Verluste beim Verkürzen einer Antenne mittels Tuner z.B. im KX3 oder T1

  • Hallo, ich wollte mal nach einer Abschätzung der Tunerverluste fragen, wenn ich eine auf 7.000 MHz resonante Antenne verkürze, um sie auf den Bändern 10-30 m zu betreiben. Hat da jemand Informationen?


    73, Holger DL9HDA

  • Das kommt auf die Länge der Antenne und auf die Speiseleitung an. Wenn die Antenne mindestens 2/3 der resonanten Länge hat. sind die Verluste vernachlässigbar. Allerdings solltest Du dann als Kabel 240 Ohm symmetrische Bandleitung (altes Radio/TV Kabel) oder etwas besseres verwenden mit BALUN. Mit Koaxkabel sind die Zusatzverluste bedeutend höher. Oder Du platzierst den Tuner direkt an der Antenne. Dann geht es auch mit dünnem Koaxkabel.


    73, Peter - HB9PJT

  • Hallo, ich will noch mal kurz die Antenne beschrieben. Von einem 10 m Mast schräg parabelförmig durchhängend auf einen Gartentisch. Länge schätze ich mal so 13 m direkt zum KX3. Dort ist ein BNC-Telefonbuchsenadapter dran. An der anderen Klemme sind dann ca. 8 m als elevated Radial 1,5 m über Grund.


    Ich habe mit dem Radial gespielt. Verlängern oder verkürzen brachte jetzt nicht viel. Auch das ändern der Höhe brachte keine große Änderung.


    Die Antenne war zuerst auf 7250 KHz resonant. Ein kurzes Stück rangeflickt brachte dann die Resonanz am Bandanfang mit SWR 1.1.


    Also erst mal gar kein Koax, sondern direkt am KX3 bzw. dessen Tuner. Den T1 lassen wir mal außen vor.


    73, Holger DL9HDA

  • Mit dieser Antenne kannst Du den Verlust im Tuner vernachlässigen. Wird unter 1.5 dB liegen. Allerdings darf der Draht nicht über Lambda 5/8 sein, wenn Du nicht Energie verlieren willst durch ein schlechtes Strahlungsdiagramm. Mit 13 m Strahlerlänge bist Du schon für das 20 m Band zu lang.


    73, Peter - HB9PJT

  • Mit 13 m Strahlerlänge bist Du schon für das 20 m Band zu lang.

    Das sehe ich etwas anders. Mit den 8m Radial ergibt sich eine Gesamtlänge des Systems von 21m und das Ganze erinnert, auch vom Längenverhältnis her, elektrisch einer Stromsummenantenne. Das Strahlungsdiagramm wird zwar bei 20m bereits aufzipfeln und so wie Du den Strahlerteil beschreibst wahrscheinlich auch steilstrahlend, aber einen Versuch ist das trotzdem wert.Die Tunerverluste dürften, wie Peter schon geschrieben hat, verschmerzbar sein.

    72! de Uli


    Bedenke! Amateure bauten die Arche, Profis die Titanic...

  • Mit 13 m Strahlerlänge bist Du schon für das 20 m Band zu lang.


    73, Peter - HB9PJT

    Das stimmt nur, wenn der Draht rein vertikal aufgebaut ist, aber nicht, wenn er - wie Holger schreibt - schräg oder als Parabel zu einem GFK-Mast führt.

    Wenn die Antenne mindestens 2/3 der resonanten Länge hat. sind die Verluste vernachlässigbar.

    73, Peter - HB9PJT

    Eine Antenne, die auf 40 Meter resonant ist, sollte für 30 und 20 Meter dann logischerweise die erforderliche Länge haben...


    73!


    Peter DL3NAA

    DL3NAA
    Name: Peter
    QTH: Kehl (JN38VN)
    DOK B14, HSC 1023, VHSC 186
    QRP von 80 Meter bis 10 Meter CW


    Life is too short for QRP!

    Satis longa vita - Das Leben ist lange genug! (Seneca)

  • Das stimmt nur, wenn der Draht rein vertikal aufgebaut ist, aber nicht, wenn er - wie Holger schreibt - schräg oder als Parabel zu einem GFK-Mast führt.

    Wenn der Draht horizontal oder schräg gespannt ist, zipfelt das Strahlungsdiagramm auch aus, wenn ein Strahlerelement länger als Lambda 5/8 ist. Bei langen Antennen ist das Abstrahlungsdiagramm für jedes Band unterschiedlich. Wenn man Glück hat, ist eine Abstrahlkeule direkt in der Richtung der gewünschten Station.


    73, Peter - HB9PJT

  • 40 Meter resonant ist, sollte für 30 und 20 Meter dann logischerweise die erforderliche Länge haben

    Moin Peter,


    was auf 40m funktioniert, sollte auf 20m ebenso funktionieren. Von der Veränderung der Richtcharakteristig mal abgesehen ist lediglich die Anpassung eine andere.


    Die Bandwahl unserer Funkbereiche ist historisch und wurde nicht ohne Grund mit 160 / 80 / 40 / 20 / 10m so gestaltet, dass man damals mit einfachen Mitteln (Quarz / VFO mit niedriger Grundfrequenz) plus Vervielfachung einfache Technik und diesselbe Antenne nutzen konnte.


    Zum Glück spielt die Antennenpyhsik mit. :-) Bei den oft üblichen Drahtantennen, die für 160m oder 80m bemessen worden sind, gibts Resonanzen auf den Vielfachen. Lediglich die Ankopplung musste man im Shack ändern. Damals war Koaxkabel noch nicht soo verbreitet, Hühnerleiterspeisung an der Tagesordnung.


    Die Einführung des 15m-Bandes sowie später die WARC-Bänder sorgte dann für mehr Antennenaufwand bzw. machte andere Kompromisse nötig.

    73 Michael
    Wir müssen uns vor der Klimaerwärmung nicht fürchten. Uns rottet die soziale Kälte viel früher aus.
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