ICOM - IC-705 .... hat jemand da mit schon mal Erfahrungen mit gemacht ?

  • Der Akku wird zwingend benötigt wenn man den IC-705 über das USB-Kabel mit Strom versorgt. Dann ist ein Sendebetrieb nur mit eingesetztem Akku möglich. Das steht so in den IC-705-Manuals. USB V2 ist ja auch nur bis 500 mA spezifiziert.


    73

    Uli DF7SC

  • Hi,

    du kannst bei dem LZ5HP Transverter per Jumper auch die Frequenz vom LO auf 1152 MHz (anstelle von 1150 MHz) erhöhen, und dann 144 - 146 MHz als ZF verwenden.

    Danke, es funktioniert! Nun muss ich den 705 erstmal nicht aufschrauben :) .


    Weiß zufällig jemand, ob man bei dem LZ5HP Transverter auch die selten vorkommende +28Mhz-Ablage einstellen kann?


    73, DH1YBD

  • Der Akku wird zwingend benötigt wenn man den IC-705 über das USB-Kabel mit Strom versorgt. Dann ist ein Sendebetrieb nur mit eingesetztem Akku möglich. Das steht so in den IC-705-Manuals. USB V2 ist ja auch nur bis 500 mA spezifiziert.


    73

    Uli DF7SC

    ...ich wäre selbstständig nie auf die Idee gekommen, den 705 NUR mit USB zu betreiben ;) ohne Akku und ohne externe 12V.

    Aber es geht tatsächlich, und zieht dabei 690mA aus der USB3-Buchse.

    Sendebetrieb is natürlich nicht möglich, aber immerhim RX mit einer "guten" Powerbank.


    Setzt man zusätzlich den Akku ein, ist Sendebetrieb möglich und der Akku wird nebenbei noch über USB geladen.

    Dabei läuft etwas mehr als 1A über die USB-Buchse.

    Drückt man die Sendetaste, geht der Strom der USB-Buchse sofort auf Null.

    5s nach Loslassen der PTT wird der Akku weiter geladen.

  • Der Akku wird zwingend benötigt wenn man den IC-705 über das USB-Kabel mit Strom versorgt. Dann ist ein Sendebetrieb nur mit eingesetztem Akku möglich. Das steht so in den IC-705-Manuals. USB V2 ist ja auch nur bis 500 mA spezifiziert.

    ja, das erschliesst sich ja nun von selbst; der USB-Anschluss ist ja mitnichten dazu gedacht, das Gerät mit Strom zu versorgen

  • Hallo OMs,

    interessant finde ich diesen Direkt-Abtast-SDR.

    Für den Portabelbetrieb finde ich den geringen Stromverbrauch sehr gut.

    Soweit ich herausfinden konnte: Über 30MHz ist ein Mischer vorgeschaltet. Der sei wenig großsignalfest.

    Als Vergleich zur klassichen Geräten paßt vielleicht der FT-817.

    Hat jemand beide?

    Da in der heutigen Zeit Digimodes eine Rolle spielen:

    Wie stabil steht der LO? Eine ext. Einspeisung ist nicht vorhanden.

    Bei meinem FT-818 mit FT8 auf 2m alles OK. Auf 70cm driftet er schon zu stark > die Decodierung wird schwer bis unmöglich.


    73

    Hans-Jürgen

  • wenn ich es recht im Kopf hab, kommt ein Mischer ab 25MHz zum Einsatz, also wäre 10m dabei auch betroffen.

    jedenfalls hab ich genau deswegen nach der Tauglichkeit auf >=2m gefragt; der Dynamikumfang zwischen den leisen und den Big Guns kann dort sehr gross sein, gerade im Contest.


    für den FT817 lohnt es sich, den TCXO nachzurüsten; bei Ali gibt es billige Clones, die tadellos arbeiten. Damit geht dann auch FT8 auf 70cm


    externe Referenzeinspeisung muss man wie so oft selbst nachrüsten; das würde sich dann aber erst lohnen, wenn der Transceiver für GHz Transverter eingesetzt wird.

  • Mich würde es wundern, wenn der Mischer und nicht der ADC die Grosssignalfestigkeit beschränken würde. Das generelle Problem der Direktabtaster kommt bei UKW besonders zum Tragen wenn man während einem Contest auf einem Höhenstandort ist mit einer guten Antenne. Der Unterschied zwischen leisen und lauten Signalen ist da viel grösser als auf Kurzwelle.


    73, Peter - HB9PJT

    Über 30MHz ist ein Mischer vorgeschaltet. Der sei wenig großsignalfest

  • Die TCXO von Ali für die Kenwood Kurzwellen-TRX haben mehr Seitenbandrauschen als die standardmässig bestückten Quarz und die original TCXO von Kenwood. Das könnte bei den Ali TCXO für den FT-817 auch so sein.


    73, Peter - HB9PJT

    für den FT817 lohnt es sich, den TCXO nachzurüsten; bei Ali gibt es billige Clones, die tadellos arbeiten. Damit geht dann auch FT8 auf 70cm

  • ja, das mag schon so sein; andererseits, wenn man ihn in ein GPSDO einspannen will, wird man auch Abstriche machen müssen, kommt doch die Referenz dann z.B. von einem SI5351 oder einem SI5328 (bei Leo Bodnars GPSDO); die sind zwar beide vom Phasenrauschen her ganz ordentlich, kommen aber auch nicht an einen sauberen Quarzoszillator heran.

  • Gut funktioniert eine Free-Soft / Open Source Software, die noch ziemlich frisch auf dem Markt ist. Der Name ist "wfview" .

    Danke, Bert!


    Erst gestern bin ich dazu gekommen, wfview auszuprobieren. Kurzzusammenfassung: 👍

    Bericht mit Details: Eine kleinen Installations- und Konfigurationsorgie nach Anleitung, dann konnte ich ein QSO führen. Betriebsart JS8 mit Programm JS8Call, Verbindung PC-TRX nur über WiFi, ohne Kabel zwischen den beiden. OS auf dem PC Debian GNU Linux (derzeit noch Version Buster). Software Wfview und JS8Call beides selbst kompiliert.

    Einschub: JS8 funktioniert ähnlich wie FT-8 und das Programm JS8Call ähnlich wie WSJTX, aber mit interessanten zusätzlichen Features: Einmal kann man damit gut QSOs mit Inhalten führen jenseits von 599 / 73. Andererseits macht JS8Call aus der eigenen Funkstation so eine Art Mailbox. Das macht alles Spaß und wäre einen eigenen Thread wert.


    Allerdings funkt das WLAN-Modul im IC-705 leider nur auf dem 2,4 GHz-Band. Hier in der Großstadt Berlin herrscht auf hoffnungslos überbelegten Kanälen Hauen und Stechen. Je nachdem, was die liebe Nachbarschaft gerade so treibt, stockt die Verbindung immer wieder. Das kenne ich auch von anderen Geräten und es war beim IC-705 gestern auch so. Normalerweise nutze ich für WLAN 5 GHz, da ist alles ruhig und fluffig.


    Das erste QSO lief glatt und problemlos. Beim zweiten QSO hakte und öste es dann gewaltig. Das Gesamtsystem aus Wfview, Audio Loop und JS8Call ist nicht besonders gut darin, nach einer Unterbrechung alles wieder selbstständig ins Lot zu bringen. Ich wechselte dann im laufenden QSO von WiFi auf USB zurück. Es hat dann aber "ewig" lange gedauert, bis ich wieder senden konnte. Lange fummelte und fummelte ich mit verschiedenen Audiodevices aus der langen Liste, aber der TRX sendete ums Verrecken nicht. Glücklicherweise ist der QSO-Partner von gestern ein guter Freund und wir hatten einen Seitenkanal über den Messenger "Signal". Endlich fiel mir ein, dass ich nicht nur am PC fummeln muss, sondern auch im IC-705 die Sendemodulation von WiFi auf USB zurück konfigurieren 😳.


    Mein Fazit also: Wfview funktioniert. Das 2,4 GHz-WLAN des IC-705 ist nicht mehr zeitgemäß.


    Vy 73, Andreas, DJ3EI

  • Wie stabil steht der LO? Eine ext. Einspeisung ist nicht vorhanden.

    Hallo, Hans-Jürgen,


    ich hab keinen richtig guten Frequenzzähler. Aber bei einem Experiment habe ich den Träger eines KW-Zeitzeichensenders bei SSB-Empfang mit einer "Kammerton A"-Stimmgabel in Schwebung gebracht und die Einstellung am IC-705 war genau die erwarteten 440 Hz neben dem vollen kHz.


    Vy 73, Andreas, DJ3EI

  • Moin Andreas,


    vielen Dank für die Rückmeldung. Ich war schon erstaunt, dass es so wenig Interesse an der Software gab.


    Nun wird an der App ja noch gewerkelt und man muss gespannt sein, was da noch kommt.


    Negative Erfahrungen mit 2,4 GHz habe ich nicht. Hier gibt es auf den 2,4 GHz Kanälen nur 4 Teilnehmer und auf 5 GHz bin ich allein. Hatte den IC-705 mit einem USB Kabel an den Rechner gebracht. Hinzu kommt, dass ich den TRX fast nur /P nutze. Habe also die App ein wenig getestet und war sehr zufrieden. Unterwegs benötigt man so etwas allerdings nicht.


    Um noch mal kurz auf den Start dieses Beitrags zu kommen. Ich bin vom IC-705 begeistert. Das beste für mich nach IC-202. Ich war vor 14 Tagen zum AGCW VHF-UHF Contest auf dem Kahlen Asten im Rothaargebirge und konnte mit QRP / 5 Watt eine ganze Reihe 600 Km Verbindungen machen. Also hier nur positives zu berichten..

  • Mein Fazit also: Wfview funktioniert. Das 2,4 GHz-WLAN des IC-705 ist nicht mehr zeitgemäß.

    Im Code von Wfview habe ich den Link auf kappanhang von Norbert (HA2NON) gefunden. (Wurde hier auch schon erwähnt). Ich habe ihm ein Bier spendiert, denn er hat eine Anbindung des ICOM705 an den Raspi per WLAN geschrieben. Ich habe einen Raspi 4 verwendet. Die Installation geht recht flüssig (neueste Version von golang verwenden!) Damit werden 3 Kanäle (devices) zum ICOM705 aufgebaut:

    • CAT-Steuerung,
    • Audio-In,
    • Audio-Out

    Ergebnis: läuft mit wsjt-x perfekt über WLAN (die hier erwähnten Schwächen des WLAN sind damit natürlich nicht behoben.) Leider wird das GPS nicht übertragen - da es keine CI-V Befehle dafür gebe (so Norbert). Das wäre natürlich ideal, weil man dann den Raspi damit synchronisieren könnte.

  • in dem Zusammenhang würde mich interessieren, ob der IC705 einen eigenen Hotspot aufspannt oder sich ins bereits existierende Wifi einfügt, und falls letzteres - welche Authentifizierungsmethoden dazu zur Verfügung stehen?

  • Hier gibt es eine interessante Modifikation: TX auf allen Frequenzen freischalten.

    Ich habe allerdings dabei meinen IC 705 irgendwie zum Schweigen (nur Rauschen) gebracht. Es funktioniert alles ausser RX und TX. (Als ob keine Antenne angeschlossen wäre.)


    Hat jemand eine Idee, was ich dabei angerichtet haben könnte?


    Ansonsten bin ich mit dem IC 705 nur mässig zufrieden: Die WLan-Verbindung ist ziemlich instabil (WfView), die Grosssignal-Festigkeit deutlich schlechter als beim KX2. Innen ist er solide gebaut, aber deshalb auch schwer (SOTA).