Posts by DL4ZAO

    An den Verlusten im Kabel wird es eher nicht liegen, dass du nicht gehört wurdest. Bedenkt man, dass eine S-Stufe 6dB entspricht, dann können die errechneten 1,8dB Verlust ( Kabel + Zusatzdämpfung) auf 80m schwerlich als Ursache dafür Frage kommen. Für die anschließenden Bänder gilt das ähnlich. Wenn man deine Messungen der Anpassung in Posting Nr. 15 betrachtet, sieht auch alles in Ordnung aus.
    Die charakteristischen Strahlungseigenschaften einer Antenne sind auch nicht von der eingespeisten HF-Leistung abhängig, schließlich empfängt sie auch sehr kleine Signale.


    Hast du schon mal einen Vergleich mit einer anderen Antenne, z.B. einem provisorisch aufgehängten Dipol oder einem Stück angepassten Draht vorgenommen (auch empfangseitig !)? Nach dem Datenblatt strahlt die Reuse auf 80m und 40m verhältnismäßig flach ab.


    Eis ist ein sehr schlechter Leiter und hat eine kleinere Dielektrizitätszahl als Wasser, der Einfluss scheint mir daher eher marginal, jedenfall nicht so gravierend, dass Vereisung schuld sein könnte, dass du nicht gehört wirst.


    Letztendlich könnte es einfach daran gelegen haben, dass du als QRPler unter den vielen QRO Stationen oder im Geräusch einfach nicht wahrgenommen wurdest - unabhängig von der Antenne, die du benutzt.
    73, Günter

    Weil in diesem Thread vereinzelt auch die Einfügungsdämpfung der Steckverbindungen beargwöhnt wurden, hier einige Anhaltspunkte,von welchen Größenordnungen man da ausgehen kann:


    Dämpfung in dB
    Steckernorm: 28 MHz - 144 MHz - 435 MHz - 1,3 GHz
    PL / UHF: 0,15 - 0,20 - 0,30 - xx
    BNC : 0,05 - 0,07 - 0,10 - 0,2
    N: 0,05 - 0,07 - 0,10 - 0,2


    Wie man sieht, ist selbst die gute alte vom Bananenstecker abgeleitete UHF (Ungeeignet für Hoch Frequenz) Steckverbindung für Kurzwelle keine allzuschlechte Wahl. Deren Schwachpunkt ist ja bekanntlich die Buchse, je nach Dielektrikum ( Pertinax, PE, Teflon ) variiert deren Impedanz von 20 bis 38 Ohm. Zumindest ist er aber vom Nicht-Profi einfach zu montieren und von daher unproblematischer als ein schlampig montierter N oder BNC Stecker.


    VK3JEG hat mit einem Netzwerkanalysator PL und N Steckverbindungen mit im Amateurfunk üblichen Stecker-Kombinationen im Bereich bis 500 MHz vermessen, hier sind die aufschlussreichen Ergebnisse: "The UHF type connector under network analysis"


    73, Günter

    Hallo Gemeinde !


    Habe an meiner Station 110m - RG213 Koax Kabel an einem Stück .
    Meine Frage :
    Wenn ich nun mit 5 Watt in das Kabel gehe, wie viel Leistung speise ich dann noch in meine Reusen Antenne ein ?


    vy 72 / 73 de Bert SA2BRN -- SE2I -- DK7QB

    Falls deine Reuse diese Reusenantenne von Rhode & Schwarz ist, dann sollte nach dem Datenblatt das VSWR zwischen 80m und 10m so gut sein, dass die SWR bedingten Zusatzverluste bei 110m RG 213 nicht sonderlich ins Gewicht fallen.


    Nachgerechnet mit dem "Transmission line loss Calculator" von VK1OD :


    bei 3,5 MHz, SWR aus Antennendaten ca. 3
    Leitungsverluste gesamt: 1,83 dB, davon SWR bedingter Zusatzverlust: 0,577 dB


    bei 28 MHz, SWR aus Antennendaten ca 2
    Leitungsverluste gesamt: 4,073 db, davon SWR bedingter Zusatzverlust: 0,368 dB


    73, Günter

    hallo


    das verstehe ich nicht ganz, ersuche um erklaerung

    wenn die reflektierte welle ( also von der antenne zum TX ) gedaempft wird, stoert doch das keinen. diese energie wird ohnehin nicht abgestrahlt.


    Hallo Hans,
    Die Erklärung findest du in einer sehr gut verständlichen Zusammenfassung der Vorgänge auf einer Leitung >> "Reflexionen und Verluste auf Übertragungsleitungen" << auf der Webseite von Karl, DJ5IL. Die Formel zur Berechnung der Zusatzdämpfung in Excel findest du in dem Thread >> "Zusätzliche Dämpfung auf Leitungen" << in diesem Forum.


    73, Günter

    Hi Bert,


    ich glaube nicht, dass man da so einfach die Kabeldämpfung bei einer bestimmten Frequenz zu Rate ziehen kann, die gilt nämlich nur, wenn das Kabel beidseitig mit der Kabelimpedanz abgeschlossen ist. Anders ausgedrückt: die Dämpfung auf dem Kabel häng sehr stark davon ab, welche Impedanz deine Reuse am Speisepunkt hat. Je weiter sie von der Kabelimpedanz abweicht, um so höher fällt dann die Dämpfung aus.
    Da hilft auch kein ATU am Senderseitigen Ende des Kabels.


    d'accord,


    • Die Leitungs-Dämpfung eines Koaxialkabels steigt mit der Länge der Leitung und der Frequenz. Sie wird im Wesentlichen bestimmt durch Aufbau, Abmessungen und die Materialien des Kabels. Die Leitungsdämpfung ist nicht abhängig von der Anpassung der Leitung. (Vorausgesetzt der Kabeltyp wird innerhalb seiner Spezifikationen betrieben)
    • Im Falle von Fehlanpassung entstehen in einer verlustbehafteten Leitung zusätzliche Verluste der übertragenen Energie, weil auch die durch Fehlanpassung reflektierten Leistungsanteile jeweils eine Weg auf der verlustbehafteten Leitung zurücklegen und um den Betrag der Leitungsdämpfung gemindert werden. Diese Zusatzdämpfung ist eine Funktion der Leitungsdämpfung und der Fehlanpassung der Last (SWR). Siehe angehängtes Diagramm.
    • Ein Anpassungsnetzwerk (ATU) zwischen Sender und Kabeleingang ändert nichts an den Verlusten durch die Zusatzdämpfung. Er sorgt lediglich dafür, dass der Sender eine quasi reelle Last „sieht“, in dem er die durch das Kabel transformierte komplexe Last an den Senderausgang konjugiert-komplex anpasst und somit dafür sorgt, dass Leistung „nachgeschoben“ werden kann. ( Korrekterweise sollte mann es nicht Antennentuner, sondern Sendertuner oder Leitungstuner heißen)



    • Folgerung: Eine Leitung mit geringer Leitungsdämpfung verursacht bei Fehlanpassung auch geringere Zusatzdämpfung.


    So weit zur Theorie.


    In der Praxis werden auf den unteren Kurzwellenbändern Kabeldämpfung und ein durch das VSWR verursachter Fehlanpassungsverlust meist überbewertet. Dieses Thema wurde umfänglich und sachkundig hier in früheren Threads diskutiert.


    Threads: Zusätzliche Dämpfung auf Leitungen und Einfluss der Fehlanpassung


    Wie man in dem angehängten Diagramm erkennt, muss ein SWR schon sehr groß sein, damit es auf Kurzwelle mit RG213 signifikante Zusatzdämpfungen verursacht. Am S-Meter des Empfängers wird man das wohl nicht registrieren.


    Meiner Erfahrung nach sind auch die Verluste durch Steckverbinder, sofern sie fachgerecht montiert sind, zumindest auf der unteren Kurzwelle nicht ausschlaggebend. Die Wellenlängen sind gegenüber den Abmessungen der Steckverbinder so groß, dass die Stecker als Stoßstellen die Anpassung nur gering verschlechtern. (Meine Stereoanlage kommt noch gut ohne N-Stecker aus, auf den UKW Frequenzen sind die Stecker allerdings ein ernstzunehmender Faktor)


    Maßgeblich ist meines Erachtens daher weniger die Frage "was kommt an der Antenne an", sondern "was wird abgestrahlt". Die größten Verlustfaktoren, und auf die lohnt sich verstärkt das Augenmerk zu richten, sind die Verluste durch Antennenwirkungsgrad, Erdverluste, Symmetrierelementen etc. Sie sind meist um ein Vielfaches höher als die Effekte der Speiseleitung . Ein geeigneter Erd-Radial bringt da mehr Energie in die Luft, als die teuerere Leitung.

    Hi Bert,


    ich glaube nicht, dass man da so einfach die Kabeldämpfung bei einer bestimmten Frequenz zu Rate ziehen kann, die gilt nämlich nur, wenn das Kabel beidseitig mit der Kabelimpedanz abgeschlossen ist. Anders ausgedrückt: die Dämpfung auf dem Kabel häng sehr stark davon ab, welche Impedanz deine Reuse am Speisepunkt hat. Je weiter sie von der Kabelimpedanz abweicht, um so höher fällt dann die Dämpfung aus.
    Da hilft auch kein ATU am Senderseitigen Ende des Kabels.

    Diese Aussage kann ich nicht ganz nachvollziehen?
    Die Kabeldämpfung eines Koaxialkabels ist doch wohl nicht abhängig von den angeschlossenenen Impedanzen?
    Es ist richtig dass es im Kabel Zusatz-Verluste durch Fehlanpassung gibt, die dadurch zustande kommen, dass bei Reflexionen auf der Leitung die Kabeldämpfung mehrfach durchlaufen wird. Und dagegen hilft sehr wohl eine ATU. Denn es gilt auch: jede Energie, die den Sender verlässt und die nicht durch Kabelverluste in Wärme umgesetzt wird, wird auch von der Antenne aufgenommen.


    73
    Günter

    Zitat von »DL4ZAO«




    Die Bibel in Sachen Halbleiterfragen ist ja sein vielen Jahre der gute alte "Tietze-Schenk - Halbleiterschaltungstechnik ".
    ... die 12. Auflage steht vollständig im Netz (Link unter dem Buchtitel).

    Ich muss mich revidieren. Die 12 Auflage steht zwar größtenteils, aber nicht vollständig online bei Google Books im Netz. Ab Seiten 790ff sind Lücken in den Scans.
    Man erkennt dies gut am Inhaltsverzeichnis des Buches. Die online lesbaren Abschnitte sind im Inhaltsverzeichns als Link (blaue Schrift), die Abschnitte, die nicht gescannt und online lesbar sind, sind in normaler schwarzer Schrift verblieben. Offensichtlich ist auch die Anzahl der Seiten, die man während eines Besuches in Folge lesen kann aus urheberrrechtlichen Gründen limitiert. Trotz dieser verschmerzbaren Einschränkungen ist der Wert als Nachschlagewerk und Wissensquelle hoch. Danke an Springer-Fachbuch; es wäre schön, wenn die Verlage noch mehr technische oder wissenschaftliche Standardwerke limitiert im Netz verfügbar machen würden.


    73
    Günter

    Die Bibel in Sachen Halbleiterfragen ist ja sein vielen Jahre der gute alte "Tietze-Schenk - Halbleiterschaltungstechnik ".
    Freundlicherweise hat der Springer Verlag der Veröffentlichung in Google-Books zugestimmt und die 12. Auflage ist zu einem großen Teil im Netz zu lesen (Link unter dem Buchtitel).
    Dort scheint auch der Wikipedia Artikel großteils entnommen zu sein. Die Temperaturverhalten der Diode ist in Abschnitt 1.1.7 des Buches behandelt.
    73
    Günter

    Heikos Formel für die ideale Diode ist korrekt. Man kann noch UT ( ~25mV bei Raumtemperatur) noch mit einem zwischen 1 und 2 liegenden Emissionskoeffizienten multipizieren.
    Details der Formelherleitung - auch der nicht idealen Diode - sehr gut beschrieben in Wikepedia http://de.wikipedia.org/wiki/Diode</a>


    73
    Günter