Bausatz 2m/70cm SWR-Meter mit LED Direktanzeige der Fa. Sander Electronic Components

  • Hallo zusammen und allen ein Frohes Neues Jahr wünscht Euch Arnold.
    Habe mir als erstes kleines Anfängerprojekt obigen Bausatz für ca. 25,-€ incl. Versand von Fa. Sander Electronic Components, Kreiensen (http://www.sec-digital.de) zuschicken lassen und benötige für den praktischen Aufbau ein paar Tipps von erfahrenen Bastlern, bin da in einigen Punkten unsicher. ?(
    Der Bausatz besteht aus zwei Platinen, einer Richtkoppler- und einer Anzeigeeinheitplatine. Als Ein-/Ausgangsbuchsen beim Richtkoppler sind N-Buchsen vorgesehen.


    Meine Fragen dazu:


    1. Ist es sinnvoll anstatt N-Buchsen das günstigere BNC-System einzusetzen?


    2. Auswahl eines passenden Gehäuses für die Richtkopplerplatine (ca. 43 x 63mm).
    Da finde ich nämlich keins bei den gängigen Lieferanten und bei Fa. Sander konnte mir auch nicht weitergeholfen werden. Ich denke, es sollte ein HF-dichtes Gehäuse sein, welches besonders in der Länge passt, damit die Ein-/Ausgangsbuchsen einerseits direkt auf die Platinen gelötet, andererseits in die Gehäusewandung eingesetzt werden können. Nimmt man da am besten ein einigermaßen passendes Gehäuse und aktiviert die Blechschere oder was empfehlt Ihr mir ?


    3. Sollte die Massefläche der Richtkopplerplatine auf beiden Seiten und rundherum mit dem Gehäuse verlötet werden ? Das würde auch bedeuten, dass der Gehäuseboden abnehmbar sein muss.


    4. Wie kann ich die Verbindung zur Anzeigeeinheit, die aus drei Leitungen besteht (Vorwärts/Rückwärts/Ground) am besten realisieren ? Da tun sich für mich die meisten Fragen in Sachen HF-Dichtheit auf.
    Durchführungskondensatoren oder HF-Stecker oder …?
    Wenn Kondensatoren - welche Größe und wie werden die praktisch in Gehäuse und Leitungen eingebaut? Welche Kabel sollte ich in Abhängigkeit von der Durchführungsvariante von der Platine bis zur Gehäusewandung und dann weiter zur Anzeigeeinheit verwenden ?


    Würde mich sehr freuen, wenn mir einige erfahrene OM unter die Arme greifen würden.
    Vielen Dank im voraus. :]


    73 de Arnold, DH0YAN

  • Hallo Arnold


    > 1. Ist es sinnvoll anstatt N-Buchsen das günstigere BNC-System einzusetzen?


    Es scheint mir, aus meiner Erfahrung am sinnvollsten, wenn Du dich für ein Steckersystem entscheidest.Dann passst es immer zueinander und es entfallen die vielen Adapter. Sind hohe Leistungen zu übertragen, bleibt eh nur N-Norm.


    > 2. Auswahl eines passenden Gehäuses für die Richtkopplerplatine (ca. 43 x 63mm).


    Du bist doch eh nicht wirklich an eine Gehäuseform gebunden. Es werden bei dem Bausatz die Buchsen doch in die Platine gelötet. Dazu passend werden die Löcher für die Buchsen ins Gehäuse gebohrt. An dieser Stelle erschlägst Du Punkt drei und lötest die Massefläche über Massefänchenan und bringst sie mit auf die Flanschschrauben der Buchse. Bei Conrad gibt es die Alu-Teko Gehäuse. ie sind leicht zu bearbeiten und günstig zu haben.



    > 4. Wie kann ich die Verbindung zur Anzeigeeinheit, die aus drei Leitungen besteht (Vorwärts/Rückwärts/Ground) am besten realisieren ? Da tun sich für mich die meisten Fragen in Sachen HF-Dichtheit auf.


    Die Leitungen zur Anzeigeeinheit sollten völlig frei von Hochfrequenz sein. Nach der Gleichrichtung sind die Leitungen sicherlich nach Masse abgeklatscht. Als Verbindung zur Anzeigeeinheit bieten sich NF Kabel an. Man könnte in die Anzeigeeinheit und in die Richtkopplereinheit DIN-Buchsen einbauen. Als Verbindung läßt sich ein DIN-Kabel aus der NF-Technik verwenden..


    Ich hoffe ich war Dir eine Hilfe..


    73 es HNY Herbert, DF7DJ

  • Von: DJ1ZB


    Lbr Arnold,


    zunächst habe ich mir das SWR-Meter mal auf der Webseite der Firma angesehen. Zu deinen Fragen nehme ich zwischen deinen Zeilen Stellung:


    <forum@qrpproject.de> schrieb:
    > Neues Thema: Amateurfunkbasteln für Praktiker Titel:»Bausatz 2m/70cm
    > SWR-Meter mit LED Direktanzeige der Fa. Sander Electronic«
    > Verfasser: DH0YAN Arnold
    >
    > Inhalt: Hallo zusammen und allen ein Frohes Neues Jahr wünscht Euch Arnold.
    > Habe mir als erstes kleines Anfängerprojekt obigen Bausatz für ca.
    > 25,-€ incl. Versand von Fa. Sander Electronic Components (http://www.sec-digital.de) zuschicken lassen und benötige für den praktischen Aufbau ein paar Tipps von erfahrenen Bastlern, bin da in einigen Punkten unsicher. ?( Der Bausatz besteht aus zwei Platinen, einer Richtkoppler- und einer Anzeigeeinheitplatine. Als Ein-/Ausgangsbuchsen beim Richtkoppler sind N-Buchsen vorgesehen.
    >
    > Meine Fragen dazu:
    >
    > 1. Ist es sinnvoll anstatt N-Buchsen das günstigere BNC-System einzusetzen?


    Ich würde sagen NEIN. Wie man am Foto der Leiterplatte erkennen kann, entsprechen die vier Bohrungen um die Anschlüsse herum offensichtlich den vier Bohrungen in N-Flanschbuchsen und sollten also auf diese passen. Ob für diese je 4 Schrauben Abstandsrollen zum Gehäuse vorgesehen sind oder nicht, sollte sich aus der Bauanleitung ergeben. Bei VHF-UHF ist auch die genaue Zuführung der Masse gerade für ein SWR-Meter sehr wichtig, so wie es vom Entwurf her vorgesehen ist, und das sollte man nicht unnötig verändern. Bei Veränderungen an dieser Stelle würde die Firma auch nicht für eventuelle Mißerfolge grade stehen! Der Entwurf der Leiterplatte sieht HF-mäßig ganz ordentlich aus! Für den Übergang auf BNC könntest Du dir entsprechende Adapter kaufen.
    >
    > 2. Auswahl eines passenden Gehäuses für die Richtkopplerplatine (ca. 43 x 63mm).
    > Da finde ich nämlich keins bei den gängigen Lieferanten und bei Fa. Sander konnte mir auch nicht weitergeholfen werden. Ich denke, es sollte ein HF-dichtes Gehäuse sein, welches besonders in der Länge passt, damit die Ein-/Ausgangsbuchsen einerseits direkt auf die Platinen gelötet, andererseits in die Gehäusewandung eingesetzt werden können. Nimmt man da am besten ein einigermaßen passendes Gehäuse und aktiviert die Blechschere oder was empfehlt Ihr mir ?


    Die Größe des Gehäuses ist meines Erachtens überhaupt kein Problem! Komisch, daß die Firma da keinerlei Hilfestellung geben soll. Denn die beiden N-Buchsen mit rechteckigem Flansch (!) liegen, so wie es der Entwurf der Leiterplatte erkennen läßt, beide an der gleichen Seitenwand! Das ist zusammen mit der Leiterplatte ohnehin die technisch und mechanisch einfachste Lösung! Das Gehäuse muß also nur groß genug sein, um die Leiterplatte an einer Längsseite aufzunehmen, und es sollte aus Metall sein. So etwas solltest Du finden können. Die Bohrungen der Leiterplatte (bzw deren Mittelpunkte) für die Löcher der N-Buchsen müßtest Du direkt auf das Gehäuse übertragen können.
    >
    > 3. Sollte die Massefläche der Richtkopplerplatine auf beiden Seiten und rundherum mit dem Gehäuse verlötet werden ? Das würde auch bedeuten, dass der Gehäuseboden abnehmbar sein muss.


    Nein! Meines Erachtens genügt die mechanische Montage an der Wand des Metallgehäuses im Zusammenspiel mit den beiden N-Flanschbuchsen vollkommen; Einzelheiten müßte die Bauanleitung zeigen. Oder ist die so schlecht?
    >
    > 4. Wie kann ich die Verbindung zur Anzeigeeinheit, die aus drei Leitungen besteht (Vorwärts/Rückwärts/Ground) am besten realisieren ? Da tun sich für mich die meisten Fragen in Sachen HF-Dichtheit auf.
    > Durchführungskondensatoren oder HF-Stecker oder …?
    > Wenn Kondensatoren - welche Größe und wie werden die praktisch in Gehäuse und Leitungen eingebaut? Welche Kabel sollte ich in Abhängigkeit von der Durchführungsvariante von der Platine bis zur Gehäusewandung und dann weiter zur Anzeigeeinheit verwenden ?


    Die Anzeigeeinheit mit den drei Anschlüssen ist, wenn ich mich nicht täusche (kenne ja die Schaltung nicht), eine reine Gleichstrom-Angelegenheit. Zunächst erhebt sich die Frage, ob die Anzeigeeinheit mit in das gleiche Gehäuse gebaut werden kann/soll oder in ein getrenntes Gehäuse.


    Soll es ein getrenntes Gehäuse sein, dann könnte das Anzeigegehäuse auch aus Kunststoff sein. Als Verbindungskabel könntest Du drei einzelne Drähte nehmen oder auch ein Stereo-NF-Kabel mit Schirm und zwei Adern. Durchführungskondensatoren von 1 nF bis 5 nF oder auch 10 nF im Richtkoppler-Gehäuse wären in Ordnung, zwei müßten genügen, für die Adern Vor- und Rücklauf. Den dritten Anschluß müßte man meines Erachtens erden können. Einfachste Montage also eine Schraube durch die Gehäusewand und innen und außen je eine Lötfahne untergeschraubt. Gibt die Bauanleitung da keine Beispiele? Sonst wäre diese Bezeichnung für das Papier fragwürdig.


    Um die HF-Dichtigkeit zu erhöhen, könntest Du auch die Verbindung von der Leiterplatte auf die Durchführungskondensatoren mit freitragend eingelöteten HF-Drosseln von ca 100 uH durchführen.


    Die HF-Dichtigkeit ist übrigens nur gefragt, wenn Du direkt im Zimmer sendest, sonst eigentlich weniger. Nur wenn Du parallel auf Kurzwelle UND VHF/UHF sendest, wäre sie kritisch. Dann könntest Du für die freitragenden Drosseln auch 1 mH nehmen. Für die nach außen herausragenden Durchführungskondensatoren würde ich eine Schutzkappe vorsehen, damit die nicht angestoßen werden, und eine Zugentlastung für das Kabel.


    Die Anzeigeeinheit empfinde ich selbst als den fragwürdigeren Teil der ganzen Meßeinrichtung. Ich würde die Anzeigeeinheit später mit einem richtigen SWR-Meter-Instrument ausführen. Das benötigt auch nur drei Drähte als Anschluß und man kann doch mehr an der Anzeige erkennen als an den LEDs. Aber zunächst baue mal alles so auf, wie es gedacht ist.
    >
    > Würde mich sehr freuen, wenn mir einige erfahrene OM unter die Arme greifen würden.
    > Vielen Dank im voraus. :]
    >
    > 73 de Arnold, DH0YAN


    Schaue dir nach diesen Hinweisen die ganze Bauanleitung noch einmal an! Vielleicht verstehst Du sie dann schon besser.


    Viel Erfolg mit dem Projekt im Neuen Jahr!


    73 Ha-Jo, DJ1ZB

  • Hallo zusammen,


    ich habe das SWR-Meter jetzt endlich einmal fertig aufgebaut (der Bausatz liegt hier schon länger unvollendet). Beide Platinen finden in einem kleinen Aluminiumgehäuse platz dadurch bekommt das Ganze eine gewisse stabilität. Das Gehäuse habe ich etwas größer gewählt, um später ein "richtiges" Messinstrument (statt der LED-Anzeige) nachrüsten zu können. Die Bauanleitung ist leider nicht der Rede wert, besteht aus zwei Bestückungsplänen und ein paar Zeilen Text. Ich weiß nicht, ob das so für Anfänger geeignet ist.


    Ausprobiert hab ich das Gerät noch nicht, das kommt dann am Wochenende. Mal sehen, wie gut es dann funktioniert...


    Bei Bedarf kann ich morgen noch ein paar Fotos machen.

  • Hallo Stefan, vielen Dank für Deine Antwort auf meine Anzeige. Das wäre natürlich toll, wenn Du mal ein paar Fotos machen und Deine Erfahrungen beisteuern kannst. Ja, die Bauanleitung, so klein das Projekt ist, läßt sehr viele Fragen offen.Durch die Antworten auf meine Anzeige hin, sehe ich mittlerweile auch viele Dinge anders, als ich Sie mir bislang vorgestellt habe.Z.B. habe ich mich immer gefragt, wofür denn eigentlich die acht großen Bohrungen auf der Richtkopplerplatine sind, wo doch N-Einbaubuchsen beigelegt wurden. Dass dies Bohrungen für die Flanschbuchsen sein könnten, darauf komme ich erst durch Eure Beiträge.
    Schönen Sonntag noch, 73 de Arnold DH0YAN

  • Hallo,


    hier nun endlich die versprochenen Fotos (hab leider zur Zeit etwas Stress):


    [Blocked Image: http://www.kunst4tel.de/cpg148/albums/userpics/10063/DSC_78962007-01-23-21-42-49.jpg]
    Die beiden Platinen voll bestückt und verdrahtet. Das weiße Kabel kennzeichnet die Antennenseite des Richtkopplers. Die beiden Buchsen sind mit dem Mittelkontakt durch die Platine gesteckt und verlötet. Dann habe ich die Buchsen mit jeweils vier M3 Gewindeschrauben und Stopmuttern verschraubt. Die Schrauben sind lang genug, um die Platine noch auf einer Trägerplatte zu verschrauben. Im Gehäusedeckel befinden sich nur noch die Löcher für die beiden Buchsen. Da ich beim Gehäuse noch einmal komplett umdisponiert habe, sind die Platinen noch nicht eingebaut (Gehäuse ist bestellt).


    [Blocked Image: http://www.kunst4tel.de/cpg148/albums/userpics/10063/DSC_78982007-01-23-21-43-12-D.jpg]
    Die Verschraubung im Detail.


    [Blocked Image: http://www.kunst4tel.de/cpg148/albums/userpics/10063/DSC_79002007-01-23-21-43-44-D.jpg]
    Die Rückseite der Richtkopllerplatine mit den Verschraubungen im Detail.


    [Blocked Image: http://www.kunst4tel.de/cpg148/albums/userpics/10063/DSC_78982007-01-23-21-43-12.jpg]
    Die Platinen in der Seitenansicht.


    Die Messleitungen sind mittels Kondensatoren gegen Masse abgeblockt, es sollte sich dort also keine HF mehr finden. Nachgemessen habe ich allerdings nicht.


    Das SWR-Meter funktioniert soweit ganz ordentlich. Man sollte auf einen guten Massekontakt der beiden N-Buchsen und auf eine gute Verbindung der Masseflächen auf beiden Seiten der Platine achten, sonst zeigt die LED-Anzeige irre Werte an hi. Der Richtkoppler hält doch schon was aus, sie ist auch bei einer versehentlichen Messung mit fast 100 W nicht weggebrannt (war allerdings nur kurzzeitig).


    Bei Gelegenheit werde ich noch eine andere Anzeigeneinheit (mit Zeigerinstrument) aufbauen, weil mir die LED-Anzeige etwas suspekt ist.


    Wie man sieht, sind die Potis und die Dioden auf der Lötseite der Richtkopplerplatine aufgelötet. Das war notwendig, weil die Flanschbuchsen sonst nicht auf die Platine passen.


    Ich hoffe damit, ein wenig weitergeholfen zu haben :)


    73 de Stefan, DO7SKE

  • Lbr Stefan,


    OK das Ergebnis, aber über eines wundere ich mich:


    Die Leitungen weg von der Platine und die Abblockkondensatoren an der Stelle sollten doch eigentlich auf der anderen Seite der Leiterplatte abgehen, oder?


    Denn so wie jetzt kann man doch die Platine mit den Buchsen nicht von innen an eine Gehäusewand schrauben, ohne daß es auf die Kondensatoren drückt.


    Oder wie soll das sonst montiert werden?


    Nebenbei bemerkt soll man bei einem guten SWR-Meter die beiden N-Buchsen vertauschen können, ohne daß die Messwerte sich ändern. Natürlich vertauschen sich dabei Vor- und Rücklauf.


    Insofern kannst Du von einem Antenneneingang nur reden, wenn die Vedrahtung zur Anzeigeplatine schon fest verlötet sit.


    HW?


    73

  • Hallo,


    man kann es nicht erkennen, aber die Flanschplatten der Buchsen haben gute 5mm Abstand zur Platine (weil die Buchsen unten etwas herausstehen. Deshalb werden auch die Kondensatoren nicht plattgequetzscht, wenn man die Platine in ein Gehäuse einbaut.


    Bei einem "normalen" SWR-Meter ist die Vertauschung kein Problem. Bei diesem Teil scheint es so zu sein, dass die Richtung schon vorgegeben zu sein scheint, weil das IC auf die "Polarität" der Eingangssignale angewiesen ist. Ich werde aber mal testen, was passiert, wenn man Vor- und Rücklauf vertauscht. In der Bauanleitung sind die Abgreifpunkte eindeutig gekennzeichnet (jedenfalls auf der Anzeigenplatine, auf der Kopplerplatine ist es natürlich egal, wo man welche Seite anchließt).


    73 de Stefan, DO7SKE

  • Hallo liebe Funkfreunde,


    habe den Bausatz erstmal fertig aufgebaut u. erste Erfahrungen gesammelt.
    Danke liebe OM, Eure Beiträge haben mir sehr weiter geholfen, Danke auch an QRPeter, Ersteller und Betreiber dieses Forums.


    Die Richtkoppler-Platine habe ich in ein Alu-Gehäuse, die Anzeigeeinheit-Platine in ein Kunststoff-Gehäuse eingebaut. Die beiden Platinen hatte ich gemäß Eurem Ratschlag zunächst über ein ca. 2,0m DIN-Kabel verbunden (Vorteil:variabler Einsatzort des Richtkopplers), an der Richtkopplerseite hatte ich eine DIN-Buchse eingebaut, um die beiden Komponenten getrennt zu handeln (auch mal schnelles Wechseln der Anzeigeeinheit). Foto siehe unten.


    Meine bisherigen Erfahrungen zu diesem Bausatz:


    Der Bausatz war soweit vollständig, bestand aus zwei Platinen und zugehörigen Bauteilen; Gehäuse incl. mech. Befestigungsteile, Stromversorgungskomponenten und Verbindungskabel waren nicht enthalten.
    Nach meiner Meinung falsch anbei gelegt waren die beiden N-Buchsen mit Zentralbefestigung, richtig wären N-Buchsen mit Flanschbefestigung gewesen (auf der Richtkopplerplatine waren ja schließlich die entspr. Befestigungsbohrungen dafür vorhanden, da bin ich erst durch Eure Beiträge drauf gekommen)->Neukauf.
    Bei den LEDs waren diffuse und klare Typen gemischt, sicher nur ein optischer Fehler, aber da bin ich pingelig->Neukauf.
    Die Bauanleitung ist etwas dürftig (wie Stefan schon bemerkte), praktisch nur Bestückungsplan mit ein paar Zeilen Text, dass die Potis auf 50 Ohm eingestellt werden sollen und die Platinen miteinander zu verbinden sind, für Anfänger wie mich zu kurz gehalten. Damit bekommt man die Platinen zwar aufgebaut, aber das wars schon, kein Wort über z.B. die Gehäuse zum Einbauen oder "Was muß ich beachten?" oder "Was passiert nach dem Einschalten?"


    Parallel dazu fertigte ich mir noch gemäß Funk 6/2001 ein paar Dummyloads (50, 75,100 u. 150 Ohm, Metallschichtwiderstände 150 Ohm/2W auf BNC-PL Adapter) zur Kalibrierung und Test des SWR Meters an.


    Nach dem Einschalten (IC 02E, 0,5 bzw. 5 Watt FM 2m) leuchtete leider zunächst bei all diesen Testobjekten nur die rote LED (SWR>=3), bis ich, kurz vorm Verzweifeln, merkte, dass die DIN-Leitung daran schuld war. Die Anzeigeeinheit ist leider superempfindlich, da brauchte ich nur ein bißchen am Stecker wackeln und schon spielte die LED-Anzeige Mäusekino. Daraufhin habe ich die Steckverbindung demontiert, aber das reichte nicht, ich mußte auch das Kabel noch bis auf ca. 10 cm kürzen, dann wurden Werte angezeigt. Ich weiß nicht woran das lag, das Kabel war ordnungsgemäß abgeschirmt, Schirmung auf Masse. Vielleicht am Widerstand des Kabels, es hatte auf der 2m Länge ca. 0,5 Ohm ? Vertauschen kann man übrigens Ein-/Ausgang nicht, das liegt an den verschiedenen Eingängen am Anzeige-IC LM3915. Die beiden Eingänge verkehrt herum angeschlossen bleiben die LEDs dunkel.
    Dies geschieht auch bei manchen DL und geringen 0,5 W pwr).
    Jetzt kam natürlich der Punkt, wo ich mich fragte, sind die SWRs denn richtig, die hier angezeigt werden? Denn komischerweise hatte der 75 Ohm Dummyload ein niedrigeres SWR als der 50 Ohm? Also dig. Voltmeter raus und die Vor-/Rücklaufspannungen gemessen u. das SWR zu Fuß berechnet. Demnach funktionierte das Gerät ganz ordentlich, die angezeigten SWRs lagen max. etwa +/- 0,2 neben den errechneten Werten.
    Soweit sicher ok., die Anzeigeeinheit bildet die gemessenen Spannungen des Richtkopplers ab, aber jetzt heißt es erst wohl mal die Dummyloads zu checken, kann doch kaum sein, dass der 75 Ohm DL (Soll SWR 1,5) ein besseres SWR als der 50 OHM DL hat?
    Ein billiges CB SWR Meter, welches ich noch besitze und welches bis 150 MHz funktionieren sollte, zeigt den gleichen Trend, aber die Werte reißen bei steigendem SWR immer weiter aus.
    Damit werden leider mehr Fragen für mich aufgeworfen als beantwortet, so komme ich nicht weiter, ich habe das Gerät erstmal zur Seite gelegt.
    Ich habe drei selfmade Antennen für das 2m Band (HB9CV, Big Wheel u. 4-Quad), die ich gern messen würde. Ich frage mich, ob ich mir nicht zunächst ein gutes SWR-Meter zulegen sollte, bevor ich mich an den Selbstbau wage. Alles andere ist ein Fischen im Trüben. Oder macht ein Antennenanalyser Sinn? Ich werde diese Frage im Forum an anderer Stelle aufwerfen.


    73 de Arnold DH0YAN

  • Hallo Arnold,


    ich stolper jetzt erst über den Namen dieses Threads. Du schriebst


    > Bausatz 2m/70cm SWR-Meter mit LED Direktanzeige der Fa. Sander Electronic


    dies ist nicht korrekt! Die Firma, von der Du diesen (!) Bausatz erworben hast, trägt den Namen Sander Electronic Components (SEC). Da gibt es immer mal wieder Missverständnisse und die in Deinem betreff genannte Firma bekommt den Ärger ab, der eigentlich an die andere gerichtet werden sollte.


    72/73 de Ingo, DK3RED - Don't forget: the fun is the power!

  • Danke für den Hinweis Ingo,


    das war ein Fehler von mir, das wollte ich selbstverständlich nicht,
    hätte mir ausgerechnet in der Überschrift nicht passieren dürfen.
    Korrektur ist unterwegs.


    Schönen Abend noch, 73 de Arnold DH0YAN