Suche historische Senderschaltungen A- Betrieb

  • Hallo an alle !


    Für eine Ausarbeitung zu einem Projekt suche ich historische Senderschaltungen der Röhren- Ära, AM- moduliert, Amateurfunk, Militär, evtl. Meß- Equipment, die im A- Betrieb laufen, vielleicht auch, wenn es das gab, Vorstufen- modulierte Geräte.

    Ich weiß, daß das suboptimal ist- es geht nur darum, ob es angewandt wurde.

    Bis jetzt fand ich nur die Schaltung des Rohde & Schwarz- Leistungsmeßsenders SMLR: Leistungsoszillator, Bremsgitter- modulierte Ausgangsstufe.
    Allerdings ist merkwürdigerweise in den Unterlagen B- Betrieb angegeben- mit einer Eintakt- Stufe !

    SWL_ Edi

  • Versehentlich gelöscht. Kurze Wdh: http://jogis-roehrenbude.de/Sender.htm für Beispiele. Im Netz mit Surplus für alte Militair-Geräte suchen und/oder direkt mit Modell-/Typ-Bezeichnungen. Es gab "historisch" kein Internet, nur jede Menge in Büchern.


    Im Upload ein Auszug aus Steinhauser, DL1UB, "Senderbaubuch I", RPB31/32, Franzis Verlag 6./7. Auflage 1958.


    A-Verstärker verheizen die Hälfte der Leistung (Verlustleistung) und sind nur bei linearer Verstärkung erforderlich (heute bei SSB-Endverstärker). Bei Meßsendern u.ä. früher nicht unbedingt erforderlich (je nach Messung).


    73 Peter


  • Danke, Peter, für die Hinweise.


    Wie geschrieben, ich weiß, daß A- Betrieb suboptimal ist.
    Für Meßsender stellen sich z. B. solche Anforderungen, weil sie z. B. direkt an einen "Verbraucher" angeschlossen werden können, sie müssen ohne abstimmbare Ausgangsfilterstufe über ihren Frequenzbereich ein gutes Sinussignal liefern.
    So wie auch der genannte Leistungsmeßsender, der eben auch eine -wenn auch geringe- Leistung, einigermaßen konstant über den Bereichen, abgeben kann.

    Ich kenne viele Militär- Funkgeräte, ich habe selbst beim Militär solche gewartet und instandgesetzt, und aus der Literatur auch Amateursender- Schaltungen.

    Ich suche nach AM- A- Klasse- Geräten der Amateur- oder Militärfunktechnik, sowie bereits in der Vorstufe modulierten Geräten, die grundsätzliche Funktion wird ausführlich in vielen Literaturstellen bewschrieben, mich interessiert, ob solche Geräte real ausgeführt wurden.
    Bezeichnungen, nach denen ich suchen kann, habe ich nicht, eben weil ich keine solchen Geräte kenne.
    Zumindest für einen Fernsehsender soll so ein Verfahren angewandt worden sein (AM- Vorstufenmodulation), aber das ist eine Nummer zu groß...

    :)

    Ich recherchiere für einige Projekte in Richtungen der historischen Funk/ Rundfunktechnik, für die ich Grundlagen berichte schreibe, oder Geräte untersuche, so gibt es z. B. auch keine bekannten Seriengeräte für den Normalnutzer mit den allerersten Spitzentransistoren, ich fand aber immerhin 2 militärische Geräte.


    Bitte um weiteren Input, Danke.

    Edi

  • Hallo Edi, das hilft mir jetzt weiter beim durchsuchen. Ich habe ein paar Unterlagen dazu und blättere mal. Mich hat ein Mitleser gebeten, seine EMail-Id an Dich weiter zu geben, mache ich per PN und frage dort auch nach Deiner. Wenn ich etwas finde, muß ich es einscannen und per PN verschicken geht dann auch nicht.


    Ich habe z.B. von Bernd Jacobi "Das Surplus Handbuch" Band 1 und 2. Gerade mal geblättert, typischer TX mit 60W ist der BC604, aber soweit im Schnelldurchgang gelesen (man muß in Schaltung oder Text rein), arbeitet alles in C. Ich schaue das mal durch und rühre mich.


    Meine KW-Station aus Anfang der 70er ist eine Trio Kenwood 599 Line, die auch außer CW und SSB noch AM kann. Da muß ich aber in den Schaltplan rein, welchen Betrieb die jeweils in der Röhrenendstufe macht. Es gibt aus der Zeit bis in die 70er jede Menge Röhren-Afu-Stationen, die noch AM konnten. Es gibt auch genügend Liebhaber für diese Dampfradios, die wie ich die Dinger noch betreiben. Nur AM ist heute außer auf 10m nicht mehr "erwünscht" (muß ich aber erst noch mal die AfuV raus kramen).


    Ich blättere auch mal in alten Katalogen nach den Typen dieser Stationen. Bis demnächst und EMail via PN bitte.


    73 Peter


    Nachtrag: meine 599-Line-PA fährt AB1 Betrieb, 2x 6146 (im Original S2001) parallel.

    https://www.frihu.com/roehrent…ltralinear-pentodenmodus/ bzw.

    https://www.frihu.com/roehrent…erstaerker-betriebsarten/ für Mitleser, gute Übersicht.

  • Wie geht hier PN...?

    PN heißen hier Konversation, oben ganz rechts in der Leiste die doppelte Sprechblase anklicken.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • A ja... Danke.


    DB6ZH, Danke für die Infos... aber nicht so nötig, ich kenne die Betriebsarten - es geht wirklich nur um die Suche nach ausgeführten Geräten, die in reinem A- Betrieb arbeiten.

    Siehe z. B. dieses Projekt, in welchem ich eine Vorstufenmodulation ausführte.

    Hintergrund: Ich möchte historische Radios mit AM betreiben, MW und LW, die sehr alten Geräte haben meist nicht mehr, und zwar mit höherer NF- Bandbreite, evtl. höherem Modulationsgrad, sowie Messungen, jedoch nur auf Entfernungen innerhalb des eigenen Grundstücks, durchführen, z. B. mit Loop oder Ferritantenne, Sender netzgetrennt, und das u. a. auch mit Röhren, die niemand für solche Zwecke nutzt, wie z. B. Mischoktoden. Z. B. interessant, welche Geräte noch die Modulation extrem schwacher Sender wiedergeben können, im direkten Vergleich, unter realen Störbedingungen.


    SWL_Edi

  • Na ja, Edi, jetzt beschreibst Du eine Grauzone. Da Funkwellen nicht an Deiner Grundstücksgrenze halt machen, hilft allenfalls eine Allgemeingenehmigung (gibt es zumindest für UKW, müßte jetzt aber suchen), oder irgendwie mit der BNetzA reden, was Du machen darfst. Da bin ich jetzt etwas überfordert, will aber auch nicht gleich den Zeigefinger heben.


    Ich arbeite selber mit alten Radios, repariere ab und an im Freundeskreis (war in den 50ern als Schüler meine Taschengeldquelle) und habe auch Unsinn mit alten Radio-Teilen gebaut - aber ...... eindeutig (verjährter) Schwarzfunk. Einer meiner Streiche war ein "Umleiten" von Radio Luxembourg, Lieblingssender der Mutter, und dann per "Sonderansage" eine Platte aufgelegt. D.h. eine Art Relaisbetrieb mit Eigenbau-Sender. Diese "realisierte Schaltung" habe ich noch aufgehoben, mit einer AL5 im A-Betrieb in der Endstufe und für AM Schirmgitter-Anoden Modulation ebenfalls in der Endstufe. Solche oder ähnliche Projekte würde ich Dir heute nicht mehr empfehlen. Die Peiler sind heute automatisiert und vernetzt, http://dl2dap.darc.de/stationa…tungsnetz-der-bnetza.html , und nicht mehr so langsam wie damals (50er) die Post und die Militair-Peiler (die waren häufiger unterwegs, in erster Linie zu der Zeit wegen Spionagesendern auf Achse). Meine Mutter hat mir die Leviten gelesen, die war Telegraphenbeamtin bei der Reichspost Berlin und hätte den Afu-Prüfungsteil "Vorschriften usw." locker geschafft. Die Musikübertragung war super, nix gemerkt, aber bei der Ansage mit meiner Stimme war natürlich Feierabend. Hätte ich verfremden müssen :) .


    Sammeln ist kein Problem, aber "Meßsender" an irgendeine Antenne hängen schon eher. Du kannst solche Messungen doch locker per Koax-Verbindung durchführen, mit Anpaß- und Dämpfungsgliedern. Vielleicht hat jemand Erfahrung, was auf dem Gebiet inzwischen erlaubt ist, da ja MW und LW auf einzelnen Frequenzen für Amateurfunk auch geht und lokale Sender per Sondergehmigung. Nur ....fall's ich nichts falsch verstanden habe oder doch ??


    73 Peter


    Nachtrag: Du machst es Dir im http://edi.bplaced.net/?Projek…rmaler_Radio-_Mischroehre etwas unnötig schwer. Du kannst (fast) jede Röhre als Triode bis Pentode betrieben, bei entsprechender Beschaltung. Die damalige AL5 ist eine NF-Endröhre und wurde auf KW um 30m betrieben, mit ~3W HF-Output. Die Leistung reichte auch in anderer Vorstufen-Schaltung für einen Telegraphie-Kurs über 12-15 km auf 80m (und würde heute auch zum Erwischt-Werden reichen) :) .


    Ich schaue weiter nach den gefragten Beispielen für Deine Sammlung.

  • Danke, DB6ZH, für Ihre Hinweise.


    Ich schrieb am Anfang des Projkts, es ist nicht meine Absicht, einen Sender zur Unterhaltung anderer Leute zu bauen, keinesfalls.

    Wenn ich mit Power senden wollte, ich habe auch noch schöne Lampen dafür.RL12P35, die dicke Wehrmachts- Buddel, die russische GU50 (= Wehrmacht LS50), ich reparierte einst russische Funkgeräte beim MIlitär, und SRS552 meines ehemaligen Betriebes Werk für Fernsehelektronik.
    Sowie Empfängerröhen sowieso, etwa 1000 werden es sein.

    Ich habe auch einige Meßgeneratoren, Pegelsender und Leistungsmeßsender.


    Die Oktode habe ich verwendet, weil ich eben so alte Lampen, teils als ungebrauchte Röhren,, zu liegen habe, und ich verwende gern solche Sachen heute nutzbringend, wie etwa auch alte EIsen/ Urdox- Röhren, hier :
    https://www.mikrocontroller.net/topic/461712#new


    Im Normalfalle hängen Sender an einer Antennen- Verteilanlage, für bestimmte Tests und Vorführungen/ Vergleiche möchte ich aber einen EInzeltest über kurze Distanz (innerhalb etwa 100 m) machen.
    Bei MW und LW dürften geringe Leistungen keine Gefahr darstellen, irgendwas abzustrahlen, was irgendwo aufgefangen werden könnte.

    AUßerdem würde diese Verwendung der Oktode vergeblich versucht, obwohl einige Datenblätter diese Verwendung angeben, da wollte ich es mal probieren. Geht eben auch, wenn man berücksichtigt, daß man dann andere Arbeitspunkte anwenden muß, für die Mischung hat die Ausbeute am MIschprodukt Priorität, bei Modulation eben die modulierte HF- EIngangsfrequenz, das sind andere Bedingungen.


    Ist just for fun, manchmal probiere ich sowas- ich beabsichtige z. B. auch, einen Geradeausempfänger mit mehr als 6 abgestimmten Kreisen zu bauen. Wirtschaftlich unsinnig, ob es brauchbar funktioniert, nicht sicher. Aber- ich mach's trotzdem.


    SWL_Edi

  • Bei MW und LW dürften geringe Leistungen keine Gefahr darstellen, irgendwas abzustrahlen, was irgendwo aufgefangen werden könnte.

    Der DARC OV hatte auf der Maker Fair am 17.8.2019 mit Sondergenehmigung einen MW Sender mit 100mW ERP auf 828 kHz in Betrieb. Ich kopiere mal den Eintrag von OE2CRM, der sich für den Empfang der Bestätigungs QSL bedankt, die er auf Grund seines Empfangsberichtes erhalten hat. Man sieht, das 100mW ERP durchaus bis Salzburg reichen :)

    Zitat (Quelle: DARC e.V. Facebook Seite)
    "Heute kam die QSL für Radio HCC aus Hannover an. Danke dem DARC Ortsverband H13 für die gelungene Aktion auf 828 kHz Mittelwelle und für die QSL. Ihr habt vielen SWLs eine Freude bereitet. 73 de OE2CRM"

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • So langsam kommen wir uns näher, dieser Basteltrieb ist mir auch geblieben. Leider ist im (Un-)Ruhestand die Zeit nach kurzer Eingewöhnung schon wieder knapp. Zum "Neubau" reicht es weniger, aber so 6-8 alte Radios harren noch der Aufarbeitung. Außerdem beschäftigen einem die alten Afu-Geräte immer wieder (mal ein Poti, welches kratzt oder fest sitzt, eine PA mit nur noch 20% output, ein Hund der überall dabei sein will, eine XYL vor der man einen Teil des "Schrott's" aus dem Sichtfeld halten muß :) ). Röhren .....da habe ich einiges mehr, zum Teil sortiert in Umzugskartons, das Thema kenne ich.


    Zum Thread: wenn ich das jetzt richtig verstehe, hast Du dir ein eigenes Kabelnetzwerk gebaut, was Du jetzt als "Antenne" bezeichnet hast. Bei freier Antenne kommst Du um Afu- und/oder Sonderlizenz nicht drum herum, siehe DL2FI. Es kann aber auch sein, daß es Sonderregelungen gibt, für Unis usw. Wenn Du nichtgewerblich als Hobby Altertumpflege betreibst, wird es wohl kaum eine große Affaire sein. Ein Arrangement mit der BNetzA solltest Du aber in Erwägung ziehen, die beißen nicht , bei deren Afu-Leuten nachfragen.


    Zum AM-Thema: im Diefenbach "Die Kurzwellen" von 1955 sind etliche Seiten zur AM-Modulation. Mit den Schaltungen habe ich damals experimentiert. An sich ist AM-Modulation fast genau so einfach wie deren Demodulation. Die frechste Art war bei mir ein Kohlemikrofon hinter dem PI-Filter in den Antennen-Feeder bzw. "Drahtantenne". Man muß es nur ab und an "Beklopfen", weil die Kohlekrümel nach einiger zusammen gepappt sind. Eine echte QRP-Lösung, bis 3-5W no problem, klopfen in den Sprechpausen oder Specht anheuern :) .


    BTW: ist etws OT und nicht QRP-Forum, aber wenn wir schon bei Altertümern aus dem Osten sind, für ein VEB Radio (11er Röhren) suche ich noch einen Liebhaber, ungeprüft, äußerlich passabel, vom Recyclinghof gerettet. Ich lade eine Rückwandausschnitt hoch. Falls Interesse bitte Mail "call@darc.de", oder auch einer der Mitleser, ist kein Thema hier im Forum. Ich habe noch genügend andere Baustellen und gebe das gerne ab.


    73 Peter


    PS: bei der A-class Typensuche noch nicht weiter gekommen, bzw. gefunden. Die alten Kataloge muß ich noch ausgraben.....


  • Hallo, DL2FI,
    Das Abstrahlen mit geringer Leistung, aber einer hervorragenden Antenne... kann natürlich Reichweite bringen.

    Das beabsichtige ich nicht.
    100mW ERP ist auch eine Hausnummer, das geben die Röhrensender mit einer Radio- Endröhre und die mir mögliche Antenne schon gar nicht her.
    Und mit normalem AM dürfte eine Reichweite bis Salzburg auch illusorisch sein.

    Die Einspeisung in den Antennenverteiler mache ich nur mit geringster Leistung, weil dann natürlich die Antennenanlage strahlt.

    Hallo, DB6ZH,

    Ich bin wenige Jahre vor dem Ruhestand, nachdem man mir Rente aqb 64 bescheinigte, kam plötzlich eine Berechnung, nach der ich noch bis 66 malochen darf.das werde ich aber sowieso nicht schaffen, ich habe schon einige Problemchen, da "verlieren einige Röhren schon an Emission".

    Sie haben recht, bei der BNetzA fragen wäre eine Möglichkeit.

    Mit Afu hat das allerdings rein gar nichts zu tun- Aussendungen auf MW/LW, normales AM, geschweige denn mit höherer Bandbreite... ich sehe da gar keine Chance, das überhaupt jemals genehmigt einschalten zu dürfen.


    "Kabelnetzwerk"... eher ein sehr einfacher Teiler, nicht mehr, da hängen alle Radios dran.
    Suboptimal, am besten Antenne nur an 1 Radio.

    Die Antenne ist aber recht gut. 40m Langdraht, 5 m. hoch. Mit Original- Eqipment gebaut, auch Blitzschutz, auch eigene Erdung.

    http://edi.bplaced.net/?Projek…che_Radios&search=antenne

    (weitere Unterseiten).


    Meine ersten Versuche, zu senden, habe auch ich so gemacht, da war ich 10- 12.
    Volksempfänger VE301, Rückkopplung angezogen, einfach ein gewöhnliches Telefon- Kohlemikrofon in die Antennenleitung., passende Antennenbuchse (8 Anzapfungen) gesucht. Reichweite 500 m mit einer 20m langen Drahtantenne zur anderen Straßenseite.

    Ich hae übrigens auch noch ein Funk- Equipment in Restauration, das dürfte jedem BNetzA- Peiler die Schuhe ausziehen.

    http://edi.bplaced.net/?Projek…_1905&search=funkensender


    Da fehlt mir ein "Quecksilber- Turbinenunterbrecher", Der heißt nicht nur so, der enthält auch etwa einen Viertel- bis halben Liter Quecksilber.
    Sowas verwendeten einst Funkamateure.... heute undenkbar, das würde einen Entgiftungs- Spezialtrupp im Vollschutz in Gang bringen, der die Gegend kilometeweit sperrt, und alle benachbarten Straßen entseucht...

    :)
    Geschweige denn die BNetzA... Störbandbreiten um 15 MHz (!!!) die würden gleich die GSG9 schicken...

    Aber ernsthaft- das Ding soll wieder funktionieren.

    Sowas diente als Notfunksender auf Schiffen... und da war Störfreiheit unerwünscht, das Ding SOLLTE gehört werden.
    Das gezeigte Gerät war (wahrscheinlich) eine Ruine eines solchen Notsenders.
    Der Funkeninduktor, den ich für die Restauration verwende, stammt aus einer Schule, dort war er seit ca 1900- 1904 (Baujahr) als Lehrmittel im Einsatz, Ich kenne noch Vorführungen eines solchen Geräts aus meiner Schulzeit. So diente er bis 2018... dann wurde er wegen eines EU- Beschlusses abgeschafft- solche gefährlichen Dinge sind nun verboten.
    Nach über 100 jahren.
    Wie konnten wir früher sowas überleben ?


    5E63... nettes Radio. Ist was Besonders, UKW mit dem seit 1939 bekannten Stahlröhrensatz, kein Tuner, nahezu die gleiche Schaltung, die für AM verwendet wird. Demodulation ist "Flankendemodulation". Der UKW- Bereich ist gerabe 88- 100 MHz. Unempfindlich, nichtabgestimmter "Scheunentor- Eingang", nur wenige Sender.
    Mit guter UKW- Antenne -die ist Bedingung- funktionieren diese Radios auf UKW aber noch passabel, allerdings... Sender, die mit Audioprozessor ("Optimod" u. a.) arbeiten, "überfahren" jedoch die Demodulation, die klingen scheußlich.
    AM funktioniert normal, 6- Kreis- Mittelsuper ohne Besonderheiten.
    Problem bei diesen Radios: Üblich die alten Papierkondensatoren, die kann man aber problemlos wechseln. Aber leider auch die Nocken- Wellenschalter, auf dem Kontaktmaterial bilden sich durch Luftfeuchtigkeit harte, nichtleitende Kristalle. Kriegt man aber auch in Griff.

    Ist schon bemerkenswert, daß es so ein Gerät so weit südlich geschafft hat.


    Die Suche nach A- Betrieb- Geräten ist nicht eilig. Ich hoffe, da gibt's doch das eine oder andere Gerät.
    Interessant wäre auch AM- Vorstufenmodulation- wird zwar in der Literatur erwähnt, aber ich fand keine einzige Schaltung.

    Olaf (SWL_Edi)






  • Edi,


    ich habe eine R-104M (1.5-4.5 MHz AM/ CW) & müsste dazu auch die Doku mit Schaltung finden - würde Dir das helfen?


    72, Tom

    72/73, Tom 4 . .-


    Das schöne an einheitlichen Standards ist, dass man so viele verschiedene zur Auswahl hat.

  • Ich habe einfach dazwischen geschrieben, GN und 73 Peter


    ps: wegen dem eingestreuten Sie: der Normalfall ist inzwischen in den Foren eigentlich "Du", falls anders gewünscht, bitte klar stellen. Ich habe keine Preferenzen dazu, passe mich aber an, bzw. habe mich angepaßt. Ist auch in den Vereinen so und am Anfang ungewohnt. Die Zeiten ändern sich, aber ich kann auch immer noch gut "per Sie" (be)schimpfen - no problem. :) :) .

  • Hallo, DB6ZH,


    Ich habe niemals in Foren geduzt, sorry... ich wurde noch so erzogen, daß man sich das "Du" anbieten muß, "Sie" ist die "Höflichkeitsform" für die Anrede von Leuten, die sich noch nicht kennen.

    Ich akzeptiere die "Du"- Anrede, eben, weil es heute Usus ist, verwende das "Hamburger Du", also Anrede mit Vornamen, aber sonst "Sie".

    Ich hoffe, das ist nun kein Grund für Abbruch der Kommunikation.


    Hallo, DM4EA,
    Danke für das Angebot betr. der Doku- ja, würde ich mir gern ansehen.
    Lange her... hatte ich schon vergessen- ich kenne die Stationen R104 und R105 noch vom Schleppen bei der GST, aber nicht das Innenleben. (Für Nicht- Ex- DDR- Bürger: GST = Gesellschaft für Sport und Technik", vormilitärische Ausbildung von Jugendlichen, sog. GST- Lager", eine 2- wöchige Feldübung war für Lehrlinge vieler Großbetriebe Pflicht).

    Zur Frage der Power: Ich bebsichtige NICHT, an einer Hochantenne, angepaßt und mit voller Leistung, zu senden. Die Hochantenne ist nur für Empfang.
    Schon gar nicht Sendeversuche oberhalb Mittelwelle, wo man mit Leistungen einer Taschenlampen- Batterie, früher der Ausdruck für Zink- Kohle- Batterien, meist die sog. Flachbatterie, 4,5V, kein Vergleich zu heutigen Möglichkeiten, um den halben Planeten kommen kann.

    Ist mir schon klar, daß manche Schaltungen "uninteressant" sind, ich schreibe auf meinen Seiten öfter zu solchen Theman, "vergessene Schaltungen", etwa diese:

    http://edi.bplaced.net/?Edi%60…etektor&search=wunderlich

    Dennoch sind diese Lösungen nicht unbedingt untauglich. Darum ja die Anfrage hier.
    Eben auch der reine A- Betrieb von Senderstufen.
    Das mag uneffektiv und wirtschaftlich ungünstig sein, aber jedes Röhrenradio ist schon unwirtschaftlich, 50- 100 Watt für eine Ausgangsleistung von 1- 4 Watt...
    Für meine Hobbysachen ist mir die Effektivität vollkommen egal.



    Olaf (SWL_Edi)

  • Quote

    ... Ich akzeptiere die "Du"- Anrede, eben, weil es heute Usus ist, verwende das "Hamburger Du", also Anrede mit Vornamen, aber sonst "Sie". Ich hoffe, das ist nun kein Grund für Abbruch der Kommunikation.

    Hallo Olaf,

    kein Problem. Erziehung und Hamburg hat damit nur am Rande zu tun. Vorname und Sie war früher im Amateurfunk üblich und auch in Vereinen, außer eben nach Absprache. Dazu kann man ja fragen, wenn es auf fällt und sich danach richten. Die Zeiten ändern sich (leider, manchmal).

    73 Peter


    (ich schreibe das jetzt zum zweiten Mal, irgendwo war ein Wurm vorhin. Falls es doppelt wieder auftaucht, sorry ....)

  • Moin,

    Ich habe niemals in Foren geduzt, sorry... ich wurde noch so erzogen, daß man sich das "Du" anbieten muß, "Sie" ist die "Höflichkeitsform" für die Anrede von Leuten, die sich noch nicht kennen.

    Nur mal so am Rande bemerkt: Bereits in den Mailboxen Mitte der 80er, im Usenet (ein Teil des Internets aus Zeiten, als es noch gar kein www gab) und entsprechend auch den Nachfolgern, den heutigen Foren, ist es schon immer so gewesen, dass geduzt wird. Ein "Sie" wird nur dann verwendet, wenn man mit der Person eigentlich nichts zu tun haben moechte, genauso wie Grossbuchstaben als schreien angesehen werden. Das ganze wurde sogar mal in der Netiquette (ein Kunstwort aus Netzwerk und Etiquette) niedergeschrieben. Andere Medien, andere Sitten.


    Hier im Oldenburger Raum ist man auch schnell einfach nur per Du, ob das im QRL ist, auf dem Wochenmarkt oder mit Handwerkern, also aehnlich wie in Skandinavien. Andere Laender, andere Sitten ;)


    73, Tom

  • Hallo, an alle,

    Es gibt auch andere Netiquette- Texte.
    Ich hoffe, meine Anrede wird als persönliche Marotte hingenommen. Ich finde Technik- Plauderei interessanter.
    Und hoffe, es findet sich was- wie ich das so sehe, ist das hier eine besondere Sache, die Nachforschungen rechtfertigt.

    Ein Mitleser schickt mir am Wochenende historische Schaltungen, allerdings fand er zwar interessante Schaltungen, die aber in den normal üblichen Betriebsarten, keine A- Betriebsart, keine Vorstufenmodulation.


    Reiner A- Betrieb in allen Stufen scheint so selten zu sein, wie Geräte mit Spitzentransistoren, da fand ich bisher auch nur 2 kommerzielle Geräte ohne Bezeichnung, nur als Fotos, bisher ist kein normales Seriengerät bekannt.


    Bitte nochmal, nachzuschauen, ob jemand mal sowas gebaut hat, Amateur, Militär, usw.

    Ein Projekt, wlches ich schon lange betreibe, ist die NAchforschung nach Um- und Eigenbau- Radios- da habe ich inzwischen 19 Geräte gefunden, für eins benötige ich noch die Veröffentlichungs- Genehmigung.
    Interessant dabei: Alle Geräte sind Superhets, teilweise aufwendig gebaut, und alle sind in den 50ern in der DDR entstanden !
    Bisher habe ich kein existierendes Eigenbau- Radio aus dem damaligen Westdeutschland finden können, da kenne ich einen Bausatz, aber der ist ein einfaches Einkreis- Gerät (Grundig Heinzelmann)

    http://edi.bplaced.net/?Edi%60…mbau%2FEigenbau-Superhets

    Es gibt also noch viele interessante Sachen in Richtung hstorischer Funk/ Rundfunktechnik.


    Für Funkamateure interessant: Vergessene Antennen... Windom und Zepp kennt jeder FA, aber wer kennt noch die "Ritter- Antenne" oder "Anker- Antennne" ?

    http://edi.bplaced.net/?Edi%60…deen_-_Vergessenes_Wissen

    Olaf (SWL_Edi)




  • Machen wir einfach weiter, hauptsache freundlich. Ich schreibe inzwischen auch @all oder gezielt @rumpelstilzchen/call oder so ähnlich :) . Manchmal muß man für "Sie" den Satzbau ändern (sonst hört es sich einfach blöd an) und ansonsten liege ich inzwischen auf Tom's (dl7bj) Linie: "Sie" nur noch zum tratzen -- ab und an auch bei der XYL, was manchmal die Situation schlagartig entkrampft (per Gelächter). Also ... abhaken. Beim schimpfen werde ich "Sie" benutzen, und ansonsten mich mit "Du" durchwursteln.


    Ich habe aus lauter Neugierde jetzt einige Katalogbeschreibungen durch, Manuals soweit gefunden und in Papier, und mir alles mit PA-Röhre per Lotus in eine Tabelle gehackelt. Es ist tatsächlich so, daß vorherrschend C-Betrieb gemacht wurde und bei den SSB+AM Geräten (war auch interessant, wer noch AM kann), überwiegend AB1-Betrieb. Ich habe nicht zuviel Arbeit gemacht, nur PA- und Treiber-Röhrentyp notiert und welche AM-Modulationsart. Ich werde aus den spärlichen Katalogdaten die offen Punkte noch per Netz-Recherche ergänzen und lade es später hier hoch. Vielleicht hat jemand auch zu den Typen Handbücher und Erfahrung.


    Bisher aufgefallen: Viele SSB-Geräte aus den 60ern/70ern, die noch AM können, machen Carrier-Insert im Balancemodulator, d.h. entweder zumischen oder dort per Unsymmetrie die Trägerunterdrückung aufheben. Danach läuft AM durch alle weiteren Stufen bis zur PA. Drake verwendet beim T-4XC und TR-4CW G2-Modulation in der PA, Betriebsart ??.


    Zwei Fälle etwas aus dem Rahmen: Ten Tec trx 509 "Argonaut" lt. Katalog A-Betrieb, aber kein AM-Support. Der BC653 verwendet für AM G1-Modulation (bin mir nicht sicher, ob dann nicht A-Betrieb zwingend ist), Schaltbild schlecht gedruckt, muß ich nachfassen. Der BC604 moduliert die Vorstufe (Phase), da schleudere ich noch, ob daraus AM oder FM wird, etwas wilde Schaltung und Angaben. Die PA allerdings im C-Betrieb.


    Erst mal QRX, später Tabelle. 73 Peter (XYL verlangt break-break, dritte Mahnung)


    Nachtrag: vorläufiger Stand hochgeladen, wegen der Typen-Bezeichnung zum Suchen. Wird aber noch ergänzt, war der erste "Altpapierdurchgang".

  • "Carrier-Insert im Balancemodulator, d.h. entweder zumischen oder dort per Unsymmetrie die Trägerunterdrückung aufheben."
    Träger unterdücken, dann wieder "zumischen"... hört sich nach Aufwand an- normal kann man doch den Balancemodulator auch ohne Trägerunterdrückung betreiben ?
    War wohl dem Haupt- Verwendungszweck SSB geschuldet.

    Der BC653A- Sender ist schon ein Anfang- ich fand auf bunkerofdoom den Schaltplan als mieses Gif, aber lesbares PDF:
    http://www.bunkerofdoom.com/mil/bc653a/bc_653_a_00.pdf


    "Der BC653 verwendet für AM G1-Modulation (bin mir nicht sicher, ob dann nicht A-Betrieb zwingend ist)"
    Das frage ich mich auch... bei meinen Versuchen mit der Modulation der Oktode (diese Möglichkei könnte man als Vorstufenmodulation sehen, es werden ja zwei Strecken in einem Röhrenaufbau verwendet) funktionierte nicht gut, das klang grottig.
    Nun ist eine Modulation, die normale Radios qualitativ gut mit Musik ansprechen soll, anspruchsvoller, als das Geschrapel eines Steinzeit- Kohlemikrophons.

    Obwohl es auch Kohlemikros gegeben haben soll, die Werte jenseits von Gut und Böse haben:
    "Für HiFi- Fans die Eckdaten: Querstrom- Mikrofon. 50 Hz bis 10 KHz linear. Große Ausgangsspannung. Absolut rauschfrei. "
    Siehe hier:
    http://edi.bplaced.net/?Bauanleitungen___Mikrofon_Eigenbau


    Ist auch die Frage, ob der Leistungsmeßsender SMLR von Rohde und Schwarz im A- Betrieb arbeitet.

    http://www.classicbroadcast.de/downloads/rohde_SMLR.pdf

    HF- Ansteuerung an G1, gemessen mit Oszilloskop C1-91 (russisch, bis 100 MHz), Teiler 10:1, anzeige 1 V/ Teil, das mal 10 = 10 V Spitze = 7 V eff.
    G1- Vorspannung: 4,5 V am Kathodenwiderstand, das ist genau auf Kennlinienmitte der Endröhre EL803.


    Die Anzeige mit Teilerkopf konnte ich verifizieren, die Oszillographen- Teilung und Eichung ist sehr genau, ich habe eigene

    Eichspannung des Oszi, sowie ein Eichgerät- Einschub, und ein sehr hochohmiges Röhrenvoltmeter "URV2" mit eigenem HF- Tastkopf zeigt 6,9V. Das URV 2 zeigt Effektivwerte.
    Der Detektorkopf ist sehr genau, entspricht der angegebenen Kennlinie.


    Dazu bekam ich den Hinweis:
    "Es ist aber möglich, dass die HF-Ansteuerung der Röhre so stark ist, dass die Röhre hinsichtlich dieser im B-Betrieb läuft. Das Ausgangsfilter entfernt dann die entstehenden Oberwellen."


    Die Sinus- HF- Spannung vom Oszillator ist 2,5 V höher als die Gitter1- Vorspannung.
    Kann dieser Eintakt- Betrieb mit B- Betrieb bezeichnet werden ?