mantelwellen messen

  • Hallo Gerhard,

    Hallo Uwe,
    danke für die Ausführungen. Bedenke bitte, das das SWR nichts mit Mantelwellen zu tun hat. Die Vorwärtsleistung verläuft innerhalb des Koaxkabels und die Rückwärtsleistung auch (SWR). Da beide Ströme jeweils gleich sind, heben sie sich auf und können nichts in das Klappferrit induzieren. Eine Mantelwelle hat keinen Bezug zu irgend etwas, kommt auf der Außenseite der Abschirmung zurück und kann deshalb gemessen werden. Das beides ähnlich groß ist, ist eher Zufall.

    Darüber werde ich noch nachdenken, da ich auch einen 50 Ohm 1:1 Current-Balun am Dipol betreibe, sollten keine Mantelwellen stehen.


    Meine Messungen erfolgten direkt hinter dem PL-Stecker der Antennenkabels.

  • Hallo an alle,


    so wie ich die Sache sehe, können Mantelwellen auch dann entstehen, wenn das Kabel nicht weit genug mit 90° von der Antenne weggeführt wird, sozusagen auch etwas parallel zum Dipoldraht liegt und dann direkt die eigene Sendeenergie in den Koaxmantel induziert wird.
    Oder??

    73. Bernd, DB1BKA
    ______________________________________________________________________________
    "Das Denken gehört zu den größten Vergnügungen der menschlichen Rasse."
    Bert Brecht

  • Hallo an alle,


    so wie ich die Sache sehe, können Mantelwellen auch dann entstehen, wenn das Kabel nicht weit genug mit 90° von der Antenne weggeführt wird, sozusagen auch etwas parallel zum Dipoldraht liegt und dann direkt die eigene Sendeenergie in den Koaxmantel induziert wird.
    Oder??

    Hallo Bernd,
    ja, die diese Einstrahlung fließt als Mantelwelle in das Shack.

  • Hallo QRPForum,


    wer hat den schon die Schaltung 02-schaltplan.pdf aufgebaut und mal ausprobiert ?


    Evtl. habt ihr auch eine weitere Art der Leistungs- und Strommessung realisiert, gebt uns doch mal einen Rückmeldung !


    Mich würde auch interessieren, ober die SWR Messung/ Bestimmung nur ein Zufall war ?
    Die Theorie der Mantelwellen ist mir dank DC4LO wieder in Erinnerung gerufen worden. Danke.

  • Hallo Uwe,
    so was ähnliches hab ich mal gebaut und damit "geschätzt".
    Ich habe einen Ferrit-Ringkern halbiert (angeritzt und im Schraubstock durchgebrochen! - geht hervorragend) und auf jede Hälfte 10 Wdg. aufgebracht. Beide Spulen sind mit 200 Ohm Bürde belastet und mit GA104 Einweg-gleichgerichtet. Die halben Kerne sind in eine große Wäscheklammer eingeklebt und ein Drehspulinstrument angebaut. Kalibriert ist das nie worden, zeigt aber bis mindestens 30MHz was an. Die Konstruktion ist nicht ideal, aber die Klammer hat viel Kraft, dadurch ist der Luftspalt ziemlich konstant klein.

    73. Bernd, DB1BKA
    ______________________________________________________________________________
    "Das Denken gehört zu den größten Vergnügungen der menschlichen Rasse."
    Bert Brecht

  • Hallo Bernd,


    ich habe noch ein Verständnis Problem, 2x 10 Wdg. und wie sind die dann verschaltet ?


    In Reihe dann wären es ja auch 20 Wdg.


    Aus meinen Formeln und durch Messung der Induktivität L deines Adapters, kannst Du auch eine geschlossene Formel herleiten.


    Tip:
    N = 20
    R2 = 200 Ohm
    XL = ? @ 3.5MHz
    R2' = R2 || XL


    (6) U2 = Wurzel(P1 / 50) / 20 * R2'


    Und für den Einweggleichrichter müsste, ohne Korrektur der GA104, dies gelten:


    (11.a) U_eff = Us * Wurzel(2)/2 = Us / Wurzel(2)


    Aus (6), (11.a) und mit Us = U2 erhalte ich nach Umstellungen:


    (11.b) U_eff = Wurzel(P1) * R2' / 200; P1 ist die Eingangsleistung und U_eff die Spannung bei Total Reflexion

  • Hallo Uwe,


    da ich das Gerät nie zum genauen Messen, sondern eher zur Abschätzung der Intensität schädlicher Ströme gebaut habe (man kann allerdings auch damit messen, aber ich habe den Frequenzgang noch nie untersucht), habe ich die gleichgerichteten Spannungen in Reihe geschaltet und wahlweise eine oder beide Spulen zur Anzeige verwendet.


    Ein Schaltbild habe ich angehängt.

  • Hallo Forum,


    einige sehr informative und theoretisch gut durchdrungene Artikel zum Thema Messbrücken etc. findet man unter
    From Transmitter to Antenna.
    Ich hatte mal angefangen, einiges zu übersetzen, aber das erschlägt einen einzelnen, zumal David ständig daran arbeitet.


    Viel Spaß beim Schmökern.

    73. Bernd, DB1BKA
    ______________________________________________________________________________
    "Das Denken gehört zu den größten Vergnügungen der menschlichen Rasse."
    Bert Brecht

  • hallo liebes qrp-forum,


    vielen dank fuer die interessanten beitraege in diesem threat. nachdem das thema ein wenig abgeglitten ist in richtung, was sind mantelwellen, hier noch ein link in diese richtung.
    http://www.baeckerei-heitmann.…antelwellen_von_DF1BT.pdf
    ich nehme an, den kennt ohnehin schon jeder, aber schaden kann es nichts und auf seite 3 ist schoen erklaert, wie mantelwellen entstehen koennten. fuer mich klar, dass ein koax-kabel mit einem kurzschluss ( induktiver od kapazitiver ) am anderen ende, ein extrem schlechtes swr hat, aber keine mantellwellen produziert, da (idealer weise) keine energie nach aussen transportiert wird.


    so wie bernd db1bka (12) das sieht, sehe ich es auch. wir alle wissen, wenn man einen leiter durch ein magnetfeld zieht, entsteht spannung. in gleicher weise, wie wenn der leiter ruhig ist und sich das magnetfeld bewegt. wie bei uns. das antennenkabel bewegt sich nicht, aber das elektromagnetische feld ist ein wechselfeld. und meiner meinung nach passiert's auch, wenn das kabel senkrecht von der antenne wegfuehrt. aber wer hat das schon, wenn man einen rotor hat, macht man schoene schlaufen, damit das kabel herum gefuehrt werden kann. liege ich mit meiner meinung richtig, oder wie seht ihr das ?


    noch eine frage an bernd: hast du versucht an unterschiedlichen stellen am koax zu messen ? ergeben sich hier positionsabhaengig unterschiedliche werte ?


    danke auch an uwe und ha-jo fuer die beitraege plus e-mail's. daraus entnehme ich, dass man nicht unbedingt einen ringkern opfern und ihn auseinander brechen muss, sondern dass es auch mit einem klapp-ferrit geht.


    leider ist keiner auf meine frage eingegangen, dass mit einem ferrit-kern die mantellwellen gedaempft werden und daher das messergebnis stark beinflusst wird. da wir aber bestenfalls nur schaetzen wollen, spielt das keine rolle, oder ?


    letzte frage ( fuer heute :) was wollen wir eigentlich messen: stroeme, spannungen, leistungen, ... ?


    73 de hans
    oe1smc


    --