Verständnisfrage - Antennenanpassung

  • Hallo Wolfgang,

    wenn die Mantelwellensperre am ZM4 (nicht am K2) eingeschleift war und keine Änderung brachte, dürfte dieser Effekt auszuschließen sein. Und da Du die Meßbrücke K2 abgeglichen hast, das Kabel ok ist, weiß ich aus der Ferne auch keinen Rat. 1,6 ist zwar nicht die Welt (zumindest, wenn der K2 dabei noch nicht zurückregelt, mein IC7300 macht das bereits ab 1,5) , würde mich aber auch etwas stören, vor allem, wenn ich den Grund nicht kenne.

    73 Reiner

  • Hallo Wolfgang,

    dann bliebe ja nur noch die Möglichkeit, dass die Ausgangsimpedanz des K2 nicht 50 Ohm hat. Dann würde die Antenne am K2 ATU auf 1:1,0 abgestimmt, aber ein 50 Ohm Dummy bzw der ZM4 (der ja auch am TRX-Ausgang 50 Ohm hat) bei CALS am K2 die besagten 1:1,6 zeigen.

    Tschüss von Michael, DL6ABB


    DOK: H03


    DL-QRP-AG #: 420
    G-QRP #: 11472
    AGCW #: 2994
    RTC #: 264

  • Hallo die Runde,


    wie kommen solche Differenzen bei der Anzeige der externen SWR-Messbrücke und der internen SWR-Messbrücke zustande ???

    Die externe SWR-Messbrücke zeigt ein SWR von etwa 1,0 an wenn ein 50 Ohm Lastwiderstand angeschlossen wird, das ist korrekt unter der Bedingung , dass alle Komponenten 50 Ohm Technik sind.

    Für gleichen Aufbau zeigt aber das interne SWR-Meter nicht ein SWR von 1,0 an , warum, TRCVR hat 50 Ohm - Ausgang , die Last ist 50 Ohm und trotzdem zeigt nun das interne SWR-Meter etwas anderes an.

    Würde man noch eine weitere SWR-Messbrücke einschleifen, würde sich die interne SWR-Anzeige noch weiter verschlechtern. Die ist so , weil das SWR-Meter das 50 Ohm System zusätzlich belastet, es ist nicht

    viel , aber es belastet . Wer es nicht glaubt, zeichne sich mal die ganze Sache auf einem Blatt Papier auf , allein der Stromtrafo mit nur einer Windung und dem Ringkern verändert schon die 50 Ohm . Dazu kommen noch der Spannungsteiler in Form einer Induktivität / Trafo oder einer Kapazität als Teiler. Wie gesagt es ist nicht viel, aber im ersten Moment kommt man ins Grübeln.


    73 de

  • Hallo Wolfgang,

    Manfred wird sicher mit seiner Ausführung richtig liegen. Ich hatte bei meinem Beitrag übersehen, dass der K2 am Dummy korrekt anzeigt. Nach dem Grund für die unterschiedliche Anzeige zu forschen, finde ich jedenfalls interessant.

    Tschüss von Michael, DL6ABB


    DOK: H03


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  • Hallo Peter,

    Wolfgang, Du kannst statt der Antenne auch einen zusätzlichen Tuner anschliessen und an diesen Tuner die Dummy Load. Dann kannst Du an diesem Tuner ein beliebiges SWR einstellen zum Testen und gleichzeitig die Effekte von Antennen ausschliessen.

    diese Vorgehensweise war mir bisher noch nicht bekannt. Das funktioniert gut, allerdings ist die Voreinstellung des ZM4 auf max. Rauschen kaum noch möglich.


    Bei der bisherigen Aufstellung der Geräte war es so, das das Stromversorgungskabel vom Netzteil (ca. 1,50m) und das Koaxkabel zum externen Tuner parallel verliefen. Daher habe die Stromversorgung vom Netzteil auf Akku umgestellt und das kurze Kabel in die andere Richtung gelegt. Dann die Antenne durch die vorgeschlagene Tuner-Kombination ersetzt. Ebenfalls mit kurzem Kabel.


    Danach ist der Effekt nicht mehr, bzw. nur noch minimal und etwas bandabhängig, aufgetreten. Es geht dann aber nur um eine Nachkommastelle. Also war der Effekt doch stark von der hier vorhandenen Gesamtkonfiguration abhängig. Hierauf müsste man dann beim Aufstellen anderer QRP-Geräte etwas achten.


    Im Handbuch des KAT2 findet sich noch ein Hinweis zu "CALS", der vielleicht auch noch einen geringen Einfluss hat:

    Quote

    Um das Anpassungsnetzwerk zu umgehen, verwenden Sie CALS (für die SWR-Anzeige) oder CALP (für die Leistungsanzeige). In beiden Fällen werden L und C im Anpassungsnetzwerk auf ungefähr Null gesetzt. Es sind einige Streuungen L und C vorhanden, die die SWR-Messwerte auf den höheren Bändern leicht beeinflussen werden.


    73, Wolfgang

    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

    Edited once, last by DL2KI: Beitrag ergänzt. ().

  • Hallo Wolfgang,

    Ich hatte gestern Abend folgenden Versuch gemacht: ZM4, als Antenne ein 50 Ohm Dummy, als TRX den FA-VA5. Bei genauer Abstimmung des ZM4 auf min. SWR (1:1,1) betrug das Z am VA5 recht genau 50 Ohm. Der imaginäre Wert war fast 0. Dann habe ich einen 150 Ohm Widerstand (leider nur ohm'sch) als Antenne angeschlossen und auf SWR 1:1,1 abgestimmt. Wieder war Z auf dem VA5 wieder fast genau 50 Ohm mit geringem Imaginärteil. Beide Versuche habe ich auf dem 40m Band durchgeführt. Mit diesem Ergebnis war ich schon recht zufrieden.
    Es ist denkbar, dass bei höheren Frequenzen ein höherer Imaginärwert des Z einstellt.

    Tschüss von Michael, DL6ABB


    DOK: H03


    DL-QRP-AG #: 420
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    AGCW #: 2994
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  • Hallo Wolfgang, für mich sind das klare Zeichen von Mantelwellen wie ich vermutet habe, wenn durch Trennen der Stromversorgung und Speisung mit Batterie sich die Anzeigegenauigkeit verbessert. Denn durch die Mantelwellen werden das Koaxkabel, die Stromzufuhr vom Netzteil und das 230 Volt Netz teil Deiner Antenne, welches für das SWR Meter vom TRX nicht gleich ist wie für das SWR Meter vom Tuner, da sich die Verhältnisse dazwischen durch das Koax-Verbindungskabel verändern.


    Das grosse Problem dieser Mantelwellen ist nicht beim Senden mit dem abweichenden SWR. Sondern der Einbezug des 230 Volt Netz und des Koaxkabel kann Dir viel Empfangs-QRM bescheren, welches Du nicht hast, wenn Du Deine Mantelwellen beseitigst.


    Zum Beseitigen der Mantelwellen empfehle ich, einen gut geeigneten Ringkern mit geeigneter Anzahl Windungen direkt am Einspeisepunkt des Koaxkabels bei der Antenne. Wieviele Windungen und welches Material hängt voneinander ab und auch von den Frequenzen.


    73, Peter - HB9PJT



    Bei der bisherigen Aufstellung der Geräte war es so, das das Stromversorgungskabel vom Netzteil (ca. 1,50m) und das Koaxkabel zum externen Tuner parallel verliefen. Daher habe die Stromversorgung vom Netzteil auf Akku umgestellt und das kurze Kabel in die andere Richtung gelegt. Dann die Antenne durch die vorgeschlagene Tuner-Kombination ersetzt. Ebenfalls mit kurzem Kabel.


    Danach ist der Effekt nicht mehr, bzw. nur noch minimal und etwas bandabhängig, aufgetreten. Es geht dann aber nur um eine Nachkommastelle. Also war der Effekt doch stark von der hier vorhandenen Gesamtkonfiguration abhängig. Hierauf müsste man dann beim Aufstellen anderer QRP-Geräte etwas achten.

  • Hallo Wolfgang,


    zu meiner PN Antwort auf deine Frage, noch ein Datenblatt des von Wolfgang, DG0SA (sk) verwendeten Ringkerns (200W).


    Das ist ein Würth 7427015, oder DARC RK3 (https://darcverlag.de/EMV-Ringkerne-und-Ferrite).


    In 2019 hatte ich nochmals die Drosselwirkung Würth 7427015 mit Draht ø=0,6 mm, N=14 , L = 151,5 µH mit den FA-NWT bestimmt.


    Im 80m Band, 1. Marker, sieht man schnell die >30dB Dämpfung.

    Die weiter im 10m Band, 5. Marker, auf >40dB Dämpfungnoch zunimmt.



    Hier ist nur der Wobbelbereich auf 70 MHz erweitert.


    In diesem Bild, sieht man die Grenze meines Messaufbaus, die Parallelresonanz, mit nicht optimierter Wickeltechnik.

    Sie liegt bei 93,3 MHz - dort sehen wir diesen "Dip".


    Quelle: Messwerte Würth 7427015 4W620

  • Hallo Uwe,


    danke für die Infos hier und per PN.

    Müsste oben sicher RK1 und nicht RK3 heißen?


    Den RK1 habe ich hier noch liegen und werde mal damit etwas herumspielen. Vielleicht aber auch mit einer symmetrischen Antennenlösung für die aktuelle Anwendung.

    Den Balun für undefinierte Impedanz in der 200W Version verwende ich hier an meiner ZS6BKW bereit seit Jahren ohne Probleme. Damals noch als Bausatz bei Wolfgang gekauft.


    Passt zwar nicht mehr zum Thema, aber ist Dir bekannt, welche Ringkerne er für die 400W und 800W Versionen verwendet hat? Es könnte sein, das ich meinen Antenne diesbezüglich etwas aufrüsten muss.


    73, Wolfgang

    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970