Rekordverdächtige Preise für SCHURR-Tasten bei EBAY USA

  • ist sicher Übungssache mit den Sensor Dieter, ich hab da nach paar Monaten Übung aufgegeben :thumbsup: und bin bei meinem alten Stil von vor bald 60 Jahren geblieben Single KENT und CT755 (welche allerdings auch ordentlich geht, zumindest bis so 50WPM), wobei ich an alle hier noch eine zusätzliche Eisenplatte drangemacht habe

  • Warum sich dieses unverschmutzbare Prinzip gegenüber der Mechanik nicht durchgesetzt hat, ist mir ein Rätsel.

    Hallo Dieter,


    meine Vermutung ist, weil man bei so einer Sensortaste keinerlei mechanisches Feedback hat. Bei einer Paddel-Taste kannst Du die Lage der Finger auch leicht ändern während des Gebens.

    Bei einer Sensortaste ändert sich dann meist die Empfindlichkeit - je nachdem mit welcher Fläche der Finger aufgesetzt wird. Dadurch ändert sich ständig das Ansprechverhalten,

    weil der Druck nicht entscheidend ist, sondern die Annäherung der Finger oder die Berührung.

    Oder arbeitest Du mit Drucksensoren?


    73

    Mark

  • Interessant. Neben der Schurr hab ich Sensortaste nach DK4ARL (optisch) gebastelt und noch eine tschechische Sensorbastelei.

    Als vglw. langsamer Paddler ist bei der Schurr ganz wenig Weg in den Hebeln und eine sehr weiche Feder eingestellt. Das bisschen mechanische Bewegung machts aber irgendwie....


    73 de dh6tf!

  • Warum sich dieses unverschmutzbare Prinzip gegenüber der Mechanik nicht durchgesetzt hat, ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich nur, weil man heut zu Tage ausschließlich fertig kaufen möchte und nicht mehr basteln will.

    Oder es ist die gewohnte Tradition, wie es bei HF-CW gegenüber I-CW der Fall ist.

    Hallo Dieter


    Ich denke es ist ein komplexer psycho-kulturell-unterbewusstseinsgesteuerter Zusammenhang warum Sensortasten so relativ wenig Anklang finden. Elektronische Klaviere können heutzutage unterschiedlichere Töne erzeugen als mechanisch-akustische Klaviere. Sie sind super zum Üben mit Kopfhörer geeigent und ich kann sie zu einer Geburtstagsfeier zu Freunden mitnehmen......aber "richtiges Klavierspielen" geht nur mit einem "richtigen Klavier" - am besten mit einem Flügel. Zeichenerzeugung geht auch mit einer Sensortaste. Aber Morsen ist für mich mehr als Zeichenerzeugung. Es ist sowas wie Musik machen....und da gehört die Haptik auch dazu. Und das Unterbewusstsein, das so stolz drauf ist "was ich für ein geiles Paddle habe".....

    Ich war letztes Jahr ein paar Wochen auf Reha und hatte zum Zeitvertreib meinen Morserino mit den integrierten Senso-paddles dabei. Vor dem ersten Wochenende hab ich meine Frau angerufen und gesagt, sie soll beim Besuch von meinem Funktisch die Messingmorsetaste mitbringen (Schurr)....ist ganz was anderes.

  • Naja, eine Sensortaste kann z.B. auch so aussehen.


    Schwere Steinplatte, auf der die Hand wirklich entspannt ruht...kein Verutschen...

    Preisgünstig....


    Ich hab mit dem Wabbler von Schurr um1985 angefangen, später die Profi2 gehabt und vieles ausprobiert.

    Das Thema Verschmutzung bei mechanischen Tasten kann ich wirklich nicht nachvollziehen.

    Tasten laufen hier über Jahrzehnte ohne aufwendige Reinigung.


    Kann die Aussagen von Dieter nur unterstützen, eine Sensortaste ist eine tolle Sache.

    Die Empfindlichkeit ist unkritisch und man kann stundenlang mühelos CW fahren.


    Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten:


    - Die Sensortaste braucht eine Spannungsversorgung

    - HF im Shack ist tödlich für die Elektronik...(bei ICW kein Problem, bei einem Contest hat es mich zur Verzweiflung gebracht)


    Punkt 2 lässt sich mit etwas Hirnschmalz lösen....


    Da ich ein Nostalgiker bin, hab ich auch noch eine Handtaste aus Polen in Betrieb. Ich liebe halt die Mechanik, obgleich

    sie ein Buch mit sieben Siegeln für mich ist...

    Aber schnelle, möglichst fehlerfreie QSOs (130-150 Bpm) fahre ich bequem und entspannt mit der Sensortaste.

    Nur ein italienischer Meister gibt mir, mit einer mechanischen Taste, ein ähnliches Gefühl beim Geben.


    Beste 73, Uli, DL8SBX

  • So so, hätte die Profi 2 behalten sollen. Bekam sie mit einer hässlichen Bohrung > als ein 5-Mark Stück für weitaus weniger...

    ...

    Ob Alberto Frattini Tasten (unbenutzt) ebenfalls über dem Neupreis gehandelt werden? Hätte da mehrere ,-) Will sie aber auch behalten. Ist schon schwer, nicht wahr?


    Ebay ist 'ne Katastrophe. Insbesondere in Kombination mit http://www.paypalsucks.com


    Arbeitete bei einer Bank, vor Jahrzehnten. Da kamen tägliche Anrufe. Unser Kunde hatte u.a. Luxusartikel und auch mal Transceiver verkauft und Backsteine verschickt. Wir sassen in Nordirland...


    Als Ebay Käufer weiss ich, das Auktionen oft Zeitverschwendung sind.


    * Alinco H-T. 3 waren angeboten, meines was das niedrigste Gebot. Was geschah? Natürlich sei ausgerechnet mein Gerät "verbrannt". // Ein anderes wurde geschickt und... es fehlte der Akku. // Ein SW+ von einem OP auf QRP-L war verrostet. Als habe der aufgebaute Kit ein paar Jahre im Jauchefass gelegen.


    Sachen gibt's


    Und bei Mondpreisen müsst Ihr einfach mal sehen, was veraltete PCs kosten sollen. (Konnte damals meinen Compaq 386 mit 2 x 4 MB RAM für hunderte Mark nicht mal Verschenken....).


    72,

    Chris

  • Klar Dieter - von Dir hab ich die Schurr :)

    Sensor hatte ich zwischendurch - aber damals war die Elektronik noch nicht so super wie heute - da war immer noch ein "Wasserglas" neben der Sensor.

    Hab seit kurzem einen Geber aus HA - der gibt sich super und hat derzeit die Schurr "verdrängt". Nur Zeit ist knapp. 50 WpM und so geht aber auch sehr gut mit beiden.

  • Auf die verschiedenen Anmerkungen zu Sensortasten muss ich nochmal eingehen.

    Viele Äußerungen sind ausschließlich theoretisch begründet, aber nur praktisch gewonnene Erfahrung sollte hier zählen.

    Wenn jemand damit nicht klar gekommen ist, so stellt sich mir wiederholt die Frage, ob diese Tasten auch wirklich allen notwendigen Voraussetzungen entsprachen. Dazu zählt im Wesentlichen eine absolut zuverlässige Elektronik mit eindeutiger Funktion. HF Anfälligkeit kannte ich bei keiner einzigen meiner vielen gebauten Tasten. Aufgrund dieser Funktionssicherheit meines Konzeptes bin ich auch stets bei ein und derselben Schaltung geblieben und wollte keine Experimente machen.

    Den Begriff von Martin, „komplexer psycho-kulturell-unterbewusstseinsgesteuerter Zusammenhang“ finde ich gut und die von Markus selbst gebauten Tasten finde ich Spitze, Respekt.

    Markus, man müsste sich ausschließlich auf das „akustische Feedback“ (bei möglichst geschlossenen Augen) konzentrieren. Bei „mechanischem Feedback“ scheint mir der Blick auf die Taste und Finger eher hinderlich oder ein Umweg zu sein. Ich habe beim Geben noch NIE auf meine Finger sehen können. Das hat bei mir und QRQ den sofortigen Abbruch des Textes zur Folge.


    73 Dieter DL2LE

  • (Ebenfalls etwas vom Thema ab, nur ergänzend.)

    Dazu zählt im Wesentlichen eine absolut zuverlässige Elektronik mit eindeutiger Funktion.

    Moin,


    beispielsweise funktioniert diese hier "Erfahrungen mit Sensor-Paddels, Wolfgang, DL2YBF, QRP-Report Heft 2 von 2001, Seite 23-34" sehr gut. Ich habe einen Sensor samt Zubehör wie Dieter und benutze erfolgreich die genannte Schaltung. Sie benötigt keine Massefläche, keinen nassen Lappen o.a. und lässt sich zudem im Ansprechverhalten prima einstellen. Alles wurde auf Lochraster aufgebaut. Der Ansprechpunkt auf die Entfernung "ein Blatt Papier zwischen Finger und Metall" abgeglichen und verträgt HF ohne Probleme.

    73 Michael
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