Materialfrage Schleifer für Anpassspule

  • Folks!

    Vor Monaten habe ich eine "Ofenrohr Antenne" gebaut http://oe1iah.at/Hardware/Ofenrohr.shtml. Bin damit moderat zufrieden, am Fummeligsten ist es die Anpassung der Spule zu verändern wenn man auf ein anderes Band will. Wenn man nicht in der Nähe der Antenne mit seinem Funkgerät sitzt ist das immer eine blöde Lauferei. Daher überlege ich über eine Gewindestange die Spule einzukürzen indem ein Schleifer entlang der Spule verschoben wird der den nicht benötigten Teil kurzschließt. Das passiert jetzt über den Pin und dem Draht, das funktioniert gut.


    Mein Plan ist über Nylon Gewindestab einen Schleifer zu verschieben. Der gleitet entlang von, voneinander isolierten Kupferscheiben die passend zu den Windungen der Spule segmentiert die Spulenwindungen kontaktiert. Der Gewindestab ist etwa 1m Lang und ermöglicht so den Antrieb außerhalb des Spulenbereichs unterzubringen. Im Bereich der Spule soll es nur die Kupferscheiben zum Kontaktieren und ein (oder mehrere) Beryllium Kontaktblech als Schleifer aus Metall geben. Der Antrieb soll ein Gewindemotor sein, der über DC gesteuert wird. Endabschaltung voraussichtlich mittels Polyfuse über Überlastung damit da möglichst wenig Metall in der Nähe ist das die Antenne beeinflusst.


    Den segmentierten Stab will ich aus Kupferscheiben aufbauen, dazwischen Isoliermaterial. Der Schleifer soll aus Berylliim Blech gemacht werden. Die Gleitkonstruktion will ich aus Acrylmaterial fertigen, habe einen Lasercutter zur Verfügung mit dem ich solche Dinge genau zuschneiden kann.


    Irgend welche Kommentare, ergänzende Ideen oder sonst was?

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    OE1IAH

  • Hallo Arnold,

    ich habe mit dieser Form der Antenne viele Experimente gemacht. Ein nettes Teil, bei dem man immer wieder erstaunt ist, was tatsächlich noch geht! Zur Mehrbandfähigkeit habe ich ebenfalls mal überlegt, die Spule anzuzapfen. allerdings brauchte man teilweise viertel und halbe Windungen, dass das SWR passte. Eine deutlich bessere Lösung ist, in das Rohr der Antenne ein zweites Rohr einzuschieben und dieses je nach Band entsprechend weit ein- oder auszufahren. Damit konnte ich das 80m-Band und das 40m-Band abdecken, natürlich auch das 60m-Band dazwischen. Mehr Abstimmbereich war nicht notwendig, weil ich für 20m und höher andere, bessere Lösungen umsetzen konnte.


    Berechnen würde ich die Spule mit Rohr mit halb aus-eingefahrenen zweitem Rohr auf 60m und dann jeweils schauen, wie man die jeweils anderen Bänder erreichen kann.


    Wenn du die Lösung mit Spule machen willst, hilft dir nur eine Rollspule, um bei der höheren Frequenz fein genug abstimmen zu können.

    Gruß

    Stefan

    Amateurfunk ist die teuerste Art der kostenlosen Kommunikation!

  • Hallo Arnold,

    vor Jahren habe ich die Bierfass-Antenne von Peter, DL2FI, nachgebaut; das ist ja ein ähnliches Prinzip wie bei dem Ofenrohr (->Bericht von 2003).

    Die Antenne geht erstaunlich gut ( -2 S-Werte gegenüber Dipol). Abstimmung erfolgt über einen 50cm langen Abstimmstab , der sich am offenen Koaxende befindet. Durch Näherung diese Stabes nach oben in Richtung Bierfass ändert sich die Resonanz. Annäherung an eine Metalldachrinne geht auch zur Abstimmung.


    Auch ich habe mit einem Verkürzungsfaktor von 0,66 bis zur Mantelwellensperre gerechnet und es klappt ja auch.


    Jetzt habe ich Zweifel: Müsste nicht der Verkürzungsfaktor nahezu 1 sein, da nur die Aussenseite des Koaxkabels bei der Abstahlung betroffen ist ? ( Wie ist Eure Meinung dazu ? ...)

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    Heribert

    dk2jk