Grimeton Reise - div. QRP und SOTA Aktivitäten

  • Moin,

    Übertragungsverfahren aller Art. Auch vor WSJT und Co. X25-Protokoll war bei der Post, AX-25 wurde daraus entwickelt und machte Packet-Radio damit "berühmt".

    X.25 war nicht bei der Post, sondern ist ein von der CCITT (ITU-T) definiertes Übertragungsverfahren.

    1. N9LC (George Sweigert): Schnurlostelefon

    2. W1BGE (Percy Spencer): Hat den Mikrowellenherd erfunden

    3. W5JKW (Harold Rosen): Entwickelte den ersten geostationären Satelliten

    4. W9GTY (Jack Kilby): Hat den Mikrochip entwickelt und auch den Taschenrechner

    5. W3AFF (Garett Brown): "Steady Cam" sagt vielleicht manchen nichts, aber ohne seine Entwicklung würden Filme heute anders aussehen...

    1. Sweigert hat das Schnurlostelefon aus seinen Erfahrungen aus dem 2. Weltkrieg entwickelt, nicht als Funkamateur.

    2. Spencer hat den Mikrowellenherd nicht erfunden, sondern per Zufall im Zuge seines Jobs bei Raytheon (einem Waffenhersteller) bei Experimenten mit Magnetotrons entdeckt

    3. Rosen hat den geostationären Satelliten nicht als Funkamateur fürs Hobby entwickelt, sondern im Zuge seines Jobs bei Hughes Aircraft (einem Waffenhersteller)

    4. Kilby hat die erste integrierte Schaltung nicht als Funkamateur fürs Hobby entwickelt, sondern für eine Problemlösung bei Texas Instruments.

    5. Brown wird die Steady Cam kaum im Zuge des Hobbys Amateurfunk entwickelt haben, sondern im Zuge seines Jobs als Kameramann


    Das sind alles Menschen, die mehr oder weniger zufällig auch Funkamateure sind, aber die so tollen Erfindungen nicht im Zuge des Hobbys gemacht haben, sondern weil es ums Geld ging. Also bitte nicht so viel Lobhudelei, das ist wie mit den Astronauten, die auch alle die Lizenz "zugesteckt" bekommen, aber real das Hobby nicht praktisch pflegen. Man könnte auch sagen, dass ein Funkamateur mal in den Top 100 war (Cliff Richard) und das ein Funkamateur heute Vorsitzender der CDU ist, warum erwähnt ihr das eigentlich nicht, kann man doch auch so stolz drauf sein :D

    Im Grunde JA. Das sind die Mythen auf die sich die älteren gerne berufen.

    So sieht das aus. Vor allem sind die meisten Erfindungen und Entwicklungen in einem Job erfolgt und nicht im Hobby Amateurfunk. Da das vielfach Entwicklungen waren, deren Anforderung aus der Schaffung von Waffen erfolgte, ist das wohl auch besser so. Die Liste der Amateurfunk-Persönlichkeiten ist wesentlich schmaler, dort findet man die hier bisher aufgeführten Personen, ausser Joe Taylor, gar nicht.


    Diese Lobhudelei ist weit von dem weg, was Markus hinterfragt hat:

    Also die Funkamateure haben den kommerziellen Stationen und dem Militär damals gezeigt, wie drahtlose Transatlantik-Verbindungen funktionieren - verstehe ich Dich da richtig ?

    Die erste Transatlantik-Verbindung hat wohl Marconi zu Stande gebracht und der hatte andere Interessen, als Amateurfunk zu betreiben, er hat sein Unternehmen darauf aufgebaut. Ihn kann man aber als einen der ersten Funkamateure bezeichnen, der Begriff an sich ist aber erst ein paar Jahre später entstanden, aber Marconi dürfte mit die Grundlagen zum Interesse an Funk und damit zur Entstehung des Amateurfunks gelegt haben.


    73, Tom

  • Moin Tom,

    Vor allem sind die meisten Erfindungen und Entwicklungen in einem Job erfolgt und nicht im Hobby Amateurfunk

    Das habe ich vielfach anders erlebt. Echt gute Schaltungsentwickler, die keine formelle Ingenieurausbildung hatten, sondern sich ihr Wissen als Funkamateure reingezogen haben. Auch ich haette 1986 ohne das ueber Amateurfunk reingezogene Wissen in meinem ersten Job nicht voll ins kalte Wasser springen koennen (in der Firma gab es keinen Mentor fuer meinen Bereich, war der einzige). Die Uni bringt sowas einfach nicht her.


    Steckdosenamateure kann man hier natuerlich vergessen.

    Die Liste der Amateurfunk-Persönlichkeiten ist wesentlich schmaler

    Koennte es vielleicht daran liegen, dass Funkamateure oft introvertierte Menschen sind, die nicht gern im Rampenlicht stehen? Viele Leute haengen die Lizenz auch nicht an die grosse Glocke. Bei einem habe ich davon erst erfahren, nachdem er verstorben war.


    73, Joerg

  • Moin Joerg,

    Das habe ich vielfach anders erlebt. Echt gute Schaltungsentwickler, die keine formelle Ingenieurausbildung hatten, sondern sich ihr Wissen als Funkamateure reingezogen haben. Auch ich haette 1986 ohne das ueber Amateurfunk reingezogene Wissen in meinem ersten Job nicht voll ins kalte Wasser springen koennen (in der Firma gab es keinen Mentor fuer meinen Bereich, war der einzige). Die Uni bringt sowas einfach nicht he

    und welche bahnbrechenden Entwicklungen hast Du fürs Amateurfunk-Hobby getätigt?


    Joerg, es ging mir nicht darum, dass das Hobby Funkamateur in jungen Jahren einen Weg in einen Beruf ist und sogar vorteilhaft für einen Beruf sein kann, dass die Funkamateure keine Entwicklungen fürs Hobby gemacht haben, sondern für einen Job, der entsprechend bezahlt wird, für ein Unternehmen, das kommerzielle Interessen verfolgt. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied, ob jemand als Funkamateur im Hobby eine integrierte Schaltung für ein selbstgebautes Amateurfunkgerät entwickelt oder dies für Texas Instruments gemacht hat, ohne Bezug zum Amateurfunk und nur zufällig ein Funkamateur war.


    Und vor allem, dass es in diesem Thread völlig am Thema vorbeiläuft, weil die ursprüngliche Aussage damti auch nicht beantwortet wird.


    73, Tom

  • Woher kommt die Erkenntnis? Hast Du da auch so eine Liste wie weiter oben?

    Zu den 5 Personen habe ich es ausgeführt, für wen die Entwicklungen waren und keine davon hatte etwas mit Amateurfunk zu tun. Du kannst Dich einfach in die Biografien aller anderen prominenten Funkamateure einlesen, dann findest Du es heraus.


    73, Tom

  • Moin Michael,

    Immerhin ist das Hobby ein Hobby und auf einem absteigenden Ast, Thema Nachwuchs, wir hatten das hier schon mehrfach.

    Auf unserer Teichseite (noch?) nicht. Wegen Corona gab es einen grossen Schub:


    https://hamradioprep.com/inter…rips-with-virus-outbreak/


    Viele fanden dann endlich die Zeit, sich die Theorie fuer die Pruefung reinzuziehen. Ansonsten ist das Wachstum auch hier in den USA duenn, m.W. im unteren einstelligen Prozentbereich, aber immerhin.


    Relativ neue Aktivitaeten wie SOTA und POTA sorgen mit fuer zusaetzliches Interesse. Da koennen Leute sportliche Ambitionen mit einem neuen Hobby vereinen. Die Zahl der Funkamateure, die noch anspruchsvoll selbst basteln, hat hingegen spuerbar abgenommen.


    73, Joerg

  • Moin,

    Moin Michael,

    Auf unserer Teichseite (noch?) nicht. Wegen Corona gab es einen grossen Schub:

    hier nicht. Aber wenn man z.B. die Facebook-Gruppe des DARC verfolgt, könnte man zum Schluß kommen, dass es den meisten nur ums Sabbeln geht, vielfach ist der Tenor, die Klasse E wäre viel zu schwer. Dabei schafft den heutigen Multiple Choice Test auch ein Schimpanse :rolleyes: ;) Vielleicht sollte man einfach eine reine FT8 Klasse einführen :D


    Vielleicht sind wir bei weiter sinkenden Zahlen bald ein rares DXCC Gebiet, think positive ;) Im Mittel werden es pro Jahr ca. 1.000 weniger. Ich halte es persönlich für völlig illusorisch, pro Jahr mehr als 1.000 zusätzliche Interessenten zu finden, um diesen Weg aufzuhalten. Aber eigentlich ist das auch uninteressant, Amateurfunk hat auch früher funktioniert. Nur mit dem Unterschied, das damals wohl mehr technisch Interessierte dabei waren, als heute und damals gab es auch noch ein Mindestalter als Voraussetzung.



    73, Tom

  • Die erste Transatlantik-Verbindung hat wohl Marconi zu Stande gebracht und der hatte andere Interessen, als Amateurfunk zu betreiben, er hat sein Unternehmen darauf aufgebaut. Ihn kann man aber als einen der ersten Funkamateure bezeichnen, der Begriff an sich ist aber erst ein paar Jahre später entstanden, aber Marconi dürfte mit die Grundlagen zum Interesse an Funk und damit zur Entstehung des Amateurfunks gelegt haben.

    Also muss man, wenn man als Funkamateur etwas erfindet/Entwickelt/wtfever auch nur das Hobby im Kopf haben, sonst zählt es nicht?


    ...

  • Ist jetzt ziemlich OT geworden, aber....: USA ist in puncto Liz nicht unbedingt ein Vorbild. Die ARRL kaut an einem ordentlichen Problem, weil etwas die Hälfte der Liz technician sind, aber von denen nur 6% der ARRL ihre Arbeit per Mitgliedschaft bezahlen (ARRL docs 2017-2019). Die ARRL arbeitet ehrenamtlich für die Behörde inklusive alle Liz-Adressänderungen usw. - nicht nur die Prüfungen.


    Der DARC ist zwar noch nicht "über den Berg" bzw. durch das Tal, aber stabilisiert sich seit 2017 merklich.


    73 Peter


    PS Marconi war nicht der erste Funkamateur, sondern der erste Schwarzfunker - ohne (Amateur-)Funklizenz.

  • Folks!

    Um den Thread etwas zu retten und wider On Topic zu bekommen:


    Kommenden Freitag erzähl' ich was über die Reise in einem kurzen Vortrag auf der HAM Radio am ÖVSV Stand.


    Es gibt einen Bericht mit vielen Bildern auf

    http://oe1iah.at/Betrieb/GrimetonReise_2022.shtml


    Wäre wirklich nett wenn man einen Thread nicht entführt. Die Themen sind interessant und sicher gibt's die Möglichkeit das kompakt vor allem widerauffindbar an anderer Stelle zu diskutieren

    -AH-

  • War nicht die Absicht, sorry. Ihr seid ja sicher am Samstag auch noch am Stand. Ich habe den Samstag eingeplant - falls es nicht noch heißer wird - und den OE-Stand lasse ich sicher nicht aus.

    73 Peter

  • War nicht die Absicht, sorry. Ihr seid ja sicher am Samstag auch noch am Stand. Ich habe den Samstag eingeplant - falls es nicht noch heißer wird - und den OE-Stand lasse ich sicher nicht aus.

    Hi! - ich bin auch am Samstag vor Ort. Je nach Aufkommen und Notwenigkeit, das entscheiden wir gemeinsam, werd' ich mich vielleicht schon am späten Nachmittag auf den Rückweg machen. On demand bleib' ich bis Sonntag.

    73 de OE1IAH

  • Das möchte ich unterschreiben. Ich dachte mein Tupperware-Hinweis wäre schon ein humoriger Wink mit dem Zaunpfahl gewesen.
    Vielen Dank für Deinen Bericht! Leider kann ich auch dieses Jahr nicht zur Hamradio.
    73 de Eike