VibrationsMorsen+TENS

  • Hallo nochmal,


    man kann zwar nicht allzu viel erkennen, aber so in etwa wird die Platine aussehen:


    [Blocked Image: http://www.do7ske.de/images/stories/sonstiges/morsevibrator_bestueckung.jpg]


    Die Platine stellt sozusagen eine Minimalbeschaltung dar, zusätzlich zur Spannungsversorgung, dem Prozessor und der Eingangsbeschaltung des Komparators ist noch der Programmierport für den Atmel (ISP 10pol) und einige freie Lötpads für zusätzliche Bauteile vorhanden.

  • Lbr Stefan und alle Vibrierenden,


    Deine Mitteilungen haben mich sehr erfreut. Ich bin gestern Abend vom "Urlaub" zurückgekommen und habe gleich meine Emails bearbeitet und Deine ´Nachrichten` waren eine Überraschung.


    Bitte schreibe mir, wenn ich was dazu beitragen kann. Ich wäre gerne bereit die Platine aufzubauen und zu testen. Du hast Dir viel Arbeit gemacht und das war bestimmt nicht umsonst, eher zukunftsweisend!


    hzl piep!

  • Moin Gerd,


    ja, ich habe das Layout jetzt noch einmal geändert, weil ich vergessen habe, die zwei Lötpins für die Piezos vorzusehen :D


    Sobald die Ätzmaschine da ist, mache ich einen ersten Satz Platinen (6 Stück passen auf eine Europakarte, sollte reichen oder?) und dann schicke ich Dir eine oder bei Bedarf auch mehrere :)


    Hast Du einen Programmer für ATMEL-Controller? Dann würde ich Dir sowohl programmierte Controller als auch den Source schicken. Ansonsten bin ich für Verbesserungsvorschläge immer offen.

  • Lbr Stefan,


    das ist SUPER! Wenn Du 2 Platinchen für mich hättest, wäre mir das lieb - dann könnte ich gleich die Bauteile für zwei Vib-Module bestellen - ein befreundeter OM würde mittesten. Natürlich 2 Atmel dazu usw...


    Für alle Teile überweise ich Dir den ´Kies` auf ein von Dir angegebenes Kto usw... Könntest mir ja eine Email direkt schreiben: df9iv@t-online.de
    Ein Atmel-Pgm habe ich nicht - könnte das bestimmt auch nicht bedienen, hi!


    Also bis dann... hzl piep!

  • Hallo,


    so, die Platinen liegen in den letzten Zügen der Produktion und die Controller sind schon fertig programmiert. :)


    Wer eine solche und einen programmierten Controller haben möchte, schicke mir doch bitte seine Adressdaten per Mail oder PN, dann gehen die Dinger Montag oder Dienstag raus. Ich habe insgesamt 8 Platinen gemacht, allerdings fehlen ein paar Controller, also können im ersten "Schub" maximal 5-6 Platinen rausgehen, aber ich denke, das wird erstmal reichen. Bitte schreibt auch kurz, ob ihr die Platinen selber bohren könnt (1,0mm für die Steckleisten und das Poti und 0,8mm für alles Andere), oder ob ich sie bohren soll (mir wäre es lieber wenn jeder selber bohrt hi :D ).


    Noch kurz zu den Platinen selbst:


    Ich habe versucht, die Schaltung so universell wie möglich aufzubauen, sie besteht aus dem Controller (IC1) mit der Ausgabelogik für zwei Piezos. Auf der Platine befindet sich keine Treiberstufe für die Piezos, weil ich das Layout nicht unnötig durch einen Spannungsregler und die zusätzlichen Transistoren aufblasen wollte. In der endgültigen Version können wir sowas aber integrieren. IC2 ist ein Analog-Comapartor-Baustein (LM193/293/393), der für die Pegelanpassung zuständig ist. Das NF-Signal wird durch eine einfache Diode (D1, 1N4148) gleichgerichtet und bei Bedarf durch T1 (BC547) verstärkt. ACHTUNG: T1 invertiert das Eingangssignal, deshalb muss bei Benutzung desselben die Steckbrücke am Controller gesteckt werden! Die restlichen Bauteile sind im Bestückungsplan gekennzeichnet und stellen hauptsächlich Abblockkondensatoren und Pull-Up und Pull-Down Widerstände dar. Eine Stückliste lege ich zu den Platinen dazu.


    Dieser Platinenentwurf ist noch sehr experimentell, man kann durch Steckbrücken den Transistor in den Eingangsweg schalten und die Eingangslogik am Controller invertieren. Die NF-Verstärkung hinter der Diode ist sicherlich nicht ideal (weil man einfach einen gewissen Pegel braucht, um T1 überhaupt durchzusteuern), aber vielleicht hat ja jemand im praktischen Betrieb eine Idee, wie sich sowas einfach und effektiv realisieren lässt (ich bin halt nicht so der Analoge ;) ). Die Platine besitzt auch einen ISP-Port (die 10polige Steckleiste neben dem Controller), um den Controller bei Bedarf auch neu proggen zu können, ohne ihn aus der Schaltung zu entfernen. Wichtig ist hier, dass die Signalaufbereitung nur ohne aufgesteckten ISP-Stecker richtig funktioniert.


    Bis auf den Controller sind praktisch nur Standardbauteile verbaut, bei Bedarf habe ich hier aber auch noch ein paar LM 393, die ich mit ins Paket stecken könnte. Alles Andere sollte sich in der Bastelkiste finden lassen. :) Dann auf zum fröhlichen Basteln :)

  • Warum Morsen-Lesen nicht so?


    Was wir hier diskutieren, hat die Technik gerade auf den Markt gebracht - ein Handy, das man über die Backenknochen abhört!


    Vielleicht liegen wir mit Vibrations-Morsen garnicht so falsch?


    Hier der Text aus dem Internet:


    ----------- begin ------------
    Ein "Knochen" für Lärmgeplagte
    Dessen A1407PT hat das Zeug dazu, unsere Vorstellung vom Telefonieren komplett über den Haufen zu werfen. Sprüche wie "er hat mir ein Ohr abgekaut" oder "ich habe mir die Ohren heiß telefoniert" werden dann möglicherweise der Vergangenheit angehören. Der Grund: Das A1407PT verfügt über keinen herkömmlichen Lautsprecher sondern überträgt den Schall über den Kieferknochen. Der Benutzer hält das Telefon einfach an seine Kauleiste - genau wie einen Rasierapparat. Der Vorteil: Durch die Schallübertragung über den Kiefer benötigt man seine Ohren nicht mehr. Deshalb richtet sich das A1407PT auch in erster Linie an Nutzer älteren Datums oder solche, die oft in einer lauten Umgebung (auch mit Gehörschutz!) telefonieren müssen. Die Bezeichnung "Knochen" als Schimpfwort für besonders große Handys dürfte damit wohl ebenfalls hinfällig sein.
    ----------- end --------------


    Und noch das Bild dazu aus dem Internet : Pantech A1407PT


    piep piep

    Images

    • pantech.jpg

    \/\/ /\\ - //\/ \\\ /\/ - / ///\ / /\/

  • Dann brauchen wir jetzt nur noch eine Anbindung an die Backenknochen :)


    Die Idee ist wirklich nicht schlecht, man sollte darüber mal näher nachdenken, vor allem, weil dadurch die Hände frei bleiben. Dann werde ich mir die nächsten Piezos mal in den Bart kleben hi.

  • Stefan,


    ich stelle mir vor, die Piezos in so billige Kopfhörer einzukleben - nach vorheriger Entfernung der Innen-Kapseln. Die Kopfhörer anstatt auf die Ohren auf die Backenknochen oder Kieferknochen "aufsetzen" ... hw?

  • Die Idee ist gut! :) Damit kommen wir der Sache schon näher...


    Ich habe übrigens vor einiger Zeit einem (fast) blinden Menschen die Piezos mal zum Testen gegeben, der konnte die Signale sogar mit minimalem Pegel auseinanderhalten. Ich fand das einfach erstaunlich, weil bei mir selbst schon ein recht hoher Signalpegel notwendig war, um die Vibration zuverlässig erfassen zu können. Der Mensch konnte praktisch mit den Fingern sehen!

  • Im Alter werden wir häufig ziemlich taub. Aus diesem Grund und vielen anderen Gründen, könnte "Vibrationshören" schon nützlich sein.


    Ein OM, der von Tinnitus geplagt wird, sagte mir, er könnte Morsen in den Ohren nicht mehr vertragen. Vielleicht sollte er "Vibrationshören" auf seinen Backenknochen auch mal ausprobieren.


    Da die Ohren bei diesem "Lesen" frei sind, können Umweltgeräusche - wenn man sie hören will, zusätzlich aufgenommen werden - Stimmen der Kinder, die man "hütet" oder die Stimme der XYL, wenn sie einem braucht usw...
    Bisher helfe ich mir so, daß ich nur einen Kopfhörer direkt aufs Ohr setze, den anderen irgendwo neben das Ohr.


    Da fällt einem bestimmt noch mehr ein....

  • Lieber Stefan,


    vielen Dank fuer die Platine, Prozessor und IC! Leider ist der Brief erst heute angekommen, weil er beim Nachbarn gelandet ist -- der bis gestern im Urlaub war.


    Die Platine sieht absolut klasse aus. Gestochen scharfer Leiterbahnen: wie gedruckt! Und sogar schon gebohrt, super :)


    Zum Stromlaufplan: "S out" und "P out": sind das Striche und Punkte? Und was ist RS?
    Was benutzt Du eigentlich als Treiberstufe fuer die Piezos?


    73 Daniel M0ERA


    PS: Kannst Du mir per PN Deine Kontonummer geben? Ich wuerde Dir gerne die Kosten erstatten.

  • Hallo Daniel,


    die Platine ist im Tonertransferverfahren hergestellt, sprich Layout mit Laserdrucker auf eine Katalogseite von Reichelt gedruckt, auf die kupferkaschierte Platine gelegt und durch einen umgebauten Laminator gedreht. Ich denke für Einzelstücke und Kleinserien eine feine Sache ;) Die Platinen sind übrigens die ersten aus meiner neuen Ätzanlage, wirklich ein feines Teilchen das!


    Sout und Pout sind Strich und Punktausgänge, also die Anschlüsse für die Piezos. Der Controller selbst bringt eine Amplitude von ca. 5V mit etwa 12mA raus, das reicht für erste Experimente. Wenn nicht, lässt sich das einfach mit einem Transistor und einer 12V Spannungsversorgung verstärken. Die Piezos, die ich benutze halten ungefähr 18V aus, sind aber dann schon richtig laut. Ca. 8V reichen dicke aus, um selbst als ungeübter die Signale eindeutig wahrzunehmen.


    RS ist ein Reset-Eingang, den habe ich nach außen gelegt, um den Controller bei größeren Geschwindigkeitsänderungen komfortabel neu synchronisieren zu lassen. Wird RS auf Masse gelegt (einfach einen Taster auf die beiden Pfostenstecker stecken), synchronisiert der Controller neu. :)


    Alles Andere sollte aus der Schaltungsbeschreibung hervorgehen :)

  • Hallo Gerd,


    ich habe mich mal ein wenig umgehört, wie das mit dem Hören über die Verbindung Piezo/Knochen funktionieren könnte. Die eine oder andere vielleicht brauchbare Idee war schon dabei. :) Da wäre zum Beispiel eine umgebaute Kalotte aus einem Hifi-Hochtöner (ok, vielleicht für den Mobilbetrieb etwas riesig hi). Die wird so modifiziert, dass praktisch nur die Spule und ein darin befindlicher Stößel aus einem Permanentmagneten (der durch einen gummigepufferten Kanal in Position gehalten wird) für die Signalübertragung sorgen. Vorteil ist, dass praktisch keine Geräusche entstehen (wie beim Piezo bei höheren Spannungen). Die Dämpfung ist so hoch, dass wirklich nur noch die Vibration durchkommt, selbst wenn man mit recht hohen Frequenzen (um 2,4kHz) arbeitet. Wenn sich eine Gelegenheit ergibt (die Bauteile liegen hier bestimmt irgendwo in der Bastelkiste) werde ich das mal ausprobieren...

  • Stefan,


    vielen Dank! Das wär ja was, völlig ohne Ton, ufb.


    Ich habe noch nichts getestet, wollte wegen den zwei Piezos nicht extra bei Conrad bestellen, hatte vor im Elektronikladen in Landau verbeizuschauen und zu kaufen. Als ich vor ein paar Tagen dort vorbeischaute, hatte dieser (der einzige Laden um Bad Bergzabern) leer geräumt und geschlossen - er hat wohl aufgegeben.


    Hallo Daniel, vielleicht kommst Du früher ans Testen!?


    hep (= Hauptsache es piept) - siehe unter http://www.mydarc.de/df9iv


    piep es hep!

  • Ich habe in meiner Bastelkiste bisher nur einen Piezo finden koennen. Ich glaube, ich muss welche bestellen. Aber vielleicht ist Zweikanalmorsen ja auch mit einem Kopfhoerer sinnvoll: Punkte rechts, Striche links. Ist das leichter zu verstehen als normales Mono-Morsen?


    Leider werde ich vor Mitte Dezember nicht zum Loeten kommen.


    Du, lieber Gerd, kannst viel besser morsen als ich. Deshalb werden Deine Tests wesentlich aufschlussreicher sein.


    73 Daniel M0ERA

  • Hallo Daniel,


    ob Morsen zweikanalig besser geht als mono, weiß ich nicht. Aber ich habe einen Gehirn-Jogger (Eigenbau), mit dem ich genau auch dieses trainieren kann. Und der Unterschied beim Erfassen von monauralen und stereofonen Signalfolgen ist schon stark ausgeprägt. Zumindest bei mir.

    73. Bernd, DB1BKA
    ______________________________________________________________________________
    "Das Denken gehört zu den größten Vergnügungen der menschlichen Rasse."
    Bert Brecht

  • Bernd,


    ich möchte nochmal nachfragen. Meintest Du wirklich links Punkte und rechts Striche (auch umgekehrt).


    Also ein "L" didadidit => links die Dits und rechts die Dahs!?


    Das kann bisher nur die Platine/Schaltung von Stefan!


    piep

  • Hallo Gerd,


    ich denke nicht, dass es Bernd um Morse-Decoder ging, sondern um eine explizite Tongenerator-Schaltung, die Signale auf rechtes und linkes Ohr verteilen kann.


    Du kannst übrigens an die Platine auch Ohrhörer anschließen, an jeden Ausgang einen. Damit hörst du dann die Striche z.B. rechts und die Punkte links. Keine Ahnung ob das irgendetwas erleichtert, aber einen Versuch wäre es wert :)

  • Stefan,


    danke für diese Info!


    Daran habe ich noch garnicht gedacht. Ja klar, das werde ich ausprobieren!
    Ist ja spannend, dieser Versuch und in Ermangelung von Piezos sowieso einen Test wert und eine Erfahrung reicher.


    Tonloser Versuch kann später folgen, wenn klar ist, wie man den von Dir beschriebenen Um- und Ausbau bewerkstelligen kann.


    piep

  • Hallo Gerd,


    fällt mir grad so ein, bei den Ohrhörern aber den Vorwiderstand nicht vergessen, aus dem Controller kommt ein Signal mit 5VSS raus! ;)