Multiband-Fuchskreis/ Problem bzw. Frage zu 80m Anpassung

  • Hallo liebe Funkfreunde,


    ich bin mir nicht sicher, ob meine Fuchskreisantenne bei 80m richtig spielt, bin für Erfahrungsberichte/Rat sehr dankbar.


    Auf den Bändern bis 40 m kann ich immer ein ufb SWR von fast 1,0 einstellen, aber bei 80 m zwischen 3,5 und 3,75 MHz kriege ich bestenfalls ca. 2,5 hin
    (Hauptwicklung 80m/Koppelwicklung Stellung 6).


    Merkwürdig finde ich, dass ich ab ca. 3,75 MHz bis 4,1 MHz (soweit habe ich es ausprobiert) in der Stellung Hauptwicklung 40m und Koppelwicklung Stellung 6 sowie Drehko-Position 0 das SWR ebenfalls Richtung 1,0 bekomme.


    Ist das normal fürs 80m Band, kommt mir etwas komisch vor ... ? Was könnte da nicht richtig sein.
    Alle Bauteile wurden von mir schon mehrfach begutachtet und auch teilweise nachgelötet, bin mir eigtl. relativ sicher, dass ich richtig gearbeitet habe.


    Ich habe einen FT 817 angeschlossen, den Fuchskreis auf ca. 1m Höhe Terrassentisch, 41,7m isolierten Klingeldraht ca. 8m hoch auf den Kirschbaum, dann aufs Feld zu einem ca. 6 m Mast, am Ende mit Maurerschnur bis zum Mast verknüpft.


    Vielen Dank im Voraus für eure Zuschriften,
    vy 73 de Arnold DH0YAN

  • Moin Arnold,


    tja, da wird wohl in Stellung 80m keine Resonanz mehr vorliegen. Ich vermute es, weil du ja in Stellung 40m noch das hochfrequente Ende des 80m-Bandes abstimmen kannst.. Du könnstest noch mal überprüfen, ob empfangsmäßig auch ein Rauschmaximum vorliegt, dieses musst du auf jeden Fall im Empfänger bemerken...


    Deine Konfiguration ist richtig. Fuchskreis am Gerät und dann die 41m (diese Länge ist nicht sehr kritisch)irgendwohin verspannt. Mein Fuchskreis funktioniert auf allen Bändern hervorragend und ich gehe immer so vor, dass ich empfangsmäßig das Rauschmaximum suche und dann bei Verringerung der Kopplung das Maximum nachstimme. Hat bisher immer bestens geklappt...


    Natürlich kannst du aus der Fuchs-Antenne eine andere Antenne machen, indem du Gegengewichte und andere Spielerchen ausprobierst, aber dann ist es eben keine Fuchsantenne mehr, deren Prinzip ja genau darin liegt, einen Lambda/2 -Draht am hochohmigen Ende eines Schwingkreises OHNE Gegengewicht zu betreiben.


    Viel Erfolg

    72/73
    Con


    DM5AA - DOK V11 - JO64SC
    DL-QRP-AG#297 - G-QRP#7939 - AGCW#1957 - RU-QRP#345
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  • Hallo ,


    vielleicht sollte man sich nicht so 'verkrampft' am Wort Fuchsantenne festhalten.
    Ich verfolge eher den Ansatz..schau zu das Gebilde vernünftig strahlt, egal welchen Weg man notgedrungermassen beschreiten muss.
    Con hat das in seinem Posting so in etwa schon angedeuted.


    73 de Addi /DC0DW

  • Wenn du in der Stellung 40m das gleiche SWR erreichst bei voller Windungszahl, dann vermute ich mal, dass du die Abgriffe nicht genau so wie es in der Baumappe beschrieben ist an die Schalter gelötet hast. Vergleiche noch einmal genau mit der Zeichnung.


    73 de Peter, DL2FI

    73/2 de Peter, DL2FI
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  • Hallo
    und vielen Dank für die schnelle und reichliche Unterstützung.


    Ich möchte schon eine "reine" Fuchsantenne hinbekommen, da bin ich schon ehrgeizig.
    Und das muß doch zu schaffen sein, irgend etwas habe ich nicht richtig gemacht oder baumappenmäßig interpretiert, wie auch immer.
    Ich möchte es jedenfalls in den Griff kriegen.
    Somit möchte ich das mit dem Gegengewicht erstmal noch nicht angehen.


    Ich bekomme im niederfrequenten Teil des 80m Bandes schon ein Rausch- bzw Empfangsmaximum, lediglich das SWR beim Senden liegt bei "nur" ca. 2,5.
    Das Maximum habe ich bei Hauptwicklung Stellung 1 (Stellung 80m wie zu erwarten), Koppelwicklung Stellung 6 (also Spulenende) und Drehko ca. 50%.


    Ich habe mir heut Nacht nochmal die Baumappe hergekriegt und alles überprüft, meines Erachtens sind auch alle Anzapfe richtig an die Drehschalter angeschlossen. Allerdings weichen die neuen kleineren Drehschalter mit nur 10 Dreh-Positionen von der Baumappe ab.
    L3 habe ich an die Anschlüsse 10 (Anfang L3 u. Ende L2) bis 7 (Windung 56 von L3) des Bandwahl-Drehschalters gelötet, Anzapf erste Windung L1 an die Anschlüsse 1 bis 6 (Ende L1) des anderen Koppel-Drehschalters.


    Wobei mir aufgefallen ist, dass das Bild der Spulen L1/L2 (S. 3 der Baubeschreibung in englisch) meines Erachtens nicht ganz richtig ist. Dort haben beide Spulen eine Windungsanzahl von 7, aber die Koppelwicklung sollte doch nur 6 Windungen haben und zwischen den Hauptwicklungen 1 und 2 beginnen ? Und an die Massefahne der BNC Buchse gehen. Im BIld beginnt die Koppelwicklung aber schon vor der 1. Hauptwindung und ist auch siebenmal durch den Kern innen durchgezogen.


    73 de Arnold DH0YAN

  • Hallo Funkfreunde,


    ich habe jetzt nochmal einige Sachen probiert und auch meinen Aufbau
    mehrmals kontrolliert, leider hat sich nichts geändert, ich bin echt
    ratlos ?( :


    Den HF Indikator habe ich komplett demontiert (LED/Dioden/Kondensator)
    und die Spule L3 mit den 56 Windungen (auch nochmal nachgezählt) mit dem
    Anfang an das Ende der Hauptwicklung L2 (7 Windungen) und mit dem Ende
    an die Bananenbuchse direkt angelötet. Hätte ja alles vielleicht Einfluß
    haben können, ist aber nicht.


    Rausch- und Empfangsmaximum bei 80m (z.B. bei 3,5 MHz) kriege ich mit 41,7m Antennendraht ohne Probleme und sehr schön spitz.


    Wenn ich den Fuchskreis ohne Antenne mit 2,5 W abstimme, kriege ich auch
    ein Rausch- und Empfangsmaximum in diesem Bereich hin. Sogar das SWR geht bis auf
    1,0 wenn ich dabei den Knopf des Drehkos berühre. Gehe ich mit der Hand weg,
    steigt es wieder. Schließe ich einen Draht von ca. 1m Länge an, habe ich
    auch ein SWR von ca. 1,0, was auch nicht schlechter wird, wenn ich die
    Hand wegnehme !! Bloß wenn ich meine 41,7 m anschließe, ist das SWR min.
    ca. 2,5, besser geht nicht.


    Die Antenne habe ich nochmal nachgemessen (ca. 41,7m) und auch auf Kabelbruch geprüft, aber alles i.O.


    Mein Aufbau: FT 817, dann 0,5m Koax zum Kenwood AT-200 SWR Meter, dann 1m Koax
    zum Fuchskreis, dann 41,7m isolierter Klingeldraht als Antenne, am Ende
    bis zum Mast ein paar Meter Maurerschnur. Das interne SWR Meter am 817 bestätigt auch die Werte.


    Fuchskreis steht auf Terrassentisch, Antenne geht dann ca. 8m hoch über einen Ast im Kirschbaum, von da aus dann zu dem Mast.


    Ich habe die Antenne auch schon ohne den Kirschbaum in etwas geringerer Höhe gespannt , aber hatte
    leider auch keinen Einfluß. Oder bin ich evtl. insgesamt zu niedrig ?


    Auf den anderen Bändern alles perfekt, besser geht nicht.




    Will jetzt an den Spulen nicht probierenderweise rumpfuschen, das wäre ein Fischen im Trüben für mich.


    Wer kann mir noch einen Rat geben, was ich ausprobieren/messen könnte ? Oder bin ich mal wieder der Einzige, dem so etwas widerfährt ?




    73 de Arnold DH0YAN ;(

  • Hallo Arnold,


    hast Du mal versucht, den Fuchskreis mit einem ca.2k5 Widerstand abzuschließen (4 * 10k parallel)? Falls er den auch auf 3,5 MHz perfekt anpassen kann, ist der Fuchskreis in Ordnung, aber Deine Antenne vielleicht doch nicht resonant, wie von Con ja schon oben vermutet. Durch den Einfluß des Baumes und der geringen Höhe könnte sie elektrisch deutlich zu lang sein.
    Der Fuchskreis kann dann die Blindanteile der Antenne nicht mehr kompensieren. Beachte, dass Du kapazitive Blindanteile bekommst, wenn der Draht länger als lambda - halbe wird. Das würde auch die Stellung des Drehkos bei 0 (minimale Kapazität) erklären.
    Als nächsten Schritt ruhig mal 5m zurückfalten und dann testen.
    73 es 55 Wolfgang

  • Hallo Arnold,


    hast Du mal versucht, den Fuchskreis mit einem ca.2k5 Widerstand abzuschließen (4 * 10k parallel)? Falls er den auch auf 3,5 MHz perfekt anpassen kann, ist der Fuchskreis in Ordnung, aber Deine Antenne vielleicht doch nicht resonant, wie von Con ja schon oben vermutet. Durch den Einfluß des Baumes und der geringen Höhe könnte sie elektrisch deutlich zu lang sein.
    Der Fuchskreis kann dann die Blindanteile der Antenne nicht mehr kompensieren. Beachte, dass Du kapazitive Blindanteile bekommst, wenn der Draht länger als lambda - halbe wird. Das würde auch die Stellung des Drehkos bei 0 (minimale Kapazität) erklären.
    Als nächsten Schritt ruhig mal 5m zurückfalten und dann testen.
    73 es 55 Wolfgang


    Hallo Wolfgang,


    vielen Dank schon mal für deine schnelle Antwort, Bemühungen und Tips.


    Nein, mit dem Widerstand habe ich noch nicht probiert.
    Ich hatte lediglich ca. 1m Antennenlänge gekürzt, hatte den Eindruck, dass das SWR noch schlechter wurde. Das gleiche bei Verlängerung auf ca. 42,7m.
    Deswegen habe ich da nicht weiter versucht.
    Werde jetzt mal entsprechend deinem Rat dem Seitenschneider mal richtig "Futter geben" in Form von 5m. Du hörst von mir.
    vy 37 and 55 de Arnold DH0YAN


  • Werde jetzt mal entsprechend deinem Rat dem Seitenschneider mal richtig "Futter geben" in Form von 5m. Du hörst von mir.
    vy 37 and 55 de Arnold DH0YAN


    Nicht gleich abschneiden, schade um den Draht. es reicht, wenn du den Draht parallel zurückfaltest (mit Klebeband )

    73/2 de Peter, DL2FI
    Proud member of Second Class Operators Club SOC and Flying Pig Zapper #OOO (Certificated Kit Destroyer)

  • Hallo,
    habe den Draht zunächst um 5m parallel zurückgeführt, dies brachte aber leider nicht den gewünschten Erfolg. SWR weiterhin immer so zwischen 2,5 und 3. Der 817 sollte eigtl 5 W out haben, am SWR Meter wurden 3 W vor und 1 W rück angezeigt. Dies änderte sich auch nicht, als ich den Draht meterweise wieder auf 41,7 m verlängerte. Lediglich der mittlere Bereich, wo es etwas besser war, verschob sich dann in Richtung der niedrigeren Frequenzen.
    Da ich mit der Koppelwicklung L1 (normal 6x 1 Windung) schon in Stellung 6 bin, habe ich eben noch mal versuchsweise dieser und der L2 Wicklung (normal 7 Windungen) je eine Windung mehr spendiert. Immerhin wurden es dann max 5 W vor und 1 W rück, also etwas besser.
    Ich weiß nicht, ob es Sinn macht in dieser Richtung weiter zu machen, ich denke, ich sollte erstmal die Aktion mit dem 2k5 Widerstand machen.
    Wo muß ich die denn dann eigtl. anschließen, der Fuchskreis hat ja nur EINE Ausgangsbuchse .... ??
    Bin ab morgen mittag mit dem Sportverein bis So. weg, wird sicher Mo. mit weiteren Versuchen werden.
    Vy 73 es vln tnx de Arnold

  • Hallo Arnold,


    den Widerstand bitte zwischen Antennen-Ausgang und dem "unteren Ende" der Spule L2 legen.
    Weiterhin kannst Du mal überprüfen, ob sich der Multiband-Fuchskreis ohne angeschlossene Antenne und ohne TRX auf 3,5 MHz +/- Resonanzfrequenz abstimmen lässt (Dipmeter, Analyser, Netzwerktester).
    73 Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,
    ok, alles erstmal soweit klar, Danke.
    Kann nun leider erst ab Mo. weitergehen wegen Sportausflug.
    Über die Meßgeräte für die Resonanzfrequenz verfüge ich noch nicht, kann aber bei befreundeten OMs was machen.Hatte auch schon mit Eigenanschaffung geliebäugelt. Hast du da Erfahrungen, was sinnvoll ist als Amateur (bin ja von Haus aus Schlosser, hab bislang keine tiefergehenden HF Kenntnisse) anzuschaffen ? Ist z.B. der FA-VA 3 wohl empfehlenswert ? Oder sollte ich erstmal einfacher anfangen (Dipmeter ?) Ich kaufe mir vorzugsweise lieber gleich was "vernünftiges" und solides, wo nicht aller möglicher Schnickschnack dran ist, da habe ich mehr Haltbarkeit, Genauigkeit, Komfort und letztlich Freude. Sollte nat auch im Preisrahmen bleiben und nicht total ausarten (nach oben hin gibts ja quasi keine Grenze), ist nen Hobby.
    Dir ein schönes WE, 73 de Arnold

  • Hallo Arnold,


    falls Du bisher keine Meßmittel besitzt, solltest Du mit Deinem 817 vorsichtig sein. Nicht, dass Dir bei Deinen Versuchen der Treiber- oder Endstufentransistor kaputt geht! Am sichersten wäre es für den TRX, eine Meßbrücke, wie sie z.B. im ZM4 integriert ist und hier im forum vielfach beschrieben und diskutiert wurde, an den Antennenanschluß des FT-817 anzuschließen, somit "sieht" er immer ein SWR von schlechtestenfalls 1:2. Wahrscheinlich ist Dein vorhandenes SWR-Meter empfindlich genug, dass es, hinter dieser Brücke, noch funktioniert und das Minimum anzeigt, so dass Du auf den LED-Indikator mit dem Ringkernübertrager zunächst verzichten kannst.
    Siehe hier.


    Du kannst die Brücke mit z.B. 9 Stück 150 Ohm/2 Watt Schichtwiderständen aufbauen, immer 3 Stück zu einem 50 Ohm-Paket parallel, und am Ausgang eine PL-Buchse, an der Du dann bedenkenlos von Kurzschluß bis offen alles machen darfst, ohne den 817er zu gefährden.


    Für den Multiband-Fuchskreis aus L2+L3 = 17,5 uH plus Drehko berechnen sich bei Schalterstellung 80m Resonanzfrequenzen von 8,5 MHz (bei 20pF) bis 2,7 Mhz (bei 200pF), das liefert Dir auf einfache Weise die Bestätigung, dass alles richtig aufgebaut ist. Diesen Test kannst Du mit dem 817 mit dieser Schutzschaltung am Ausgang als Generator und einem einfachen HF-Indikator überschlägig selbst machen, viel bequemer natürlich mit dem NWT. Einkoppeln kannst Du direkt über die umschaltbare L1, Resonanzanzeige entweder durch den vorhandenen LED-Indikator oder eine Windung durch den Kern L3, Diode, Kondensator, Drehspulinstrument. Es müssten sich Resonanzen sowohl bei 7,2 als auch bei 3,5 Mhz einstellen lassen. Diese Messung natürlich ohne den 2k5 Widerstand.


    Wegen der Anschaffung und Empfehlung von Meßmitteln am besten einen neuen thread starten!


    73 Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,
    noch mal ganz schnell vor dem "Abflug" hier reingeschaut ....


    Gut, dass du mich da nochmal drauf hinweist, Danke. Ich hab wohl gesehen, dass der 817 bei schlechtem SWR die pwr runterregelt, dachte eigtl. das reicht aus.
    Ich habe übrigens auch ein ZM-4 am Start, schon fertig aufgebaut, aber noch nicht in Betrieb genommen, wollte nicht noch eine weitere Baustelle aufreissen für den Moment.
    Kann ich da nicht die Schutzschaltung benutzen ? Ich würde dann hinter SW3B (nach Schaltplan) an mein SWR Meter weitergehen und dann an den Fuchskreis wie gehabt, kann ich das so machen ? Den Rest des ZM-4 würde ich somit "überbrücken"
    73 zurück, Arnold

  • Hallo Arnold,


    genau so kannst Du es machen, allerdings musst Du natürlich die Verbindung zum Drehko C1 und damit das Anpassnetzwerk des ZM4 von SW3B trennen.


    Das ZM4 sollte Deinen Antennendraht übrigens ebenfalls anpassen können. Ganz hochohmige Lasten, also halbwellenresonante Strahler, sollen dann direkt am heißen Ende von L1 angeschlossen werden. Der Antennen-Anschlußpunkt mit dem besten Ergebnis könnte einen Hinweis liefern, ob tatsächlich Halbwellenlänge für 3,5 MHz vorliegt oder aufgrund der Umgebungseinflüsse doch keine Resonanz und damit niedrigere Impedanzen.


    Viel Spaß bei der WE-Freizeit
    73 Wolfgang