DH7UAF macht für immer QRT! (Bericht meiner Auswanderung nach SM und ein Jahr danach)

  • @ Torsten
    Fremdsprachen erlernt man am besten im jeweiligen Land.
    das geht in Rekordzeit, wenn man Vorkenntnisse mitbringt und dann das tägliche Leben dort meistert.
    Irgendwann muss man überlegen wie das deutsche Wort dafür war.


    Ich bin mir sicher dass Volker ein gutes Pflaster in Schweden hat. die Leute dort werden es ihm so leicht wie möglich machen.


    @ Volker: alles Gute auch von mir und einen guten Anfang dort !


    72/73 Volker dd1vw

    ______________


    73 de Volker,
    1DL 1 VAW

  • Hi, Volker,
    gestern habe ich irgendwo im Radio gehört, daß in Malmö 25% der Bevöltkerung türkischstämmig sind. Sie beabsichtigen dort wieder die Scharia muslimisches Recht einzuführen. Ich komme auch hier aus so einer Gegend und habe deinen Schritt erwogen. Aber wg. Alter und Kinder wieder fallen gelassen.
    Ich wünsch dir alles Gute! Sei dir deiner Freunde in D sicher!
    vy 73 Heinrich

  • Hallo Volker!


    Nun möchte ich auch noch ein paar Worte zu deiner Ankündigung zugeben. Erst einmal beglückwünsche ich dir und deiner Famiiie zu diesem Entschluß und das Ihr es geschafft habt es durchzuziehen. Ich selber war 1996 und 1997 als "Do it Yourself-Tourist" und später QRL - bedingt mehrere Male dort. Ich habe auch in den letzten 2 Jahren öfters überlegt dahin überzusiedeln, als ich mal wieder mit dem Hi... zu Hause war. Aber es hat sich immer wieder jemanden gefunden der so einen Hochspannungskasper (nein, keiner mit n´er Röhre, sondern der komische Typ der dafür sorgt das die Leut´s auch zu Weihnachten nicht im Dunkeln sitzen :] ) wie mich hier in Deutschland gebrauchen konnten. Aber hier sieht es in dem Bereich auch nicht so gut aus das ich die Umsiedlung nach SM immer noch im Hinterkopf habe.
    Ich wünsche Dir und deiner Familie auf alle Fälle alles Gute und einen guten Start dort im Norden.


    73 de Nico
    DD6VFS

  • Torsten - Du gehörst zu den Geschädigten Eures Bildungssystems, und davon gibt es sehr viele, leider. Da wird sich auch nicht viel ändern, fürchte ich, denn man muss als kleines Kind anfangen, eine andere Sprache zu lernen. Insbesondere Jungs profitieren davon, weil sie meist in Sachen Fremdsprachen nicht zu den grossen Leuchten gehören.
    Ich habe von meiner Urgrossmutter schon als Kleinkind die Grundlagen von Spanisch beigebracht bekommen; später bin ich in einer portugiesischen Familie in Hamburg als quasi 6. Kind mit aufgewachsen. Als ich in Lissabon eintraf, ging es mir so wie Volker jetzt: ich konnte dort arbeiten und mich sehr schnell integrieren. Unsere Töchter sind mehrsprachig aufgewachsen und sprechen wie meine Frau und ich 6 Sprachen. Ich weiss, das ist nicht normal, aber wir haben durch die Umstände des Lebens zu würdigen gelernt, dass Sprachkenntnis gleichbedeutend mit Freiheit ist. Dass wir manchmal nicht mehr merken, was wir gerade reden, ist besonders für Gäste oft ein Grund zu Heiterkeit...
    Was ich damit sagen will, und das an alle jetzigen oder künftigen Eltern gerichtet: mit Deutsch allein ist man in der Welt ziemlich einsam; man MUSS alles versuchen, dass Kinder ganz früh den natürlichen Umgang mit zumindest Englisch bekommen. Ich habe es sehr spät erst richtig in den Griff gekriegt, aber könnte meine beruflichen Aktivitäten nicht ohne diese Sprache ausführen können. Und: geht nicht ins Ausland, wenn Ihr die dortige Sprache nicht mindestens in Grundzügen kennt. Alles andere ist Leichtsinn und Unsinn zuglleich. Ausserdem: Volkshochschulen sind besser als ihr Ruf; man muss nur den inneren Schweinehund überwinden und sich wiederauf die Schulbank setzen. Ich werde wohl nächstes Jahr wieder dorthin gehen, um den grauen Zellen ein bisschen Körnerfutter auf Hebräisch oder ähnlich zuzugestehen. Man will ja nicht dumm sterben :D


    An Peter / FI: ggfs sollte man diesen Thread unter sonstiges verschieben...

    vy73 de Fred DL6XAZ - E12 - EPC 1419 - FHC 763
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  • Hallo zusammen,


    ja, wenn man in der 5. oder 6. Klasse anfängt eine Fremdsprache zu lernen, wie das so üblich ist, dann hat man leider die beste Zeit seines Lebens verpasst eine Sprache zu erlernen. Jeder Entwicklungspsychologe weiß das, aber warum das bei unserem Bildungssystem noch nicht angekommen ist - keine Ahnung. Stattdessen lässt man kleine Kinder stundenlang vor der dem Fernseher klotzen und anschließend wundert man sich über die Sprachretadierung der Mutttersprache, wenn sie eingeschult werden. Kinderlogopäden haben viel zu tun.


    Nun ist Schwedisch für deutsche Muttersprachler dank der großen Sprachverwandtschaft eine relativ einfache Sache. Ich hatte erst mit 20 angefangen sie zu erlernen, wobei ich schon etwas Dänisch im Hinterkopf hatte, was ich aber wieder vollständig verlernt habe.


    Das Arbeitsamt bietet ja in den neuen Bundesländern 3-monatige Norwegisch- oder Schwedisch-Kurse für auswanderungswillige Handwerker an. Für solche Berufe reicht das für den Anfang auch aus. Schweden bietet Einwanderern kostenlose Sprachkurse an, die je nach Niveau bei Null anfangen. Ohne Grundkenntnisse würde ich allerdings jeden dringend abraten nach Schweden auszuwandern. Als Tourist kommt man in Skandinavien mit Englisch prima durch, als Einwanderer muss man die Landesprache erlernen, ob man will oder nicht, und das ist auch richtig so.


    Volkshochschule ist ein guter Anfang. Dann gibt es das Internet, das eine Fülle von Textbeispielen liefert, die aus dem Alltag gegriffen sind. Im Internet gibt es ein Wörterbuch. Man kann über das Internet schwedisches Radio hören, um sein Hörverständnis zu trainieren, was ein ähnlicher Prozess wei beim Erlernen von Telegrafie ist und dasselbe Durchhaltevermögen abverlangt. Man kann sich DVDs und VHS-Kassetten von schwedischen Filmen besorgen. Noch nie war es so leicht eine Fremdsprache zu erlernen. Es gibt im Internet sogar eine schwedische Seite mit Hörbeispielen der verschiedenen Dialekte. Es gibt ein tolles interaktives Lernprogramm auf CD-ROM für das gezielte Trainieren der Grammatik und und und.


    Und dann ist Übersetzen nicht einfach das Austauschen von Vokabeln. Man verwendet andere Redewendungen und Wörter, die so ohne weiteres nicht zu übersetzen sind. Unsere neue Nachbarin stammt aus der deutschsprachigen Schweiz. Wir unterhalten uns zum Teil auf schwedisch, weil das bei vielen Themen oft einfacher geht. Andere Dinge gingen dann auf Deutsch wieder leichter, aber da ihr Mann nicht so gut Deutsch kann, einigt man sich oft auf Schwedisch.


    Um wieder ein Anknüpfungspunkt zum Amateurfunk zu finden: Ein Freund hatte mir einen Stapel der schwedischen Amateurfunkzeitschrift QTC geschenkt, womit ich die Gelegenheit hatte das "Amateurfunk-Schwedisch" zu erlernen, das man in keinem Wörterbuch der Welt finden wird. Jetzt lese ich mir gerade einen Amateurfunkkurs durch, um mir die Fachwörter und Redewendungen für die Grundlagen der E-Technik noch einmal vor Augen zu führen. Das Erlernen einer Sprache setzt eben leider ständige Übung und Pflege voraus. Mit der Muttersprache ist das eigentlich nicht viel anders. Die muss man auch pflegen.


    vy 73 Volker DH7UAF


    PS: Nun habe ich erfahren, dass eine Familie aus dem Nachbardorf diesen Monat ebenfalls nach SM übersiedelt. Dabei leben wir doch hier im Musterländle Baden-Württemberg.

    vy 73 de Volker SM5ZBS

    Edited 3 times, last by SM5ZBS ().

  • Hallo zusammen,


    und dann gibt es auch noch Radio Schweden International auf MW und KW.
    Mitte der siebziger Jahre als ich als sog. BCL zu unserem Hobby kam, war das eine der ersten Stationen, die ich aufgenommen habe und der ich lange als Hörer treu blieb. Es gab sehr viele gute Informationen über Land und Leute.


    Volker, alles Gute für dich und deinen neuen Start. Mein Wahlspruch ist: Nur wer sich was (zu-)traut, kommt auch weiter.


    Auch ich plane mittelfristig den Ausstieg aus DL, aber mehr in südliche Regionen. Ich möchte unseren Kindern zeigen, dass die Welt mehr zu bieten hat, als das, was man bei uns erlebt.


    vy73 de Karl / DF9JZ

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    EPC 161

  • Hallo Volker,


    als funkmäßiger Fast-Nachbar (Bietigheim-Bissingen) möchte ich mich auch noch kurz zu Wort melden und Dir und Deiner Familie alles Gute wünschen.


    Eine kurze Anmerkung zum Sprachen erlernen:
    Als hervorragende Trainingsquelle vergessen hast Du noch Satelliten-TV. Das ist doch endlich mal eine Gelegenheit, bei der 700 TV-Kanäle Sinn machen! Sehr gut eignen sich für Anfänger diesen Zweck übrigens die Welt-Nachrichten. Wenn man die zuerst in der eigenen Sprache angesehen hat, dann weiß man schon worum es geht, kann den Nachrichten in der Fremdsprache leichter folgen und sich eher auf neue Wörter und Redewendungen konzentrieren.


    Aus der Seele gesprochen hast Du mir mit Deinen Beweggründen für unser schönes Hobby. Auch für mich macht gerade die Verbindung von Technik und grenzüberschreitender und -überwindender Kommunikation die Faszination des Amateurfunks aus (das Gemeinsame suchen, statt das Trennende)!


    Geschmunzelt habe ich übrigens von Anfang an über den Titel zu diesem Diskussions-Thema "... für immer QRT!". Abgesehen von einem Schreck, da ich im ersten Moment an "SK" dachte :( gilt auch hier die Devise eines alten James Bond Films: "Sag niemals nie". Als ich im Frühjahr dieses Jahres mein Rufzeichen wechselte (von DL8SAI nach DL8UF) musste ich nämlich erfahren, dass das alte Rufzeichen bereits nach einem Jahr wieder ausgegeben werden kann. Das ist eine ziemlich knappe Zeit, wenn man unter dem alten Rufzeichen vielleicht noch auf die eine oder andere "seltene" QSL via Büro wartet.


    Ansonsten gilt: "Heimat ist da, wo man Freunde hat." Insofern tun wir Hams uns da vielleicht ein wenig leichter damit, das QTH auch über eine größere Entfernung zu verlegen. Das Einzige, was ich außerhalb des Schwobaländles wirklich vermissen würde, sind Maultaschen und Laugaweckla. Weißbier bekommt man zum Glück ja inzwischen fast überall in der Welt ;)


    In diesem Sinne


    73 es 55 de Uwe, DL8UF

  • Hallo Uwe,


    jetzt wird es humorig. Mit Maultauschen sind es in der Tat schlecht aus in SM. Dafür gibt es fast überall Spätzle zu kaufen. Allerdings werden die - welch ein Sakrileg - als typisch elsässische Spezialität angeboten. ich habe das gleich bei http://www.spaetzle.de gemeldet.


    Was selbst viele Schweden noch nicht gewagt haben zu essen, möchte ich nun selbst probieren: Surströmming. Als Funkkamateur muss man interkulturelle Kompetenz beweisen. Um so wichtiger ist die Lektüre dieses sehr aufschlussreichen Wikipedia-Artikels.


    vy 73 Volker DH7UAF

    vy 73 de Volker SM5ZBS

  • Hallo,


    ich habe diesen gegorenen Fisch mal essen wollen. Ich habe es aber, ob des Geruches den er verbreitete, nicht über mich gebracht.


    Manche Leute essen das aber ohne mit der Wimper zu zucken.

    73 de Detlef / DC3DEK

  • Hi - mir geht es ähnlich mit dem portug. "bacalhau" = Stockfisch. Ich habe ihn nur 1x gegessen, des lieben Friedens und der Gastfreundschaft willen, aber meiner xyl klar gemacht: Du kannst so viel Du willst davon essen, aber nur, wenn die Küche ordentlich gelüftet wird! ?( Alles andere wäre ein Scheidungsgrund. Als Kompromiss dient, dass ich nicht von ihr verlange, Labskaus zu essen.
    Haben die TF-Isländer nicht auch so eine Art vergammelten toten stinkenden Fisch als Delikatesse?
    ... Fleisch ist immer noch das beste Gemüse!
    Und gehe jetzt in Deckung. :D

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  • Tja, liebe Mitleser,


    so hat halt jede Gegend ihre Spezialitäten. Bei Wikipedia wird das sehr schön beschrieben. :rolleyes: Frisch zubereiterter Fisch ist ja meist lecker, aber stinkender Fisch ... das ist nicht wirklich mein Fall. Mit mariniertem Hering ist´s so eine Sache. Manchmal will er nur einmal durch den Kopf ... manchmal auch ein zweites Mal. :rolleyes: Schinken wird ja ähnlich hergestellt wie Stockfisch. Den Geschmack und Geruch kennt man hierzulande meist schon als Kind, den Gammelfisch eben nicht. Irgendwie also alles eine Frage der kulturellen Gewohnheiten und persönlichen Neigungen.
    Fleisch als Gemüse ... , nun : Für Ernährungswissenschaftler sind das interessante Gedankenansätze ... . Was wäre diese Welt ohne Humor?


    73, Torsten

    Edited once, last by DG2TT ().

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für das nette Thema hier. Nun baue ich jetzt um 21:00 den Rechner ab. Morgen früh um 8:00 wird das Haus leergeräumt. Es sind noch einige Kartongs zu packen und ich bin mir nicht sicher, ob alles in den Möbelwagen hineinpasst. Um einen neuen Internetanschluss habe ich mich noch nicht kümmern können, aber ich denke einen spätestens übernächste Woche zu haben.


    vy 73 Volker DH7UAF

    vy 73 de Volker SM5ZBS

  • Hallo zusammen,


    hier ein kurzer Bericht aus Schweden in Stichworten:


    Freitag vor genau einer Woche kam der Möbelwagen pünktlich um 8:00 in Bretten vorgefahren. Zu unserem Erstaunen gleich mit einem 2-Achs-Anhänger, der allerdings nur zur Sicherheit mitgenommen wurde. Die 136 Umzugkartons und die Möbel ergaben "nur" 40 Kubikmeter und im Lastwagen hätten 48 Kubikmeter hineingepasst. Alles war mit 4 Leuten in 4 Stunden verstaut. Gegen Mittag reisten sie ab, um am Sonntag um 22:00 von Karlsruhe die Reise nach Schweden anzutreten. Zwei der Packer und unser gesamtes Hab und Gut würden wir am Dienstag Nachmittag in Sonstorp wieder vorfinden.


    Gegen Mittag hatten wir dann ein vollkommen leeres Haus vorgefunden. Das war richtig unheimlich. Nun konnten wir auch unsere beiden Katzen freilassen, die während des Ausräumens im Schlafzimmer gehalten wurden. Als sich die Tür öffnete waren sie hocherfreut und stolzierten mit hocherhobenen Schwänzen aus dem Schlafzimmer und bekamen sogleich den Schreck ihres Lebens als sie ihr Zuhause nicht mehr wiedererkannten. Ein Katze flüchtete in den Keller und versteckte sich hinter dem Öltank. Nach einer Stunde hatte sie sich beruhigt. Wir durften uns dann mit der Endreinigung des Hauses beschäftigen.


    Unsere Reise mit den beiden Katzen wollten wir erst am Samstag Vormittag fortsetzen. Deshalb waren unsere Nachbarn so nett und gaben uns Liegen zum Schlafen und ein paar Gartenstühle. Bei Ihnen waren wir auch zum Abendessen und zum Frühstück eingeladen. Am Samstag packten wir dann also unser Auto voll, wobei die beiden Katzen in ihren Käfigen den meisten Platz einnahmen. Von der Tierärztin bekamen wir für die Katzen Schlaftabletten für die Reise, die 1420 km beträgt. Dabei sind die Fährstrecken zwischen Deutschland und Dänemark und Dänemark und Schweden nicht mitgerechnet. Der Routenplaner gab eine Reisezeit von 16 Stunden an. Die Strecke wollten wir auch der Katzen wegen an einem Stück fahren. Zum Glück waren wir zu zweit und konnten uns am Steuer abwechseln. Anders ginge es auch nicht.


    Erst gegen 11:30 kamen wir endlich vom Fleck, denn es kamen immer mehr Nachbarn, die sich verabschieden wollten und sogar mit weißen Handtüchern winkten. Für die ersten 100 km Autobahn bis kurz vor Frankfurt/Main hatten wir wegen 2 Staus 2 Stunden benötigt. Dabei fuhren wir an einem völlig demolierten Lieferwagen vorbei, der sich wohl mehrfach überschlagen hatte. Solche Bilder erwecken nicht gerade das Gefühl von Heimweh. Nach 8 Stunden erreichten wir dann die Fähre Puttgarten - Rödby nach Dänemark. Hier war der Verkehr ruhig. Allerdings ging es wegen einer langgezogen Baustelle relativ langsam voran. Kurz nach Mitternacht erreichten wir die Fähre Hälsningör - Hälsningborg nach Schweden.


    Auf dem schwedischen Festland waren wir dann gegen 1:00. Zum Glück wurden an der Grenze unsere Katzen nicht bemerkt und unser Wagen wurde durchgewunken. Zwar hatten wir alle Impfzeugnisse und den Nachweis der Entwurmung der Katzen dabei, doch hätte das eine Weile aufgehalten. In Schweden trafen wir dann eine fast menschenleere Autobahn vor. Alle halbe Stunde etwa traf man ein Auto an, so dass man fast immer mit Fernlicht fahren konnte. Ab und zu fuhr man an mit Scheinwerfern angestrahlten Seen und Felsformationen vorbei. Imposant war der Anblick einer Autobahnbrücke, die ganz in grünem Licht getaucht war. Gegen 5:30 erreichten wir dann endlich nach 18 Stunden unser Fahrtziel. Zum Schluss hatten wir leider Nebel.


    Die Katzen haben sich erstaunlich schnell im neuen Heim eingelebt. Nachdem sie eine Stunde lang jeden Winkel ausgiebig erforscht hatten, bekamen wir von ihnen das OK, dass es ihnen hier gefällt. Für die Katzen war das Haus ja auch schon ausreichend möbliert: Ein Ecksofa, Gartenmöbel in der Frühstücksecke und eine große Luftmatratze als Bett.


    Wir haben uns dann an diesem Sonntag bis 12:00 Mittag ausgeschlafen und wurden netterweise von unseren neuen Nachbarn zu Kaffe und Kuchen eingeladen. Dann wollten wir natürlich nach Deutschland anrufen. Dabei mussten wir leider feststellen, dass unser Telefonanschluss, den wir vor einem Monat bekamen, nicht mehr funktionierte. Nach Durchsicht der Post, die sich im Laufe eines Monats seit unseren letzten Besuch gestapelt hatte, entdeckten wir, dass wir mehrfach schriftlich aufgefordert wurden, einen Telefonvertag unterschrieben zurückzuschicken, sonst würde man unser Telefon abschalten. Dem war dann auch so. Die Post enthielt unter Anderem auch noch Wahlunterlagen zur Kommunalwahl und zu unserer angenehmen Überraschung die Bestätigung, dass wir nun automatisch krankenversichert sind, denn jeder in Schweden Sesshafte ist krankenversichert. Ja, dann bekam ich auch noch den Code meiner schwedischen Kreditkarte, ohne die man hier fast verhungern würde und fast nirgends Benzin tanken kann.


    Am Montag kümmerten wir uns dann als allererstes um unseren Telefonanschluss. Dazu mussten wir nur zum nächsten Telefonladen fahren. Der liegt allerdings im 40 km entfernten Norrköping mitten in der Stadt. Dort war die Sache schnell geklärt. 30 Minuten nach Verlassen des Ladens zeigte ein Kontrollanruf übers Handy, dass wir wieder ein Festnetzanschluss hatten. Nun fehlt noch ein DSL-Anschluss, den ich mir aber bei einer anderen Gesellschaft in Finspång besorgen wollte. Dort fuhren wir dann auch auf dem Rückweg vorbei. Der Mann der uns dort bediente, hatte einen Verwandten, der unserer Straße wohnt und kannte den Vorbesitzer unseres Hauses. Da kam es uns so vor, als ob wir schon immer in dieser Kleinstadt leben würden. Leider hatte der DSL-Anschluss dort eine Lieferzeit von 3 bis 4 Wochen. Ich kam dann aber auf die Idee zur Überbrückung ein normales analoges Modem zu nehmen. Im Laden sagte man mir man dann auch freundlicherweise wie es geht und welche Nummer ich ohne Vertrag anwählen müsste. Ohne Internet wird es nämlich recht umstänlich überhaupt seine Rechnungen zu bezahlen. Abgesehen davon habe ich ja noch einen Broterwerb mit Internetauftritt. Nun wusste ich, dass ich noch ein altes Modem besitze, welches sich in einem der 136 Umzugkartons befinden muss. Meine bessere Hälfte und Finanzchefin will auch unbedingt einen Blick auf die Aktienkurse werfen. Ohne Internet geht also nichts. Fernsehen hingegen ist unwichtig. Zwar könnten wir auch hier im hohen Norden die deutschen Programme über Satellit einwandfrei empfangen. Aber danach drängt es uns nicht. Die schwedischen Programme über Antenne können wir auch nicht empfangen (was ja schon interessanter wäre), weil uns eine Digitalbox fehlt, denn in Schweden werden alle Fernsehprogramme terrestrisch ausschließlich digital ausgestrahlt.


    Am nächsten Morgen - also Dienstag - fuhren wir dann in die Stadt zum Einkaufen, um den Kühlschrank aufzufüllen. Als wir zurückkamen, lag im Briefkasten eine Aufforderung eine Nachnahme abzuholen. Vom Betrag her konnte ich mir schon denken, dass es sich hier um mein neues schwedisches Amateurfunk-Rufzeichen handeln musste, das wie versprochen auf den Tag genau eintraf. Um 3 Uhr am Nachmittag konnte ich es dann vor Neugierde nicht mehr aushalten und wollte schon zur 10 km entfernten Postabholstelle fahren, um endlich mein Rufzeichen zu erfahren, aber da kam just in dem Moment der Möbelwagen wie geplant vorgefahren. Es war schon ein kleines Spektakel, wie es der 16-Tonner schaffte rückwärts in unsere Grundstückseinfahrt einzuparken. Nach vier Stunden war der Möbelwagen von den beiden Möbelpackern, die ein eingespieltes und umsichtiges Team bildeten, leergeräumt und in unserem Haus herrschte das große Chaos. Gegen Abend speisten wir dann noch gemeinsam und die beiden legten sich schon um 21:00 in die Schlafkojen ihres Lastwagens, während wir unser Bett aufbauten. Gegen Mitternacht schliefen wir dann übermüdet ein. Nachts um 2 war ich zufällig wach und konnte beobachten, wie sich der Möbelwagen eine Viertel Stunde später auf den Weg nach Berlin machte, wo sein nächster Einsatz wartete.


    Am Mittwoch Morgen machte ich mich also auf den Weg in die 10 km entfernte Stadt, um nun endlich mein Rufzeichen abzuholen. Vorher musste ich aber noch einen Bank-Automat finden, um die etwa 70 Euro mit Bargeld bezahlen zu können. Am Postschalter bekam ich dann einen Brief in die Hand gedrückt, den ich sogleich öffnete. Er enthielt lediglich ein DIN-A4-Blatt als Zertifikat, das bestätigt, dass ich nun der Träger des Rufzeichens SM5ZBS sei und dafür lebenslang keine weiteren Gebühren entstehen würden. Den Abend verbrachten wir dann damit das Wohnzimmer gemütlich einzurichten und um die Stereoanlage aufzubauen, damit man etwas Musik hören kann. Schließlich möchten es unsere beiden Kätzchen schön gemütlich haben, die sich inzwischen schon erstaunlich schnell eingelebt haben und sich wie üblich um den einen der beiden Kratzbäume streiten.


    Am Donnerstag spürten wir dann die Anspannung der letzten Wochen. Vom Schleppen der vielen Kartons taten uns alle Muskeln weh und wir fühlten uns übermüdet. Deshalb gingen wir den Tag langsam an und nahmen unsere Katzen zum Vorbild: Essen, Dösen und Schlafen. Während Silvia die Küche einräumte, richtete ich mein Büro ein und brachte meinen PC zum Laufen. Vor dem Anschluss des Modems drückte ich mich aus guten Grund, denn ich wusste zwar, in welchem der Kartons sich das Modem befinden musste, allerdings wusste ich nicht, wo die notwendigen Kabel sind. Außerdem benötigte ich noch eine Beschreibung, wie die deutsche Telefondose, die ich noch mitgebracht hatte, zu verdrahten ist. Normalerweise hätte ich dazu kurz im Internet gegoogelt, aber eben das ging ja noch nicht.


    Am Freitag, also heute, machte ich mich an das Projekt "analoger Internetzugang" ran. Die Kiste mit der Aufschrift "Modem" war schnell gefunden. Doch dort war kein Modem zu finden. Nach einer Weile entdeckte ich einen weiteren Karton, dessen Aufschrift ebenfalls ein Modem versprach. Dort wurde ich fündig. Allerdings fehlten das Telefonkabel und das Kabel zur seriellen Schnittstelle. Nach Öffnen von etwa 10 Kartons und Muskelkater in den Armen hatte ich dann alles zusammen. Die Verdrahtungskizze hatte ich bereits schon am voherigen Tag gefunden. Der Rest war unproblematisch. Laut Anzeige habe ich 115 kBit/sec. Damit kann man vorerst leben. Alles klappt wie geschmiert. Draußen scheint die Sonne bei 25 Grad im Schatten. In der Nacht hatte es allerdings 7 Grad. Heizen müssen wir noch nicht. Morgen, also am Samstag, holen wir unseren Zweitwagen ab, der seit 4 Wochen bei Freunden in Linköping steht. In den nächsten Woche komme ich sicher dazu eine Antenne zu setzen und meine Amateurfunkanlage auszupacken. Immer schön ein Schritt nach dem anderen. An die 100 Kartons warten noch darauf ausgepackt zu werden. Ganz nebenbei habe ich schon drei Kilo abgenommen.


    Leider kann ich aus unerfindlichen Gründen aus meinem E-Mail-Programm (Mozilla) keine E-Mails mehr versenden. Kennt jemand das Problem? Empfangen geht.


    vy 73 Volker SM5ZBS

    vy 73 de Volker SM5ZBS

  • Na dann viel freude im neuen heim :)


    Irgendwo kann man einstellen: pop3 vor smtp, manche server verlangen ein pop, bevor man sendne kann, weil smtp keine sicherheit enthält...


    Gela

  • Hallo lieber neu Schwede 8),


    immer Interssant hier deine Berichte zu verfolgen, ich wünsche einen guten Neustart in SM5 !


    73 Hauke DJ7EC

    Oh lonely night, last forever.You made me learn to live and love.And work DX.

  • Hi Volker,
    das war ja ein interessanter Bericht. Wir hier haben uns gefragt was du nun da arbeitest. Und wie eigentlich problemlos das alles verlief. Hattest du schon länger den Gedanken auszuwandern? Sprichst du schon so richtig schwedisch?
    Auf jeden Fall einen guten Start dort.

    vy73 Jürgen

  • Hallo zusammen,


    entgegen den Auswanderungsfilmen, die mir oft dubios vorkommen, denke ich, dass ich nun einen Zwischenbericht schuldig bin, denn fast auf den Tag genau vor einem Jahr bekamen wir (meine xyl DO2SJ und ich) unsere Personnummern zugeteilt, ohne die man in Schweden praktisch nicht existiert, keine Kreditkarte bekommt, kein Auto anmelden kann, nicht automatisch krankenversichert ist und kein Telefon bekommt, um nur einige Beispiele zu nennen.


    Arbeit
    Um es kurz zu machen. So wie die meisten Deutschen, die wir hier kennengelernt haben, denken wir auch: Eine Rückkehr nach DL könnten wir uns nicht mehr vorstellen. Sicher wäre ein Umzug innerhalb von SM denkbar, aber so schnell haben wir das nicht vor. Ich arbeite weiterhin selbständig für meine eigene Seminarfirma, wobei sich der Kundenkreis mehr und mehr nach Osteuropa verlagert hat. Dort kann ich meine Seminare auf Englisch abhalten. Zum Glück sind die Fluganbindungen dorthin und nach DL problemlos. Das meine xyl etwas länger mit der Jobsuche benötigte, haben wir mit eingerechnet, denn Dipl.-Betriebswirte gehören mehr zu den Modeberufen in SM und sind nicht so nachgefragt. Seit geraumer Zeit arbeitet sie aber für Siemens als Projektleiterin, wobei die Tätigkeit immer projektweise vereinbart wird. Auch nicht schlecht, dann hat man immer etwas Freizeit zwischendurch. Sie spricht wie ich mittlerweile fließend Schwedisch. Sonst hätte sie den Job auch nicht bekommen. Das Arbeitsklima in Schweden wird von allen deutschen Einwanderern als sehr angenehm empfunden.


    Sprache und Integration
    Wir haben auch Sprachkurse besucht. Noch ein halbes Jahr Büffeln und dann können wir die Abiturprüfung im Fach Schwedisch bestehen. Für uns Einwanderer werden die Sprachkurse vom schwedischen Staat bezahlt, denn man legt großen Wert auf Integration. Gute Schwedisch-Kenntnisse sind ein Muss, um hier privat und beruflich Fuß zu fassen. Am leichtesten findet man Anschluss in Vereinen, wenn man irgendwo in eine fremde Stadt hinzieht. In Deutschland ist das nicht viel anders und ein Amateurfunkverein findet sich in SM praktisch in jeder Stadt. In 4 Jahren haben wir Anrecht auf die schwedische Staatsbürgerschaft, wenn wir nicht gerade strafrechtlich verurteilt werden. Aber wir sind ja brave Steuerzahler. Ein Doppelstaatsbürgerschaft ist möglich, muss aber bei der deutschen Botschaft beantragt werden.


    Lebensstandard und Wohnen
    Durch die etwas höheren Steuersätze haben wir unterm Strich weniger in der Geldbörse, dafür haben wir trotzdem eine höhere Lebensqualität. Ein Haus, wie wir es hier haben, hätten wir uns in DL nie leisten können. 150 qm Wohnfläche, unterkellert, auf 1000 qm Grund, freistehend in einer Sackgasse, ruhige Waldrandlage, kostete damals knapp 90.000 Euro. Jetzt haben die Preise hier wieder um 5 bis 10% angezogen. Die netten Nachbarn, die sich um unsere Katzen kümmern, wenn wir mal verreist sind, sind unbezahlbar. Nachbarschaftshilfe wird hier gerne gesehen.


    Sehr angenehm ist die geringe Bevölkerungsdichte von 20 Einwohnern / Quadratkm im Vergleich zu 300 von Baden-Württemberg, wo ich vorher wohnte. Es geht einfach alles viel entspannter und gelassener zu. Die Schweden mögen keinen Stress. Alles kann man auch in Ruhe erledigen. Stress macht krank und muss vermieden werden, gehört hier zur Lebensauffassung. Paradoxerweise gehören die Schweden neben den Briten zu dem Volk in Europa, das an meisten unter Stress leidet. Wir Deutsche finden das Leben hier vollkommen entspannend. Es ist wohl wieder mal eine Einstellungsfrage, wenn man es als Stress empfindet, dass man sein Auto nicht direkt vor dem Geschäft parken kann und 20 m laufen muss.


    Gewöhnungsbedürftig ist der fehlende Datenschutz in Schweden. Es gehört zum Prinzip, dass jeder ohne Angabe von Gründen erfahren darf, wieviel er verdient, was sein Haus gekostet hat. Per SMS bekommt man an Hand des Nummernschildes den Autobesitzer raus.


    Klima und Jahreszeiten
    Sehr angenem ist hier das Klima, jedenfalls nach meinem Geschmack. Derzeit 25 Grad, leichter Wind und ab und zu mal ein Schauer. Die aktuelle Wetterprognose findet man unter http://www.smhi.se/weather/nat….html?placeId=10010105062


    Im Winter hatte es Pulverschnee bei -10 bis -15 Grad. Dank der trockenen Luft friert man nicht, wenn man sich mit Schal, Mütze und Handschuhen schützt. Selbst das Autofahren mit Spikes ist auf Schnee angenehm. Man gleitet so mit 80 bis 90 kmh auf einer schneeweißen Oberfläche dahin. Die Spikes zermahlen den Schnee zudem noch zu Pulver, so dass kein spiegelglatte Fahrbahn entsteht. Der Preis der Spikes sind die lästigen Spurrillen im Sommer. Da selten Gegenverkehr kommt, kann man lange Strecken mit Fernlicht fahren.


    Die lange Dunkelheit macht uns nichts aus, obwohl es um die Weihnachtszeit erst um 9 richtig hell wird und es um 15:00 wieder anfängt zu dämmern, bis es um 16:00 stockdunkel ist. Störender sind eher die langen Sommertage, bei denen es um 23:00 immer noch taghell ist und die einen um den Schlaf bringen.


    Amateurfunk
    Amateurfunk ist im Großen und Ganzen so wie in DL. Das trifft auch auf die Altersstruktur und den Nachwuchssorgen zu. Dabei ist die Amateurfunkprüfung meiner Meinung nach etwas einfacher. Sie kostet nur ein paar 10 Euro und man zahlt einmalig etwa 70 Euro für die Rufzeichenzuteilung. Das ist alles. Weitere Gebühren entstehen seit einigen Jahren nicht mehr, weil man den Verwaltungsaufwand für Jahresgebühren als zu hoch ansah. Die Prüfungen werden von Prüfern des schwedischen Amateurfunkvereins SSA abgenommen. Es gibt nur eine einzige Lizenzklasse. Telegrafie wird nicht geprüft. Die Rufzeichen erhält man auch beim SSA oder bei der schwedischen Telekommuniktionsbehörde. Die Rufzeichen von der SSA fangen in der Regel mit SA an, was ich aus verständlichen Gründen vor dem Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte nicht haben wollte. Deshalb holte ich mir ein SM-Call von der Telekommunikationsbehörde.


    So etwas wie eine Selbsterklärung mit dem damit verbundenen Papieraufwand kennt man in SM ebenfalls nicht. Ich hatte erhebliche Schwierigkeiten zu erklären, dass die Selbsterklärung kein Witz ist, obwohl die Deutschen in SM für ihren Hang zur Bürokratie bekannt sind.


    Amateurfunk wird in der schwedischen Gesellschaft geschätzt, da Funkamateure mit ihren Kommunikationseinrichtungen bei der Organisation von Großveranstaltungen mitwirken, für Sicherheit sorgen und dafür auch Geld entgegennehmen dürfen, womit sie ihre Vereinskassen aufbessern. Diese Vereine sind eigenständige Vereine und keine Ortsverbände des schwedischen Amateurfunkverbandes. Außerdem sind viele Funkamateure noch in der schwedischen FRO http://www.fro.se/cgi-bin/fro.pl?id=19 im Dienste der Landesverteidigung und des Katastrophenschutzes tätig, was den Status des Amateurfunks ebenfalls in SM sichert. Nichts bekommt man geschenkt und das gilt auch für Schweden.


    Basteln hat in Schweden meiner Meinung nach einen größeren Stellenwert als in Deutschland, da das Angebot an Materialen nicht so groß wie in DL ist. Vieles findet man nur auf Flohmärkten oder bei befreundeten Funkmateuren. Außerdem hat man in den langen, dunklen Wintern Abends viel Zeit übrig.


    Ich selbst bin Mitglied im Verein SK5BN.


    War mein Schritt mutig?
    Nein, ich konnte schon vorher Schwedisch, kenne Land und Leute hier seid über 25 Jahren, weil ich als Student in den Sommerferien regelmäßig auf einem schwedischen Bauernhof gearbeitet habe. Ich denke "skandinavisch", da ich einige Jahre in Dänemark aufgewachsen bin. Um ein Haus zu finden, sind wir mehrmals in diese Gegend geflogen, haben einen Mietwagen genommen und Dutzende von Häusern besucht. Vorher haben wir Hunderte von Häusern unter http://www.hemnet.se in die engere Wahl gezogen. Ich bin weder Abenteurer noch jemand, dem in DL einfach alles stinkt. Mit so einer Einstellung ist eine Auswanderung eh zum Scheitern verurteilt. Mir persönlich und meiner xyl gefällt es uns einfach sehr gut hier. Das muss aber nicht automatisch heißen, das es hier besser ist und andere das Leben hier auch toll finden. Dies ist eine Frage der persönlichen Vorlieben und Einstellungen. Wer Abends gerne ausgeht und in Restaurants regelmäßig gut Essen gehen möchte bei ein paar Bier oder ein Glas Rotwein, wird hier schnell arm und wäre in Frankreich bestimmt besser aufgehoben. Man lebt hier zurückgezogen und lädt sich ab und zu gegenseitig ein. Die Gäststätten haben hier entgegen der deutschen Lebensart den Charakter von Betriebskantinen mit Selbstbedienung, wo man seinen Hunger und Durst stillt, wenn man mit dem Auto unterwegs ist.


    Wo wohnen wir?
    in JO78TR siehe dazu unter http://f6fvy.free.fr/qthLocator/fullScreen.php


    Und was soll das hier in einem Amateurfunk-Forum????
    Na, erstens bin ich Funkamateur, 2. ist Amateurfunk ein internationalles Hobby und die Funkwellen kennen keine von Menschen gemachten künstlichen Landesgrenzen. 3. gehört Völkerverständigung ausdrücklich zum Auftrag der Funkamateure im Sinne des deutschen Amateurfunkgesetzes. 4. finde ich es Schade, das viele DX treiben und QSL aus allen Ecken der Welt sammeln aber dennoch keine direkten Informationen aus den anderen Ländern erhalten. Da ich aber davon ausgehen darf, dass Euer Horizont nicht auf das Nahfeld Eurer Antennen begrenzt ist, habe ich das hier guten Mutes geschrieben.


    Soll ich in einem Jahr den Bericht fortsetzen?


    vy 73 Volker SM5ZBS

    vy 73 de Volker SM5ZBS

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