Macht Amateurfunk noch Spass?

  • Naja Peter (DB6ZA), hier laufen die Störungen seit mindestens 5 Jahren und mit solchen Nettigkeiten wie Horst Wessel Lied, aber auch Göbbels Reden werden übertragen ... Die Bundesnetzagentur konnte (oder wollte) nichtmals der Polizei helfen, die ein gewisses Interesse an rechtsradikalen Aussendungen zeigte.


    Das ist lustig, du liegst mit dem Boot in einem dänischen Hafen und aus dem Lautsprecher plärrt "SA maschiert ...." da bekommt fremdschämen eine neue Dimension, besonders wenn die Bootsnachbarn etwas irritiert gucken ...


    Nein, passiert ist nichts ...

    und zum DARC, so groß ist die Community hier nicht und soweit ich es sehe, gibt es zwei Städte aus denen der Schrott von einer kleinen Gruppe gesendet wird und da soll es nicht möglich sein innerhalb von 5 Jahren die Störer raus zu finden? Oder könnte es schlicht anders sein, dass man es nicht will. Letzteres nehme ich stark an.

    Naja und DARC und 2m Band ... betrachte ich die Situation hier, gibt es kein 2m Band mehr, insofern müßte der DARC ein Interesse daran haben rechtsradikale Störungen zu unterbinden, ansonsten gibt es ein wunderbares Argument, siehe Stefan (DO7STL) das 2m Band für den Amateurfunk platt zu machen und wenn man das dumpfe Gefühl hat, dass es OV`s gibt, die diese Störungen mehr als tolerieren, dann ist es eben schwierig mit dem DARC.


    Zum Thema basteln, yep, dass ist das einzige was mich wirklich noch interessiert, wobei sich das auch bis 50 MHz und analog reduziert.

  • Ja. Afu macht immer noch Spaß. Wir hier im Süden haben eine Interessengruppe für die Analogrelais gegründet und betreiben sehr erfolgreich einen Relaisverbund, der fast ganz Baden Württemberg verbindet. Schau mal auf ARIG-MN.ORG . Das gibt etwas Überblick und zeigt: Relaisfunk muss nicht tot sein!

    Gruß Stefan

    Amateurfunk ist die teuerste Art der kostenlosen Kommunikation!

  • .....gibt es zwei Städte aus denen der Schrott von einer kleinen Gruppe gesendet wird und da soll es nicht möglich sein innerhalb von 5 Jahren die Störer raus zu finden? Oder könnte es schlicht anders sein, dass man es nicht will. Letzteres nehme ich stark an...

    Muß nicht unbedingt sein. Auf der Zugspitze (Relais) verirren sich ab und an schon ein bis drei seltsame Geister, mehr sind es i.d.R. nicht. Allerdings hat schon sehr viel früher der Relais-Spezi DJ3YB Peilgeister um sich versammelt (Großraumpeilung), und u.a. Dopplerpeiler konzipiert. Inzwischen haben einige OVs im Distrikt die Fuchsjagden entdeckt, führen die bei fast allen Jugendkursen vor und lassen die Kids peilen. Kommt bei denen super an. Das ist schon ein Standardprogramm in einigen OVs geworden, wie der Fieldday. Wir haben selber zwei Relais in Betrieb und wenn einer all zu sehr übertreibt, auch auf der Zugspitze, und gerade nicht irgend ein interessanter Sack Reis umgefallen ist, wird zur "Deppenjagd" geblasen :-) . Das wird allerdings so gut wie nie öffentlich gemacht. In den überwiegenden Fällen gibt es später dann Spenden für die Relaiskasse, ebenfalls "nicht öffentlich".


    Das hilft Dir jetzt sicher nicht all zu sehr, aber vielleicht lesen ja noch mehr mit und lassen sich motivieren. Die Peilerbastelei macht schon Spaß. Bei einer 80m-Aktion habe ich noch vor 3-4 Jahren mitgebastelt, inkl. Spulenwickeln und ähnliche seltene Arbeiten mit Fizzelkram. Ansonsten bin ich mehr für Röhren und 80W-Löten zu haben. Ich sag's mal flapsig: Peilen ist geil, mit Erfolgserlebnissen und manchmal mit "Geldprämie". Das sollten doch die Fischköppe auch können *duck*.


    73 Peter


    ps rein juristisch ist der offizielle Weg zum vergessen. Du kriegst kaum einen Staatsanwalt zu einer Hausdurchsuchung und stehst vor der Tür, die BNetzA ebenfalls. Aber ..... so Peilaktionen kriegen halt auch die Nachbarn mit. Das zieht anscheinend wie ständig Autos mit "Inkassobüro" Aufschrift vor der Tür, hi. Es sind ja kaum Kids, die den Unsinn machen, sondern spätpubertierende Erwachsene.


    Nachtrag: Großraumpeilen ist auch etwas für "Fußkranke" vom Shack aus. Da habe ich schon in den 80ern mitgemacht, mit sehr guter UKW-Lage und 10XY auf dem Dach. In der heutigen Version ist es ein Mix aus Mobilisten und Feststationen, wer zu erst am Fuchs (Störer) ist oder wer am genausten gepeilt hat. Da wird dann richtig um 1/10 Grad "gefetzt", bzw. sich hinterher getratzt, wenn einer mit 90° Peilfehler daher kommt oder vor lauter mobil-peilen nach 5 Std. "gelotst" werden muß, um die vereinbarte Gaststätte in Fuchsnähe zu treffen. Ist schon außer etwas Ehrgeiz auch Gaudi dabei. Wegen Reflexionen ist die Peilerei nicht ganz ohne.


    Z.Zt. hat mich ein FA-Artikel im Heft 6/2019 so richtig angemacht: "Online Signalpeilung mit dem weltweiten KiwiSDR-Netzwerk" von DJ6JZ. Es gibt doch immer wieder was Neues..... und mein 2m Doppler-Bausatz ist eh' schon veraltet, zu lange liegen lassen ..... Die PA-Rep. für KW (alte Trio 599-Line mit 2x 6146) schiebe ich auch noch vor mir her, Langeweile sieht anders aus.

    Edited 2 times, last by DB6ZH: Nachtrag Großraum-Peilung und typos ().

  • Die Bundesnetzagentur konnte (oder wollte) nichtmals der Polizei helfen

    Moin,


    was im Grunde nicht deren Aufgabe ist. Vielleicht bei Gefahr im Verzug mit der Herausgabe der Adresse o.ä.. Die Mitarbeiter der BNA werden nur dann schnell aktiv, wenn Bandgrenzen durch unseren Funkdienst verletzt werden. Alles andere an "Inhalt der Aussendung" ist den MA der BNA mehr oder weniger egal. (Keine Ironie, Insiderinfo) Da bleibt nur Selbsthilfe über.

  • Klar ist denen das egal den die Möglichkeit zu reagieren hat man sich ja mit Abschaffung des FAG selbst genommen. Nun ist

    das meiste eben OWi und niemand hat ein Interesse das zu verfolgen. Gerade auch im Sektor "illegaler CB-Funk" gab und

    gibt es gewiefte Anwälte die dafür sorgen das man noch nichtmal sein illegales Zeug los wird. Aber es kommt ja erst gar keiner

    mehr.


    Was mich allerdings wundert ist die Tatsache das man wohl nun auch Sachen abwinkt die ja eigentlich einen Straftatbestand

    nach StGB darstellen. Hier müsste die BNetzA auf Anforderung durch eine Staatsanwaltschaft eigentlich mit ihren Möglichkeiten

    (Peilung etc.) unterstützen.