500MHz Frequenzzähler mit MB501 und AVR Atmel als Zähler

  • Hallo,


    ich habe noch ein Verständnisproblem mit einem MB501.
    Er ist als 1:64 Prescaler beschaltet und sein ECL Output wird über C1 mit 100nF an einen Timer1 T1 an einem Eingang eines Atmel AVR gelegt. Da ist erfolgt keine weitere Pegelanpassung, z.B. über einen HF-Transistor (BF199 o.ä.).


    Wie kann dieses Beschaltung funktionieren ?


    Real habe ich die Schaltung mit einem ATmega48pa hier liegen und leider kann ich kein Signal zählen, lege ich aber ein CMOS 100kHz DUT 50% Signal an T1 an, so wird die Frequenz korrekt angezeigt.


    Edit: 15.05.17
    Ich habe den ursprünglichen Titel "Prescaler ECL Output an Atmel Eingang" geändert,
    da es nun mehr um das gesamte Schaltungsdesign geht.

  • Hallo Uwe,


    Du hast ein 1Vpp Pegel (mimimum) hinter dem Kondensator. Falls Du den Pegel hochohmig 10k-100k auf den Entscheidungspegel des Atmels (oder leicht daneben) legst, sollte das Signal erkannt werden.


    Vy73 de Karsten, DD1KT

  • Hallo Karsten,


    danke für Deine Antwort..


    Ich fasse die Fakten für die Mitleser mal zusammen.


    der ML501 liefert eine Output Amplitude Vo von mindesten 1Vpp, bzw. 1,6Vpp typisch.
    Der Atmel AVR ATMega48 erkennt bei Vcc = +5V einen Low-Pegel ViL von 0V bis max. 1,5V und einen High-Pegel ab. ViH 3V bis 5V.


    Nun liegt die zugekaufte, aufgebaute und nicht von mir ausgedachte Beschaltung vor mir.
    Die einzigste Möglichkeit einen Pullup, ohne Änderung an der Schaltung, hinzuzunehmen ist, den internen Pullup-Widerstand ein zuschalten.
    Das wurdet soweit auch von mir auch programmiert.


    Mit der original Firmware als Frequenzzähler hat die Schaltung kurzzeitig gearbeitet, dann habe ich meine eigene Firmware aufgespielt.


    Da meine Firmware mit einem CMOS Eingangssignal funktioniert, muss es einen Trick geben das Ausgangssignal des MB501 so in den Eingangsspannungsbereich des ATmega48pa zu legen, dass dann auch ein HF Signal vorgeteilt und erkannt wird.


    Deshalb meine Frage.


    Evlt. ist auch der MB501 defekt, dann muss ich mal mein Oszi auspacken und mir sein Ausgangssignal ansehen.


    Hast Du weitere Ideen?

  • Hallo,


    Da ich im ersten Beitrag keine Werbung für diese Baugruppe machen wollte, hatte ich die Bilder weggelassen.
    Um zu sehen, um welche Baugruppe es sich handelt und evtl. weitere logische Schlüsse führen zu können, folgen nun zwei aktuelle Bilder.


    Ich habe meine Firmware so gestaltet, das sie nach dem Messprinzip reziproker Frequenzzähler arbeitet.
    Die gelbe Leitung führt zum INT0 Eingang des AVR µC; darüber wird das Eingangssignal, genauer die fallende Flanke, zur Synchronisierung der Messung erfasst.

  • Hallo Addi,

    Ich wuerde die betriebsspannung von 5v reduzieren.


    Warum?
    Der MB501 arbeitet noch bis max. 7V.


    Wie geschrieben, das ist eine fertige Baugruppe, ich möchte sie so weiter verwenden und evtl. damit ein Projekt im OV starten.

  • Ok,


    das Datenblatt der ATmega48pa gibt für 20MHz Quarzfrequenz einen Spannungsbereich von Vcc = 4,5V - 5,5V an.
    Ich sehe hier keinen Designfehler.


    "Ein Licht"
    Ahh. jetzt, es geht Dir dabei um den Eingangsspannungsbereich eines digitalen I/O Pins. Klong.


    Wie geschrieben, die Schaltung und die mitgelieferte Firmware haben funktioniert. Nur meine neue Firmware nicht, das muss einen Grund haben...

  • Einverstsnden. Aber man muss den atmega ja nicht mit voller kraft laufen lassen.
    Frage, wenn man vcc senkt, sinken dann nicht dementsprechend auch die empfindlichkeiten fuer die ausgaenge?

  • Ja Addi,
    die Spannungsbereich sind vielfachen der Versorgungsspannung.
    ViL bis 0.3 *Vcc
    ViH ab 0.6 *Vcc.


    Einverstsnden. Aber man muss den atmega ja nicht mit voller kraft laufen lassen.
    Frage, wenn man vcc senkt, sinken dann nicht dementsprechend auch die empfindlichkeiten fuer die ausgaenge?