Widerstandsnetzwerk ermitteln

  • Hallo zusammen,


    ich bin gerade dabei, ein altes Trafonetzteil zu entsorgen (Trafo 25A und Kühlkörper mit 2N3055 ist über eine bekannte Quelle zu bekommen) und ein Servernetzteil in das alte Gehäuse einzubauen. Soweit alles okay, doch nun scheine ich mich irgendwie verrannt zu haben, oder besser gesagt, das Hirn lässt mich gerade im Stich.


    Punkt eins: Ich habe ein Poti, das einen maximalen Widerstand von 5k hat. Das Poti hat in der Mittelstellung eine Raste und dort einen Widerstand von 3,5k.


    Ich brauche nun um das Poti herum eine Beschaltung, dass ich in der einen Endlage gesamthaft 10k habe, in der Mittelstellung 2,25k (Am besten per Trimmer zum Einstellen mit +/- 500 Ohm) und in der anderen Endstellung 1k.


    Wer hat eine Idee, wie ich das am Besten angehen kann? Hab heute schon drei Anläufe unternommen, aber irgendwie scheinen meine Lösungen keinen Sinn zu ergeben...


    Danke für eure Hilfe!

    Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral.


    John James Osborne, englischer Dramatiker, 1929–1994

  • Hallo,


    damit ich keinen Blödsinn schlussfolgere, erst einmal eine Zusammenfassung der Aufgabe.


    Du möchtest einen verstellbaren Widerstand von vermutlich kleiner 2,25k Ohm und maximal 10k Ohm haben und dafür ein Poti mit 5k Variation verwenden, wobei es in Mittelstellung eine Raste mit 3,5KOhm hat.


    Um aus den 3,5 K 2,25k zu machen, braucht Du eine Parallelschaltung mit einem anderen Widerstand. Um aus 5k 10k zu machen einen Serienschaltung.


    -> Unter den Annahmen leider nicht ohne Umschalten der externen Beschaltung machbar -> anderes Poti muss verwendet werden.


    Falls ich, momentan leicht viral angeschlagen, mit meinen Überlegungen daneben liegen sollte, lasse ich mich gern mit einer funktionierenden Lösung (mit dem Poti, ohne Schalter) überraschen.


    vy73 de Karsten, DD1KT

  • Hallo Karsten,
    danke für deine Zeilen. Mittlerweile hatte ich auch die Erkenntnis, dass ich gerade die eierlegende Wollmilchsau gesucht hatte, die es so nicht gibt. Mein Ansatz ist jetzt der, dass ich zu dem 5K-Poti noch 1,8K in Reihe schalte. Das dürfte dann der beste Kompromis sein und ich muss sehen, was sich machen lässt. Einn anderes Poti geht nicht, weil das bereits in dem Gehäuse mit passendem Knopf eingebaut ist und ich sicherlich keines mehr finde, das da besser (und schöner) passt.


    Danke nochmal, aber so hat es mir zumindest auch geholfen, nochmal Abstand zu gewinnen und neu nachzudenken.

    Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral.


    John James Osborne, englischer Dramatiker, 1929–1994

  • Hallo zusammen,
    das ist ja mal eine schöne Aufgabe! :-) Erinnert mich vom Niveau her an die monatlichen Rätsel in der Funkamateurzeitschrift, die haben es auch in sich...


    Ich weiß nicht ob es für diese Problemstellung eine Lösung gibt, schon garnicht ob ich das überhaupt hinbekomme, aber vielleicht bekommen wir ja noch Hilfe und ich fange schon mal damit an, zwei Skizzen einzustellen, damit wird es vielleicht aussagekräftiger bzw. könnte als Diskussionsgrundlage dienen?!


    Den Schwierigkeitsgrad mindern könnte es, wenn an den Stellen an denen noch Fragezeichen stehen der entsprechende noch fehlende Widerstandswert nicht als Wunsch vorgegeben würde, sondern sich ergeben dürfte!? :-)


    Soweit erstmal und bitte mal Bescheid sagen, ob es mit der Skizze überhaupt so passt! Danke!


    Lg, Ingo.

  • Hallo Ingo,


    tolle Lösung. Hat meines Lesens nach nur den Fehler, dass es 3 Anschlüsse hat. Stefan sucht nach
    einem Gebilde, dass nur 2 Anschlüsse hat, so würde ich den Ansatz vom Stefan interpretieren.
    Aber den Weg, den Du aufgezeigt hast, ist, glaube ich bestimmt verwertbar, mal sehen, was der
    Stefan dazu sagt.


    73 de

  • Hallo Ingo,
    ja, das ist eine Knobelaufgabe mit reellem Hintergrund!


    So ähnlich habe ich auch angefangen, allerdings hat Manfred recht, es sollten nur zwei Anschlüsse sein. So zu sagen ein "veränderbarer Widerstand von 1k bis 10k und das mit einem 5k-Poti realisiert, das dann auch noch in der Zwischenposition nur noch 3,5k hat.


    Für eine Potilösung mit drei Anschlüssen hast eine echt tolle Lösung rausgefunden.


    Ich habe gestern Abend vor dem Fernseher auch noch etwas gegrübelt und meine schon vorher genannte Aussage hat sich bisher bestätigt, dass man das mit passiven Teilen ohne Umschalter nicht hin bekommt. Deswegen muss ich jetzt einfach mal in die praktische Schiene gehen, die Wertigkeit des 1K praktisch ermitteln und dann so lange anheben, bis die Range, die überstrichen wird, mir ein vernünftiges Ergebnis liefert.


    Danke für eure Hilfe!

    Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral.


    John James Osborne, englischer Dramatiker, 1929–1994

  • Hallo Stefan,


    für was benötigst Du dieses Poti, welche Aufgabe muss es erledigen, definierter Widerstand an
    dem ein bestimmter Spannungsabfall erzeugt werden soll ? oder wie zum Beispiel eine Stellfunktion
    wie beim LM317 der Widerstand vom Stelleingang gegen Masse, oder Bereitstellung einer Spannung in
    einem vorgegebenen Bereich ? Kann ja sein, dass jemand dann dazu eine Lösung hat und das Poti
    kann drinnen bleiben.


    schönen Sonntag und 73 de

  • Hallo ihr Lieben,


    schade und ich dachte ich wäre nahe dran! ;( Trotzdem Dankeschön für eure anerkennenden freundlichen Worte! ^^ Schwierig das Ganze... Eine Idee hätte ich spontan noch, weiß nicht ob der gangbar wäre: Man nimmt den vorhandenen 5k Einstellwiderstand und steuert damit einen zweiten "elektronischen Widerstand" an, welcher die richtigen Werte hat und nimmt jenen für die Schaltung. Also der gesuchte Einstellwiderstand könnte vielleicht der Kollektor - Emitter - Widerderstand eines Transistors, Mosfets, oder der eines Optokopplers sein!?
    Ja wie Manfred würde mich auch das Drumherum der Schaltung interessieren, vielleicht findet sich so besser eine Lösung.


    73, Ingo

  • Ingo, vom Prinzip her bist ja auf dem richtigen Weg gewesen! :thumbsup:


    Wohin muss das Teil?
    Ich baue gerade ein Servernetzteil um und ersetze damit mein altes Trafonetzteil, das mir jetzt innerhalb kurzer Zeit vier Mal den Gleichrichter geschossen hat trotz Sanfteinschaltung. Und dieses Schaltnetzteil hat zwei Anschlüsse, an die Widerstände von ca. 1k bis 10k angeschlossen werden können und die Ausgangsspannung bestimmen. Diese Werte habe ich aus einem Modellbauforum, dort hat das teil jemand zur Ladestation umgebaut.


    Und ich hätte jetzt gerne über das Poti die Spannungseinstellung gemacht. Der Strom ist sehr gering, da gehen also auch kleinste Trimmer. Nach meiner Rechnung haben wir bei 2,25k eine Ausgangsspannung von 13,5 Volt und bei 3k von 13,2 Volt. Wenn ich jetzt die angesprochenen 1,8k plus 5k Poti verwende, liege ich wahrscheinlioch im Bereich von 12,5 Volt bis 14 Volt. Was mir ja eigentlich auch reicht.


    Soviel zum Einsatzort.


    Wird eh noch spannend, wenn es das erste Mal in Betrieb geht, was wohl das Oszi daran zu erzählen hat bzw lasse ich mal über einen Ringkern direkt in den KW-Eingang koppeln und schau mal, was es "auf die Ohren" gibt!


    Aber dennoch Hut ab vor eurem Einsatz und Ansatz! :thumbsup:

    Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral.


    John James Osborne, englischer Dramatiker, 1929–1994