Ne602/ne612

  • Hallo,


    weiß jemand um wieviel dB die Oszillatorfrequenz am Ausgang des NE612 gedämpft ist (LO-IF Isolation).
    Im Datenblatt finde ich nichts, oder überlesen.

  • Lbr Uli,


    das hängt ja auch von der Beschaltung des Ausgangs des Mischers und der Selektivität der nachfolgenden Stufen im Empfangsweg ab.


    So habe ich einen solchen Mischer für meinen SAQ-Konverter auf 14 MHz benutzt, mit einem 14 MHz-Quarz, und im Ausgang von Kollektor zu Kollektor einen in der Mitte abgeblockten Schwingkreis für 14 MHz verwendet, mit induktiver Auskopplung auf 50 Ohm. Direkt auf 14 MHz zeigt das S-Meter des nachgeschalteten Empfängers immer noch S9 an. Sobald ich aber von 14 MHz wegdrehe (in Richtung auf 14,0172 MHz, wo SAQ dann zu hören ist), verschwindet das Oszillatorsignal im Ausgang völlig, und das S-Meter reagiert auf das empfangene Signal oder auf das Bandrauschen.


    Genauer habe ich die Verhältnisse nicht untersucht, da die Gegebenheiten für den Empfang von SAQ voll ausreichend sind.


    OK?

  • Hallo Ha-Jo,


    vielen Dank für die Antwort.
    Warum ich diese Frage stelle ist folgende:
    Ich habe einen Funcube (SDR-Empfänger von ca. 70MHz bis 1700MHz). Jetzt möchte ich einen einfachen Mischer bauen, welcher mir den Bereich von 2MHz bis 30 MHz auf (beispielsweise) 102MHz bis 132MHz umsetzt. Mit dem Funcube wird dann dieser Bereich empfangen. Habe aber Bedenken, dass durch das durchschlagende Oszillatorsignal die Empfangseigenschaften des FunCube beeinträchtigt werden. Funcube hat einen breitbandigen Eingang und Großsignalfestigkeit(???). Im Internet sind schon Schaltungen (z.B. hier oder hier) veröffentlicht, aber dieser Punkt wird nicht ernsthaft diskutiert.
    Ich suche einen einfachen Mischer, bei welchem das Oszillatorsignal minimal am Ausgang ankommt, zumindest schwächer als die Signalstärken der KW-Stationen.


    HW?

  • Hallo,


    habe jetzt Pegel nachgemessen, soweit es mir mit meinen Mitteln möglich ist.


    Oszillatorsignal am 73 MHz Eingang des TS480: > -42dBm > S9+30dB


    der SBL-1 (Diodenringmischer) hat bis 30MHz eine Isolation von > 58dB, bei +7dBm Oszillatorsignal gibt das -51dBm. Um ca. 9dB besser als beim TS480.
    NE602 noch unbekannt, werde es wohl experimentell ermitteln müssen.


    HW?

  • Lbr Uli,


    für eine Bandbreite des Umsetzers von 30 MHz (oder auch nur 28 MHz) halte ich den NE602 für nicht großsignalfest genug!


    Bei meinem SAQ-Konverter sorgt ein 80-kHz-Tiefpaß dafür, daß die Bandbreite aller VLF- und LF-Signale zusammen nur maximal 80 kHz beträgt. Ein OM schrieb mir, er habe mal diesen Tiefpaß weggelassen, da sei der Konverter nicht mehr brauchbar gewesen. Für größere Bandbreiten würde ich deshalb einen passiven Ringmischer vorschlagen.


    Im Verhältnis zu diesem Bandbreitenproblem halte ich die in deinem Beispiel durchgereichte Oszillatorfrequenz von 100 MHz für die Belastung des nachfolgenden Empfängermischers für eher tragbar.


    Eigene Erfahrungen mit SDR-Empfängern habe ich aber nicht.

  • Hallo Ha-Jo


    genau dieses Problem haben wir heute im OV auch diskutiert. Ich werde auf einen Dioden-Ringmischer o. ä. umsteigen.
    Danke für die Diskussionsbeiträge.

  • Hallo Uli,


    im VHF Bereich, also da wo dein LO liegen würde, sind es ca. 20...25dB ohne Abgleich. Hängt natürlich auch vom PCB-Layout ab. Mit Abgleich (über Pin 1 und 2) werden es typ. 10dB mehr. Ein 70mV LO erscheint, im günstigsten Fall, mit ca. -40dBm am Ausgang. Der NE612 wäre wegen der einfachen Beschaltung eigentlich in Ordnung, sein OIP3 liegt bei 0dBm, das ist höher als der IIP3 des Funcube. Problematisch ist allerdings dessen hohe Verstärkung, die müßte man, über einen Lastwiderstand zwischen Pin4 und 5, kräftig runterschrauben. Bei einem breitbandigen Eingang (z.B. nur ein einziger 30MHz TP) sollte man den NE612 desweiteren extern symmetrisch betreiben.
    Ein passiver Mischer ist, nicht nur weil der Funcube dadurch günstigerweise entlastet wird, vorzuziehen. Ein kleiner 0dBm Mischer (Very Low Level Mixer) würde eigentlich schon ausreichen.