Wie koennte man die CW-Bereiche beleben?

  • Ein Grund weshalb FT8 beliebt ist, ist der Umstand, daß man das QSO so einfach einsacken kann. Versuch einmal mit 12WPM CQ zu rufen und beobachte wie lange es dauert bis Du eine Antwort bekommst und wie viele solche QRS QSOs Du machen kannst. Die QRQ Leut' sterben aus, ist einfach so und dann?

    Ich denke, dass das der Knackpunkt ist: Es ist kein Meister vom Himmel gefallen und sehr wenige Leute, die gut CW können, wollen QRS machen.

    Also holen wir die Newcomer und Neueinsteiger doch da ab, wo sie momentan stehen. Selber mal mit QRS rufen oder wenn man jemanden mit 12 WpM hört, dann anrufen.


    Und sonst gibt dieser Cartoon sehr gut das Problem wieder:

    :)


    73!

    Peter DL3NAA

    DL3NAA
    Name: Peter
    QTH: Kehl (JN38VN)
    DOK B14, HSC 1023, VHSC 186
    QRP von 80 Meter bis 10 Meter CW


    Life is too short for QRP!

    Satis longa vita - Das Leben ist lange genug! (Seneca)

  • Ich habe mir nochmal die gesamten Diskussion "angetan" und sie einzuordnen versucht.


    Vieles wurde geschrieben, aber nicht unbedingt zum eigentlichen Thema bzw. zu der Fragestellung.


    Es waren erstaunliche 12 Seiten und 33 Diskussionsteilnehmer, deren CW-Aktivitäten ich mal in 3 Gruppen aufgeteilt habe und zwar in :


    Vollaktiv, gelegentlich aktiv und garnicht aktiv.


    Das Ergebnis ist ernüchternd.


    Vollaktiv = 18 %


    gelegentlich aktiv = 15 %


    garnicht aktiv = 67 %


    Für die Beantwortung der eigentlichen Frage, oder den Versuch sie zu beantworten brauchte es "eigentlich" weit aus weniger Beiträge als entstanden sind.


    Es stellt sich nur die Frage, wessen Argumenten und Meinungen man bereit ist "eher" zu folgen. Die Antwort "sollte" auf der Hand liegen.


    Fazit, die einen machen CW, sind aktiv und zu hören. Sie leisten ihren Beitrag zur Erhaltung der Gemeinschaft.


    Die anderen schreiben und reden halt lieber mehr darüber, ungeachtet ihrer Kompetenz zum Thema, die ich niemanden absprechen will.


    Man stelle sich nur vor, die 12 seitige Disskusion hätte in CW stattgefunden. Nicht auszudenken, und das Thema hätte sich erübrigt,.


    "Jeder hat das Recht anders zu denken und zu handeln als ich"



    Dieter DL2LE

  • Es stellt sich nur die Frage, wessen Argumenten und Meinungen man bereit ist "eher" zu folgen. Die Antwort "sollte" auf der Hand liegen.


    Fazit, die einen machen CW, sind aktiv und zu hören. Sie leisten ihren Beitrag zur Erhaltung der Gemeinschaft.

    Genau dieser elitäre Ansatz ist m. E. mit ein Grund, der einer Belebung der Betriebsart nicht dienlich ist. Ich finde es ausgrenzend und ungerechtfertigt, auf der Grundlage von einigen nicht repräsentativen Forumsposts die Deutungshoheit zu beanspruchen, wer "einen Beitrag zur Erhaltung der Gemeinschaft leistet" und wer nicht. Von welcher Gemeinschaft ist da die Rede? Sicher nicht von der Gemeinschaft der Funkamateure, die man für die Betriebsart begeistern will. So schreckt das eher ab.


    73

    Günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

    Edited once, last by DL4ZAO ().

  • Folks!

    Weil mich grad' zuvor DL3NAA zitiert hat. Eine Beobachtung von der letzten SOTA Aktivierung: Die Bänder waren mau, 2m war durch - Berg aktiviert, daher war ich recht entspannt, kein Druck mehr nach QSOs/Punkten. Auf Kurzwelle auf 10m ein mickriges SSB QSO sonst keiner da. dafür auf 20m einige SSBs und dann runter in den CW Bereich. Eigentlich wollt ich nicht viel da machen, da ich einen CW unkundigen Begleiter hatte. Den wollt' ich nicht langweilen. Ich arbeit' auf Bergen immer mit einer kleinen robusten StraightKey. Das vermeidet Ärger geht immer egal welches RIG. Es waren einige CQ Rufer zu hören alle 25WPM aufwärts. Das kann ich bruchstückhaft hören / lesen, für ein QSO ist mir das zu schnell, hab' aber mitbekommen daß kaum, eigentlich keine QSOs zu Stande kamen. Ich hab' daher mit 13-15WPM gerufen. Ein lokaler OM OE1WYC ist gleich zurück gekommen, freut mich das war's wohl dachte ich. Danach haben sich viele Stationen angestellt und ich war eine gute halbe Stunde beschäftigt. RBN hat meinen Ruf in die Cluster eingetragen.


    Mein Begleiter war überrascht wie viele QSOs da entstanden. Es hat ihm auch gefallen, daß das in CW besser ging als zuvor in SSB am selben Band. Ich hab' ihm zuvor übersetzt, daß die anderen nur rufen aber keine QSOs gefahren wurden. Das CQ <Rufzeichen> kann man auch als nur CW Interessierter bald erkennen. Die meisten der Stationen die mir zurück gekommen sind waren deutlich schneller als mein Ruf. Einige haben aber zumindest ein bisserl Farnsworth eingebaut, das hilft mir noch wenn's in die Gegend um 20WPM geht. Inhalt war das SOTA Formale aber auch bissl was zu Örtlichkeit und RIG/ANT. Überraschend für mich es waren viele bereit mein eher langsames Tempo mitzumachen. Umgekehrt hatte ich welche die mit mit 10-12WPM geantwortet haben, die ich dann eben für mich langsam gearbeitet habe. Der Wunsch mit >20WPM zu arbeiten verhindert Nachwuchs, besser formuliert die höheren Geschwindigkeiten erzwingen zu wollen. Ich bin ein Herausgeforderter der sich nach oben müht, nach 40 Jahren Absenz am Band Wiedereinsteiger. Meine Herausforderung ich höre schlecht trage Hörgeräte da ist das schneller werden noch aufwändiger. Ja ich sollte mehr üben, geht halt nicht immer so rasch wie man das möchte.


    Erkenntnis: Vormachen, mein Begleiter war begeistert wie leicht und gut, klar die QSOs in CW gingen. Langsame Stationen auch wenn's unter 20WPM sind die vielleicht nur ein Rapport QSO können arbeiten. Die Leut' freuen sich und werden motiviert. Ich hab' regelmäßig solche QSOs 2m oder KW mit 10-12WPM und ich selbst bin froh wenn Stationen auf mein Tempo 13-20 runter gehen oder zumindest etwas Farnsworth einbauen. Man sollte die nicht so schnellen fördern, die werden dann schon schneller und werden auch plaudern. Wenn man die ignoriert und verschreckt gibt's bald ein biologisches Ende für die Betriebsart, weil der Nachwuchs verschreckt wird.

    73 -AH-

  • Moin,


    Danke Günter! Das passt. Vor allem stellt sich noch die Frage, wie DL2LE die vermeintlichen Zahlen ermittelt hat. Mein Call ist bei der Auswertung von z.B. Fabian gefiltert, soweit ich weiss, von Michael auch. Joerg schreibt immer wieder, dass er sich bei RBN auch nie findet.


    Ich mache im Moment überhaupt kein AFu, aber deswegen kann man ja trotzdem den Tipp geben, Leute dort abzuholen, wo viele sind.


    73, Tom

    Ich bin dann mal weg ...

  • Hallo zusammen,


    Dieses Dilemma bringt mich zu einer entscheidenden Frage: Ist es im Zeitalter der digitalen Kommunikation a la FT8 und JS8Call noch sinnvoll, Zeit und Ressourcen in das Erlernen einer so langsamen Methode zu investieren?

    hierzu eine - aus meiner persönlichen Sicht - uneingeschränkte Antwort: Ja!

    Die Frage erinnert mich daran, sich bei einem Segler zu erkundigen, ob es angesichts von Motorbooten sinnvoll wäre, noch segeln zu lernen. Sie ist auch für jeden naheliegend, der das primäre Ziel verfolgt, von a) nach b) zu kommen. Segeln ist aber viel mehr als lediglich die Reise von einem Ort zu einem anderen.


    In der Telegrafie sehe ich das ähnlich - und ab einer gewissen Geschwindigkeit hat man das Gefühl, eine normale Unterhaltung führen zu können. Sie mag - abgesehen von extremem QRQ - etwas langsamer als das gesprochene Wort sein, erlaubt aber ab Geschwindigkeiten > 25 wpm sicherlich flüssige Unterhaltungen.


    Man sollte die nicht so schnellen fördern, die werden dann schon schneller und werden auch plaudern. Wenn man die ignoriert und verschreckt gibt's bald ein biologisches Ende für die Betriebsart, weil der Nachwuchs verschreckt wird.

    Hier können sich die Geister dran scheiden.

    Um Kommunikation und Möglichkeiten zu demonstrieren, gehen sicherlich auch geringere Geschwindigkeiten - hier hängt es immer vom eigenen Ziel ab. Manchmal bietet es sich allerdings an, von vorne anzufangen anstatt zu hoffen, dass man einfach schneller wird. Da kann das langsame Telegrafieren als Start vielleicht eine Aussicht auf spätere Möglichkeiten geben.


    Wenn man Klartext-Telegrafie als Ziel hat, zumindest glaube ich das, sollten man beim Lernen mit ca. mindestens 20 wpm (neu) anfangen.


    Das hat aus meiner Sicht zwei Gründe:

    a) Wenn die Grundgeschwindigkeit zu langsam ist, dauert den meisten ein weiterführendes Gespräch zu lange (hier kommt das oben angesprochene Thema niedriger Informationsrate zum Tragen).

    b) Der Decodiermechanismus bei langsamer Telegrafie ist anders, da nicht der kurze akustische Reiz gegeben wird, der gesamte Buchstaben oder Wörter erkennen lässt. Wenn man aber anfängt, mitzuzählen oder in einer internen "lookup-table" das Gehörte in Buchstaben und dann Wörter umzusetzen, geht das nicht nur langsam, sondern ist sehr viel anstrengender!


    Daher auch meine Hochachtung vor langsamen Telegrafisten - die verbrennen vermutlich mehr Kalorien beim Decodieren als die schnellen oder mühen sich viel stärker. Das war für mich damals auch der Grund, Telegrafie noch einmal neu zu erlernen, da man vermutlich die Aufgaben, die man für die langsame Telegrafie benötigt, nicht einfach beliebig "beschleunigen" kann.


    die Analogie zum Lesenlernen mag hinken, aber es ist vermutlich einfacher, wenn man Wörter oder ganze Halbsätze direkt lesen kann als sich alles aus Buchstaben zusammenzusetzen. Vermutlich kann ein Schüler das Lesen erst so richtig genießen, sobald die Anstrengung beim Entziffern nachlässt.


    Telegrafie kann man in jeder Geschwindigkeit genießen - einfacher scheint es mir, wenn man Buchstaben und Wörter direkt erkennt.


    Für QSOs, die aus Rapport und Name ggf. noch QTH bestehen, geht das Ganze auch bei relativ niedrigen Tempi. Wenn es darüber hinausgehen soll (nicht jeder mag das) - bis hin zu einer richtigen Unterhaltung - wird man um höhere Geschwindigkeiten meist nicht herumkommen.


    Und manchmal wird man sogar mit einem "Flow"-Erlebnis belohnt ...


    vy 73,


    Ralph, DL1HR

    vy 72/3, Ralph, DL1HR

    DOK: O39, HSC # 2011, AGCW #4337

  • Hallo,


    tragen diese ellenlangen Diskussionen wirklich dazu bei "die CW-Bereiche zu beleben" oder OM's an CW heran zu führen? Oder dienen die eher dem eigenen Mitteilungsbedürfnis?


    Es ist ähnlich wie beim Sex: Die einen machen es, die anderen reden darüber.


    73, Wolfgang

    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

  • Hier mal zum Thema cw eine Frage von einem, der es nach vielen Jahren wieder gelernt hat und es in ca. einem Jahr wieder in Angriff nehmen möchte, weil dann "Berufsfunker": Als ich Mitte der 90er lernte, sprach man überall von Tempo 60, Tempo 80, Tempo 125 beim HSC. Hier lese ich immer nur noch 12-15, 20 bis 25. Mir ist schon klar, das Eine sind Buchstaben pro Minute, das andere Wörter pro Minute. Hat sich da etwas verändert in den "paar Jahren"? :) Ich kann mir unter den Angaben Wörter pro Minute so nichts vorstellen... vom Gefühl her.


    Allgemein zu cw: Es ist einfach eine geniale Betriebsart, wenn man sie halbwegs kann und man Gegenüber findet, die sich mit dem Tempo anpassen. Und die, die es nicht machen, bekommen halt 599 - 73!

    Ich bin noch nicht so weit, dass ich wirklich gehörlesen kann, ach, besser gesagt, eigentlich noch sehr weit davon entfernt, aber das soll das Rentnerprojekt werden.


    Gruß in die Runde

    Stefan

    Strengt euch an! Der Tag versaut sich nicht von alleine! :D

  • die ernsthaft problematische, niedrige Bitrate des Morsens.

    Vorweg: schon mal den guten Kopfhörer anschließen.


    Moin Norbi und Funkfreunde.


    Effizienz im Hobby Amateurfunk? Kann man trefflich drüber diskutieren. Es gibt viele Segmente im Hobby, wo etwas gesammelt wird. Da kann eine gewisse geschickte Vorgehensweise bezüglich Auswahl der Modi hilfreich sein.


    Ich finde die Ausführungen von Ralph, DL1HR sehr schön. Den Vergleich mit dem gemütlichen Segelboot im Vergeich zum Rennboot oder anderer fixer Reisemittel nutze ich ebenfalls gerne.


    Oder warum fahren wir Rad, wenn es doch Autos gibt? Umwelt, ja. Aber hier punktet der Telegrafist, denn er braucht keinen Computer, der nicht gerade umweltfreundlich ist. Okay, daheim ist er eh da, aber unterwegs?


    Morsen hat auch was mit einer speziellen "Liebe" zu tun. Morsen muss man wie eine Sprache erlernen.

    Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Erst der Schweiß, dann der Preis. :saint: Jedoch verlernt man Morsen nicht, lediglich das Tempo lässt nach.


    Telegafie ist technisch minimalistisch. Sender an und aus. Mehr nicht. Es braucht keinen PC, keine weiteren Kabel, keine Softwaretücken. Morsen betrachte ich auch als Kunst. "Morsecode - the ART of Communication" steht in meiner E-Mail Signatur. Kunstvoll mit auch dieser Sprache umzugehen, macht Freude. Ferner kann man was, was andere nicht können. ;)


    Bevor Norbi bspw. seinen TRX verkabelt hat, hätte ich schon ein paar QSO gefahren. Oder zumindest bei RBN ein Ergebnis. Mit einem einfachst MorseTRX ist man fix und unproblematisch qrv. Sein Gehirn hat man in der Regel zumindest dabei.


    -AH- bringt einen weiteren Aspekt. Vorleben. Diejenigen, die cw eher ablehnend gegenüberstehen, haben Scheu vor der Mühe, wieder was zu lernen, wo das Ergebnis nicht gleich sichtbar ist. Aber vermutlich haben sie mangels Möglickeiten noch nicht die Gelegenheit gehabt, erfahrenen OP mal zuzusehen, wie locker und unverkrampft cw sein kann. Oftmals bringen solche persönlichen Kontakte mehr als jeder Text hier.


    Nochmal Effizienz. Ist ja bei Wettbeweben aller Art wichtig. Norbi, die QSO-Rate pro Stunde ist beim Morsen gegenüber digitalen Betriebsarten extrem hoch. Wieviel qso pro Stunde bzw. Minute erreicht man mit FT-8? Nimmt man einen Vollprofi, so schafft er knapp 400 QSO die Stunde. Rund 6,nochwas Sekunden für ein QSO. https://www.youtube.com/live/3r-DFLkOnb4?feature=shared Am Ende des Videos unten zu finden: 396 QSO Stunde.


    Okay, top Leistung. Aber das Decodieren des Gewimmels schafft kein Programm. Für andere OP als Fabian sind bspw. um 120-180 QSO die Stunde drin.


    Kostproben, führt Euch das bitte mal in Ruhe zu Gemüte bzw. per Kopfhörer auf die Ohren. Und bitte leise einstellen. Zu laut überdeckt.


    K5ZD, Randy gehört mit zu den sehr guten Contestern. Zudem ist er in der Lage, SO2R Conteste zu fahren. SO2R heisst Single Operator 2 Radios. Ja, genau. Er bedient während des Contestes 2 Stationen. Es gibt Conteste, da darf man zeitgleich auf mehreren Bändern qrv sein. Also hat Randy auf der einen Kopfhörerseite Band 1 und auf der anderen Seite Band 2. Auf einem Band ist er vielleicht als Running Station, also auf einer qrg rufend qrv und arbeitet Station nach Station ab. Auf dem anderen Band bzw. Ohr dreht er über ein anderes Band auf der Suche nach Multiplikatoren. Warum ist das so? Während man auf einem aktiven Band mühsam pro qso einzelne Punkte sammelt, so wird ein einziges qso auf einem anderen Band als Multiplikator den Wert verfielfachen. Mit nur einem QSO.


    Wie hört sich sowas an? Drei Beispiele von dieser Site. https://k5zd.com/audio-cq-ww-cw-2008/

    K5ZD als S&P Station. Search and Pounce. Band absuchen und arbeiten. Mache ich auch am liebsten.


    Hier wird als laufende Nummer im Rapport die Zone angegeben. DL = 14, Randy hat 05.

    Also mit der einfachste Contest auf KW. 48 Stunden lang. Und als S&P OP kann man schnell viele Länder arbeiten.


    40m

    https://www.k5zd.com/audio/wwcw08/k5zd_wwcw08_11292008_0000z.mp3


    Running Station 20m, also hier ist Randy auf einer QRG und ruft.

    https://www.k5zd.com/audio/wwcw08/k5zd_wwcw08_11292008_1130z.mp3


    Running auf 40m (linkes Ohr), S&P auf 80m (rechtes Ohr) ab Sekunde 32 schaltet er um.

    https://www.k5zd.com/audio/wwcw08/k5zd_wwcw08_11292008_0330z.mp3


    Gemütlich, mir entgeht da nix. Also auf nur einem Band. Und: was einen erreicht, ist vorhersehbar. Nix ist simpler als die QSO Struktur beim Contest. Ein amerikanischer online Morsekurs via Videokonferenz lässt einen das erste qso live mit Tutor beim Contest durchführen. Why not? Schafft schnell Erfolg. Und Motivation nach dem ersten Überwinden der Hemmungen.


    Hemmung - bin ich mit 5W qrp bei Randy angekommen? Sicher. https://m.youtube.com/watch?v=XmDB-Zs2c1c


    Sodele, das schafft kein PC. Das geht nur im Kopf und sonst nix. Und, sind das nicht auch Anreize, sich als Mensch mit seinen Fähigkeiten zu fordern und zu fördern?


    Und - durchs Morsen hält man ein Weltkultuerbe lebendig. 8)

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    "Es wird immer Leute geben, die einen kritisieren, weil sie in Wahrheit unzufrieden mit ihrem eigenen Leben sind."

    Edited 12 times, last by DF2OK ().

  • Hat sich da etwas verändert in den "paar Jahren"

    Stefan, nein. Der Faktor 5 gilt immer noch.

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    "Es wird immer Leute geben, die einen kritisieren, weil sie in Wahrheit unzufrieden mit ihrem eigenen Leben sind."

  • Danke Michael. Also wie im Denglisch auch, einfach ein neuer Maßstab, der gewohnheitsmäßig jetzt verwendet wird. Muss ich mich noch daran gewöhnen...

    Gruß Stefan

    Strengt euch an! Der Tag versaut sich nicht von alleine! :D

  • Werbung durch Weitergabe der persönlichen Erfahrung

    Wie kam ich zu CW?


    1972 Lizenz,

    - kein Geld, Schüler

    - von der Clubstation DL0ER (Essen Radio) mit Beam, Drake 2B und Collins PA, SSB in alle Welt, ging immer, mußte nur mit Zündapp Combinette zur Station fahren

    - zu Huase funken machte auch (später sogar mehr Spaß), mit 807 und X-tal gesteuertem TX und Wehrmachtsempfänger mit Stahlröhren und 25m Langdraht (natürlich halbes Pi-Filter, also LC Kombi), wunderbar hunderte/ tausende CW QSOs in Tempo 60 mit Taste

    - dann Geld für HW-12, mehrere Jahre kein CW QSO mehr, jeden Tag in den Studenten- Schülerrunbden auf 80m

    - dann Geld für TS-430 und PL-509 = 1kW mehrere tausend SSB QSOs

    - dann, 1983, plötzlich Familiengründung, Wohnung und Wechsel in lautlosen Funkbetrieb= der Familie zu Liebe, und mir zu Liebe, da ich das Hobby nicht aufgeben wollte (Leidenschaft) hi

    - mit CW Betrieb stehen geblieben, dabei QRP entdeckt, Selbstbau und kommerzielle QRP-TRX, QRP-Club von ..2FI kennen gelernt

    - mich sehr wohl gefühlt, seit 1985 nur noch CW, hi

    - Tempo immer, seit 1972, bei 50-80 geblieben, ich schreibe gerne mit

    - ich freue mich am meisten, wenn ich bei einem, der 130 BpM CQ ruft, langsam antworte, sagen wir mit 70BpM und der dann sein Tempo reduziert auf 45BpM.....mir zu Liebe...dann freue ich mich, meistens wird es dann ein längeres QSO, weil er ja weiß, dass ich alles mitschreibe und lesen kann, ich kann mittlerweile natürlich auch hohe Tempi hören, aber selbst geben in langsamen Tempo ist meditativ, entspannt und toll, immer bei QASK zwischen den Zeichen das Bandrauschen (tolles feeling) zu hören, hi

    - somit seit 40 Jahren Tempo 60 mit Begeisterung, meist täglich Abends 1-3 QSOs, dann ist der Tag super gelaufen

    73

    Winni

    *ich höre die übrige Hobbyzeit seit 50 Jahren viel bei SSB Runden und bei Radiostationen auf LW/MW zu, da ist CW-Funken eine tolle Ergänzung, alles entspannt, ohne Contest, ohne high speed, ohne gehörlesen, und ja, ich lese seit 2005 auch gerne täglich hier im Forum, so kann ich alles miteinander verbinden, der Monitor ist ja nicht durch SDR oder Wasserfallschauen blockiert

  • Ich habe kaum jemanden getroffen, der in einem halben Jahr von null auf 25wpm kam. Oder auch nur von 12wpm auf 25 wpm. Sicher ist das moeglich, wenn man jeden Tag mehrere Stunden bis zum Umfallen uebt, doch die Zeit hat niemand wirklich. Nichtmal Rentner, oder dann erst recht nicht.

    Jörg, mit den uralten Methoden aus der Nachkriegszeit kommt man nicht weit. Die Koch-Methode ist angesagt. Zitat:

    Ludwig Koch hat in den 30igern einer von ihm ausgesuchten Gruppe von Schülern Buchstaben mit Tempo 60 in nur 12.5 Stunden dauerhaft beigebracht. Zitat Ende.

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    "Es wird immer Leute geben, die einen kritisieren, weil sie in Wahrheit unzufrieden mit ihrem eigenen Leben sind."

  • Dieses Dilemma bringt mich zu einer entscheidenden Frage: Ist es im Zeitalter der digitalen Kommunikation a la FT8 und JS8Call noch sinnvoll, Zeit und Ressourcen in das Erlernen einer so langsamen Methode zu investieren?

    Es geht beim Morsen nicht primär um Effizenz in Sachen Tempo. Es sind andere Faktoren, für die ein anderer Mensch nur durch einen infizierten und ins Morsen verliebten Menschen begeistert werden kann. Morsen ist Leidenschaft. Ein Virus. Ein Leben ohne Morsen ist möglich, aber sinnlos. Steht auf meiner Kaffeetasse. 8)


    Effizienz: Isst Du noch normal mit allen Sinnen? Astronautennahrung aus der Tube wäre effizienter.

    Effizienz, alter Film: https://www.schooltube.com/wat…xting_lk8h5ry5eilbgg.html


    Morsen - vielfältiges Hobby. Schau Dich hier auf der umfangreichsten Seite von Funkfreund Ludwig, DK5KE mal um.

    DK5KE Morsetelegrafie - Themenseite Morsezeichen und Morsen lernen

    DK5KE Morsetelegrafie - Kleine FAQ über das Morsen

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

    "Es wird immer Leute geben, die einen kritisieren, weil sie in Wahrheit unzufrieden mit ihrem eigenen Leben sind."

  • Oder einfach mal was erfinden, womit man CW im Schlaf lernt, auch wenn man eine faule Socke mit Loch ist.


    Dann würden meine CW Geräte auch mal Benutzt werden :P

    73, Jens


    Und immer schön locker bleiben.

  • als Neuling in diesem Forum möchte ich direkt ansprechen, was mir beim Thema Morsenlernen besonders auffällt: die ernsthaft problematische, niedrige Bitrate des Morsens.


    Wir alle haben in unserer Lebenszeit exponentielles Wachstum der Datengeschwindigkeiten erlebt. Da ist das Morsen aus rein technischer Sicht eine ineffiziente Kommunikationsform. Die Bitrate ist schlichtweg miserabel. Es ist, als würde man versuchen, einen modernen Hochgeschwindigkeitszug auf Schienen zu betreiben, die für Pferdebahnen ausgelegt sind – unverhältnismäßig langsam und begrenzt.

    Hi Norby,

    entweder meinst Du mit Bitrate etwas anderes oder aber Du überschätzt FT8 total.

    Bei FT8 werden 77 Bit in 13 Sekunden übertragen. Das sind ca. 6 Bit/s. Bei CW ist die Bitrate natürlich von der Telegrafiegeschwindigkeit. Bei 10 WpM (= 50 Buchstaben pro Minute) sind es 8 Bit/s und das ist wirklich eher das Newcomertempo (die Prüfung früher war mit 12 WpM...).

    FT8 hat gegenüber CW Vorteile, wenn es um QSOs geht, bei denen das SNR-Verhältnis schlecht ist, aber rein von der Übertragungsgeschwindigkeit ist FT8 alles andere als "fortschrittlich".

    73!

    Peter DL3NAA

    DL3NAA
    Name: Peter
    QTH: Kehl (JN38VN)
    DOK B14, HSC 1023, VHSC 186
    QRP von 80 Meter bis 10 Meter CW


    Life is too short for QRP!

    Satis longa vita - Das Leben ist lange genug! (Seneca)

  • Hallo,


    tragen diese ellenlangen Diskussionen wirklich dazu bei "die CW-Bereiche zu beleben" oder OM's an CW heran zu führen? Oder dienen die eher dem eigenen Mitteilungsbedürfnis?

    die Diskussion zeigt Möglichkeiten auf. Aber irgendwer kommt hier immer daher, der meint in einem Forum wird zu viel diskutiert. Hast Du mal überlegt, wozu ein Forum da ist? Ohne Mitteilungsbedürfnisse von Menschen kann man jegliche Art von Kommunikation vollständig einstellen! Und es ist in einem Forum keineswegs unhöflich, einfach nicht zu kommentieren, wenn man nur zu sagen hat, es wird zu viel geschrieben!


    73, Tom

    Ich bin dann mal weg ...

  • Lies Deinen Beitrag nochmal, und Denke Die dabei, wer anders hätte ihn geschrieben.

    Was Denkst Du dann über diesen Beitrag?


    PS: nicht persönlich nehmen

    73, Jens


    Und immer schön locker bleiben.

  • Mal meine Gründe, warum ich ab und an CW mache.
    - Ich gehöre zur Gruppe der (QRP-Geräte) Bastler, das ist in SSB relativ schwierig, meine Stimme ist auch recht tief, und digital übersteigt der drum herum Balast deutlich den Funkgeräteaufwand. Wenn ich mit den kleinen Kistchen funken will, brauche ich also CW.

    Früher habe ich viel PSK gemacht, da konnte man noch Infos austauschen. PSK ist rar geworden, in JSCALL hört man auch hauptsächlich Bakensignale, und FT8 ist am Anfang toll, was man alles erreicht, aber irgendwann reicht einem der Empfang automatisierter Rapportmeldungen, es wird schlicht langweilig, trotz vieler QSO, die das Log rasant anwachsen lassen.

    Ich kann bis etwa 20WPM geben, Standart-QSO etwas höher auch lesen, aber Klartext sollte schon etwas unter 20WPM sein. Und mitunter bereiten mir spezielle Handtastensignale Schwierigkeiten, wenn die Signalstruktur zu verschwimmen anfängt. Vermutlich wird das auch so mein Stand für die verbleibenden Jahre bleiben - (Slow) CW und ab und an mal (exotische) Digitalprogramme.

    vy 73 Reiner