K2: RX nach TX setzt mit hohem Ausschlag ein

  • Hallo Andre,


    meinen Vorschlag mit der manuel eingespeisten Regelspannung parallel zu C4 und dann den Hörtest noch einmal und oder auch mit Aufzeichnung bitte ich dich , mal durchzufühern.

    Also Q12 raus und ein gut hörbares Signal einstellen. Regelspannung weg nehmen und wie explosiv ist dabei die NF .


    73 de

  • Hallo Michael,


    Danke für das Link zu Sandy! (Ich bin ein großer Fan von ihm.) Dieses sehr alte Video kannte ich noch nicht. Da hat er T-R auf etwa 0.30 gestellt. In der ersten Hälfte des Films (Tempo Mitte 20 Wpm) hört es sich etwa so an wie bei mir bei ertäglicher Einstellung. (In der zweiten Hälfte mit 40 WpM hört er nicht einmal mehr zwischen den Wörtern. Für unsere Zwecke also unbrauchbar.) Dann habe ich mir das folgende Video von Sandy einmal wieder angehört: K2semiQSKnoise! Hier hört man (ab 7:50, 10:10 und 14:10) genau das Geräusch, das ich gar nicht mag! Sein K2 scheint also nicht anders als meiner zu sein. (Warum hat er nur immer den Pre-Amp an? Dieser alte CW-Hase scheint sich an dem Rauschen nicht die Bohne zu stören.)

  • Hallo Manfred,


    die Teile habe ich jetzt, aber erst mal mache ich den Test, den Du beschreibst. Dazu werde ich Dich noch etwas fragen müssen. Heute geht's leider nicht mehr: QRLLL.


    Ja, genau, Kupplung langsamer kommen lassen, das beschreibt meinen Wunsch sehr schön.

  • Hallo Andre, hallo die Runde,


    mir geht in der Regelschaltung der eingesetzte Schaltkreis nicht aus dem Kopf. Es ist ein bipolarer IC , also kein hochohmiger MOSFET-Eingang. Im Moment suche ich mal so wegen

    des Vergleichens aus DDR-Zeiten die Unterlagen zur damals aufgebauten Hängeregelung ....

    Jedenfalls sollte Mute nicht eher aufmachen als dass der erste " Aufladeimpuls " die AGC Spannung einigermassen wieder eingestellt hat. Die K2-AGC Spannungserzeugung basiert

    auf der Verwendung des HF-Signals , dies sollte doch eigentlich viel schneller reagieren . Ich kenne Regelspannungserzeugung aus der NF , dort können bei extremen Signalanstiegen

    schon mal solche Impulse auftreten... Vielleicht sind unsere Anforderungen / Erwartungen auch zu hoch . Na mal sehen, wie sich das anhört, wenn der Andre eine feste/sich nicht ändernde

    AGC-Spannung einspeist.


    73 de

  • Hallo Andre,


    ich hatte bei meinen Versuchsempfängern zu Beginn mit Nf Regelung probiert. Wie allseits bekannt führen dabei die notwendigen Regelkonstanten nicht zu optimalem "Hörgenuss". Vor Jahren habe ich die Regelung aus dem K2 extern aufgebaut und damit konnte man meines Erachtens schon wesentlich entspannter "lauschen". Ich muß mal suchen, wo ich die Klangbeispiele (ich glaube das war dann auch noch Kontestgetümmel) gelagert habe. So wie Manfred die Schaltung beschrieben hat und auch Testszenarien vorgeschlagen hat kann man bestimmt die mangelnde Hängeregelung in den Griff bekommen.

    Ich kann bestätigen, dass die Konzeption im K2 der Art nach zu brauchbaren Ergebnissen führt.


    Nachtrag:

    Ich habe für die Aufbereitung a' la K2 seiner Zeit ein kleines Platinchen entworfen, was ich bei Bedarf gern einstelle. das kann jeder für seine eigenen Experimente nutzen.

    Die Hörbeispiele muss ich suchen und in der Länge etwas einkürzen. Das kann also etwas dauern.


    vy 73

    Andy

    DK3JI

  • Hallo Manfred,


    ich mußte leider ein paar Tage "Funkstille" einlegen, sri. Wie ist das nun mit der Einspeisung der Testspannung?


    Erster Schritt ist klar: Ich löte Q12 aus.

    Dann lege ich eine Testspannung von 5V an C4. Wie mache ich das praktisch? Ich habe den Bestückungsplan des Control-Boards vor mir.

    • (-) der Testspannung klemme ich an den nächsten Erdbügel (wäre in der linken oberen Ecke).
    • Wo bringe ich (+) an? Löte ich das an das linke (im Plan) Lötauge von
      C4? Oder kann ich ein freigewordenes Lötauge von Q12 verwenden? Oder gibt es einen Ort, wo ich (+) einfach anklemmen kann?
    • Was lege ich in Reihe in die (+)-Leitung? Spannungsquelle > 1N4148
      > Schutzwiderstand 1K? Als Spannungsquelle hätte ich ein genau regelbares Labornetzteil.

    Dann der Test: Oszi an Pin 5 /1.

    1. Tasten und Spannung beobachten. Was darf ich erwarten?

    2. Tasten aus und Signalausschlag am Oszi beobachten.


    Noch etwas: Du schreibst, ich solle beim Tasten die Leistung ganz herunterregeln. Ich habe aber alle Tests bisher im reinen Test-Modus gemacht, d.h. es ging gar keine Leistung raus. Das sollte kein Problem sein, da es sich ja um ein reines RX-Problem handelt, oder? Wenn ich "richtig" taste, schaltet der TX gleich ab (wohl aufgrund der angeschlossenen Testleitung).

  • Hallo Andre und die Runde,


    habe mir mal eine Zeichnung zu den Gedanken zu einer Testschaltung zur K2-Regelung gemacht.

    Das Potential 8A dürfte die +8V Dauerspannung sein . Die Testschaltung in der Funktion: Mit dem Poti R* gibst du eine Steuerspannung zum mc1350 und diese ist dauerhaft.

    Falls bei Empfang ein extrem starkes Signal empfangen wird dann schiebt die eigene alte Steuerregelung über die Diode D** eine Regelspannung nach , die den mc1350 zusätzlich

    in der Verstärkung herab regelt. Was soll geprüft werden , auf was soll man die Beobachtung legen. Da die AGC Spannung nun konstant ist , wie hört sich das NF-Signal nach dem Loslassen

    der Taste an ? Mal bei verschiedenen Stellungen von R* testen. Es kann sein das der Demodulator an den Ausgängen Pin4+5 Verzerrungen macht. Diese sehen dann wie ein begrenztes

    Signal aus. Es gibt eine Mute-Schaltung , kommen durch diese Verzerrungen/Rechteckformung des Signals herein.

    Es ist notwendig den Transistor Q12 zu entfernen. Also, wer einen K2 hat und einen Beitrag leisten möchte , bitte ich um Mithilfe, einfach den den Test mit machen, Q12 raus und ein paar Beuteile

    zusammenlöten. Bitte vorsichtig arbeiten damit man ohne Schaden zurück bauen kann.


    73 de

  • Hallo Manfred,


    ich studiere gerade Deinen Plan. Ich verstehe das als blutiger Laie so: Wenn ich Q12 auslöte, dann entstehen drei "Löcher". Nennen wir die mal B, C und E. B nach E wird mit der Diode D** gebrückt. In E kommt der Schleiferausgang des Potis R** über eine Diode D* an. R** ist ein fester Schutzwiderstand. Loch C bleibt leer. Jetzt fließt die Regelspannung direkt nach U2A. Habe ich das richtig verstanden? Schon etwas näher am praktischen Aufbau sähe das so aus:


    (B)------>D**-----------

    ..................................|-----------(E)

    +8--R**--R*-->D*----
    ................|

    ............Masse


    (Denke Dir bitte die Punkte weg. Die mußte ich einfügen, weil sonst das Bild falsch formatiert wird.)


    Ich weiß nicht, ob Du die Platine vor Augen hast, aber Q12 sitzt in einer üblen Ecke dicht umgeben von anderen Bauteilen. An B und E eine Testschaltung anzulöten ist eine ziemliche Fummelei. Vorsicht ist da sicher ein guter Rat! jetzt warte ich erst einmal ab, ob ich die Schaltung und den möglichen Aufbau richtig verstanden habe.

  • Hallo Andre,


    hast du richtig verstanden. Die Leiterplatte habe ich jetzt nicht vor Augen. Die Bauteile liegen meiner Auffassung auf der Bestückungsseite

    und gelötet wird auf der Unterseite. Zum Vergleich der Schaltung sehe dir mal den Schaltplan vom NorCalSierra an. Dort sieht das fast so

    ähnlich aus, nur beim Sierra wird die Regelspannung aus der NF gewonnen. Vielleicht hilft dir meine Vorgehensweise beim Auslöten von

    Bauteilen die hinterher noch verwendbar sein sollen. Auf der Lötseite wird auf die 3 betreffenden Anschlüsse sehr viel Lötzinn aufgetragen

    und mit einem Lötkolben mit breiter Lötspitze der Lötzinn-Klumpen erhitzt. Wer hat, der verwende altes dickes Lötzinn mit Kolophonium

    im Inneren, dieses gute alte Schmierzinn , es bleibt eine ganze Weile flüssig. Eine weitere Methode ist unter Verwendung einer Kanüle einer

    Spritze. Kanüle vorne flach feilen, Lötstelle erhitzen und Kanüle über den Bauteilanschluss schieben in das Lötauge hinein. Wenn der Anschluss

    nicht zu dick und die Bohrung durch die Leiterplatte nicht zu klein sein sollte funktioniert dies auch. Man benötigt nur viele unterschiedliche

    Kanülen. Mit einer Endlötpumpe kann so etwas ebenfalls funktionieren oder auch mit in Flussmittel getränkte Endlötlitze.

    Wie sagen die Fussballer im Moment ....... bleiben wir am Ball , wir jedenfalls haben gute Aussichten......hi..


    73 de

  • Guten Morgen, Manfred!


    Na, dann habe ich ja zumindest das Prinzip verstanden: Gut zu wissen. Ich entlöte meist nach Deiner ersten Methode, dabei immer die Pumpe zur Hand; anschließend mit Kupfergewebe "abwischen". Die Kanülemethode ist interessant. Werde ich irgendwann mal ausprobieren, wenn ich das Bohrloch anders schlecht freibekomme. Q12-Ersatz habe ich nun reichlich hier liegen. Das ausgebaute Teil muß also nicht wieder rein.


    So, heute leider wieder QRLL, aber ab morgen habe ich wieder Zeit.


    Einen schönen Sommertag!

  • Hallo Andre,


    die ausgelöteten Typen werden alle erst mal sichergestellt, wenn man bei den bestellten Typen in die Sch.... gegriffen hat, hat man diese eine Reserve dann noch. Ich versuche

    auch geeignete Ersatztypen einzusetzen. Das funktioniert meistens , aber es muss nicht immer ein positives Ergebnis herauskommen, dann war es zum Lernen gut , also auch

    wieder etwas Positives. Alles nur eine Frage des Blickwinkels.


    73 de