Posts by DL7UXA

    Hallo Andreas,

    so ein QRP-Volks-Wattmeter finde ich super. Angesichts der Preise von so einem AD8307 und der krummen Diodenkennlinie und das OLEDs nicht so stoßempfindlich und besser beschaffbar sind als ein Kreuzzeigerinstrument, ist Deine Vorstellung super.

    Übrigens, bei eBay gibt es fertige Platinen bei denen der AD8307 mit Aussenbeschaltung schon drauf ist. Wie gut sind die Dinger? Wenn das OK ist, könnte man einfach zwei von den Dingern nehmen, dazu eine OLED und einen Nano-Arduino. Dann braucht es keine eigene Platine mehr, es sei denn man will es superklein haben. Der Messkopf ist das einzige, was man noch machen müsste, außer dem Gehäuse natürlich.

    Hallo Max,


    wegen Drehkos, da hätte ich noch Rundfunkdrehkos abzugeben, für QRP sollte das gehen und die Güte ist besser. Anderes für die Z-Match (Rinngkern, Buchsen ...) hätte ich auch noch. Trotzdem würde ich Dir, wie meine beiden Vorredner zunächst den Monoband-Dipol empfehlen. Das Ausmessen mit Hilfe eines OMs ist sicher eine sehr gute Idee angesichts der PA des QCX. Mach die Dipolhälften einfach 50cm länger, mach bei 10,2m eine Schlaufe, indem Du die 50cm zurückschlägst und mit kleinen Kabelbindern oder Isolierband am Antennendraht wieder fest machst. Dadurch werden sie sozusagen unwirksam gemacht. Dann mit Hilfe eines OMs mit Messtechnik ausmessen, notfalls SWR-Meter besser Antenneanalyser oder VNA. Jetzt kannst Du variieren. Resonanzfrequenz zu tief, dann effektive Länge kürzen, indem Du das zurückgeschlagene Ende länger machst. Aber immer beide Seiten gleichmäßig. Im anderen Falle umgekehrt. Bitte nicht abschneiden, denn Drannschneiden geht nicht! Auch wenn Du die richtige Länge hast nicht! Bodenbeschaffenheiten und Aufbauhöhe haben nämlich auch noch Einfluss, später unter anderen Bedingungen brauchst Du ggf. die Antenne etwas länger.
    Mache Dir dazu Notizen. Früher nannten wir so was Versuchsprotokoll. Keine Ahnung, ob man so was heute noch lernt. Aber es hilft folgendes festzuhalten:

    • Länge Dipolhälfte
    • Resonanzfrequenz

    oben auf den Zettel


    • Datum
    • ungefähre Aufbauhöhe der Antenne
    • Ort bzw. Bodenbeschaffenheit
    • verwendetes Messmittel.


    Nach dem dritten Versuch hast Du die ersten Resonanzfrequenz nämlich schon vergessen. Dann bekommst Du ein Gefühl wie sich die Längenänderung bei 40m auf die Resonanzfrequenz auswirken und kannst nach 3 oder 4 Versuchen über den Daumen peilen, wie die richtige Länge ist.

    Schreibst Du das alles gleich ein kariertes A5 - Buch, hat Du eine Basteltagebuch, das hier etliche von uns führen, wo man mal schnell bei seinen Versuchen oder Erkenntnissen wieder nachschlagen kann. Nach ein paar Jahren weiß man das sehr zu schätzen.

    Hallo Max und Markus,


    Wenn ich das richtig verstanden habe, will Max hauptsächlich portabel arbeiten. Max hat aber nur einen Monobander für 40m (QCX40). Deine Idee Markus ist an sich nicht schlecht, setzt aber voraus das Max wenigstens ein SWR-Meter hat, Max hast Du so was?
    Ich verweise dazu nochmal auf meine Beitrag hier #8 dritter Absatz. Beginnt mit: "Soll es superbillig werden ..." Das ist ein Monoband-Dipol für 40m. Nix SWR-Meter, nix Matchbox, nix Mast, leicht, schnell auf- und abgebaut. Billiger geht es nicht. Es gibt keine abgerauchte Endstufe wegen Fehlanpassung oder schlimmeres. Und wir wissen alle aus Erfahrung das Monobanddipole super gehen. Das sind keine Kompromiss-Antennen.


    Lasst ihn seine ersten Erfahrungen machen. Mir fallen auch noch mindestens 5 andere Super-Einfach-Draht-Antennen ein, die aber alle wenigsten ein SWR-Meter und/oder Matchbox voraussetzen. Das sind aber immer Multiband-Antennen, die hier gar nicht notwendig sind, sein QCX kann nur 40m CW! Ich habe meine ersten 100 QSOs mit einem ASE1302 (von DL7ARY geliehen) in SSB mit 10W an einer 2x 19,5m Monobandantenne für 80m mit Koaxialkabelspeisung, barfuß ohne Matchbox, ohne Mantelsperre o.ä. gemacht und erinnere mich noch gern daran. Mit 5W in CW auf 40m steht ihm doch eine Menge offen. Bis die höheren Bänder wieder aufgehen, werden noch ein paar Jahre vergehen, bis dahin hat Max mehr Erfahrung, mehr Equipment, mehr Messmittel, viele Antennenversuche und viele schöne QSOs auf 40m gemacht. :thumbup:

    Nachtrag:


    Hallo maxkes,


    Vom 9. - 11. Oktober findet in Jessern (Schwielochsee) / Brandenburg unser Selbstbauseminar statt. Nun weiß ich nicht, ob Du aus Brandenburg, Berlin oder Bayern kommst, dort wäre dann eine gewisse Ansammlung von Amateurfunkern mit Wissen, Erfahrung und Messequipment zu finden, die sich freuen einen Newcomer zu unterstützen. Alle andern Mitleser dürfen auch gerne kommen. Anmeldung über dl1bqf(ät)darc.de.

    Hallo maxkes,


    Ebenfalls viele Glück und Erfolg von mir zu Deiner Prüfung und Deinem neuen Leben als Amateurfunker :thumbup:.


    Würde Dir auch wärmstens die ZM-4 von QRPProject empfehlen. Keine andere Matchbox kann so viel anpassen, die Schutzschaltung, von der DK5BU oben gesprochen hat, ist da schon gleich integriert, die "Vorselektion" ist oft hilfreich. So ausgerüstet kannst Du alle möglichen Antennen ausprobieren, mit allen möglichen Abspannpunkten. Nimm für die Antennen erst einmal irgend einen billige Draht. Hauptsache Kupferlitze, bitte kein Stahlseil, Blumendraht o.ä. Zum Abspannen nimm am besten Maurerschnur aus dem Baumarkt o.ä. die 2mm reicht erst mal, damit kann man zur Not sogar Masten portabel abspannen. Antennentypen zum Testen siehe oben. Alle kann man ausprobieren.


    Soll es superbillig werden, dann nimm 2x 10,2m Litze oder Laufsprecherkabel(aufgetrennt) oder Draht von DXWire o.ä. mach 13m RG58 Koaxialkabel dran (Lüsterklemme), an das andere einen passenden Stecker für Dein QCX, fertig. Schau Dir bei Kabel-Kusch.de an wie man den Koax-Stecker an das Kabel lötet. Hab da schon schaurige Sachen gesehen. Mach an die Enden Maurerschnur und such die portabel 2 Bäume. Bringe die Enden der Antenne mit der Schnur(!) an den Bäumen an. Z.B. zum Werfen mit einer Kartoffel, damit niemand verletzt wird. Leg los und mache Erfahrungen. Antennen müssen auch nicht toll aussehen, können durchhängen usw. Es funktioniert viel mehr als man denkt, aber manches funktioniert eben auch nicht. So ist das mit Hobbies. Mit lernt aus der Erfahrung. Habe schon QSOs mit 10W SSB 10m Draht aus dem Paterrefenster über die Hecke und Heizung als Gegengewicht gemacht.


    Ein Tipp noch zum Schluss: Amateurfunk ist ein kommunikatives Hobby. Es lebt von der Begegnung auf dem Band, aber auch von der Begegnung Mensch zu Mensch. Am Anfang hat man viele Fragen, versteht vieles nicht, fehlt einem Werkzeug, Messequipment, Erfahrung, Fertigkeiten. Es gibt viele ältere Amateurfunker, die jüngere oder Anfänger gern unterstützen, sich freuen, wenn ihr alte TRX jemanden findet, der ihn wieder benutzt und ehrt. Hier ist eine Suche für Deine Umgebung möglich: https://www.dlqrpag.de/qrp4qrp/hilfe.html. Du kannst auch gezielt hier im Forum fragen, z.B. "Wohne in Bielefeld, suche Bastel- und/oder Amateurfunkpaten". Sicher gibt es auch bei Dir vor Ort ein DARC-Ortsverband. Manchmal sind das nur noch Alte-Männer-Eisbein-Bier-Früher-Alles-Besser-Clubs, oft aber auch sehr aktiv. Dann lohnt es sich vielleicht in einen anderen OV (Ortsverband) zu gehen. Es gibt auch überregionale/virtuelle OVs, z.B OV-Selbstbau, oder Freunde des CCC. Die treffen sich online über Skype o.ä. und sind sehr aktiv. Von allen diesen Clubs gibt es hier im Forum Leute, also einfach fragen.
    Ich habe eine Menge davon profitiert, mein erstes 100Watt-funkgerät bekam ich von so einem OM. Einige Tasten , mein Elbug und maches Messgerät, etliche schwer erhältliche Bauteile habe so den Weg zu mir gefunden. Nach 27 Jahren Amateurfunk geht es jetzt den umgekehrten Weg, was meine xyl freut.

    Hallo,


    @Bert,

    @Martin

    Mail an Euch ist raus.


    DC5PI eigentlich müsste man mit 2 AD8307 und einem 4-Tor-Hybid + AVR ein SWR- und Leistungsmessgerät bauen können, das man eingeschleift lassen kann oder? Da könnte man sich richtig austoben können. Anzeige der reale Leistung, die an die Antenne geht unter Berücksichtigung des SWR und des verwendeten Kabels + Länge und lauten solch Zeugs. Oder wenigsten die Leistung die an die Matchbox geht, wenn man keinen resonanten Dipol betreibt.

    Na ja, der Wehrwert wäre QRP oder sogar QRPP machen zu können das Ding immer drin zu haben und die Leistung sehen zu können. Mit so einem Dummy-Load-Wattmeter müsste Bert sonst mindesten noch einen Koaxumschalter spendieren.


    Ich habe bei mir noch ein Diplom über meine miles/watt - Bestleistung, 6283mil/watt, Bosten mit 600mW. War 2013 auf 20m. Später habe ich dann festgestellt, das das eine Kabel zum Dämpfungsglied selbst noch mal ~12dB Dämpfung hatte. Schon immer und stabil. Beim Crimpen des Kabels war jemand sehr kraftvoll gewesen. Ich ärgere mich immer noch. Wenn es schon damals wirklich so war, dann waren das ~ 38mW statt 600mW, das wären dann fast 10.000 mil/watt. Na ja der nächste Zyklus kommt bestimmt.

    Was ich damit sagen will ist,m das eine permanente Anzeige der aktuellen Leistung eine feine Sache sein könnte.

    Hallo Bert,


    als ich vor ein paar Jahre mit QRPP anfing und das mit meinem Hobo machte, indem ich die Leistung einfach runter geregelt habe, hat mich damals QRPeter darüber aufgeklärt, das man in dem Bereich nur sehr aufwendig genau messen kann. Die übliche Lösung besteht darin, mit einem Leistungsabschwächer zu arbeiten. Man stellt dann ungefähr 5 Watt ein, mit dem Leistungs-Abschwächer, der ggf. einstellbar ist, stellt man die gewünschte Ausgangsleistung ein. Der Leistungsabschwächer bleibt auch bei Empfang drin. Vorteil, was man nicht (mehr) hört, kann man auch nicht arbeiten. Ich habe einen Step Attenuator von Ten-Tec Model 290, der kann 5W "verbraten" und hat folgende Abstufungen 3x 3dB 2x 4dB 1x 7dB. Damit kann er max 24dB Dämpfung und macht aus 5 Watt maximal rund 20mW (falls ich nicht verrechnet habe). Es gibt z.B. im ARRL-Handbook Tabellen, da steht drin welche Widerstandswerte man für welche Dämpfung in welcher Schaltung benötigt. Damit könntest Du Dir ggf. mehrstufig (Leistung stückweise verbratend) Dein gewünschte Leistungsabschwächer zusammenstellen.
    Ansonsten wird das mit dem Messen kompliziert. Drehspulinstrumente haben die dumme Eigenschaft im unteren Bereich sehr ungenau zu sein und im oberen Bereich viel Leistung zu verbraten. Analog Devices hat da ein paar Chips für so etwas und DL4JAL hat auf seiner Website ein paar Projekte damit beschrieben. Das geht dann aber üblicherweise mit Mikrocontroller und solchem Zeugs, was nicht jedermann Sache ist. Wollte ich schon immer mal machen, aber da gibt es noch ein paar Projekte, die höhere Priorität haben. Bin eben noch nicht Renter ;)
    Abgesehen davon willst Du nicht immer Dein Meßgerät ein- und wieder ausschleifen. Wenn aber doch ...
    Matthias Rauhut hat in seinem Buch: QRP. Mit kleiner Leistung rund um die Welt auf der Seite 56 ff ein genial einfaches QRP-Wattmeter beschrieben, das mit Gleichspannung kalibriert werden kann. Habe ich nachgebaut und funktioniert super. Wenn Du magst, schicke ich Dir ein Scan als PM.