gibt es eine ergonomische Norm für Paddles / Elbugs ?

  • Moin Joerg,

    Man sollte so schnell wie moeglich auf Paddles umsteigen. Bugs, na ja, ich mag die Dinger nicht und die meisten haben damit eine "Sauklaue".

    es gibt keinen Grund dafür, ist schließlich ein Hobby und kein Beruf, bei dem man 8h am Tag an der Taste sitzt. Das würde heute dann sowieso ein freundlicher Controller übernehmen ;) Also, ob Handtaste, Bug, Double-Padde, Single-Paddle, Sensor oder Cootie - das ist persönlicher Geschmack, ebenso wie das Design einer Taste und ob diese 10€ oder 500€ kostet.

    Quote

    Ein Hobby (Plural Hobbys) ist eine Freizeitbeschäftigung, die der Ausübende freiwillig und regelmäßig zum eigenen Vergnügen oder der Entspannung betreibt

    Manchmal erscheint es mir bei der zu lesenden Verbissenheit, das einfach vergessen wird, das die meisten Amateurfunk als Hobby sehen, dabei keine Normen und militärischen Ausbildungsfilme benötigen und das einfach nur so betreiben und Vergnügen und Entspannung bei jedem anders aussieht.


    73, Tom

  • keine Normen und militärischen Ausbildungsfilme benötigen

    Moin Tom,


    auch wenn es ein Hobby ist - leider gibt es keinen wirklich besseren Film als den vom Militär produzierten wenn es um ziemlich korrekte Gebeweise mit der Hubtaste geht. Oder sagen wir es anders: Das, was ich als "Ersatz" gefunden habe, taugt absolut nix.

    Manchmal erscheint es mir bei der zu lesenden Verbissenheit,

    BTW Hobby und Feinheiten in der Abstufung der Ansichten (oft mit Snobismus gepaart) gibts auch in bei anderen Hobbys. Für den einen sind alte Metallgleise vom Märklin H0 und Loks aus Metall aus den 60gern "Kinderspielzeug". Für die anderen und vor allem die Beteiligten gehört das mit zum Modellbau. Und man richtig viel Spaß damit haben konnte. Alles zu seiner Zeit, damals.

    73 Michael, DF2OK
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  • Ich habe selbst mit Morsetasten an sich erhebliche Ausdauerprobleme hinsichtlich der Gebequalitat.

    Moin Tom,


    Das hatte ich wegen diesem Satz erwaehnt. Ja, es ist ein Hobby. Doch der obige Satz hoert sich danach an, dass Hagen aehnlich wie ich an Ragchews interessiert ist. Oder an Contest-Marathons. Bei beidem ist es schon sehr wichtig, dass die Taste den OM koerperlich moeglichst wenig ermuedet.


    Sieh es mal so: Radfahren ist fuer die meisten wie fuer mich ebenso ein Hobby. Doch einige fahren dabei Rennen, andere machen auf einen Trekkingrad eine Europadurchquerung, wieder andere fahren taeglich 40km pro Strecke zur Arbeit. Auch da ist Ergonomie dann so wichtig wie im Profibereich.


    Nur am Rande, meine laengste CW Session war zwei Stunden. Danach musste einer unserer Hunde ganz dringend und tat das lautstark kund. Wir wollten mal 6m in CW aktivieren und, wie man hier sagt, "we got carried away".


    73, Joerg

  • Moin Joerg,

    Das hatte ich wegen diesem Satz erwaehnt. Ja, es ist ein Hobby. Doch der obige Satz hoert sich danach an, dass Hagen aehnlich wie ich an Ragchews interessiert ist. Oder an Contest-Marathons. Bei beidem ist es schon sehr wichtig, dass die Taste den OM koerperlich moeglichst wenig ermuedet.

    nach allem was ich so sehe und höre, was es bei YT an Videos gibt, werden die richtigen Contest-Marathons zum großen Teil mit einem am Rechner angeschlossenen Keyer gemacht. Winkeyer (Microham) in Verbindung mit N1MM, Wintest oder ähnlicher Software.


    73, Tom

  • Auch da ist Ergonomie dann so wichtig wie im Profibereich.

    Genau. Nicht nur beim Radsport stimmt man alles auf den jeweiligen Körper ab. Aber auch gesunde Ernährung, sonstige sportliche Fitness mit Training der Muskulatur sind nicht zu vernachlässigen. Gilt für alles, was mit einer gewissen körperlichen Leistung zu tun hat, die über ein Maß hinausgeht.


    Sinngemäß gilt das auch fürs Morsen. Man kann die beste Taste der Welt haben. Wenn die Kondition bzw. Konditionierung des Körpers nicht stimmt, dann gibts Probleme. Manche kann man durch Training abstellen - gibt genug Anleitungen und physiotherapeutische Mittel, die Finger-, Arm- und Schultermuskulatur zu trainieren. Arthrose, Gicht und aller anderer Murks werden mit zunehmendem Alter (wie hier) auftauchen.


    Nochmal etwas OT zum Thema Contest. Die Menschen, die in den oberen Rängen mitspielen, trainieren sich auch körperlich. So ein 48h Contest hat es schon in sich, das hält man ohne Training nicht durch. Einer der Großen ist Randy, K5ZD. Er fährt seine Conteste in der Regel alleine. Dazu noch SO2R. Also Single Operator 2 Radios. Zeitgleicher Betrieb mit 2 Geräten und eben auch zwei Bändern. Seine Mitschnitte sind legendär, wenn auch leider nach seinem Sideumbau nicht mehr alle da sind. (Kopfhörer in Stereo nötig. Je Ohr eine Station.) Hört hier mal hinein, dort sind auch die Randbedingungen beschrieben. Aber wichtig, Kopfhörer, sonst klappts nicht gut.


    Auf einer seiner Seiten beschreibt er seine Schlafstrategie. Ferner äussert er sich zum Thema Contest, Station etc. damals und heute.


    Und natürlich fährt heute keiner der "Großen" CW-QSO mit einer Handtaste. Die ist zwar parallel mit dran, für alle Fälle. Aber Keybord ist üblich. Aber auch hier gilt es: Körperliches Training an der Tastatur und Ergonomie der Stationseinrichtung sind wichtig. Jeder beruflicher IT-ler wird - wenn er nicht gegenan trainiert - von Hals-, Nacken-, Schulter-, Rücken- uns sonstigen Beschwerden berichten können.

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  • Moin,


    jeder ist anders und sieht das Hobby anders. Für ein QSO im Jahr muss ich keinen Aufriss machen und da langt auch eine Handtaste. Alle Empfehlungen mögen sinnvoll sein, keine Frage. Aber ich z.B. habe überhaupt keine Lust dazu, dass alles irgendwie zu optimieren, so verbissen sehe ich das einfach nicht. Weder das Radfahren noch das Morsen. Natürlich kann man jedem ein Paddle mit Keyerelektronik empfehlen, Mitglieder vom SKCC sehen das aber vielleicht ganz anders. Wie der eine, der sich ordentlich wie in den Ausbildungsvideos hinsetzt oder einer wie ich, dem das völlig egal ist, der sich einfach irgendwie auf den Stuhl lümmelt. Ich sehe ein Hobby in erster Linie als Spaß, da ist mir die Ergonomie völlig schnuppe, es muss für mich passen. Und wenn Millionen Geräte mit Touchpanel fürs Hobby toll finden, ich mag lieber Knöpfe.


    Vielleicht bin ich da aber der Einzige, der das so sieht, mag sein. Dann halt Sorry für mein unreflektiertes Geschreibsel zu dem Thema.

    üblich. Aber auch hier gilt es: Körperliches Training an der Tastatur und Ergonomie der Stationseinrichtung sind wichtig. Jeder beruflicher IT-ler wird - wenn er nicht gegenan trainiert - von Hals-, Nacken-, Schulter-, Rücken- uns sonstigen Beschwerden berichten können.

    Ich komme mir ja schon wie ein Außerirdischer vor ;) Ich trainiere nicht gegenan und die manchmal auftretenden Rückenbeschwerden haben eine andere Ursache. Von den anderen Dingen kann ich nicht berichten. 3x auf Holz klopf!


    73, Tom

  • Moin Tom,


    bei meinen Schreiben habe ich immer noch folgende Textpassagen des Threadstarters im Kopf:

    dass eintönige Bewegungen die Hand ermüden.

    Thema Ergonomie von Tasten UND Körperlichkeit - passt.

    auch anderen OMs so geht, dass sie mit der Zeit Schmerzen und Unsicherheiten bis zur Sehnenscheidenentzündung bekommen haben und oft aussagten, das käme, wenn die Taste ergonomisch nachteilig gebaut ist.

    Thema Ergonomie von Tasten UND Körperlichkeit - passt auch hier.

    Ich sehe ein Hobby in erster Linie als Spaß, da ist mir die Ergonomie völlig schnuppe, es muss für mich passen.

    Ja, sei ja jedem unbenommen. Sehe ich ja auch so, bin kein Hochleistungs-CWist. Weiss aber auch, dass die beiden genannten Fakten - Taste und körperliche Gebefähigkeit - Hand in Hand gehen. Aus eigener Erfahrung.


    Frag' mal QRQ-Klöhnschnack-OP (also keine Contester), ob sie jeden ! Tag gleich gut drauf bzw. mit ihrem maximalen Tempo geben können. Ich zumindest kenne einen, der mir sehr gut aus seiner QRQQ-Erfahrungswelt berichtet hat.


    Aber wenn jemand eindeutig über körperliche Probleme klagt, dann darf "man" doch - neben dem Design des Gebers und (logischerweise) der Ergonomie dahinter - auch über die Möglichkeit der Einflussnahme auf den Körper schreiben. Und nicht nur über die Ergonomie der Taste. Wie wir einem Beitrag des Themenstarters entnehmen konnten, ist er schon eine "Weile" auf der Welt. Somit gehören ab einem gewissen Alter körperliche Befindlichkeiten zusammen.


    Finde ich jedenfalls, wenn man eine umfassende Problemlösung finden möchte.


    Was ich vom Themenstarter aus meiner Sicht formuliert so sehe:

    1. Wie bekomme ich die Schmerzen weg?

    2. Gibts eine Lösung über bzw. durch die Taste?


    Und zu 1. habe ich meine Beiträge verfasst.

    73 Michael, DF2OK
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  • Moin Michael,

    Aber wenn jemand eindeutig über körperliche Probleme klagt, dann darf "man" doch - neben dem Design des Gebers und (logischerweise) der Ergonomie dahinter - auch über die Möglichkeit der Einflussnahme auf den Körper schreiben. Und nicht nur über die Ergonomie der Taste. Gehört ab einem gewissen Alter zusammen. Finde ich jedenfalls...

    Ja, natürlich. Nur bezog ich mich bei meiner Antwort #22 auf die Aussage von Joerg, dass man so schnell wie möglich auf Paddle umsteigen sollte. Nicht "sollte", sondern wer möchte darf das auch tun. Aber das war mir bei den vielen Möglichkeiten einfach zu pauschal, gerade was Single, Double, Bug und Cootie angeht. Darauf bezog sich meine Aussage, das dies jeder anders sehen mag. Im Vergleich mit dem Profiradler, der sich sein Rad extra bauen lässt und nicht mit der Lagerware aus dem Supermarkt loslegt, muss auch ein Paddle nicht für jeden sinnvoll sein.


    Das die meisten Funkamateure sich keinerlei Gedanken zur Ergonomie machen, dass glaube ich immer noch, die meisten machen einfach ihr Ding, nehmen sich irgendeine Taste, irgendwelche alten Postrelais oder Sägeblätter und legen los :D


    73, Tom

  • Okay Tom,


    dann sind wir wieder auf derselben Spur.

    Das die meisten Funkamateure sich keinerlei Gedanken zur Ergonomie machen

    Bingo! Sieht man schon an den Stationsfotos. Stichwort Bildschirmarbeitsplatz. Aber jetzt wirds echt OT.

    73 Michael, DF2OK
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  • Hmm.

    Mikrofoneverbot in D.

    N7HRK braucht da nichts zu befürchten :P

    Das ist nicht gerade abwegig!

    Wir haben eine schallempfindliche Nachbarin. Telefoniert man völlig normal bei Zimmerlautstärke, dann redet die von Herumbrüllen.

    Ansonsten gibt es hier ein Antennenverbot, so dass nur MLA und CW in Frage kommen.

    CW hört keiner von außen mit und mit gerringsten Sendeleistungen und MLA erzielt man erstaunliche Reichweiten (z.B. von LOC JO52VB nach HK) .

    Die MLA kann optimal groß gewählt werden und die dadurch geringere Bandbreite, die für Fonie nicht mehr ausreicht, kann für CW optimiert werden.

  • "Schallempfindliche Nachbarn" ist relativ. ( Das soll jetzt nicht gegen Dich gehen. )


    Ich hatte mal einen Nachbarn, unter meiner Wohnung, wenn der Telefoniert hatte konnte ich AAA mithöhren.

    Das Haus war halt hellhöhrig, und er hatte eine Stimme, den hätten die an jedem Theater genommen. Laut, Kräftig und klar. Wahnsinn.

  • Genau passend zum Thema wurde in der CQDL 6-2022 S. 56 - 59 "Der lange Weg vom Schurr-Bug zum Pendel-Bug" veröffentlicht.

    Damit können wir ja dieses Thema abschließen. Da haben wir ja eine Richtlinie, die von sehr Vielen angenommen wird.