Suche historische Senderschaltungen A- Betrieb

  • Hallo an alle !


    Für eine Ausarbeitung zu einem Projekt suche ich historische Senderschaltungen der Röhren- Ära, AM- moduliert, Amateurfunk, Militär, evtl. Meß- Equipment, die im A- Betrieb laufen, vielleicht auch, wenn es das gab, Vorstufen- modulierte Geräte.

    Ich weiß, daß das suboptimal ist- es geht nur darum, ob es angewandt wurde.

    Bis jetzt fand ich nur die Schaltung des Rohde & Schwarz- Leistungsmeßsenders SMLR: Leistungsoszillator, Bremsgitter- modulierte Ausgangsstufe.
    Allerdings ist merkwürdigerweise in den Unterlagen B- Betrieb angegeben- mit einer Eintakt- Stufe !

    SWL_ Edi

  • Versehentlich gelöscht. Kurze Wdh: http://jogis-roehrenbude.de/Sender.htm für Beispiele. Im Netz mit Surplus für alte Militair-Geräte suchen und/oder direkt mit Modell-/Typ-Bezeichnungen. Es gab "historisch" kein Internet, nur jede Menge in Büchern.


    Im Upload ein Auszug aus Steinhauser, DL1UB, "Senderbaubuch I", RPB31/32, Franzis Verlag 6./7. Auflage 1958.


    A-Verstärker verheizen die Hälfte der Leistung (Verlustleistung) und sind nur bei linearer Verstärkung erforderlich (heute bei SSB-Endverstärker). Bei Meßsendern u.ä. früher nicht unbedingt erforderlich (je nach Messung).


    73 Peter


  • Danke, Peter, für die Hinweise.


    Wie geschrieben, ich weiß, daß A- Betrieb suboptimal ist.
    Für Meßsender stellen sich z. B. solche Anforderungen, weil sie z. B. direkt an einen "Verbraucher" angeschlossen werden können, sie müssen ohne abstimmbare Ausgangsfilterstufe über ihren Frequenzbereich ein gutes Sinussignal liefern.
    So wie auch der genannte Leistungsmeßsender, der eben auch eine -wenn auch geringe- Leistung, einigermaßen konstant über den Bereichen, abgeben kann.

    Ich kenne viele Militär- Funkgeräte, ich habe selbst beim Militär solche gewartet und instandgesetzt, und aus der Literatur auch Amateursender- Schaltungen.

    Ich suche nach AM- A- Klasse- Geräten der Amateur- oder Militärfunktechnik, sowie bereits in der Vorstufe modulierten Geräten, die grundsätzliche Funktion wird ausführlich in vielen Literaturstellen bewschrieben, mich interessiert, ob solche Geräte real ausgeführt wurden.
    Bezeichnungen, nach denen ich suchen kann, habe ich nicht, eben weil ich keine solchen Geräte kenne.
    Zumindest für einen Fernsehsender soll so ein Verfahren angewandt worden sein (AM- Vorstufenmodulation), aber das ist eine Nummer zu groß...

    :-)

    Ich recherchiere für einige Projekte in Richtungen der historischen Funk/ Rundfunktechnik, für die ich Grundlagen berichte schreibe, oder Geräte untersuche, so gibt es z. B. auch keine bekannten Seriengeräte für den Normalnutzer mit den allerersten Spitzentransistoren, ich fand aber immerhin 2 militärische Geräte.


    Bitte um weiteren Input, Danke.

    Edi

  • Hallo Edi, das hilft mir jetzt weiter beim durchsuchen. Ich habe ein paar Unterlagen dazu und blättere mal. Mich hat ein Mitleser gebeten, seine EMail-Id an Dich weiter zu geben, mache ich per PN und frage dort auch nach Deiner. Wenn ich etwas finde, muß ich es einscannen und per PN verschicken geht dann auch nicht.


    Ich habe z.B. von Bernd Jacobi "Das Surplus Handbuch" Band 1 und 2. Gerade mal geblättert, typischer TX mit 60W ist der BC604, aber soweit im Schnelldurchgang gelesen (man muß in Schaltung oder Text rein), arbeitet alles in C. Ich schaue das mal durch und rühre mich.


    Meine KW-Station aus Anfang der 70er ist eine Trio Kenwood 599 Line, die auch außer CW und SSB noch AM kann. Da muß ich aber in den Schaltplan rein, welchen Betrieb die jeweils in der Röhrenendstufe macht. Es gibt aus der Zeit bis in die 70er jede Menge Röhren-Afu-Stationen, die noch AM konnten. Es gibt auch genügend Liebhaber für diese Dampfradios, die wie ich die Dinger noch betreiben. Nur AM ist heute außer auf 10m nicht mehr "erwünscht" (muß ich aber erst noch mal die AfuV raus kramen).


    Ich blättere auch mal in alten Katalogen nach den Typen dieser Stationen. Bis demnächst und EMail via PN bitte.


    73 Peter


    Nachtrag: meine 599-Line-PA fährt AB1 Betrieb, 2x 6146 (im Original S2001) parallel.

    https://www.frihu.com/roehrent…ltralinear-pentodenmodus/ bzw.

    https://www.frihu.com/roehrent…erstaerker-betriebsarten/ für Mitleser, gute Übersicht.

  • Wie geht hier PN...?

    PN heißen hier Konversation, oben ganz rechts in der Leiste die doppelte Sprechblase anklicken.

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • A ja... Danke.


    DB6ZH, Danke für die Infos... aber nicht so nötig, ich kenne die Betriebsarten - es geht wirklich nur um die Suche nach ausgeführten Geräten, die in reinem A- Betrieb arbeiten.

    Siehe z. B. dieses Projekt, in welchem ich eine Vorstufenmodulation ausführte.

    Hintergrund: Ich möchte historische Radios mit AM betreiben, MW und LW, die sehr alten Geräte haben meist nicht mehr, und zwar mit höherer NF- Bandbreite, evtl. höherem Modulationsgrad, sowie Messungen, jedoch nur auf Entfernungen innerhalb des eigenen Grundstücks, durchführen, z. B. mit Loop oder Ferritantenne, Sender netzgetrennt, und das u. a. auch mit Röhren, die niemand für solche Zwecke nutzt, wie z. B. Mischoktoden. Z. B. interessant, welche Geräte noch die Modulation extrem schwacher Sender wiedergeben können, im direkten Vergleich, unter realen Störbedingungen.


    SWL_Edi

  • Na ja, Edi, jetzt beschreibst Du eine Grauzone. Da Funkwellen nicht an Deiner Grundstücksgrenze halt machen, hilft allenfalls eine Allgemeingenehmigung (gibt es zumindest für UKW, müßte jetzt aber suchen), oder irgendwie mit der BNetzA reden, was Du machen darfst. Da bin ich jetzt etwas überfordert, will aber auch nicht gleich den Zeigefinger heben.


    Ich arbeite selber mit alten Radios, repariere ab und an im Freundeskreis (war in den 50ern als Schüler meine Taschengeldquelle) und habe auch Unsinn mit alten Radio-Teilen gebaut - aber ...... eindeutig (verjährter) Schwarzfunk. Einer meiner Streiche war ein "Umleiten" von Radio Luxembourg, Lieblingssender der Mutter, und dann per "Sonderansage" eine Platte aufgelegt. D.h. eine Art Relaisbetrieb mit Eigenbau-Sender. Diese "realisierte Schaltung" habe ich noch aufgehoben, mit einer AL5 im A-Betrieb in der Endstufe und für AM Schirmgitter-Anoden Modulation ebenfalls in der Endstufe. Solche oder ähnliche Projekte würde ich Dir heute nicht mehr empfehlen. Die Peiler sind heute automatisiert und vernetzt, http://dl2dap.darc.de/stationa…tungsnetz-der-bnetza.html , und nicht mehr so langsam wie damals (50er) die Post und die Militair-Peiler (die waren häufiger unterwegs, in erster Linie zu der Zeit wegen Spionagesendern auf Achse). Meine Mutter hat mir die Leviten gelesen, die war Telegraphenbeamtin bei der Reichspost Berlin und hätte den Afu-Prüfungsteil "Vorschriften usw." locker geschafft. Die Musikübertragung war super, nix gemerkt, aber bei der Ansage mit meiner Stimme war natürlich Feierabend. Hätte ich verfremden müssen :-) .


    Sammeln ist kein Problem, aber "Meßsender" an irgendeine Antenne hängen schon eher. Du kannst solche Messungen doch locker per Koax-Verbindung durchführen, mit Anpaß- und Dämpfungsgliedern. Vielleicht hat jemand Erfahrung, was auf dem Gebiet inzwischen erlaubt ist, da ja MW und LW auf einzelnen Frequenzen für Amateurfunk auch geht und lokale Sender per Sondergehmigung. Nur ....fall's ich nichts falsch verstanden habe oder doch ??


    73 Peter


    Nachtrag: Du machst es Dir im http://edi.bplaced.net/?Projek…rmaler_Radio-_Mischroehre etwas unnötig schwer. Du kannst (fast) jede Röhre als Triode bis Pentode betrieben, bei entsprechender Beschaltung. Die damalige AL5 ist eine NF-Endröhre und wurde auf KW um 30m betrieben, mit ~3W HF-Output. Die Leistung reichte auch in anderer Vorstufen-Schaltung für einen Telegraphie-Kurs über 12-15 km auf 80m (und würde heute auch zum Erwischt-Werden reichen) :-) .


    Ich schaue weiter nach den gefragten Beispielen für Deine Sammlung.

  • Danke, DB6ZH, für Ihre Hinweise.


    Ich schrieb am Anfang des Projkts, es ist nicht meine Absicht, einen Sender zur Unterhaltung anderer Leute zu bauen, keinesfalls.

    Wenn ich mit Power senden wollte, ich habe auch noch schöne Lampen dafür.RL12P35, die dicke Wehrmachts- Buddel, die russische GU50 (= Wehrmacht LS50), ich reparierte einst russische Funkgeräte beim MIlitär, und SRS552 meines ehemaligen Betriebes Werk für Fernsehelektronik.
    Sowie Empfängerröhen sowieso, etwa 1000 werden es sein.

    Ich habe auch einige Meßgeneratoren, Pegelsender und Leistungsmeßsender.


    Die Oktode habe ich verwendet, weil ich eben so alte Lampen, teils als ungebrauchte Röhren,, zu liegen habe, und ich verwende gern solche Sachen heute nutzbringend, wie etwa auch alte EIsen/ Urdox- Röhren, hier :
    https://www.mikrocontroller.net/topic/461712#new


    Im Normalfalle hängen Sender an einer Antennen- Verteilanlage, für bestimmte Tests und Vorführungen/ Vergleiche möchte ich aber einen EInzeltest über kurze Distanz (innerhalb etwa 100 m) machen.
    Bei MW und LW dürften geringe Leistungen keine Gefahr darstellen, irgendwas abzustrahlen, was irgendwo aufgefangen werden könnte.

    AUßerdem würde diese Verwendung der Oktode vergeblich versucht, obwohl einige Datenblätter diese Verwendung angeben, da wollte ich es mal probieren. Geht eben auch, wenn man berücksichtigt, daß man dann andere Arbeitspunkte anwenden muß, für die Mischung hat die Ausbeute am MIschprodukt Priorität, bei Modulation eben die modulierte HF- EIngangsfrequenz, das sind andere Bedingungen.


    Ist just for fun, manchmal probiere ich sowas- ich beabsichtige z. B. auch, einen Geradeausempfänger mit mehr als 6 abgestimmten Kreisen zu bauen. Wirtschaftlich unsinnig, ob es brauchbar funktioniert, nicht sicher. Aber- ich mach's trotzdem.


    SWL_Edi

  • Bei MW und LW dürften geringe Leistungen keine Gefahr darstellen, irgendwas abzustrahlen, was irgendwo aufgefangen werden könnte.

    Der DARC OV hatte auf der Maker Fair am 17.8.2019 mit Sondergenehmigung einen MW Sender mit 100mW ERP auf 828 kHz in Betrieb. Ich kopiere mal den Eintrag von OE2CRM, der sich für den Empfang der Bestätigungs QSL bedankt, die er auf Grund seines Empfangsberichtes erhalten hat. Man sieht, das 100mW ERP durchaus bis Salzburg reichen :-)

    Zitat (Quelle: DARC e.V. Facebook Seite)
    "Heute kam die QSL für Radio HCC aus Hannover an. Danke dem DARC Ortsverband H13 für die gelungene Aktion auf 828 kHz Mittelwelle und für die QSL. Ihr habt vielen SWLs eine Freude bereitet. 73 de OE2CRM"

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)