Posts by DL2FI


    Aber Jochen, nicht die MagLoop (resonant) und die SL_Loop (breitbandig) durcheinander werfen. Meine Empfehlung für den Reisefunk in durch man made noise belasteten Pensionen / Hotels war einfach für den Empfang eine filigran aufgebaute Shielded_Loop mit Norton Verstärker und für den TX eine HFP1 auf dem Fensterbrett oder Balkon zu benutzen. Das sehe ich im Sinne des Thread Eröffeners als eine gangbare Lösung an. Schnell aufgebaut und einfacher Funkbetrieb innerhalb Europas geht immer. Eine resonante MagnetLoop auf Reisen ist schon eher eine Herausforderung, wenn sie gut arbeiten soll. Für 40m im Minimum 1,4m Durchmesser, ideal aus 25mm Rohr, Hochspannungsfester Drehko schon bei QRP.....

    Dabei ist die Akzeptanz der anderen Gäste ein ganz wesentlicher Punkt.
    Die Antenne sollte Agenten/Stealth-Charakter haben, damit Niemand
    verschreckt wird.

    Wenn der Empfangsbereich einer Breitband Loop auch Frequenzen unterhalb von 1 MHz umfassen soll ist ein Norton Verstärker nicht erste Wahl

    Danke lieber Günter, für die wie immer tiefgehende, aber verständliche Erklärung.


    Wir haben die SH_Loop ja extra für RX- Geschädigte auf KW, also >1,8 MHz entwickelt und die Frage in diesem Faden bezog sich auf auf 80m/40m. Damit liegen wir dann ja genau im Trend und die Kombination SL_Loop + HFP1 dürfte durchaus erfolgsversprechend für den Reissebetrieb in kleinen Pensionen / Hotels sein wo auch heute der Stahlbeton eher weniger zu befürchten ist. (Ich kann mir eben nicht vorstellen, dass ein OM der eine Reise INKLUSIVE Amateurfunk plant sich gerade die große Bettenburgen aussucht :-)

    Danke für die Links. Auch wenn es keine direkten Vergleiche E-Feld-Antenne/Magloop sind, so sind die Unterschiede doch frappant.

    Du kannst davon ausgehen, dass eine akive E-Feldantenne noch mehr Müll in den RX zieht als eine Vertical, da die meisten breitbandigen Störungen E-Feld Störungen sind und speziel in dem angefragten Fall (Reise Betrieb aus Pensionen / Hotels) die aktive E-Feld Antenne ja eher im Raum angebracht ist als draußen wie die in den Vergleichen benutzten Außenantennen. Weiter weg vom Haus sind die E-Feld Störungen meist deutlich geringer.
    Der Unterschied zwischen deiner Rahmenantenne und der SH_Loop ist ja, dass der Rahmen E.Feld genau so gut empfängt wie H-Feld während die SH_Loop das E-Feld praktisch kurz schließt.

    Danke auch an alle, die praktische Erfahrungen mit dem Empfang in ungünstiger Umgebung beigesteuert haben. Was mich interessieren würde und in diesem Thread wohl nicht so ganz OT ist: hatte jemand die Gelegenheit, E-Feld-Antennen und aktive MagLoops in störungsreicher Umgebung zu vergleichen?


    Ich habe recht mäßige Erfahrungen (was die Störungen angeht) mit einer E-Feld-Antenne nach PA0RDT und mir bisher verkniffen (da ich nicht so recht an Wunderantennen glauben mag), eine aktive MagLoop "zusammenzubraten".

    Zu E-Feld RX Antennen hat Günter ja schon maßgeblich was geschrieben.
    Ich habe hier zwei praktische Beispiele, die wir schon damals, als unsere Shielded Loop gerade aktuell war verlinkt hatten.
    Einmal DL7ULK mit K2 an Vertical vs Loop (SSB, Video zum Download)
    Und dann Toffy, DJ6ZM mit Loop vs. große 160m TX Antenne CW (MP3 File)

    Hier zusätzlich der Link zu unseren Beschreibungen

    Störungsfreie CW ist für mich genau so langweilig, wie störunsfreie Sprachübertragung mit Skype, Dieter. Wenn ich mit meinen Kollegen bei Elecraft Californien ein technisches Problem diskutiere, dann benutzen wir seit 20 Jahren das Telefon eil die Diskussion in CW einfach nur dumm wäre. Früher per Draht, heute via Internet. Wenn ich mit Wayne funken möchte (der kann nur CW) dann treffen wir uns auf 20m. Wenn es bei schlechten Bedingungen dann rauscht und knistert, dann ist das Funk und nur das Gesamtergebnis (CW Zeichen plus rauschen) ist es, was den Spaß bereitet.

    Ich werde mit Jürgen sprechen, vielleicht kann er dir ja eine I-CW Abteilung im Forum einrichten wo sich dann zeigen wird, wielviele der hier angeschlossenen Funkamateure sich dort bekehren lassen :-)

    PS: persönlich halte ich dann eine Remote Station Lösung für Senioren in der Alters Residenz für die moderne, dem Amateurfunk gerecht werdende Lösung. Ein via Internet verlängertes Kabel von der Taste zur Station sowie vom Kopfhörer zur Remote Station und es bleibt Anateurfunk. Ist schon in einigen OV realisiert (Clubstation kann vom Tablett in der Wohnung betrieben werden).

    Hier ging es aber ausdrücklich um Behelfsantennen im Reisebetrieb von Pensionen oder Hotels und damit ist I-CW (genau wie Remote) definitiv OT.

    Da gibt´s doch was von QRP Projekt ;o)

    Ohne den Nortonverstärker mit 2 austauschbaren Loops für 80m und 160m würden mir sicher 80 - 100 DXCC ´s auf den Low Bands fehlen.


    73 Joe


    Ja, und so wie dir haben wir damit vielen OM helfen können, Joe
    Ich meine ja nur: statt zeitgemäßem MiMiMiMi ein wenig Kampfeist tut gut zumal ja eine Reihe von Lösungsvorschlägen existieren. (Ich habe mir damit mal erlaubt, eine Parallele zu meiner gesundheitlilichen Situation zu ziehen. Statt Jammern und Picheln, Hammern und Sicheln. Es gibt immer Lösungen, aufgeben ist nicht drin.
    Hier noch ein Video von einer sehr mutigen minimalistischen Lösung - und auch die zeigt: Geht nicht gibts nicht.

    Das Hauptproblem ist aber der Empfang. Es prasselt ständig rund um den Tag mal mehr oder weniger stark. Dank der jetzt überall anzutreffenden LED-Leuchten fällt der Empfang häufig völlig aus, mal mit der Toilettenbeleuchtung, mal mit dem Flurlicht usw., je nach Störpotential der verbauten Leuchtmittel.

    Das trifft sicher immer öfter zu, Reiner, aber da ich nie aufgebe, tendiere ich dann zu einer zusätzlichen Shielded Loop mit passendem Norton Verstärker für den Empfang. Da keine Leistung ansteht, kann die ja so filigran aufgebaut werden, dass sie für den Transport buchstäblich nicht ins Gewicht fällt.

    Ich war ja viele Jahre lang im Außendienst tätig. Es gibt nicht viele Antennenkonstrukte, die ich nicht probiert habe. Ob der mit Startkabel angezapfte Blitzableiter der Kirche in Sipplingen, die mit der "Wurfsocke" (oder Kartoffel) in den nächst gelegenen Baum geworfene Lambda/2 Fuchsantenne.... irgendwie ging es immer, auch wenn die Installation manchmal länger dauerte, als die folgende QSO Zeit. Es hängt aber stark davon ab, WAS einem Befriedigung verschafft. Bin ich auf ein DXCC aus, könnte es frustig werden. Habe ich Spaß an Klön QSO mit YL/OM irgendwo in Europa, dann geht man fast immer zufrieden ins Bett :-)
    Irgendwann um die Jahrtausendwend war ich bei der Einführung des K2 in Dayton dabei. Ich war etwas überrascht, als ich sah, dass der K2 an einer sehr kurzen Vertical auf dem Fensterbrett vorgeführt wurde - einer MP1, also einer light Version der rsog. Screwdriver Antenne. Seitdem begleitet mich auf Reisen, Radtouren, im Wohnmobil immer die MP1 bzw. ihr Nachfolger HFP1. Wunder habe ich damit nie erlebt, aber schöne QSO konnte ich damit fahren. Ich bin ja kein DXer, aber alle Kontinente während der Fahrt mit dem Fahrrad in CW (ich nenne sie "Aus Versehen" QSO :-) sind doch auch mal was. Diese Antenne geht immer irgendwie. Aufgebaut in maximal 5 Minuten und Europa ist immer drin. 95% meiner QSO mit der MP1/HFP1 habe ich auf 40m gemacht.

    Getreu meinem oft in Vorträgen getätiten Wahlspruch: Die beste Antenne ist die, die ich in der gegebenen Zeit am gegebenen Ort aufbauen kann" habe ich immer einen Dipol (meist den Twisted Hille) dabei und ja, ich benutze ihn gerne, aber meist ist mir der Aufwand zu groß, der Platz reicht nicht, die Menschen im Nachbar Wohnmobil mögen den Draht quer durch ihr Vorzelt nicht und es wird dann doch wieder "nur" mit der HFP1 gefunkt.
    Im Bild die allererste Version der Familie: PM1. Der Spulenkörper ist kürzer und "fetter".