MiniVNA Pro / FA VA 3

  • Hallo,


    da ich derzeit hinsichtlich der beiden Geräte allgemeine Informationen sammle, ist hierzu eine Frage an diejenigen aufgetaucht, die in der VNA Messtechnik Erfahrung haben.


    Primärer Anwendungsfall sind Antennenmessungen und die damit in Zusammenhang stehende eigene Weiterbildung. Zusätzliche Anwendungsfelder sind natürlich willkommen. Mit eine Rolle könnte ggf. der angekündigte Messerabatt von WIMO auf den MiniVNA Pro sein.


    Die beiden Geräte verfügen, soweit ich das aus den Unterlagen herauslesen konnte, über unsymmetrische 50 Ohm Anschlüsse für die "DUT".


    Da ich für QRP hauptsächlich mit paralleldraht gespeisten Multiband-Drahtantennen (Norcal Doublet, u.Ä.) arbeite, stellt sich für mich die Frage, in welcher Weise man mit den Geräten hier Messungen durchführen kann.


    Kann man z.B. das Gerät unmittelbar an an den Speisepunkt der Dipoläste anschließen, bzw. an die Paralleldrahtleitung anschließen?
    Oder würde man hier z.B. einen 1:1 Strombalun für undefinierte Impedanzen zwischenschalten? Wie wirkt sich das auf Messergebnisse aus?


    73, Wolfgang
    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

  • Hallo Tom,


    einbezogen hatte ich lediglich den miniVNA Pro oder den FA VA3, da es mir primär um Messungen in Zusammenhang mit Antennen geht. Die Messtechnik als solche ist nicht mein primäres Interessengebiet. Beide Geräte würden aber sicherlich auch hierfür einen Einstieg bieten.


    Die Frage hat sich inzwischen auch erledigt, da ein OM mir einen Hinweis auf einen Artikel "Neues vom FA-Antennenanalysator" im FA 1/2008 gegeben hat, in dem genau diese Frage angesprochen wird.


    Quote

    Man kann eine symmetrische KW-Antenne sehr wohl direkt an der BNC-Buchse des Messgeräts anschließen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass Gehäuse und Ladebuchse das Potenzial des masseseitigen Antennenzweigs führen. Um trotzdem korrekt zu messen, darf man das Gerät nicht berühren und muss es auf einem guten, dicken Isolator, z. B . einem Kissen, ablegen. Die gegen Erde wirksame Schaltkapazität des Gehäuses ist dabei so gering (wenige Picofarad), dass die Antennensymmetrie praktisch ungestört bleibt. Dies führt zu wesentlich genaueren Ergebnissen als die Verwendung eines Baluns, der je nach Messfrequenz und Ausführung teilweise kräftige Verfälschungen erzeugen kann (vgl. [5]; die Erwähnung dieser Literaturstelle bedeutet nicht, dass ich den darin beschriebenen Schlussfolgerungen zustimme; sie soll lediglich die Überraschungen verdeutlichen, die man bei allzu unbedarftem Umgang mit Baluns erleben kann).


    Von daher also das, was ich wissen wollte.


    Das Zitat habe ich einmal angefügt, das die Info vielleicht auch für Andere von Interesse sein könnte.


    73, Wolfgang
    DL2KI

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970

  • Hallo Wolfgang,
    ich zitiere einen Teil Deiner Frage:
    "Da ich für QRP hauptsächlich mit paralleldraht gespeisten
    Multiband-Drahtantennen (Norcal Doublet, u.Ä.) arbeite, stellt sich für
    mich die Frage, in welcher Weise man mit den Geräten hier Messungen
    durchführen kann."


    Diese Art von Antennen wie die Norcal, Hille-Dipol sind bei einer Länge von je 6,5m pro Schenkel so bemessen, das sie auf keinem Amateurfunkband resonant sind. Was man dann im Zusammenhang mit HL und Antenne mit einem VNA messen kann, ist R, Z, J+-, Phase, swr und die Resonanzfrequenz der Antenne irgendwo. Dafür braucht man keinen VNA, weil man mit einem symmetrischen Antennentuner das Gebilde als Gesamtheit in Resonanz bei 50 Ohm Eingangswiderstand bei dieser Länge von 2x6,5m von 40-10m auf den Afu-Bändern anpassen kann.


    Bei Multibandantennen wie Trap-Dipol, Trap-GP, Beams etc. ist ein VNA eine sehr nützliche Hilfe bei der Resonanzeinstellung, weil man über das Band wobbeln kann und alle Resonanzpunkte, swr etc. in einem Streich ermitteln kann.

  • Hallo Gerhard,


    ja, da hast Du recht.


    Mir ging es mal darum, über die hier verwendeten Portabelantennen etwas mehr zu erfahren.


    Mit meinem ZMatch kann ich die Antennen auch sehr gut Anpassen. Beim Antennentuner des K1 ist das schon nicht mehr der Fall. Da habe ich mir bisher damit beholfen, dass ich die Zweidrahtleitung länger gemacht habe und dann solange abgeschnitten, bis der Tuner die Antenne auf 40m, 30m, 20m und 15m anpassen konnte. Das geht auch so ganz gut. Man kann dann aus den vom Tuner eingestellten C und L die Impedanzen am Kabel errechnen.


    Interessant wäre aber dann dennoch einmal die Impedanzen an der Antenne und am Kabel zu messen und z.B. mit einer Simulation zu vergleichen.


    Naja, mal sehen, wie sich meine Interessenlage verändert. Derzeit habe ich noch genügend Bastelprojekte die ich realisieren will. Vielleicht kommt danach ja die Messtechnik mehr in den Vordergrund.


    Aber das ist ja das Schöne an unserem Hobby. Es gibt genügend Betätigungsfelder, und es ist für jeden etwas dabei.


    In diesem Sinne
    73, Wolfgang

    DARC: DOK K08 • DL-QRP-AG: #3247 • G-QRPC: #13541 • AGCW-DL: #3944 • HSC: #1970