Spulen in Bausätzen

  • Hallo,


    viele Bausätze wie z.B. der QCX (mini) sind ja heute sehr anfängerfreundlich aufzubauen. SDM-Bauteile sind vorbestückt, alles ist super beschrieben usw.

    Nur eine Sache schreckt m.E. den einen oder anderen: das Wickeln von Spulen (Ringkernen usw.). Ok, für die Profis vielleicht kein Ding aber wer sowas noch nie gemacht hat könnte vielleicht denke, da trau ich mich nicht so recht ran.

    Jetzt frag ich mich, wie das eigentlich die Industrie macht? Werden da Ringkerne maschinell oder auch von Hand (in Niedriglohnländern) gewickelt? Letztetes kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Was würde also dagegen sprechen bei den Bausätzen auch schon entsprechnd vorgewickelte und durchgemessene Spulen (als Option) beizulegen, der Preis dafür sollte doch bei maschineller Produktion nicht so viel höher sein oder?


    Was sagen die Experten?


    73 Haiko

  • Ich kann mir vorstellen, dass Vorfertigung und Ausmessen für Bausatzstückzahlen einfach extrem unwirtschaftlich ist.

    Der gefühlten Hemmschwelle möchte ich die leicht verfügbaren und gut nachvollziehbaren Anleitungen zur Wickelei in den meisten Bausatzbeschreibungen, dazu YouTube u.ä. entgegenhalten.

    Nebenher eintretende Lerneffekte über Bauelementstreuungen, Verteilung der Wicklung über den Kern etc. sind unbezahlbar.

    72/73, Tom 4 . .-


    Das schöne an einheitlichen Standards ist, dass man so viele verschiedene zur Auswahl hat.

  • Hallo Haiko ......


    Bin nicht der große Bastler, aber Ringkerne sind absolut einfach zu Handhaben.

    Hier ein Link, der so gut wie alles erklärt :

    https://www.mwlist.org/ul_login.php


    Merken : einen Draht durch die Mitte eines Ringkern führen ist schon eine Windung !

    Schau die mal die Seite an ( für SWR Messungen )

    Einmal einen Draht oder Stück Koaxkabel durchgeführt, ist schon eine Windung !

    https://www.mwlist.org/mwlist_quick_and_easy.php


    Viel Erfolg Wünscht dir Bert DM5IE

  • Jetzt frag ich mich, wie das eigentlich die Industrie macht?

    Hallo,

    eine Kuriosität:

    es gibt einen Trennverstärker Hybrid ( BB 3656BG) von BurrBrown, da sind die Windungen gebondet: der Ringkern liegt flach auf dem Substrat; eine halbe Windung liegt unter dem Kern als Leiterbahn, die zweite Windungshälfte ist als Draht über den Kern gelegt und mit der nächsten Halb-Windungs-Leiterbahn gebondet ( verschweisst ).

    siehe Figur 4 im Link

    73

    Heribert

  • So macht es die Industrie:


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    73, Joerg

  • Ja, Haiko, und die Maschinen dafuer gibt es auch aus Europa:


    https://www.mwlist.org/vlf.php


    Ok, Gloucestershire ist jetzt nicht mehr im EU Gebiet :)


    Fuer ganz winzige Kerne mit weniger als 2mm ID, die wir fuer QXC Mini und aehnliches zum Glueck nicht bewickeln muessen:


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    73, Joerg

  • Moin,


    eine ganze Sammlung:


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    73, Tom

  • Hallo Haiko!


    Das Wickeln von Ringkernen ist wirklich kein Problem und für jeden Menschen der seine Finger/Hand richtig bewegen kann ganz einfach. Je größer der Kern um so leichter. Es muss ja nicht gleich so etwas sein, hi Youtube Video

    Was aber bislang nicht angesprochen wurde ist die Tatsache, dass Ringkerne mit dem üblichen Eisenpulver oder Ferrit Material große Toleranzen (bis 30%) aufweisen. Ebenso ist die Geometrie der Bewicklung ein starker Einflussfaktor. Bei heikleren Projekten die eine große Genauigkeit der Induktivität erfordern, genügt es meiner Ansicht nicht einfach mal so und so viele Windungen draufzugeben: RF Toroidales Cores

    Ohne Messung wird es da nicht gehen. Aber zum Glück gibt es günstige, gute L-Messgeräte zu bauen oder zu kaufen.

  • wenn du auf Spulen in HF-Filter abzielst, dann werden dazu meist airwound SMD Spulen verbaut, jedenfalls wenn keine grossen Leistungen darübergehen. Inwiefern kleine(re) Pulvereisen-RK in grösseren Mengen gewickelt werden, wie es sie im Leistungsbereich eines Transceivers braucht, muss ich passen, aber wenn ein grösserer Bedarf für einen Hersteller besteht, wird er wohl auch dafür eine automatisierte Vorrichtung haben, die sich dann auch lohnt.


    für uns bleibt im Selbstbau halt nur das Handwickeln, aber mit etwas Übung ist das problemlos zu schaffen, wenn man zu Beginn Fehlschläge wegstecken kann.


    Wichtige Parameter sind:


    - Wickelsinn

    - Windungsabstand (kapazitive Kopplung)

    - Drahtdicke

    - den Leistungsbereich, der anfällt, bei der RK-Wahl passend abzudecken.

  • Hallo Haiko!


    .... Was aber bislang nicht angesprochen wurde ist die Tatsache, dass Ringkerne mit dem üblichen Eisenpulver oder Ferrit Material große Toleranzen (bis 30%) aufweisen. Ebenso ist die Geometrie der Bewicklung ein starker Einflussfaktor. Bei heikleren Projekten die eine große Genauigkeit der Induktivität erfordern, genügt es meiner Ansicht nicht einfach mal so und so viele Windungen draufzugeben ...

    deswegen gehe ich beim Bau von Filtern mit Ringkernen so vor:


    1.) 1-2 Windungen mehr auf den Ringkern

    2.) mit langen Anschlußdrähten einbauen und mit NWT/VNA anschauen, was passiert.

    3.) Spule zusammendrücken/auseinanderziehen und mit NWT/VNA kontrollieren. (Auseinanderziehen macht die Induktivität kleiner -> weniger Windungen.)

    4.) Windungsanzahl ändern und weiter mit 2.)

    5.) Ist das gewünschte Ergebnis erreicht werden die Anschlußdrähte gekürzt und Spule eingebaut. Feintuning durch Zusammendrücken oder Auseinanderziehen.


    Dieser iterative Prozess hat sich bei mir seit Jahren bewährt.
    Meinen nächsten Filterbau werde ich mit Bildern dokumentieren.


    Viel Erfolg

  • Ich möchte noch drauf hinweisen, beim benwickeln z.B. von BALUN´s usw., den Ringkern mit Teflonband ( gibt es im Sanitär Handel ) zu umwickeln. Schützt u.a. den CU Draht vor Mechanischer Beschädigung.


    vy 72 / 73 de Bert DM5IE

  • ja gut, diese Geduldsprobe tu ich mir bei den kleinen T-50, T-68, T-80 RK definitiv nicht an; die Micrometals Pulvereisen-RK sind ohnehin nicht sehr scharfkantig, das sie beschichtet sind; bei den FairRite Ferrit-RK ist es dann gewiss anders aus