Koaxkonnektor 50Ω identifizieren?

  • Hallo alle!
    Hat jemand diesen Koax-Konnektor schon einmal gesehen? Ist Teil eines motorischen Koax-Schalters.



    Ich wüsste gern wenigstens wie dieses Ding technisch heißt. Leider habe ich nirgends irgendeine Beschreibung gefunden. Es ist auch "unobtainium". Nicht mal Surplus Sales of Nebraska hat dazu einen passenden Stecker. Glücklicherweise kann man statt dessen einen N-Adapter oder einen UHF-Barrel-Connector einschrauben. Ich muss lediglich einen Ersatz für den zentralen Pin finden, der dann auf den inneren Rotorfinger drückt - und versilbert sollte der sein - vergoldete hätte ich.

    Außendurchmesser der Hülse für die Koax-Seele: 3,9mm
    Innendurchmesser der Hülse für die Koax-Seele: 2,7mm
    Innendurchmesser des Abschirmringes: 10,0mm
    Außendurchmesser des Abschirmringes: 13,1mm
    Innendurchmesser der Schnappmatik Hülse: 15mm

    Für Hinweise wäre ich dankbar.


    Der Konnektor ist eigentlich genial. Kein Gewinde, einfach die Hülse zurückziehen und Kabel abziehen - keine Schrauberei oder Renkerei. Schade, dass sich sowas nie durchgesetzt hat. Mechanisch ist die Herstellung schon etwas teuer. Sogar die Feder ist versilbert.

    73 de Eike KY4PZ / ZP5CGE

    Wat de een sien Uhl is de anner sien Nachtigal
    Auf Englisch: Live and let live
    Und wenn's garnicht anders geht: "Einfach gaanich injuriern!" sagt der Hamburger

  • Hallo KY4PZ,

    wenn der Stecker einen Bajonetverschluss hat, dann ist das ein C-Stecker. Die C-Norm ist wie BNC, nur größer im Durchmesser. Damit hatte ich vor einigen Jahrzehnten mit zu tun.

    Der ist wirklich ideal, denn der verträgt einiges an Power. C-Stecker ; suche mal im Internet.

    72 & 73

    de Jürgen, DF3OLC82_C_Stecker.pdf.pdf

    Edited once, last by DF3OL (June 15, 2024 at 12:34 AM).

  • Vielen Dank Jürgen!
    Es ist jedoch kein Bajonett-Stecker und damit kann es kein C-Stecker sein. Es fehlen die Nuten, um die Noppen des C-Steckers aufzunehmen. Außerdem hat die Hülse zwei Noppen als Verdrehsicherung. Das fehlt wiederum beim C-Stecker. Von dem motorischen Koaxschalter hab ich eine Versorgungs-Nummer aber die war auch nicht zielführend (Pun not intended). Hier zum Vergleich der C-Bajonett-Stecker.
    Vielleicht ist dem einen oder anderen mal sowas über den Weg gelaufen während seiner Zeit bei einer der NATO-Truppen. Ich war nie in solch einem Club.

    73 de Eike KY4PZ / ZP5CGE

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  • Hallo Eike,

    1. Gibt es einen Hinweis, wer der Hersteller des Umschalters gewesen sein könnte?

    2. Hast Du mal bei pasternak.com geschaut oder angefragt?

    73 Andy

  • Das glaube ich weniger. Die proprietären R & S Dezifix Steckverbinder sind Zwitter, sie sind sowohl weiblich als auch männlich. Der abgeildeten Stecker ist offensichtlich weiblich.

    "Alles über Dezifix"

    73

    günter

    "For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong" (H.L. Mencken)

  • Kein Gewinde, einfach die Hülse zurückziehen

    Und die Hülse lässt sich im zurückgezogenen Zustand durch Drehen verriegeln.

    Der abgeildeten Stecker ist offensichtlich weiblich.

    Ja und nein. Ich könnte mir auch vorstellen, dass etwas um den hohlen geschlitzten Innenleiter legt.

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~

    "Lege keinen Wert auf diejenigen, die dich nicht zu schätzen wissen."

  • Und die Hülse lässt sich im zurückgezogenen Zustand durch Drehen verriegeln.

    Ja und nein. Ich könnte mir auch vorstellen, dass etwas um den hohlen geschlitzten Innenleiter legt.

    Die Hülse lässt sich nicht drehen, auch nicht im zurückgezogenem Zustand.

    Hersteller des Koaxschalters: TRANSCO Products Inc., Venice, Calif.
    Typ: XMSN Line; PN: C4B3DB Series: 102
    aber auf dem Stecker selbst keinerlei Hinweis.

    Es wäre wirklich der Gag gewesen wenn der Antennenkabelstecker von Omas Fernseher gepasst hätte - aber - nein.

    Dezifix hatte ich sofort ausgeschlossen weil genderless und der vorliegende Stecker hat offensichtlich ein männliches Pendant. Obwohl - der Mittelstift männlich und die Abschirmung eher weiblich - transgender ähnlich wie beim BNC / C. Das gleiche Prinzip beim Quick Lock QLS aber ganz andere Abmessungen.

    Amphenol, Radiall, Rosenberger, Telegärtner - alles Fehlanzeige. Man braucht eigenlich nur unter Quick Lock nachzusehen.
    Wenn ich https://pasternak.com/ aufrufe kommt immer Wiki Борис Леонидович Пастернак - der Author von Dr. Zhivago. Das liegt wohl daran, dass ich https://www.pasternack.com/ hätte schreiben müssen. :/

    Unter TRANSCO kommt nur noch eine Firma des Namens in IL (Engineered Products & Services for Nuclear Power) wenn ich meinen Nuclear Reactor zurückbauen muss werd ich da mal anfragen.

    Und das nächstliegendste in CA ist Transco Transmission Center (Vehikel-Getriebe) in Los Angeles. Venice ist jetzt ein Teil von Los Angeles.

    Vielen Dank für all die Hinweise aber es scheint mir als würde ich Eure Zeit verschwenden. Ich werde mal sehen, den Mittelstift einschließlich Isolierung aus dem Stecker auszudrücken, um den Kontakt zum Rotorfinger zu bewahren. Dann baue ich um auf N-N-Adapter oder UHF-Barrel-Connector. Wobei letzteres einfacher scheint. Ich brauch das Ding eh nur für Hf und nicht bis in den GHz-Bereich.
    Dann bleibt mir nur noch der Umbau des dreipoligen Circular MIL Connectors welcher auch Unobtainium ist.

    Die Umschaltung ist übrigens auch sehr interessant. Zwischen zwei der drei Kontakte liegen 6 Ω an. Wenn man 24V anschließt schaltet der Schalter eine Position weiter. Z.B. wenn ich zwischen 1-2 6 Ω messe, dann liegen die 6 Ω nach dem Schaltvorgang an 2-3. Nach einem weiteren Schaltvorgang an 3-1 und dann wieder an 1-2. So wurde es möglich, statt eines 4-poligen Kabels ein 3-poliges zu verwenden. 6 Ω ist auch heftig. Das verlangt 24V (oder bis 28V) und ca. 4 A - 4.7 A. Da waren meine anderen Koax Schalter mit 115VAC / 60 Hz aber leichter zufrieden zu stellen. Auch die Vibrationen beim Schalten sind heftiger.
    Das einzige, was passt sind die BNC Konnektoren und die 10-32 Befestigungsschrauben.

    Die Schau war übrigens auch die Verpackung. Zuerst Karton öffnen dann feuchtigkeitsdichte Tüte, doppelt umwickelt mit Fließ, mit einem Label welches mittels dreier Flecken eingedrungene Feuchtigkeit anzeigt: check if pink. War nicht pink. Ein dickes Päckchen Silica dabei. So hat das Teil wohl die letzten 50 Jahre ohne Korrosion überstanden.

    Nochmals ein herzliches Dankeschön an alle! 51 Seiten Pasternack Katalog - Wow! Respekt Jürgen!

    73 de Eike KY4PZ / ZP5CGE

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  • Die Hülse lässt sich nicht drehen, auch nicht im zurückgezogenem Zustand.

    Hmm... Auf dem ersten Bild sehe ich eine Feder. Diese drückt eine Art Überwurf in Form eines kleinen "Rohres" nach oben. An der Unterkante dieses Rohres sehe ich plan abgeschlossen eine andersfarbige Kreisfläche. Wird auf der gegenüberliegenden Seite ebenfalls so sei. Vermutlich sogar 4x. Da sind kleine Stifte eingepresst, die auf der Innenseite in die deutlich sichtbaren Nuten reichen. Die Nuten mit Gammelspuren setzt sich sichtbar nach unten fort, wo sie beiderseits um 90 Grad bwz. parallel zur Unterkante weitergeführt sind. Wenn die Hülse komplett nach unten gedrückt wird. Durch einen Dreh jedweder Richtung bleibt sie unten. Feder zusammengedrückt.

    Warum ist da eine Feder, Führungsstifte in der Hülse und auf dem Innenstück Führungsnuten? Damit sie heruntergedrückt und in diesem Zustand verriegelt werden kann. Das muss sich bewegen, ggf. ist es festgegammelt.

    Zum Aufsetzen des Gegenstücks auf die Verbindung wird diese Hülse heruntergedrückt werden müssen. Entweder durch das, was aufgesetzt wird oder eine Überwurf per Hand. Ich vermute einen Stecker, der ebenfalls einen Überwurf hat. Der in diesem genau dem Durchmesser der "Hülse" passt. Wozu sind die beiden kleinen Nippel, auf der Oberseite sichtbar, da? Vermutlich rasten sie beim Aufsetzen des Steckers in dessen äussere Hülse ein und durch Aufdrücken und drehen wird die Hülse der Buchse nach unten gedrückt (Führungsnuten) und dann durch Drehen verriegelt.

    Oder, was auch sein kann: Im gezeigten Zustand ist die Aussenseite geschützt. Drückt man die Hülse runter, kann dann erst der Stecker aufgesetzt werden. Nach dem Aufsetzen Hülse im Bild zurück nach oben und die Verbindung ist mechanisch gesichert.

    Auf alle Fälle ist das prinzipiell beweglich und rastbar. Vermutlich festgefressen. Die Nuten sehen nicht sauber aus.

    73 Michael, DF2OK.

    ~ AFU seit 1975 ~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG GM ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~ QRZ.COM ~

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  • Danke - soweit die Theorie. Praktisch habe ich hier das Gerät und die Hülse lässt sich definitiv nicht drehen im herunter gedrückten Zustand. Sie lässt sich nur drehen wenn der Stecker ausgebaut ist und dann auch nur, um sie in die richtige Position zu bringen wenn man sie wieder aufsetzt - und zwar von unten, von der Befestigungsseite aus.
    In der Theorie funktioniert es in der Praxis, jedoch in der Praxis funktioniert es nicht - auch nicht theoretisch. 8) :)
    Es ist auch nichts festgefressen. Alles ist gängig und in sehr gutem Zustand - wirklich NOS.

    Falls der infrage stehende Konnektor jemals in einer Nische üblich war - so vor geschätzten 50 Jahren - dann ist er, wie die Saurier, inzwischen ausgestorben.
    Ich habe doch noch ein Datum gefunden: Januar 1971 - also war die Schätzung von 50 Jahren ziemlich spot on.

    Die Seele von einem RG213 Kabel passt in die innere Hülse. Statt das Risiko einzugehen, den Stecker auseinander zu nehmen und den Mittelpin (d.h. den Kontakt zum Rotorfinger) in einen UHF Barrel Konnektor zu löten, werde ich das RG213 Kabel direkt in den Stecker löten und die Abschirmung and den äußeren Klemmring. Die Rastungshülse bleibt unberührt. Dann N-Kupplung and das Pig Tail Kabel und gut ist. ECOflex10 Kabel passt leider nicht - Seele ist zu dick. (ECO10 Kabel kann man übrigens auf keinem der amerikanischen Kontinente kaufen 8-O ).
    Messung des Reflektionsfaktors der Verbindung wird folgen aber ich denke, dass das nicht schlechter sein wird als die von einer UHF-Stecker-Kupplungs Kombination.

    Werde weiter berichten.

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  • Moin Eike.

    Januar 1971. Laaange her. Aber Du wirst was draus machen.

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