung, max 3A.


    73, Tom

  • Ich verwende folgende Flachstrecker
    https://www.ebay.de/p/1556166947?iid=332794957344

    die kann man auch mit besoffenen Kopp nicht zum Kurzschluss nötigen ;)

    Als Spannungskontrolle habe ich an den Samlex Nezteilen eine 12 Volt Kontrolllampe angebracht.

    Laut Angaben von Maas ist ein Überpannungsschutz vorhanden:

    Ich habe zwei Samlex

    Betriebsspannung 115 - 230 V AC/ 50-60 Hz
    Ausgangsspannung13,8 / +/- 1% Volt DC Festspannung
    Ausgangsstrom konstant 23 Ampere
    Ausgangsstrom kurzzeitig 27 Ampere
    Ripple & Noise / Restwelligkeit & Rauschen <150 Mv Peak-Peak
    Kühlung temperatur gesteuerter Lüfter
    DC Anschlussbuchsen 2 Klemmbuchsen 5mm auf der Rückseite
    Protections / Schutz Überlast (Over Load)Kurzschluss Überspannung ab 16,5V (Output Over Voltage Protection) Überhitzung (Over Temperature)
    Sonstige Ausstattung schwarzes Metallgehäuse Gummistandfüsse Kabel mit Schukostecker und Kaltgerätestecker im Lieferumfang
    Abmessungen(BxHxT) 180x60x190 mm
    Gewicht ca. 1,75kg
  • Moin,


    das hatte ich im ersten Beitrag ausgeführt, das bei Maas etwas von Überspannungsschutz steht, aber beim Hersteller weder auf der Website, noch im Datenblatt oder im Manual dazu etwas erwähnt wird.


    Eine Kontrollleuchte ist ja wenig hilfreich, wenn ein FET im Netzteil durchlegiert, wie Joerg das so schön formuliert. Da hilft nur ein Crowbar, um die Geräte schnell zu schützen, intern oder extern.


    73, Tom

  • Ein sehr gutes Netzteil, funktioniert bei mir bis Dato ohne Probleme (keine HF Störungen). Allerdings gab es Probleme mit den Schraubklemmen. Die Schrauben sind geschlitzt für normale Schraubendreher. Wenn man die Schräubchen zu sehr zudreht, bricht eine Seite am Schlitz ab. Dann muss man die defekte Schraube raus pfriemeln. Das Problem scheint bekannt, denn es sind entsprechende Ersatzschrauben dabei.

    DH8HHA

    Harald

  • Ich habe aus der Originalbeschreibung herausgelesen "Überspannungsschutz durch PWM-Schaltkreis", also eine Funktion des Schaltreglers selbst. Wie genau, müsste man im Schaltbild nachschauen. Vermutlich regelt er bei 16,5V unabhängig von der Spannungseinstellung runter. Ich habe eine ältere Ausführung des SEC1223, eine zusätzliche Schaltung zur Überspannungsbegrenzung ist da auch nicht drin, alles geht über den PWM-Schaltkreis.

    Aber im Unterschied zu Analogreglern schalten diese Geräte ja nicht maximale Spannung bei Defekt auf den Ausgang durch, sondern gehen aus, wenn mal der FET im Leistungsteil oder der PWM-Schaltkreis nicht mehr schaltet

    73 Reiner

  • Eine Kontrollleuchte ist ja wenig hilfreich, wenn ein FET im Netzteil durchlegiert, wie Joerg das so schön formuliert. Da hilft nur ein Crowbar, um die Geräte schnell zu schützen, intern oder extern.

    Wenn der Schalt-FET im primärgetakteten Schaltnetztei durchlegiert, kommt sekundär nichts mehr an.


    73

    Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Hallo die Runde,

    bei diesen Schaltreglern gibt es für die Ausgangsseite keine " Schutzschaltung " . Die Ausgangsspannung wird gemessen / mit einer Referenz verglichen und im Ergebnis dessen wird über einen Optokoppler

    Einfluss genommen auf den eingangsseitigen PWM-Regler. Für den Vergleicher auf der Ausgangsseite wird oft ein TL431 eingesetzt . Diese können wie alle anderen Bauteile auch schon mal kaputt gehen.

    Wenn der PWM-Schaltkreis eingeschaltet wird läuft erst mal ein " Anlaufbetrieb " los und es wird auf ein Regelergebnis von der Ausgangsseite gewartet. Kommt dieses Signal nicht , wird auch nicht in den

    Normalbetrieb umgeschaltet, die PWM-Schaltung pulsiert. Normal ist es nicht notwendig eine zusätzliche Schutzmaßname auf der Ausgangsseite vorzusehen. Aber irgendwann könnte der Ausgangsregler

    nicht mehr korrekt arbeiten und die Ausgangsspannung geht dann hoch. Wer hat, der kann aus lauter Vorsicht so eine Crowbar einsetzen, dann kommt die Strombegrenzung auf der Eingangsseite.

    Ich habe in den vielen Jahren jedenfalls noch nie den Fehler gehabt, dass die Regelung von Ausgang zurück zum Eingang aussetzte.


    73 de

  • Ein sehr gutes Netzteil, funktioniert bei mir bis Dato ohne Probleme (keine HF Störungen). Allerdings gab es Probleme mit den Schraubklemmen. Die Schrauben sind geschlitzt für normale Schraubendreher. Wenn man die Schräubchen zu sehr zudreht, bricht eine Seite am Schlitz ab. Dann muss man die defekte Schraube raus pfriemeln. Das Problem scheint bekannt, denn es sind entsprechende Ersatzschrauben dabei.

    DH8HHA

    Harald

    Hallo Harald,


    Schlitzschrauben verwende ich schon lange nicht mehr. Alternativ gibt es Kreuzschlitzschrauben oder Sechskantschrauben. Sechskantschrauben gibt es schon ab M2.


    72 & 73

    de Jürgen, DF3OL

  • Ich habe aus der Originalbeschreibung herausgelesen "Überspannungsschutz durch PWM-Schaltkreis", also eine Funktion des Schaltreglers selbst

    So isses, hier ist das Manual:


    https://static.dxengineering.com/global/images/instructions/sxa-03431.pdf


    Bei meinem kleineren Samlex SEC-1223 ist die Spannung an einem Trimmpoti einstellbar. Natuerlich koennte da der Schleifer versagen. Ich habe noch nicht genau nachgesehen im Schaltbild, aber falls das Risiko besteht und zu gross erscheint, kann man schaltungstechnisch so nachbessern, dass die Ausgangsspannung dann sinkt.


    73, Joerg

  • Zum ursprünglichen Problem mit den Buchsen:

    Für den Preis hätten die aber deutlich bessere Buchsen mit Klemmung einbauen können. Ich würde von hier aus auf einen selbstgebauten oder auch gekauften Verteiler gehen, andem ich alle weiteren Geräte anschließe. Diesen Klemmen traue ich nicht wirklich, also rein mechanisch.

    Hier gibts ein Bild von innen:

    http://w0qe.com/RF_Interference/images/SEC1235_DC_Out_Before-hi.jpg


    Das lässt viel Freiräume für eigene Verbesserungen! Und was man hier liest

    Samlex SEC1235(M) DC Power Supply

    lässt einen auch nicht jubeln.


    Gruß

    Stefan

  • Moin,


    Joerg Das Manual hatte ich weiter oben schon verlinkt. Samlex Europe sitzen in PA, aber am Ijsselmeer. Etwas weit, die Grenze ist von hier aus nur 1h.


    Eigentlich alle Netzteile haben "Spielzeugklemmen". Bei den Strömen sollte man eine NATO Steckdose erwarten, das wäre robust ;)


    73, Tom

  • Moin Stefan,

    Das lässt viel Freiräume für eigene Verbesserungen! Und was man hier liest

    http://w0qe.com/RF_Interferenc…M%29_DC_power_supply.html

    lässt einen auch nicht jubeln.

    welches 35 Ampere Schaltnetzteil würdest Du denn empfehlen, das von 0-70MHz absolut still ist?


    Das ist doch wie bei den Industrietransceivern, irgendwo wird wieder gespart, meist bei den billigsten aber für den Anwender interessantesten Dingen. Ich verweise nur mal auf den Thread mit den TX-Relay und QSK. Ich könnte mir auch einfach bei Block einen fetten Trafo machen lassen und ein Netzteil bauen. Das wäre dann still.


    73, Tom

  • Irgendwo muss ich noch eines dieser schönen Voltmeter liegen haben, das hänge ich mir in Sichtweite, die Netzteile stehen unter dem Tisch.

    Nach der Wende gab es die ja massenhaft, hatte auch einige. Damals wollte sie keiner mehr haben, heute sind sie wieder teuer. Gut erhaltenes Exemplar mit Aufkleber vom ehemaligen Besitzer. Ich benutze noch Kopfhörer TA-56M aus gleicher Quelle, gefallen mir besser für /P-Einsätze mit QRP-Gerät (QCX+) als die gängigen heutigen Produkte.

    73 Reiner